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Schweiz

1’502 neue Corona-Fälle am Freitag

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Amnesty: unfaire Impfstoffverteilung ist Menschenrechtsverletzung

Amnesty International wirft reichen Ländern und Pharmafirmen im Zusammenhang mit der Impfstoffbeschaffung Menschenrechtsverletzungen vor.

Dass reiche Länder Corona-Impfstoffe auf Lager hielten, während Millionen Menschen in ärmeren Ländern dringend auf eine Impfchance warteten, sei inakzeptabel, sagte Generalsekretärin Agnes Callamard am Freitag bei einem Briefing der Journalistenvereinigung ACANU in Genf.

Sie kritisierte namentlich die Pharmafirmen Biontech, Pfizer, Moderna und Johnson und Johnson. Sie warf ihnen vor, aus Gier und Profitgründen die Impfstoffe extra knapp zu halten, um hohe Preise erzielen zu können. Callamard rief die Firmen auf, sie sollten auf Patente verzichten und mehr Firmen die Herstellung der Impfstoffe ermöglichen. Sie sollten zudem mindestens die Hälfte ihrer Produktion zu Herstellungskosten an ärmere Länder abgeben. Von Regierungen verlangte sie, ihre Vorräte umgehend an ärmere Länder weiterzureichen.

Nach Erhebungen des Datenanalyse-Unternehmens Airfinity läuft die Haltbarkeit von mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen weltweit Ende des Jahres ab. Wenn sie nicht dringend umverteilt würden, werde der Impfstoff vergeudet. Mehr als 40 Prozent dieser Impfdosen seien in der EU, wie das Unternehmen Anfang der Woche berichtete.

Russland: 828 Corona-Todesfälle an einem Tag – Höchstwert

Russland hat so viele Corona-Todesfälle an einem Tag verzeichnet wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Behördenangaben von Freitag zufolge starben 828 Menschen innerhalb eines Tages.

Den vierten Tag in Folge seien damit jeweils mehr als 800 Menschen binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Schon seit Monaten melden die Behörden jeden Tag Hunderte Sterbefälle. In dem flächenmässig grössten Land der Erde breitet sich die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus aus.

In Russland sind laut offizieller Corona-Statistik bislang mehr als 202’200 Menschen an Covid-19 gestorben. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Diesen Rückschluss lassen auch andere Statistiken der Behörden zu. Der Kreml hatte erst am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge einen landesweiten Lockdown ausgeschlossen – Beschränkungen auf regionaler Ebene dagegen nicht.

Am Freitag gab es der Statistik zufolge 21’300 Neuinfektionen. Dieser Wert steigt seit Tagen erneut an. Seit mehr als einer Woche befindet sich Kremlchef Wladimir Putin wegen mehrerer Corona-Fälle in seiner Umgebung in Selbstisolation. Dem 68-Jährigen soll es aber gut gehen.

Nach wie vor ist die Zahl der Geimpften vergleichsweise gering. 28 Prozent der Bevölkerung sind doppelt geimpft. Russland hat rund 146 Millionen Einwohner.

BAG meldet 1'502 neue Corona-Fälle und 15 Tote

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innert 24 Stunden 1502 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG 15 neue Todesfälle sowie 59 Spitaleinweisungen.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 75,1 Prozent. 23,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

32’633 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 10’665.

Insgesamt wurden bis vorgestern Abend 9’860’100 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 10’312’971 Dosen verabreicht. 54,57 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Bislang wurden 6’129’834 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Weitere 1,6 Milliarden Franken im Budget 2022 für Corona-Bekämpfung

Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und zur Stützung der Wirtschaft führen zu weiteren Mehrkosten in Höhe von 1,6 Milliarden Franken im Budget des Bundes. Ein Grossteil davon wird durch die Kosten der Corona-Tests verursacht.

Der Bundesrat hat am Freitag eine entsprechende Nachmeldung zum Voranschlag 2022 verabschiedet.

Die budgetierten Gesamtausgaben des Bundes für das Jahr 2022 liegen damit bei 79,6 Milliarden Franken. Das führt zu einem ordentlichen Defizit von rund 950 Millionen Franken. Bisher rechnete der Bundesrat noch mit einem Überschuss von 620 Millionen Franken. Die Schuldenbremse, welche aufgrund der unterausgelasteten Wirtschaft ein Defizit zulässt, könne aber weiterhin eingehalten werden, heisst es in einer Mitteilung des Bundesrats.

Der grösste Teil der Nachmeldung wird durch die Corona-Tests verursacht. Zusätzliche 1,5 Milliarden Franken wird der Bund 2022 dafür aufbringen. Weitere 46 Millionen Franken werden für die Weiterführung der Krisenorganisation und die Überwachung von Virusvarianten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) benötigt.

Ischgl will ohne Ramba-Zamba in die neue Saison starten

Der beim Anfang der Corona-Pandemie als Seuchenherd in die Schlagzeilen geratene österreichische Skiort Ischgl will nach dem Totalausfall im letzten Winter wieder durchstarten. Aber es wird weniger Ramba-Zamba geben, wie die Tourismusverantwortlichen am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Zürich versicherten.

Ramba-Zamba wolle man auch beim Eröffnungskonzert nicht mehr, sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Paznaun-Ischgl, Andreas Steibl: «Sonst wird es heissen, wir haben nichts aus der Krise gelernt.»

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Berner Sicherheitsdirektor: Demo liess sich nicht im Keim ersticken

Die Polizei konnte die unbewilligte Corona-Demo in Bern vom Donnerstagabend nicht im Keim ersticken, weil sie sonst unbeteiligte Dritte gefährdet hätte: Zu diesem Schluss kommt der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause (Mitte). Er attestierte der Polizei einen guten Einsatz.

«Das grosse Aufgebot hat sich leider als notwendig herausgestellt», sagte Nause in der Nacht auf Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Berner Stadtregierung hatte angekündigt, sie werde keine unbewilligte Demo tolerieren. Trotzdem konnten die schätzungsweise 800 Leute dann vom Bahnhof in die Altstadt und zurück marschieren.

Kundgebungsteilnehmer versammeln sich auf dem Bahnhofsplatz, am Mittwoch, 23. September 2021, in Bern. (Keystone)

Für die Einsatzkräfte am Bahnhof sei es schwierig gewesen, im Rummel des Abendverkaufs zu erkennen, wer demonstrieren wolle und wer nicht. Ohne Dritte zu gefährden, hätte man vor dem Bahnhof die Demo nicht im Keim ersticken können.

Nause war am Abend vor Ort und kam zum Schluss, dass der Unmut in der Berner Bevölkerung mit jeder Corona-Demo grösser werde. Einmal mehr sei der gesamte öffentliche Verkehr stundenlang zum Erliegen und das öffentliche Leben in der Stadt beeinträchtigt worden.

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Lieferprobleme sorgen in USA für Nachschubmangel bei Alkohol

Erst waren es Computerchips, jetzt sind es Spirituosen: Pandemiebedingte Probleme in der globalen Lieferkette lassen in Teilen der USA den Alkoholnachschub knapp werden.

Wie ein Sprecher der staatlichen Alkoholkommission in Pennsylvania am Donnerstag erklärte, wird in dem Bundesstaat der Verkauf bestimmter Spirituosen-Marken auf zwei Flaschen pro Person und Tag beschränkt. Unter anderem stehen Bourbon, Whiskey, Champagner, Cognac und Tequila auf der Liste.

Bourbon, Whiskey, Champagner, Cognac und Tequila: In Amerika könnte der Alkohol wegen Lieferengpässen knapp werden. (Symbolbild: Keystone)

Die US-Brauereien und Destillerien sehen sich auch mit Arbeitskräftemangel und einer erhöhten Nachfrage von Restaurants und Bars konfrontiert, die nach dem Ende der durch die Pandemie verursachten Beschränkungen alle zur gleichen Zeit wieder öffneten. Ausserdem gibt es Engpässe in der globalen Logistik.

Bundesrat dürfte heute erneut über Corona-Gratistests entscheiden

An seiner heutigen Sitzung dürfte der Bundesrat nochmals darüber beraten, ob Tests für asymptomatische Personen tatsächlich ab dem 1. Oktober selbst bezahlt werden müssen.

Seit der Ausweitung der Zertifikatspflicht am 13. September wird der Beschluss des Bundesrats von vielen Seiten kritisiert.

Von den Partien verlangen Grüne, SP, Mitte-Partei und SVP, dass die Tests für alle kostenlos bleiben. Am Mittwoch gelangte die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) mit einem Schreiben an den Bundesrat. Die Kommission verlangt, dass der Bundesrat seinen Entscheid revidiert. Zudem haben über 260’000 Privatpersonen eine Petition mit derselben Forderung unterschrieben. Mehr dazu hier.

WHO empfiehlt vorbeugende Therapie bei Covid-Risikopatienten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen.

Die WHO verweist auf Studien, wonach die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Basler Pharmakonzern Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. Die WHO veröffentlichte diese Empfehlung im «British Medical Journal».

Die WHO empfiehlt die Medikamente bei Corona-Patienten mit Vorerkrankungen und bereits schwer Erkrankte die keine Antikörper gegen Covid-19 haben. (Symbolbild: Keystone)

Die WHO empfiehlt nun die Gabe der Mittel bei Corona-Patienten mit Vorerkrankungen, die deshalb Gefahr laufen, schwer an Covid-19 zu erkranken und dann auf Intensivstationen behandelt werden müssten. Ebenso sollen bereits schwer Erkrankte damit behandelt werden, die keine Antikörper gegen Covid-19 haben.

Hier drängt die Polizei die Demonstrierenden zurück

In der Berner Innenstadt ist die Polizei am späten Donnerstagabend mit Wasserwerfer und Gummigeschossen gegen mehrere Teilnehmer einer unbewilligten Demonstration vorgegangen. Laut Polizei hatten diese versucht, vor dem Bundeshaus eine Sperre zu durchbrechen. Die Polizei setzte die Zwangsmittel in einer Gasse hin zum Bundeshaus ein. Sie hat damit die Demonstrierenden zurückgedrängt.

US-Gremium empfiehlt Auffrischungsimpfungen für Menschen ab 65

Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für Menschen ab 65 Jahren zu empfehlen. Dafür stimmten die 15 Mitglieder des «Advisory Committee on Immunization Practices» (ACIP) am Donnerstag nach zweitägigen Beratungen einstimmig. Die Empfehlung gilt auch für alle Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen leben.

