2021 gab es weniger Fälle von SFME und Borreliose in der Schweiz. Übertragen werden die Krankheiten von Zeckenbissen. (Bild: Keystone)
Schweiz

Weniger FSME- und Borreliose Fälle als 2020 verzeichnet

Zeckenstiche haben in der Schweiz bisher zu weniger Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose geführt als im Vorjahr.

Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen liegt in etwa auf dem Niveau von 2019. Das schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag in der neusten Ausgabe des «BAG-Bulletin». FSME-Fallzahlen folgen einer wellenförmigen Bewegung mit Höhepunkt im Frühsommer. Bisher wurden 2021 234 Fälle gemeldet, gegenüber 397 im Jahr 2020. Die Krankheit ist meldepflichtig; man kann sich dagegen impfen lassen.

Nicht meldepflichtig ist Lyme-Borreliose, eine zweite durch Zeckenstiche übertragbare Krankheit. Auch hier sind die Zahlen, die durch das Sentinella-Meldesystem erfasst und hochgerechnet werden, im Sommer am höchsten. Bis Ende August wurden im laufenden Jahr 7400 Fälle hochgerechnet. Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es nicht.

Starke Schwankung

Die Zahl der Borreliose-Fälle schwankt von Jahr zu Jahr stark. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden von 2008 bis 2021 jeweils zwischen 5000 und 16’000 Fälle hochgerechnet. Auch bei der Borreliose gab es 2020 überdurchschnittlich viele Fälle.

2020 könnten der warme Frühling und vermehrte Waldspaziergänge während des Lockdown zu höheren Fallzahlen beigetragen haben. Die warmen Winter- und Frühlingsmonate seien optimal für die Vermehrung der Zecken gewesen, sagte im Juni 2020 Mark Witschi, Leiter der Sektion Impfempfehlungen beim BAG. Gleichzeitig hätten sich mehr Leute im Freien aufgehalten als in anderen Jahren.

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