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Der Telebasel News-Beitrag vom 23. September 2021.
Basel

Eddie Hara – Basels unbekannter Weltstar

In Indonesien kennt Eddie Hara jeder, hier kennen ihn nur ein paar wenige Kunstfans. Für drei Tage hat der Basler live auf den zentralen Plätzen gemalt.

Es sind Unikate, die 55 bunten Plakate von Eddie Hara, die aktuell in der ganzen Stadt zu sehen sind. Doch drei sind noch etwas einzigartiger: Sie müssen nämlich noch vom Künstler gemalt werden. Direkt an der Litfasssäule, während ganz Basel zuschauen kann. Der Künstler schwirrt am Dienstag, 21. September, um das erste Plakat, bevor die Performance beginnt. Nervosität sei das aber nicht, sondern eher Vorfreude: «Es ist eine Herausforderung für mich, in der Öffentlichkeit zu malen. Normalerweise arbeite ich im Atelier», sagt Eddie Hara.

Der 64-Jährige ist vor 24 Jahren aus Indonesien ans Rheinknie gekommen und wegen der Liebe geblieben. In der Basler Kunstszene hat er aber nicht von Anfang an Anschluss gefunden. Es habe etwa sieben Jahre gedauert, bis ihn die hiesige Community akzeptiert hat. Heute ist das anders, vor allem Junge bewundern seine Kunst, erkannt auf der Strasse wird er aber trotzdem kaum.

Big in Indonesia

Am Mittwoch, 22, September, malte Eddie Hara dann am Marktplatz. Sogar der indonesische Botschafter, Muliaman Hadad, ist aus Bern angereist, um seinen Landsmann zu unterstützen und offenbart uns: «Hara ist bekannt in Asien. Viele seiner Arbeiten kennt jeder. Jetzt bin ich glücklich, dass ihn mitten in Basel bald auch jeder kennt», so Muliaman Hadad.  

Andreas Bichweiler geht mit ihm einig, er ist der Besitzer von Ramstein Optik, dem Veranstalter der Plakat-Aktion. «Für mich ist es spannend, dass Eddie Hara in Indonesien, wo er herkommt, extrem berühmt ist. Aber in Basel hat er eigentlich noch nicht erreicht, was er möchte. Ich hoffe, dass er ganz viel Erfolg hat mit der Aktion», so Bichweiler.

Freunde für immer

Am dritten Tag trifft Telebasel Eddie Hara vor der Aktion in seinem Kleinbasler Atelier. Es ist bunt und klein. Hara trifft direkt von einer Besprechung mit einer koreanischen Galeristin ein, die er im Rahmen der Art Basel traf. Nach dem Interview muss er zum Live-Painting an den Claraplatz.

Die Art Basel, auch für Eddie Hara eine Gelegenheit, internationale Beziehungen zu pflegen. Dass er hier in Basel nicht so berühmt ist, wie in Asien, stört denn Künstler aber nicht. Denn im Publikum seiner Performance war auch Basler Publikum, dass er sonst nur vom Vorbeigehen kennt. Und eines sagt Eddie Hara mit grosser Bestimmtheit: «Es braucht Zeit, um in Basel Freunde zu finden. Aber dafür ist es dann eine so tiefe Freundschaft, dass sie für immer hält».

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