Zudem sprachen sich die Mitglieder des Gremiums dafür aus, die Auffrischungsimpfungen mindestens sechs Monate nach den ersten beiden Impfungen für Menschen zwischen 50 und 64 Jahren, die Risikogruppen angehören, zu empfehlen. 13 Mitglieder stimmten dafür, zwei dagegen. Ebenfalls stimmten die Mitglieder dafür, Menschen ab 18 Jahren, die Risikogruppen angehören, Auffrischungsimpfungen zu empfehlen – allerdings erst nach vorheriger individueller Risiko- und Nutzenanalyse. Neun Mitglieder stimmten dafür, sechs dagegen. Die CDC muss sich nicht an die nicht bindenden Empfehlungen des ACIP halten, tut dies aber meist.

Polizei geht in Bern mit Wasserwerfer gegen Teilnehmer von Demo vor

Die Berner Polizei setzt am Donnerstagabend in Bern Wasserwerfer gegen die Demonstrierenden ein. (Bild: Keystone)

In der Berner Innenstadt ist die Polizei am späten Donnerstagabend mit Wasserwerfer und Gummigeschossen gegen mehrere Teilnehmer einer unbewilligten Demonstration mit insgesamt 800 Teilnehmenden vorgegangen. Laut Polizei hatten diese versucht, vor dem Bundeshaus eine Sperre zu durchbrechen.

Die Demonstranten hätten zudem Sachen gegen Einsatzkräfte geworfen, teilte die Berner Kantonspolizei auf Twitter mit.

Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete, dass die Polizei die Zwangsmittel in einer Gasse hin zum Bundeshaus eingesetzt habe. Sie habe damit die Demonstrierenden zurückgedrängt.

Noch keine Informationen, ob es Verletzte gab

Bereits zuvor hatten Demonstrierende bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei im Umfeld des Protestumzugs durch die Innenstadt Pyrotechnika gezündet und Gegenstände gegen Einsatzkräfte geworfen. Die Polizei reagierte vereinzelt mit Gummischrot. In der Innenstadt waren mehrmals Knalle zu hören.

Über Verletzte lagen keine Angaben vor. Mehrere Ambulanzen standen am Abend im Einsatz.

Schätzungsweise gegen 800 Menschen waren Aufrufen im Internet zu einer unbewilligten Kundgebung in der Hauptstadt gefolgt. Sie versammelten sich beim Bahnhof und marschierten durch die Altstadt. Die Polizei liess den Grossteil der Teilnehmenden gewähren.

Die Ordnungshüter führten Kontrollen durch, wie sie im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilten. Mehrere Personen wurden demnach abgeführt.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Polizei weist in Willisau LU 60 mögliche Corona-Demonstranten weg

In der Luzerner Stadt Willisau hat die Polizei am Donnerstagabend gemäss eigenen Angaben eine unbewilligte Kundgebung gegen die Corona-Schutzmassnahmen verhindert. Sie kontrollierte rund sechzig Menschen und wies diese weg.

Die Polizei hielt laut Mitteilung beim Eingang zur Altstadt eine «kleine Gruppe» von sogenannten «Freiheitstrychlern» auf. Auch diese wurde weggewiesen. Die Ordnungshüter wollten in den nächsten Tagen prüfen, ob sie zusätzliche Personen anzeigen.

Laut einem Fotografen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA riegelten die Ordnungshüter die Altstadt ab. Nur einige wenige Massnahmen-Gegner – teils mit Trycheln – harrten vor Ort aus. Die Situation blieb ruhig.

Die Stadtregierung hatte am Mittwoch erklärt, keine kurzfristige Demonstration von Kritikern der Corona-Massnahmen im Ort zu dulden. Zuvor hatten Massnahmen-Gegner zu einer Demo aufgerufen, nachdem die Stadt Bern für eine solche Kundgebung ebenfalls keine Bewilligung erteilt hatte. Der Willisauer Stadtrat appellierte «eindringlich» an die Bevölkerung, nicht an einer möglichen unbewilligten Kundgebung teilzunehmen.

Polizei geht in Bern vereinzelt gegen Demo-Teilnehmer vor

In Bern ist ein Grossaufgebot der Polizei am Donnerstagabend vereinzelt gegen Teilnehmende einer unbewilligten Demonstration gegen die Corona-Schutzmassnahmen vorgegangen. Die Beamten setzen dabei Gummischrot ein.

Bei der Auseinandersetzung mit der Polizei im Umfeld des Umzugs durch die Innenstadt wurden laut Angaben der Ordnungskräfte Pyrotechnika gezündet und Gegenstände gegen Einsatzkräfte geworfen. Die Polizei reagierte mit Gummischrot. Über Verletzte lagen keine Angaben vor. In der Innenstadt waren mehrmals Knalle zu hören, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Zuvor waren schätzungsweise gegen 800 Menschen Aufrufen zu einer unbewilligten Kundgebung gefolgt. Sie versammelten sich beim Bahnhof und marschierten durch die Altstadt. Die Polizei liess den Grossteil der Teilnehmenden gewähren. Die Ordnungshüter führten Kontrollen durch, wie sie im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilten. Mehrere Personen wurden demnach abgeführt.

Berner Polizei führt mehrere Massnahmen-Gegner ab

Die Berner Polizei hat mehrere Personen «in polizeiliche Räumlichkeiten» gebracht. Dies im Zusammenhang mit einer unbewilligten Demonstration von Massnahmen-Gegnern.

In der Berner Innenstatd habe sich ein Umzug formiert. Die Behörden priorisieren den Schutz von Unbeteiligten und die Verhinderung von Sachschäden, wie sie mitteilen.

Laut einem Reporter des Online-Portals «Nau» herrsche aggressive Stimmung.

Mehrere hundert Massnahmen-Kritiker versammeln sich in Bern

In Bern sind mehrere hundert Menschen am Donnerstagabend Aufrufen zu einer unbewilligten Kundgebung gefolgt. Sie versammelten sich in der Innenstadt. Die Polizei liess die Teilnehmenden zunächst gewähren, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Die Polizei führte Kontrollen durch, wie sie im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Sie kündigte zudem an, Wegweisungen auszusprechen und Personen abzuführen.

Freispruch für Genfer Aktivisten nach Demo während Lockdown

Das Genfer Polizeigericht hat am Donnerstag sechs von sieben Aktivisten freigesprochen, die nach einem friedlichen Protest während des Lockdowns im Mai 2020 zu einer Geldstrafe verurteilt worden waren. In seinem Urteil kam das Gericht zum Schluss, dass die Polizei mit mehr Zurückhaltung hätte vorgehen müssen.

Die Mitglieder einer neuen Bürgerbewegung hatten am 6. und 12. Mai 2020 vor dem Genfer Hauptbahnhof Cornavin für einen humanistischeren, sozialeren und ökologischeren Neuanfang nach dem Ende der Coronakrise demonstriert. Sie standen schweigend in vier Quadratmeter grossen Quadraten, die sie zuvor mit Kreide auf den Boden gezeichnet hatten, um die nötigen Hygiene-Abstände zu anderen Personen einzuhalten.

Kubas Präsident: Bewohner ärmerer Länder warten auf erste Impfdosis

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat bei der UN-Generaldebatte die ungleiche Verteilung von Coronavirus-Impfstoffen angeprangert. Mehr als 80 Prozent der bisher eingesetzten Dosen seien in Ländern mit mittlerem bis hohem Einkommensniveau verabreicht worden, deren Einwohner weit weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachten, sagte er in einer aufgezeichneten Rede, die am Donnerstag in New York gezeigt wurde. «Hunderte Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern warten noch immer auf ihre erste Dosis und können nicht abschätzen, ob sie diese jemals erhalten werden.»

Es sei «unvorstellbar», dass währenddessen die weltweiten Militärausgaben im vergangenen Jahr fast zwei Billionen US-Dollar (rund 1,7 Billionen Euro) betragen hätten, betonte Díaz-Canel. «Wie viele Leben wären gerettet worden, wenn diese Mittel für die Gesundheit oder die Herstellung und Verteilung von Impfstoffen verwendet worden wären?» Kuba setzt selbst entwickelte Impfstoffe gegen das Coronavirus ein.

Bundesplatz abgeriegelt nach Aufrufen zu illegaler Corona-Demo

In der Berner Innenstadt hat die Polizei am frühen Donnerstagabend Präsenz markiert: Sie wollte eine weitere unbewilligte Kundgebung von Gegnern der Corona-Massnahmen später am Abend verhindern.

 

Um eine weitere Eskalation wie vor einer Woche vor dem Bundeshaus zu verhindern, wird der Bundesplatz von der Polizei abgeriegelt. (Bild: Keystone)

Den Bundesplatz hatte die Polizei bereits am späten Nachmittag abgeriegelt, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Zum einen war wieder der Zaun vor dem Bundeshaus montiert worden, zum anderen wurden rund um den Platz mobile Gitterelemente befestigt.

Zahlreiche Polizisten waren in der Innenstadt zu sehen. Passanten durften den Bundesplatz bei Bedarf überqueren, der abgesehen von zwei Polizeiwagen und einigen Polizisten menschenleer war. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Impfstoffentwicklerin: Gefährlichere Corona-Variante unwahrscheinlich

Eine der Entwicklerinnen des Astrazeneca-Impfstoffs gegen Corona hält die Entstehung einer noch gefährlicheren Variante des Virus als Delta aktuell für eher unwahrscheinlich.

«Normalerweise werden Viren harmloser, während sie zirkulieren, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es noch eine bösartigere Version von Sars-CoV-2 geben wird», sagte die Immunologin Sarah Gilbert von der Universität Oxford am Donnerstag bei einer Online-Veranstaltung der Royal Society of Medicine. Sie gehe auch nicht davon aus, dass das Virus so mutiere, dass es sich etwa der Wirkung der Impfstoffe entziehe. Vielmehr vermutet Gilbert, dass das Virus sich angesichts der wachsenden Immunität in der Bevölkerung ähnlich wie andere saisonale Coronaviren entwickeln werde.

Rechnet nicht mit einer bösartigeren Covid-Version: Die britische Immunologin Sarah Gilbert. (Bild: Keystone)

Seit Beginn der Pandemie hat sich Sars-CoV-2 durch Mutationen so verändert, dass es deutlich ansteckender wurde. Zunächst breitete sich im vergangenen Winter die sogenannte Alpha-Variante um die Welt aus, die zunächst in England registriert wurde. Im Frühjahr folgte die als erstes in Indien nachgewiesene Delta-Variante.

Fälle und Spitaleinweisungen rückläufig - auch im Wochenvergleich

Der rückläufige Trend bei den Corona-Eckdaten hat sich am Donnerstag bestätigt: Innerhalb von 24 Stunden wurden dem BAG 1632 neue Coronavirus-Fälle gemeldet, das sind knapp 28 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Die Spitaleinweisungen gingen im gleichen Zeitraum um über 40 Prozent zurück.

Vor einer Woche waren 61 Meldungen über Hospitalisierungen eingegangen, nun waren es noch 35, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Optimistisch stimmt auch die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Sie lag vor rund zwei Wochen bei 0,83. Das heisst, dass die Zahl der neu infizierten Personen seither weiter abgenommen haben dürfte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Notenbanken nehmen vorsichtig Kurs auf Straffung der Geldpolitik

Eineinhalb Jahre nach Beginn der Pandemie zeichnet sich ein schrittweiser Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik ab. Die US-Notenbank Federal Reserve könnte bei der nächsten Sitzung im November eine Drosselung der milliardenschweren Wertpapierkäufe beschliessen, wie ihr Chef Jerome Powell am Mittwoch erklärte.

Setzt sich die aktuelle Konjunkturerholung fort, könnten die Käufe der US-Notenbank bis Mitte 2022 eingestellt werden. Zugleich deuten neue Prognosen auf eine Zinserhöhung im kommenden Jahr hin.

Israel: Lehrer ohne "Grünen Pass" werden ohne Gehalt beurlaubt

In Israel werden Lehrer ohne den sogenannten Grünen Pass, die sich auch nicht auf das Coronavirus testen lassen wollen, ab dem 3. Oktober vom Unterricht freigestellt. Den Grünen Pass gibt es für Geimpfte und Genesene.

In Israel werden Lehrer ohne Zertifikat ohne Gehalt beurlaubt. (Symbolbild: Keystone)

Die Lehrer dürfen dann auch nicht online unterrichten und erhalten kein Gehalt, wie eine Sprecherin des Erziehungsministeriums am Donnerstag bestätigte. Laut Medienberichten sind von 3. Oktober an Grüne Pässe auch nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung gültig. Danach müssen Betroffene eine dritte Spritze als Auffrischung erhalten.

Israel bemüht sich angesichts hoher Infektionsraten die stagnierende Impfquote zu erhöhen und Impfskeptiker und -verweigerer zu erreichen. 5921 neue Corona-Fälle meldete das Gesundheitsministerium am Donnerstag für den Vortag. Bisher sind rund 60 Prozent der 9,4 Millionen Einwohner zweifach geimpft, knapp 34 Prozent dreifach.

BAG meldet 1'632 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1632 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 5 neue Todesfälle und 35 Spitaleinweisungen.

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Schutzmaske wegen mangelnder Schutzwirkung zurückgerufen

Weil sie ungenügend schützt, ruft der Importeur Yoobopo die Atemschutzmaske N95/FFP2 der Marke «myfixmask» zurück. Dadurch besteht eine Gesundheitsgefährdung. Das Produkt wird kostenlos ausgetauscht. Dazu sollten Kunden Kontakt zur Importfirma aufnehmen.

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Neue Richtlinien für die Aufnahme in Intensivstationen

Sollten die Intensivstationen einmal so voll sein, dass Triagenentscheidungen gefällt werden müssen, soll künftig auch der zu erwartende Aufwand sowie die Dauer der Behandlung als Kriterium für eine Aufnahme dienen. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) hat ihre Richtlinien entsprechend angepasst.

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(Bild: Keystone)
Budgetplus trotz Corona: Schwyzer Regierung will Steuern

Die finanzielle Lage im Kanton Schwyz bleibt – trotz Corona – stabil. So stabil, dass die Regierung den Steuerfuss bei den natürlichen Personen um 20 Prozent senken will. Unter Berücksichtigung dieser Steuersenkung rechnet sie für 2022 bei einem Aufwand von 1,58 Milliarden Franken mit einem Plus von 80,1 Millionen Franken.

Auf der Aufwandseite steigen im Vergleich zum Vorjahr insbesondere die Beiträge an die Ergänzungsleistungen um 15 Millionen Franken und jene an die inner- und ausserkantonalen Spitäler um 11 Millionen Franken, wie der Regierung am Donnerstag mitteilte.

Beim Ertrag geht die Regierung davon aus, dass nebst dem höheren Gewinnanteil an der Schweizerischen Nationalbank von 25 Millionen Franken insgesamt rund 90 Millionen Franken höhere Steuererträge bei der Gewinnsteuer, der Grundstückgewinnsteuer und beim Anteil an der direkten Bundessteuer zu Buche schlagen werden.

AstraZeneca vereinbart Milliondeal für RNA-Technologie

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca setzt in einem Millionendeal auf eine nächste Generation der RNA-Technologie. Mit dem Startup VaxEquity sei eine Partnerschaft zur Entwicklung neuer Medikamente auf Basis dieser Technologie vereinbart worden, teilte AstraZeneca am Donnerstag mit.

VaxEquity, das von dem Impfstoffexperten Robin Shattock vom Imperial College London gegründet wurde, erhalte dafür von AstraZeneca eine Zahlung von bis zu 195 Millionen Dollar, wenn bestimmte Meilensteine im Zuge der Kooperation erreicht werden. Zudem winkten Lizenzgebühren an den Produkten. Vereinbart wurde den Angaben zufolge ferner eine Kapitalbeteiligungen von AstraZeneca und dem Life-Science-Investor Morningside Ventures.

(Bild: Keystone)

AstraZeneca hat im Rahmen der Vereinbarung die Möglichkeit, an 26 Wirkstoff-Zielstrukturen für den Einsatz in therapeutischen Gebieten wie Krebs und seltenen genetischen Erkrankungen zusammenzuarbeiten. Im Fokus der Partnerschaft steht die so genannte selbstverstärkende RNA-Technologie. Sie funktioniert ähnlich wie die der Boten-RNA (mRNA)-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna.

Ein selbstverstärkender RNA-Impfstoff enthält jedoch nicht nur den genetischen Code, der es Zellen erlaubt, zielgerichtet Proteine herzustellen. Er erstellt auch viele Kopien der RNA, die diese Anweisungen enthält, weshalb die Dosen kleiner und günstiger sein könnten.

Impfkampagnen in der Schweiz sollen die Impfquote steigern

Walk-in-Zentren, Impftrucks oder Informationskampagnen für Migrantinnen und Migranten: Die Kantone unternehmen viel, um ihre Impfquote zu steigern. Diese Massnahmen zeigen zwar Wirkung und trotzdem bleiben die Zahlen zwei- bis dreimal tiefer als noch im Mai oder Juni.

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Weiterer Lockdown würde viele Kleinbetriebe verschwinden lassen

Viele kleine Gewerbebetriebe in der Schweiz würden einen weiteren Lockdown nicht überleben. Für knapp einen Fünftel der Kleinbetriebe würde eine erneute Schliessung laut einer Umfrage das «ziemlich sichere Ende» bedeuten.

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Zertifikatsfreier Zugang für Jugendliche zu gewissen Angeboten

Der Dachverband Offene Jugendarbeit Schweiz (DOJ) fordert für junge Erwachsene bis 25 den zertifikatsfreien Zugang zu niederschwelligen Angeboten. Der Austausch mit Gleichaltrigen dürfe nicht durch die Zertifikatspflicht ab 16 behindert werden. Umso mehr gelte das für vulnerable Kinder und Jugendliche.

Die Einrichtungen mit einem niederschwelligen Angebot seien zentral für die Früherkennung und -intervention, teilte der Verband am Donnerstag mit. Die Zertifikatspflicht stelle für die Jugendlichen ab 16 Jahren nach vielen Einschränkungen eine weitere Restriktion dar.

(Bild: Keystone)

Im weiteren unterstreicht der DOJ das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Information gemäss der Kinderrechtskonvention. Derzeit werde die jüngere Generation ungenügend informiert.

Namentlich das Bundesamt für Gesundheit, die wissenschaftliche Taskforce des Bundes und die Eidgenössische Impfkommission würden nicht eindeutig erklären, wie gefährlich das Coronavirus für Kinder und Jugendliche ist. Auch liessen die Behörden unklar, wie die Jungen die Infektion verbreiten.

Corona-Pandemie könnte in einem Jahr bereits vorbei sein – Laut Moderna-Chef

Stéphane Bancel, Konzernchef des US-Biotechnologie-Konzerns Moderna, rechnet damit, dass die Corona-Pandemie in einem Jahr vorbei sein wird. Ältere Personen und Risiko-Patienten, die zu Beginn der Pandemie geimpft worden seien, müssten jetzt Auffrischungen erhalten.

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Deutlich mehr psychische Probleme bei Kindern in England

Die Pandemie hat bei der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in England deutliche Spuren hinterlassen. Im zweiten Quartal 2021 waren mit 190 271 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren fast doppelt so viele in psychischer Behandlung wie im gleichen Zeitraum zwei Jahre zuvor, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Daten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS hervorgeht. Damals waren es 97 342. Auch die Zahl sehr dringender Fälle nahm deutlich zu.

(Bild: Keystone)

«Die Pandemie hatte einen zerstörerischen Einfluss auf die mentale Gesundheit unserer Nation, aber es wird immer klarer, dass besonders Kinder und junge Menschen leiden», sagte Elaine Lockhart vom Royal College of Psychiatrists, die die Daten mit ihrem Verband analysierte. Lockhart rief den neu ernannten britischen Bildungsminister Nadhim Zahawi dazu auf, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zur Priorität zu erklären und entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.

US-Behörde FDA erlaubt Corona-Auffrischungsimpfung für Risikogruppen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen genehmigt. Das teilte die FDA am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Sie folgte damit der Empfehlung eines Expertengremiums aus der vergangenen Woche. In den USA ist damit eine weitere Einzeldosis des Impfstoffs für die Verabreichung mindestens sechs Monate nach den ersten beiden Impfungen für Menschen über 65 sowie jüngere Menschen mit gesundheitlichen oder beruflichen Risikofaktoren zugelassen.

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(Bild: Keystone)

Die FDA erlaube Booster-Impfungen für bestimmte Gruppen wie Gesundheitspersonal, Lehrer und Erzieher, Supermarktmitarbeiter und Menschen in Obdachlosenunterkünften oder Gefängnissen, erklärte die FDA-Beauftragte Janet Woodcock. Grundlage für die Entscheidung seien der wissenschaftliche Erkenntnisstand und die Empfehlungen des Beratungskomitees, in dem unabhängige Experten sitzen. Man werde die sich schnell entwickelnden wissenschaftlichen Erkenntnisse zur «Sicherheit und Effektivität von Covid-19-Impfungen, einschliesslich der Verwendung von Auffrischungsimpfungen» auch weiter bewerten und die Öffentlichkeit entsprechend informieren.

Corona bei UN-Besuch: Brasiliens Delegation soll in Quarantäne

Die zur UN-Generaldebatte in New York angereiste Delegation Brasiliens begibt sich nach dem positiven Corona-Test des Gesundheitsministers in Isolation. «Der Mitgliedstaat hat bestätigt, dass die gesamte Delegation beschlossen hat, sich für 14 Tage selbst unter Quarantäne zu stellen», teilte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch mit.

Gesundheitsminister Marcelo Queiroga hatte am Dienstag mit Staatspräsident Jair Bolsonaro der Generaldebatte der Vereinten Nationen beigewohnt und sich dabei auch im UN-Hauptquartier am East River aufgehalten. Zuvor war bereits ein Mitglied der Delegation positiv getestet worden. Übereinstimmenden brasilianischen Medienberichten zufolge kehrte Bolsonaro am Mittwoch nach Brasilien zurück, Queiroga hält sich demnach aber weiterhin in New York auf.

Bolsonaro und andere Mitglieder der Delegation, die mit Queiroga Kontakt hatten, würden die nächsten fünf Tage in Quarantäne bleiben und danach einen neuen Test machen, berichtete das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf den Regierungspalast. Die Gesundheitsbehörde in Brasília hatte 14 Tage Quarantäne für die brasilianische Delegation empfohlen. Bolsonaro verzichtete am Mittwoch auf einen eigentlich geplanten Präsenztermin und nahm stattdessen an einer Videoschalte teil.

Blocher ruft zur Zurückhaltung bei unbewilligten Kundgebungen auf

Alt Bundesrat und SVP-Doyen Christoph Blocher hat Kritiker der Corona-Massnahmen zur Zurückhaltung bei unbewilligten Demonstrationen aufgerufen. Die derzeitige Situation sei nicht so schlimm, dass man Verbote übertreten müsse, sagte der frühere Justizminister in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit der SRF-TV-Sendung «Rundschau».

Nach der Nichtbewilligung und offiziellen Absage einer geplanten Demonstration gegen die Corona-Massnahmen in Bern am Donnerstag empfahl Blocher den Massnahmengegnern, daheim zu bleiben. Es gebe Situationen, in denen man gegen Demonstrationsverbote verstossen müsse. Dies sei derzeit aber nicht der Fall.

Der Industrielle, der von 2003 bis 2007 Mitglied der Schweizer Landesregierung war, bekundete gleichzeitig seine Sympathie gegenüber Massnahmenkritikern wie den «Freiheitstrychlern». Diese seien «Naturburschen» und hätten einen starken «Freiheitsdrang». Sie würden nun angefeindet, weil sie eine andere Meinung hätten.

Die «Freiheitstrychler» traten im Herbst 2020 erstmals in Erscheinung. Sie wehrten sich seitdem gegen die Corona-Massnahmen des Bundes und marschierten teils auch an unbewilligten Demonstrationen mit.

Willisau will kurzfristig keine Corona-Demonstration in der Stadt

Die Luzerner Stadt Willisau will keine kurzfristige Demonstration von Kritikern der Corona-Massnahmen im Ort dulden. Dies gab die Stadtregierung am Mittwochabend bekannt. Zuvor hatten Massnahmen-Gegner zu einer Demo aufgerufen, nachdem die Stadt Bern für eine solche Kundgebung ebenfalls keine Bewilligung erteilt hatte.

Der Stadtrat habe kein Gesuch für eine Demo der Organisationen «Mass-Voll», «Freiheitstrychler» und «Freunde der Verfassung» erhalten, teilte er am Mittwochabend mit. Er bewillige daher eine allenfalls in Willisau am Donnerstagabend geplante Demo nicht.

(Archivbild: Keystone)

Der Willisauer Stadtrat appellierte «eindringlich» an die Bevölkerung, nicht an einer möglichen unbewilligten Kundgebung teilzunehmen. Die Polizei werde vor Ort sein, erklärte die Stadtbehörde.

In verschiedenen Medien und Infokanälen riefen Organisatoren am Mittwoch zu einer Kundgebung beim Zehntenplatz in Willisau auf. Die Stadt wurde den Angaben zufolge weder über ein solches Vorhaben informiert noch wurde mit ihr Kontakt aufgenommen. Der Stadtrat toleriere solche unbewilligten Kundgebungen grundsätzlich nicht, hiess es.

USA verdoppeln Impf-Spende: Biden sagt weitere 500 Millionen Dosen zu

Die USA wollen im Kampf gegen Corona weitere 500 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden. Es handle sich dabei um eine «historische Verpflichtung», sagte US-Präsident Joe Biden am Mittwoch zum Auftakt eines virtuellen Corona-Gipfel in Washington. Die Dosen von Pfizer/Biontech sollten in den USA produziert werden und an ärmere Länder gehen. Diese Spende sei an keine Bedingungen geknüpft, hiess es aus dem Weissen Haus.

Brasilianische Gesundheitsbehörde empfiehlt Quarantäne für Bolsonaro

Nach dem positiven Corona-Test von Brasiliens Gesundheitsminister während einer Dienstreise in New York hat die Gesundheitsüberwachungsbehörde in Brasília 14 Tage Quarantäne für die brasilianische Delegation um Präsident Jair Bolsonaro empfohlen. Die Anvisa habe in den frühen Morgenstunden ein entsprechendes Schreiben an die «Casa Civil», vergleichbar mit dem Kanzleramt, übermittelt, hiess es in einer Mitteilung der Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Demnach habe die Anvisa die bestehenden Regelungen und zu erwartenden Hygiene-Empfehlungen zum Schutz der Reisenden und der brasilianischen Bevölkerung dargelegt.

Gesundheitsminister Marcelo Queiroga hatte den Rechtspopulisten Bolsonaro zur UN-Generaldebatte nach New York begleitet. Am Dienstag wurde er positiv auf das Coronavirus getestet und blieb in den USA in Quarantäne. In den vergangenen Tagen twitterte Queiroga Fotos unter anderem mit Bolsonaro, dessen Frau Michelle, Vertretern von Investmentfonds und einem Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson, der wiederum US-Präsident Joe Biden traf.

Deutscher Minister warnt vor "Pandemie-Extremismus"

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellenmitarbeiter im Streit um die Corona-Maskenpflicht zum Einschreiten gegen Hass aufgerufen.

Nach 18 harten Monaten für die Gesellschaft dürften aus Spannungen nicht Spaltungen werden, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. «Deswegen sollten wir klar und entschieden zu jeder Form von Pandemie-Extremismus Nein sagen», fügte er hinzu. Die Hintergründe der Tat in Idar-Oberstein machten «nicht nur traurig, sondern auch wütend».

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Ein 49 Jahre alter Deutsche sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, dem 20 Jahre alten Tankstellen-Kassierer am Samstag in den Kopf geschossen zu haben. Dieser hatte ihn zuvor auf die Maskenpflicht hingewiesen. Spahn zeigte sich erschüttert über die Tat und sprach von einem «kaltblütigen Mord», der nicht im Affekt geschehen sei.

Das Umfeld und die Umstände hätten viel mit Hass und Hetze zu tun, die in sozialen Medien verbreitet würden. Auch auf Demonstrationen würden Begriffe wie «Volksverräter» gerufen. «Aus Worten werden irgendwann auch Taten», warnte Spahn. Ausdruck von Protest müsse es in einer Demokratie geben. Er könne aber nur sehr dafür werben, dass alle ihre Worte wägten und bei Hass und Verschwörungsmythen früh jemand aufstehe und sage: «Nein, bis hierhin und nicht weiter.»

Macrons Impfzertifikat geleakt: Verantwortlichen drohen Konsequenzen

Nach dem Auftauchen des Impfzertifikats des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in sozialen Netzwerken haben die Behörden die Verantwortlichen gefunden.

Man habe diejenigen Gesundheitskräfte identifiziert, die irregulär auf die Daten zugegriffen und dabei gegen die Berufsethik verstossen hätten, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA in Paris am Mittwoch von der staatlichen französischen Krankenkasse. Der nationale Rat der Ärztekammer teilte mit, dass nun auf lokaler Ebene über die Folgen für die Betroffenen entschieden werde. Dabei war von einem schweren Verstoss gegen die ärztliche Schweigepflicht die Rede.

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Am Dienstag war bekannt geworden, dass Macrons Impfzertifikat im Netz zirkuliert. Auf Bildern waren ein QR-Code sowie Name, Geburtsdatum und Impfinformationen des Präsidenten zu sehen. Der Präsidentenpalast bestätigte die Echtheit des verbreiteten Codes. Dem Élyséepalast zufolge haben Frankreichs Gesundheitskräfte Zugriff auf ein zentralisiertes System mit Corona-Impfzertifikaten. Aus dem Kreise dieses Personals sei Macrons QR-Code aus Versehen oder mit Absicht in Umlauf gebracht worden. Regierungssprecher Gabriel Attal erklärte, ein neuer Code könne eingerichtet und der alte deaktiviert werden.

Griechische Lehrer unter Beschuss von Corona-Leugnern

Seit dem Schulbeginn vergangene Woche in Griechenland kriegen griechische Lehrer immer wieder Ärger mit Corona-kritischen Eltern und Corona-Leugnern. Lesen Sie hier mehr.

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Frankreich will Verlängerung der Corona-Nachweispflicht ermöglichen

Frankreichs Regierung will auch nach Mitte November die Pflicht zu einem Corona-Nachweis verhängen können. Die aktuelle Regelung ist zeitlich begrenzt.

Man werde die Möglichkeit, den sogenannten Gesundheitspass bei entsprechender epidemischer Lage auch darüber hinaus nutzen zu können, verlängern müssen, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris. In Frankreich ist etwa der Besuch von Restaurants und Museen oder die Fahrt mit dem Fernzug nur mit einem negativen Test, genesen oder geimpft möglich.

Im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle hatte Staatschef Emmanuel Macron im Sommer strengere Corona-Regeln angekündigt, unter anderem die Nachweispflicht. Attal verteidigte den Gesundheitspass als sehr effizientes Mittel. Ohne ihn hätten etliche Einrichtungen mitten im Sommer schliessen müssen.

Wegen einer sich verbessernden Infektionslage sollen ab 4. Oktober etwas lockere Regeln gelten. In Départements mit einer 7-Tages-Inzidenz unter 50 entfällt dann die Maskenpflicht in der Grundschule, wie Attal sagte. Ausserdem werde es in den Gegenden dann keine Obergrenzen bei Veranstaltungen oder in Gebäuden mehr geben.

Keine Corona-Entschädigung mehr für Ungeimpfte in Deutschland

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen in Deutschland die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen.

Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch mehrheitlich in einem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bremen und Thüringen enthielten sich demnach bei der Abstimmung.

Betroffen sind davon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können.

Bei den Beratungen der Minister ging es um eine deutschlandweit einheitliche Linie. Erste Länder hatten bereits jeweils für sich entschieden, dass Nicht-Geimpfte bald keinen Entschädigungsanspruch mehr haben sollen. Das Bundesinfektionsschutzgesetz sieht dies auch schon vor, wenn eine Absonderung hätte vermieden werden können, indem man eine empfohlene Schutzimpfung in Anspruch nimmt. Da inzwischen auch ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, soll dies nun umgesetzt werden. Die Einzelheiten regeln die Länder selbst.

Polen genehmigt Impfauffrischung für über 50-Jährige

In Polen können über 50-Jährige sowie medizinische Pflegekräfte eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, gilt die Regelung auch für Menschen jeden Alters mit geschwächtem Immunsystem, deren Immunreaktion auf die zunächst verabreichten Impfungen nicht ausreichend sein könnte. Sie sollen 28 Tage nach der vollständigen Impfung die Auffrischung erhalten.

Über 50-Jährige und medizinisches Personal mit Patientenkontakt sollen die Auffrischung frühestens sechs Monate nach der zweiten Dosis bekommen. Ihnen soll das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer gespritzt werden, das Studien zufolge gut als Auffrischung wirken und sehr verträglich sein soll. Die Termine für die Auffrischungsimpfung sollen automatisch über das zentrale System vergeben werden, in dem die Geimpften registriert sind.

Grossbritannien und Südkorea tauschen eine Million Corona-Impfdosen

Mit einem Impfstofftausch wollen Südkorea und Grossbritannien den Kampf gegen das Coronavirus in ihren Ländern ankurbeln. Wie die Regierung in London am Mittwoch mitteilte, schickt Grossbritannien in den kommenden Wochen eine Million Dosen des Mittels von Biontech und Pfizer in das ostasiatische Land.

Dies solle Seoul dabei helfen, das Ziel von 70 Prozent vollständig geimpfter Einwohner bis Ende Oktober zu erreichen, hiess es in der Mitteilung des britischen Gesundheitsministeriums.

Südkorea wiederum soll noch vor Jahresende dieselbe Menge zurücksenden. Diese Lieferung werde dann zum Erfolg des Auffrischungsprogramms in Grossbritannien beitragen, hiess es.

Die Vakzine würden derzeit nicht sofort benötigt, betonte die britische Regierung. Die Menge werde auch nicht mit den 100 Millionen Dosen verrechnet, die Grossbritannien bis Juni 2022 der Impfstoffinitiative Covax versprochen hat.

BAG meldet am Mittwoch 1'894 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innert 24 Stunden 1894 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG fünf neue Todesfälle sowie 63 Spitaleinweisungen.

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Nationalräte gelangen wegen Gratis-Tests mit Brief an den Bundesrat

Die Kosten für Covid-Tests für asymptomatische Personen sollen weiterhin durch den Bund übernommen werden. Dies verlangt die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) in einem Schreiben an den Bundesrat.

Die Kommission ist auf ihren Entscheid von Ende August zurückgekommen und ist nun doch nicht damit einverstanden, dass die Kosten für die Corona-Tests ab dem 1. Oktober nicht mehr vom Bund übernommen werden.

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USA wollen Impf-Spenden verdoppeln

Die USA wollen im Kampf gegen Corona weitere 500 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden. Das werde US-Präsident Joe Biden bei einem virtuellen Corona-Gipfel an diesem Mittwoch (17.00 MESZ) ankündigen, sagte eine hohe Regierungsbeamtin vor dem virtuellen Treffen.

Die Dosen von Pfizer/Biontech sollten in den USA produziert werden und an ärmere Länder gehen. Diese Spende sei an keine Bedingungen geknüpft.

«Wir beweisen, dass man sich nicht nur um sich selbst kümmern, sondern auch anderen helfen kann», hiess es weiter. Die USA hatten bereits vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall im Juni eine Spende von 500 Millionen Impfdosen angekündigt.

Die USA wollen den Informationen zufolge die Impfdosen von den Herstellern Pfizer und Biontech zu einem «nicht gewinnorientierten Preis» kaufen. Insgesamt belaufen sich die Zusagen der USA damit auf 1,1 Milliarden Impfdosen-Spenden. Man habe bisher rund 160 Millionen dieser Dosen in etwa hundert Länder der Welt geliefert – darunter Peru, Pakistan, Sri Lanka oder Äthiopien. Täglich würden weitere Dosen verschickt. Man arbeite ausserdem daran, die Produktionskapazitäten in den USA weiter auszubauen.

Swiss plant für den Winter gleichviel Reiseziele wie vor Corona

Die Swiss fliegt im Winter wieder gleich viele Ziele an wie im Winter 2019 vor der Corona-Pandemie. Insgesamt würden 90 Destinationen bedient, teilte die Schweizer Airline am Mittwoch bei der Veröffentlichung des ersten Teils ihres Winterflugplans mit.

Allerdings fliegt die Swiss weniger häufig: Insgesamt sei geplant, im Winterflugprogramm wieder rund die Hälfte der Kapazität von 2019 anzubieten, gab die Lufthansa-Tochter bekannt. Ab Zürich stehen den Passagieren 81 Destinationen zur Auswahl, ab Genf 26.

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SBB fahren Halbjahresverlust von knapp 390 Millionen Franken ein

Die SBB haben im ersten Halbjahr 2021 einen Verlust von 389 Millionen Franken eingefahren. Das sind bereinigt 30 Millionen Franken mehr als im ersten Halbjahr 2020. Die SBB leiden weiterhin unter der Coronakrise. So beförderten sie 41 Prozent weniger Passagiere als im Vergleichszeitraum 2019 vor der Krise.

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Über 260'000 Unterschriften gegen Ende der Gratis-Tests eingereicht

Über 260’000 Personen haben eine Petition unterschrieben, die weiterhin kostenlose Covid-Tests fordert. Die Petitionärin Maja Balmer hat die Unterschriften am Mittwoch der Bundeskanzlei überreicht.

Darin fordert sie zusammen mit 261’590 Personen den Bundesrat auf, die Corona-Tests zur Erlangung eines Covid-Zertifikats weiter gratis anzubieten, «genauso gratis, wie die Impfungen sind». So wäre die neue Zertifikatspflicht annehmbar und eine Zweiklassengesellschaft könnte vermieden werden.

Denn die Ausweitung der Zertifikatspflicht bedeute für 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung, dass für sie «das öffentliche Leben und die Möglichkeit, Gemeinschaft zu leben», kostenpflichtig werde, hiess es in der Petition. Weil sich viele Bürgerinnen und Bürger diese Tests für 80 bis 120 Franken nicht leisten könnten, würden sie vom öffentlichen Leben praktisch ausgeschlossen.


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Es gehe ihr «einen Schritt zu weit», dass «nur noch epidemiologische Aspekte in die Entscheidungen» einbezogen würden und ethische und soziale dabei zu kurz kämen, sagte Balmer der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor dem Bundeshaus. Deshalb habe sie die Petition lanciert.

Sie sei nicht grundsätzlich gegen die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus, sondern es gehe ihr um die Ungleichbehandlung der Menschen in der Schweiz. Alle müssten die gleichen Grundrechte haben. Deshalb sollten Tests und Impfung entweder beide gratis bleiben, oder beide kostenpflichtig werden, sagte Balmer.

Stadt Bern und Massnahmengegner können sich nicht einigen

Es bleibt dabei: die Stadt Bern wird am Donnerstagabend keine unbewilligten Corona-Kundgebungen tolerieren. Eine Einigung zwischen den Stadtbehörden und den Veranstaltern ist gescheitert.

Gemeinderat Reto Nause besprach die Situation am Dienstag mit Vertretenden der Organisationen «Mass-Voll», «Freiheitstrychler» und «Freunde der Verfassung». Nach Auffassung der Stadt Bern konnte in den Gesprächen eine Lösung erzielt werden.

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Neue Proteste gegen Impfpflicht für die Baubranche in Australien

In der australischen Metropole Melbourne haben den dritten Tag in Folge Hunderte Menschen gegen eine Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter der Baubranche und den Lockdown in der Region protestiert.

Die Demonstration am Mittwoch konzentrierte sich auf den «Shrine of Remembrance», eines der grössten Kriegerdenkmäler in Down Under. Schwer bewaffnete Polizei habe die Gruppe umstellt und mehrere Teilnehmer festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur AAP.

Der Vize-Premier der Region, James Merlino, zeigte sich entsetzt über die Kundgebungen. «Ich werde das nicht einmal Protest nennen, weil es kein Protest ist. Dies ist ein Mob, der kriminell handelt», sagte er. Die Teilnehmer würden das Gesundheitspersonal, sich selbst und die Menschen in Victoria gefährden. «Was wir in den letzten zwei oder drei Tagen gesehen haben, ist kriminelles Verhalten, das in keiner Weise unseren grossartigen Staat repräsentiert.»

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Gastro macht 17 Prozent weniger Umsatz wegen Zertifikatspflicht

Die Sorge der Gastronomie, dass sich die Zertifikatspflicht auch auf den Umsatz auswirken könne hat sich bewahrheitet. Das zeigen Konsumentenzahlen aus dem Bericht von «Monitoring Consumption Switzerland» der Universität St. Gallen. Wie der «Tagesanzeiger» schreibt, wurden in der vergangenen Woche rund 18,9 Millionen Franken weniger in Schweizer Restaurants ausgegeben.

Dies mache einen Rückgang von fast 17 Prozent aus. In der Woche vor der Zertifikatspflicht hätten die Gastrobetriebe noch 113,2 Millionen Franken eingenommen. «Die Umsatzeinbrüche sind auf die Zertifikatspflicht in der Gastronomie zurückzuführen», sagt Patrik Hasler-Olbrych, Sprecher des schweizerischen Gastronomieverbandes Gastro Suisse gegenüber dem «Tagesanzeiger».

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Laut einer Umfrage von Gastro Suisse rechnen mehr als die Hälfte der Betriebe mit einer Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent. Bei rund einem Viertel der Unternehmen gehe man sogar von 50 Prozent oder mehr aus.

Dennoch könne sich der Umsatz der Gastrobetriebe wieder steigern, desto mehr Menschen sich impfen lassen, da Personen mit einem Zertifikat auf die Maskenpflicht in Gastroinnenräumen verzichten können, was das Restauranterlebnis angenehmer gestaltet.

Gratis-Tests in der Schweiz sollen definitiv verschwinden

Noch wurde darüber spekuliert, ob die Frist der Gratis-Tests doch verlängert wird, doch jetzt ist klar, der Bundesrat will bei seinem Plan bleiben, die Gratis-Test sollen ab 1. Oktober kostenpflichtig werden. Sowohl Bundespräsident Guy Parmelin als auch Gesundheitsminister Alain Berset teilen diese Meinung.

Laut «Blick» wolle Ueli Maurer einen Antrag einreichen, um die Gratis-Tests doch noch zu behalten, doch der Druck aus dem Parlament sei zu gross. Denn in der Regierung herrsche klar die Meinung: Wer ein Zertifikat will, soll sich endlich impfen lassen.

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Am Mittwoch kommt die Gesundheitskommission des Nationalrats zusammen. Mitglieder rechnen bereits mit einer dringlichen Kommissionsmotion, die den Bundesrat nochmals unmissverständlich zur Beibehaltung der Gratis-Tests auffordert.

Der Bundesrat wolle aber am Ende der Gratis-Tests festhalten, sei aber kompromissbereit die Frist um zwei bis vier Wochen zu verschieben, um Ungeimpften noch genügend Zeit zu geben sich impfen zu lassen.

Peter Bodenmann fordert finanzielle Anreize um Impftempo in der Schweiz zu steigern

Der frühere SP-Präsident Peter Bodenmann, der einst auch Walliser Gesundheitsdirektor war, schlägt finanzielle Anreize vor, um das Impftempo zu beschleunigen. Wer geimpft ist oder sich noch impfen lässt, soll eine Prämie von 300 Franken erhalten.

Auch Genesene hätten Anrecht auf diese Prämie. Der positive Anreiz könnte mit einem Malus kombiniert werden. Wer sich partout nicht impfen lassen wolle, müsse einmalig eine Busse von 100 Franken bezahlen.

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Biden ruft Online-Gipfel zur Corona-Krise ein

US-Präsident Joe Biden hat für Mittwoch einen Online-Gipfel zur Corona-Krise einberufen und will den Kampf gegen die Pandemie mit weiteren Hilfszusagen vorantreiben. Zentrales Thema bei dem Treffen ist die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff auf der Welt. Ziel sei es, Staats- und Regierungschefs mit Vertretern internationaler Organisationen, NGOs und der Privatwirtschaft zusammenzubringen, um sich auf eine gemeinsame Vision zur Bekämpfung von Corona zu einigen, hiess es vorab aus dem Weissen Haus.

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Brasiliens Gesundheitsminister Corona-positiv getestet

Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga ist während einer Dienstreise mit Staatspräsident Jair Bolsonaro in New York positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde in den USA in Quarantäne bleiben, schrieb Queiroga am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Er ist brasilianischen Medienberichten zufolge das zweite Mitglied der brasilianischen Delegation in New York, bei dem das Ergebnis eines Corona-Tests positiv ausgefallen ist. Bei weiteren Mitgliedern fielen die Tests laut der Pressestelle der Präsidentschaft, auf die sich etwa das Nachrichtenportal «G1» berief, negativ aus.

Der Rechtspopulist Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost und spricht sich immer wieder gegen den Gebrauch von Masken und andere eindämmende Massnahmen aus. Am Dienstag sorgte er zum Auftakt der UN-Generaldebatte in New York mit Aussagen über sein Vorgehen in der Pandemie für Verwunderung. So pries Bolsonaro etwa den vorbeugenden Einsatz von Medikamenten, deren Wirksamkeit gegen das Coronavirus nicht nachgewiesen ist.

Der rechte Staatschef hat mehrmals betont, dass er selbst noch nicht gegen Corona geimpft ist. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schickte eine Botschaft an Bolsonaro, indem er sagte: «Man muss sich impfen lassen, wenn man hierher kommen will.»

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Bei den UN gilt das «Ehren-System»: Wer das Gebäude der Vereinten Nationen in New York betritt, bestätigt damit etwa, in den zehn Tagen zuvor nicht positiv getestet worden zu sein. Queiroga twitterte in den vergangenen Tagen Fotos unter anderem mit Bolsonaro, dessen Frau Michele und Vertretern von Investmentfonds.

IWF fordert mehr Massnahmen zur Bekämpfung von Pandemie

Die Chefökonomin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Gita Gopinath, ruft zu einem besseren Handeln und grösserer Verantwortlichkeit im internationalen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf.

«Es reicht nicht, Ankündigungen und Zusagen zu machen. Man muss sie auch einhalten», sagt Gopinath in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Nur so könne sichergestellt werden, dass bis Ende 2021 insgesamt 40 Prozent aller Menschen weltweit geimpft seien. Vor allem grosse Volkswirtschaften müssten ihre Impfstofflieferungen erhöhen, um ihre Zusagen einzuhalten.

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Der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Michael Kremer macht in diesem Zusammenhang einen Vorschlag, wie sich die Zahl der Impfdosen steigern liesse. Die Wissenschaft sollte erforschen, ob niedrigere Dosen als die bisher zugelassenen nicht ähnlich effektiv seien. Die Reaktion des Immunsystems sei ein sehr guter Hinweis darauf, wie wirksam eine Impfung sei, sagte Kremer in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung».

Bei Moderna scheine eine halbe bis zu einem Viertel einer Dosis immer noch eine Wirksamkeit von über 90 Prozent aufzuweisen. Ein Drittel einer Dosis bei Pfizer/Biontech habe eine viel bessere Wirksamkeit als diverse Impfstoffe, auf die sich ärmere Länder verliessen. Und bei AstraZeneca sei die halbe Dosis fast so effektiv wie die ganze. Mit reduzierten Mengen wären 1,4 Milliarden Dosen pro Monat zusätzlich möglich, sagte Kremer, der an der Universität Chicago lehrt.

WHO: Weltweiter Rückgang der Zahl von Corona-Fällen

Die Zahl der der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldeten Covid-19-Fälle ist gesunken. Vorige Woche wurden der WHO 3,67 Millionen Fälle gemeldet, 9 Prozent weniger als in den sieben Tagen zuvor, wie die UN-Behörde am Dienstagabend in Genf berichtete. Zuvor waren die Zahlen seit Anfang Juni kontinuierlich angestiegen und hatten im August ein Plateau erreicht.

Fast alle Kontinente verzeichneten Rückgänge. Nur in Afrika gab es einen leichten Anstieg. Die weltweite Zahl der Todesfälle sank im Wochenvergleich um 7 Prozent auf knapp 60’000. Der statistische Bericht der WHO enthielt keine Erklärungen für die Entwicklung der Zahlen.

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Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson wirksamer durch Zweitimpfung

Der Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson ist neuen Untersuchungen zufolge wirksamer gegen eine Corona-Infektion, wenn er zweimal verabreicht wird. Eine zweite Impfung, die rund zwei Monate nach der ersten verabreicht wurde, bot in einer weltweiten klinischen Studie einen 75-prozentigen Schutz, wie das Unternehmen am Dienstag erklärte.

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Der Antikörperwert stieg demnach auf das Vier- bis Sechsfache der nach der Einzeldosis beobachteten Werte. In den USA habe die Schutzwirkung nach der zweiten Dosis sogar bei 94 Prozent gelegen. Der Grund ging aus der Pressemitteilung des Unternehmens allerdings nicht hervor. Er könnte aber mit einer geringeren Anzahl von Varianten zum Zeitpunkt der Datenerhebung in den USA zusammenhängen.

Vor Corona-Gipfel: Erdogan verurteilt Impf-Nationalismus

Vor dem Online-Gipfel zur Corona-Pandemie von US-Präsident Joe Biden hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die mangelnde Bereitschaft einiger Länder bei der Verteilung von Vakzinen verurteilt. Angesichts von Millionen Toten und Dutzenden Millionen Infizierten sei es «eine Schande für die Menschheit, dass der Impf-Nationalismus immer noch mit verschiedenen Methoden weitergeführt wird», sagte Erdogan am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

US-Präsident Biden hat für diesen Mittwoch einen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie einberufen. Ziel ist es, Staats- und Regierungschefs mit Nichtregierungsorganisationen zusammenzubringen, um sich auf eine «gemeinsame Vision zur Bekämpfung» von Corona zu einigen, hiess es vorab aus dem Weissen Haus. Zentrales Thema bei dem Treffen sei die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff auf der Welt. Bei der Verteilung vor allem des Zugangs zu Impfstoffen gibt es grosste Ungleichheiten in der Welt. In Afrika sind beispielsweise erst etwa drei Prozent der Menschen geimpft.

2000 Menschen demonstrieren in Lausanne gegen Zertifikatspflicht

In Lausanne sind schätzungsweise 2000 Menschen am Dienstagabend auf die Strasse gegangen und haben gegen das Covid-Zertifikat demonstriert. Initiiert wurde der unbewilligte Protest von Studierenden, die sich gegen die Zertifikatspflicht an Hochschulen wehren.

2000 Menschen demonstrierten am Dienstagabend in Lausanne gegen die Covid-Zertifikatspflicht. (Bild: Keystone)

Die Demonstranten versammelten sich gegen 18.00 Uhr im Norden der Stadt. Sie hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie etwa den «Pass der Schande» anprangerten und den Rücktritt von Gesundheitsminister Alain Berset forderten. Aus den Reihen der Demonstrierenden wurde ein «gleicher Zugang zur Bildung für alle» sowie das Ende der «Stigmatisierung» etwa von Ungeimpften gefordert. Alles zum Thema gibt es hier.

EU-Kommission unterschreibt Vertrag für weiteres Covid-19-Medikament

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über die gemeinsame Anschaffung eines Covid-19-Medikaments des Pharmaunternehmens Eli Lilly abgeschlossen. 18 EU-Staaten beteiligten sich am gemeinsamen Kauf von 220’000 Behandlungen eines Medikaments mit sogenannten monoklonalen Antikörpern, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit.

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Es handele sich um die Kombination der beiden monoklonalen Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab zur Behandlung von Covid-Patienten, die keinen Sauerstoff brauchen, bei denen jedoch die Gefahr einer schweren Erkrankung bestehe. Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion ausser Gefecht setzen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit eine Zulassung des Antikörper-Cocktails. Die Frage, ob Deutschland unter den 18 teilnehmenden Ländern ist, blieb zunächst offen. Die EU-Kommission hat bereits Verträge für andere Medikamente abgeschlossen.

Macrons Impfzertifikat zirkuliert online

Das Corona-Impfzertifikat von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist in den sozialen Medien aufgetaucht. Der QR-Code mit Angabe von Namen und Geburtsdatum Macrons sowie seinen Impfinformationen sei aufgrund eines Fehlverhaltens im Netz gelandet, hiess es am Dienstag aus dem Élyséepalast in Paris.

Ob der Code ausgetauscht werde, sei noch unklar. Dem Élysée zufolge haben Frankreichs Gesundheitskräfte Zugriff auf ein zentralisiertes System mit Corona-Impfzertifikaten. Aus dem Kreise dieses Personals sei Macrons QR-Code aus Versehen oder mit Absicht in Umlauf gebracht worden.

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Macron hatte Frankreich im Juli strikte Regeln im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle auferlegt. Impfungen wollte er vorantreiben. Der Besuch von Restaurants, Bars und Museen sowie Fahrten etwa mit dem Fernzug sind mittlerweile nur mit dem sogenannten Gesundheitspass erlaubt. Als Gesundheitspass zählt neben einer Corona-Impfung ein Genesungsnachweis oder ein negativer Corona-Test. Nach seiner Corona-Infektion im Dezember war Macron im Mai geimpft worden.

Kultur fordert weiterhin Gratistests für Covid-Zertifikat

Die Taskforce Kultur fordert, dass die Kosten für Tests zum Erlangen eines Covid-Zertifikats weiterhin vom Staat übernommen werden. Der Kultursektor sei von einer Normalisierung noch weit entfernt, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Wenn die Kosten ab dem 1. Oktober nicht mehr vom Staat übernommen würden, habe dies negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen von Veranstaltungen, insbesondere wenn sie sich an ein junges und nächtliches Publikum richteten. Gerade Menschen mit beschränkten finanziellen Mitteln dürften nicht benachteiligt werden.

Auch für Künstlerinnen und Künstler, die ein Zertifikat benötigten, um aufzutreten, und die oft nicht in einem Arbeitsverhältnis zum Veranstaltenden stünden, müsse der kostenfreie Zugang zu Tests aufrechterhalten werden.

Die Zertifikatspflicht werfe zudem Fragen und Ungleichbehandlungen auf. So sei es beispielsweise oft Zufall, ob für die Berufsausübung eine Zertifikatspflicht gelte oder nicht. Denn für Kunstschaffende, die per Arbeitsvertrag engagiert würden, gelte keine behördlich verordnete Zertifikatspflicht. Würden sie hingegen anderweitig engagiert, gelte die Zertifikatspflicht.

Eine wesentliche Forderung des Kultursektors sei auch, dass ein niederschwelliger Zugang zu Tests und Impfungen sowohl in zeitlicher, sprachlicher, örtlicher wie auch finanzieller Hinsicht bestehe.

GastroSuisse fordert weitere Entschädigungen für Umsatzausfälle

Der Restaurant- und Hotellerie-Verband GastroSuisse fordert eine Entschädigung für die durch die Umsetzung der Zertifikatspflicht entstandenen Umsatzrückgänge. Zudem verlangt die Präsidentenkonferenz des Verbandes vom Bund umgehend ein Corona-Ausstiegsszenario.

Je nach Situation präsentiere sich die Situation sehr unterschiedlich, teilte der Verband im Anschluss an die Präsidentenkonferenz vom Mittwoch in Bern mit.

Betriebe in städtischen Gebieten seien mitunter weniger stark von den Massnahmen betroffen als jene auf dem Land. Bei vielen Betrieben sei der Umsatz schon in den ersten Tagen massiv eingebrochen, wird Gastro-Suisse-Präsident Casimir Platzer in der Mitteilung zitiert.

Für die zusätzlichen Umsatzrückgänge müssten gemäss Vizepräsident Massimo Suter weitere Ausfallentschädigungen fliessen. Dabei seien die Obergrenzen aufzuheben. Vom Bund fordert der Verband ein Ausstiegsszenario. Denn die Branche brauche Planungssicherheit und müsse wieder zur Normalität zurückfinden.

In einem Corona-Positionspapier wurden gegenüber der Regierung weitere Forderungen gestellt. So soll bei den Kurzarbeitsentschädigungen weiterhin das vereinfachte Verfahren und die summarische Abrechnung angewendet werden. Die Kontaktdatenerfassung bei den Clubs und Diskotheken sei zudem obsolet geworden und müsse sofort aufgehoben werden. Zudem müssten die Gratis-Tests weitergeführt werden.

Schweizer mit gefälschten Impfausweisen in Konstanz erwischt

Sechs Schweizer haben am vergangenen Freitag und Samstag in Apotheken in Konstanz gefälschte Impfausweise vorgelegt, um den digitalen Nachweis über Covid-Schutzimpfungen zu erhalten. Nun ermittelt die Polizei gegen sie wegen Urkundenfälschung.

(Bild: Keystone)

Der Schwindel flog in zwei Apotheken in der Konstanzer Altstadt auf, wie die Polizei mitteilte. «Gegen alle sechs Tatverdächtige aus der Schweiz ermittelt die Polizei nun wegen Urkundenfälschung», hiess es. Bereits am Donnerstag waren zwei Schweizer in Apotheken in Konstanz mit falschen Impfausweisen erwischt worden.

Stadt Wien führt 2G-Regel für Veranstaltungen ein

Österreichs Hauptstadt erhöht mit neuen Corona-Regeln den Druck auf Ungeimpfte. Zu Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen und in der Nachtgastronomie sind in Wien ab 1. Oktober nur mehr Geimpfte und von Covid-19 Genesene zugelassen, wie Bürgermeister Michael Ludwig am Dienstag bekanntgab.

Laut dieser 2G-Regel reicht dann ein negatives Testergebnis nicht mehr für den Besuch aus. Die Regel diene dazu, Menschen zur Impfung zu bewegen und Engpässe in den Krankenhäusern zu verhindern, sagte Ludwig bei einer Pressekonferenz. «Wir sind jetzt schon in der Situation, dass wir Operationen verschieben müssen», sagte er.

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Der Schritt hin zur 2G-Regel wäre laut dem Stufenplan der konservativ-grünen Regierung österreichweit erst dann vorgesehen, wenn mehr als 300 Betten in Intensivstationen mit Covid-Kranken belegt sind. Derzeit sind es 220. Der sozialdemokratische Bürgermeister Ludwig hatte schon in den vergangenen Monaten auf striktere Massnahmen gesetzt als der Rest des Landes. So haben in Wien etwa Testergebnisse eine kürzere Gültigkeit.

Unterdessen führt die Regierung derzeit mit Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern Gespräche über die mögliche Einführung einer Testpflicht für Ungeimpfte am Arbeitsplatz.

UN-Chef mahnt zu stärkerem Kampf gegen Corona und Klimawandel

Mit drastischen Worten hat UN-Generalsekretär António Guterres zum Auftakt der UN-Vollversammlung die internationale Gemeinschaft zu mehr gemeinsamem Engagement beim Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Klimawandel aufgefordert.

«Ich bin hier, um Alarm zu schlagen: Die Welt muss aufwachen», sagte Guterres am Dienstag zum Beginn der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. «Wir stehen am Rande des Abgrunds und bewegen uns in die falsche Richtung. Unsere Welt war noch nie in grösserer Gefahr und noch nie gespaltener. Wir stehen vor der grössten Kaskade von Krise unserer Lebenszeit.»

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Die ungleiche Verteilung von Impfstoff gegen das Coronavirus beispielsweise bezeichnete Guterres als «Obszönität». «Eine Mehrheit der reicheren Welt ist geimpft. Aber mehr als 90 Prozent der Afrikaner warten immer noch auf ihre erste Dosis. Das ist eine moralische Anklage des Zustands unserer Welt», sagte Guterres. «Wir haben den Wissenschaftstest bestanden. Aber in Ethik sind wir durchgefallen.»

Die Welt stehe angesichts von Krisen wie der Pandemie und dem Klimawandel nicht genügend zusammen, beklagte der UN-Chef. «Anstelle von Demut angesichts dieser epischen Herausforderungen sehen wir Anmassung. Anstelle des Wegs der Solidarität, sind wir in einer Sackgasse der Zerstörung.»

Zertifikatspflicht in Skigebieten ist noch bei weitem kein Thema

Schon jetzt über eine Zertifikatspflicht in den Skigebieten zu diskutieren ist laut dem Bund verfrüht. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie ist schwer vorauszusehen und somit ist es müssig, über die Lage in der Skisaison zu spekulieren.

Sollte die Pandemielage im Winter angespannt bleiben, sei eine Zertifikatspflicht für den Wintersport durchaus denkbar, sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern. Das müsste man gegebenenfalls dann prüfen, heute sei die Entwicklung nicht absehbar.

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Wintersportgebiete seien mit ihren Seilbahnen, Liften, Restaurants, Schneebars und anderen Einrichtungen recht homogene Gebiete, begründete Mathys seine Einschätzung. Grundsätzlich sollte die Zertifikatspflicht die Ansteckungen eindämmen, und somit sei sie sinnvoll etwa in vollgedrängten Bergbahnen. Zudem würden Maskenpflichten entfallen.

Schweizer Reisebranche freut sich über Öffnung der US-Grenzen

Schweizer Unternehmen freuen sich über die geplante Öffnung der amerikanischen Grenzen für vollständig geimpfte Europäer nach eineinhalb Jahren Coronaschliessung. Bei den Reiseveranstaltern kommen bereits erste Buchungen herein, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP ergab.

«Wir freuen uns, dass Ferien in den USA ab November 2021 wieder möglich sein sollen. Das Interesse für Reisen in die USA hat seit gestern zugenommen», erklärte Hotelplan-Sprecherin Bianca Gähweiler am Dienstag. So seien schon erste Buchungen für Ferien im warmen Florida oder für Reisen nach New York zum «Christmas-Shopping» getätigt worden.

Bei TUI Suisse hiess es, die Information sei noch relativ frisch. «Wir haben schon vorher Fragen von Kundinnen und Kunden erhalten, ob und wann die USA wieder bereisbar sind. Wir rechnen damit, dass diese Kunden ihre Buchung in den nächsten Tagen tätigen möchten», teilte Sprecherin Milica Vujcic mit.

Ab 2. Oktober dürfte Zertifikats-Pflicht auch im Bundeshaus gelten

Für die Herbstsession reicht es zwar nicht mehr, aber ab dem 2. Oktober wird es wohl auch für den Zutritt zum Bundeshaus ein gültiges Covid-Zertifikat brauchen. In der Wintersession dürfte es für die Parlamentarier zum Zug kommen.

Die Staatspolitische Kommission des Ständerates (SPK-S) habe die gesetzliche Grundlage ausgearbeitet, die den Zutritt zum Bundeshaus nur noch mit einem Zertifikat erlaubt, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.

Die Pflicht soll ab dem 2. Oktober gelten. Die Herbstsession dauert bis am Freitag 1. Oktober.

Mit diesem Schritt wird die Bundesversammlung ohne Schutzmassnahmen wie Maskenpflicht oder Plexiglaswände tagen können, wie es weiter heisst.

Zudem leiste die Bundesversammlung so einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung und übernehme mit der Anwendung dieses Instruments eine gewisse Vorbildsfunktion.

Psychische Gesundheit von Kindern hat sich verschlechtert

Laut Alain Di Gallo von der wissenschaftlichen Covid-Taskforce des Bundes sind Kinder und Jugendliche die am stärksten Betroffenen der Pandemie. Lesen Sie hier mehr.

(Symbolbild: Keystone)
Impfgeschwindigkeit in der Schweiz geht zu langsam voran

Die Impfgeschwindigkeit in der Schweiz nimmt weiter zu. Das Tempo ist aber gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu tief, als dass es zu einer Entspannung der Situation kommen könnte.

Mehr dazu hier.

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BAG meldet 1'235 neue Corona-Ansteckungen und vier Todesfälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innert 24 Stunden 1235 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG vier neue Todesfälle sowie 43 Spitaleinweisungen.

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Krankenkassen sollen Prämien wegen Corona nicht einfrieren müssen

Der Ständerat hält nichts von der Idee, dass die Krankenkassen wegen der Covid-19-Pandemie während zweier Jahre ihre Prämien einfrieren sollen. Auch sollen sie nicht während dreier Monate auf die Prämien verzichten müssen.

Der Kanton Genf verlangte dies mit einer Standesinitiative. Die Kassen sollten demnach die Hälfte ihrer Reserven auflösen und sich mit diesen Mitteln an den Schweizer Gesundheitskosten beteiligen.

Aus Sicht der vorberatenden Kommission sind diese Forderungen nicht mit der aktuellen Gesetzgebung vereinbar, sagte deren Sprecher Peter Hegglin (Mitte/ZG). Die Massnahmen würden eine Abkehr vom Kostendeckungsprinzip bedeuten. Auch der Abbau von 50 Prozent der Reserven sei problematisch: Viele Versicherer würden damit die gesetzliche Mindesthöhe der Reserve nicht mehr einhalten können.

Der Kanton Genf verlangt zudem mit einer weiteren Initiative ein dringliches Gesetz, durch welches die Kosten der Corona-Tests vollständig durch die obligatorische Krankenkasse übernommen werden müssen. Das Anliegen sei mittlerweile erfüllt, so Hegglin. Der Kanton Genf hatte die Standesinitiative bereits im Juni 2020 eingereicht.

Der Ständerat lehnte die beiden Initiativen oppositionslos ab. Sie gehen an den Nationalrat.

Bund soll Kosten der Zertifikatspflicht an Hochschulen übernehmen

Der Bund soll die Kosten für Covid-19-Zertifikate an Hochschulen übernehmen. Dies fordert der Verband Schweizer Studierendenschaften (VSS) in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an Bundespräsident Guy Parmelin und Gesundheitsminister Alain Berset.

Die Einführung der Zertifikatspflicht im Bildungsbereich sei überraschend erfolgt und für viele nicht absehbar gewesen. Teilweise sei sie bereits zum Start des Herbstsemesters eingeführt worden. Nicht in allen Fällen würden digitale Alternativen zum Präsenzunterricht oder kostenfreie Tests zur Verfügung gestellt.

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Proteste gegen obligatorische Impfungen in der Baubranche in Australien

In der australischen Millionenstadt Melbourne ist es erneut zu Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung gekommen. Hunderte Bauarbeiter, viele von ihnen in Warnschutzkleidung, demonstrierten am Dienstag zunächst vor dem Gebäude der Gewerkschaft CFMEU (Construction, Forestry, Mining and Energy Union). Ihre Wut richte sich gegen die obligatorischen Corona-Impfungen für die Baubranche, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP. Anschliessend zog die Menge in Richtung Regionalparlament weiter, bevor sie eine Schnellstrasse blockierte.

(Bild: Keystone)

Dabei sei es auch zu kleineren Zusammenstössen mit der Polizei gekommen: Die Sicherheitskräfte hätten Gummigeschosse abgefeuert, die Demonstrierenden hätten leere Flaschen und Dosen in Richtung der Beamten geworfen, hiess es. Die Regierung des Bundesstaates Victoria hatte zuletzt angeordnet, dass sich alle Mitarbeiter der Bauindustrie gegen das Virus impfen lassen müssen.

Bangkok will voraussichtlich im November wieder Touristen empfangen

Thailands beliebte Hauptstadt Bangkok wird sich voraussichtlich erst im November wieder für internationalen Tourismus öffnen. Um wieder Besucher zu empfangen, müssten mindestens 70 Prozent der Einwohner der Mega-Metropole vollständigen Impfschutz haben, zitierte die Zeitung «Bangkok Post» am Dienstag den örtlichen Gouverneur Aswin Kwanmuang. Derzeit seien erst 42 Prozent der Bürger doppelt geimpft. Schätzungen zufolge hat die Stadt mehr als zehn Millionen Einwohner.

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Wenn die Impfkampagne fortschreite wie bisher, dann könnte Bangkok in der ersten oder zweiten Novemberwoche geöffnet werden, so die Stadtverwaltung. Weitere Bedingungen seien aber, dass die Infektionszahlen weiter sinken und die Krankenhäuser nicht überfüllt sind. Zuletzt wurden in der Grossstadt etwa 2700 bis 2800 neue Fälle pro Tag gemeldet. Wenn alle Kriterien erfüllt seien, solle über die Leitlinien und Regeln für eine Öffnung entschieden werden.

Rund 90 Prozent der Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft

Eine Auswertung des BAG zeigt, dass vor allem ungeimpfte Personen auf den Intensivstationen in der Schweiz liegen. Auch trifft es diesmal mehr junge Menschen, als über 80-Jährige, wie «20 Minuten» berichtet.

Rund ein Fünftel der an Covid-19-Erkrankten, die im Zeitraum vom 19. Juli und 15. August ins Spital eingewiesen wurden waren unter 40 Jahre alt. Diese Zahlen widerlegen die Behauptung, dass Besonders alte Menschen von schwereren Verläufen betroffen seien.

(Bild: Keystone)
Johnson & Johnson Impfstoff könnte schon bald in der Schweiz verfügbar sein

Der Bund hat die Kantone bereits vorab informiert, sie sollen sich auf die Auslieferung des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson vorbereiten. Doch noch sei der Kaufvertrag der Vektorimpfung noch nicht unterschrieben, wie «Blick» schreibt.

Der Kauf könne aber laut Recherchen bereits in wenigen Tagen besiegelt werden. Einziger Knackpunkt: Johnson & Johnson gilt als schwieriger Verhandlungspartner. Daher müsse man mit möglichen Verzögerungen rechnen.

Laut verschiedenen Quellen will der Bund 150’000 Dosen des Johnson & Johnson Impfstoffes kaufen. Anhand dieser Zahl können die Kantone bereits ausrechnen, wie viele Impfdosen ihnen dann jeweils zugeteilt werden und die Planung ausrichten. Jedoch könne man da noch nicht ganz sicher sein, da nach wie vor noch nicht feststeht, wann die Dosen schlussendlich kommen und wie viele es sein werden.

(Bild: Keystone)
Mehr US-Bürger an Corona gestorben als durch die Spanische Grippe

An der Lungenkrankheit Covid-19 sind mittlerweile mehr US-Bürger gestorben als durch die Spanische Grippe.

Laut einer am Montag veröffentlichten Zählung der Johns-Hopkins-Universität starben in den USA mehr als 675’700 in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1919 wütete, kostete laut US-Gesundheitsbehörde CDC 675’000 Menschen in den USA das Leben.

Damit hat die Spanische Grippe, zumindest in absoluten Zahlen, am Montag ihren Titel als schwerste Pandemie der jüngeren US-Geschichte verloren. Weltweit starben durch die Spanische Grippe laut Historikern mindestens 50 Millionen Menschen.

Anders als das Coronavirus endete die Spanische Grippe besonders für junge Leute häufig tödlich – insbesondere Menschen unter fünf Jahren oder zwischen 20 und 40 Jahren waren häufig betroffen.

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Vietnamese erhält Bussgeld für gefälschtes Corona-Test-Ergebnis

In Vietnam hat ein Mann einen negativen Corona-Test in einen positiven verwandelt – und muss nun wegen Verbreitung falscher Informationen 7,5 Millionen Vietnamesische Dong (280 Euro) Strafe zahlen. Ziel der unerlaubten Aktion: Der 41-Jährige aus der Provinz Dak Nong wollte die Arbeit schwänzen, wie die örtliche Zeitung VnExpress am Dienstag unter Berufung auf die lokale Polizei berichtete.

Der Angestellte einer Telekommunikationsfirma habe am 21. August in einem Krankenhaus einen Antigen-Test gemacht, der negativ ausgefallen sei. Daraufhin habe er das Resultat auf dem Zertifikat verändert und eine Kopie des vermeintlich positiven Ergebnisses an seinen Arbeitgeber und an mehrere Angehörige geschickt, hiess es.

Ein medizinisches Zentrum im Bezirk Cu Jut habe von einer Schwester des Vietnamesen von dem positiven Test erfahren und Mitarbeiter entsandt, um das Ergebnis durch einen weiteren Test zu bestätigen. Dabei sei der Schwindel aufgeflogen, so das Blatt. In dem südostasiatischen Land gehen die Behörden streng gegen jedes mit der Pandemie in Zusammenhang stehende Vergehen vor.

«Luxusdinner in New York»: Ungeimpfter Bolsonaro isst auf Trottoir

Mutmasslich wegen seiner fehlenden Corona-Impfung hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen. Lesen Sie hier mehr.

Bolsonaro isst Pizza. (Screenshot: Instagram)
Bund prüft längere Gültigkeit des Covid-Zertifikats für Genesene

Die Gültigkeit des Covid-Zertifikats für Genesene wird möglicherweise auf über sechs Monate hinaus verlängert. Der Bund prüft neue Studienresultate dazu, wie lange der Immunschutz bei Genesenen anhält. Für Geimpfte ist das Zertifikat derzeit ein Jahr lang gültig. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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