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Der Trainer des FC Concordia Basel, Nikola Marunic, und der Co-Präsident, Thomas Steinemann, im Interview. (Video: Telebasel)
Basel

FC Concordia Basel schnupperte an der Sensation: «Es wäre mehr möglich gewesen»

Der FC Concordia Basel verpasst die grosse Überraschung im Schweizer Cup nur knapp. Nach dem 1:4 (1:1) gegen Servette überwiegt bei den Baslern der Stolz.

So klar wie das Resultat es vermuten lässt, war das Spiel definitiv nicht. Denn vor allem in der ersten Halbzeit zeigte sich der FC Concordia Basel (2. Liga interregional) auf Augenhöhe mit dem Drittplatzierten der Super League. 80 Minuten lang durften die Basler gegen Servette von der grossen Überraschung träumen.

Die Basler zeigen Charakter

Der vier Ligen tiefer spielende FC Concordia Basel überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und hielt dagegen. Das Spiel begann nicht einfach, aber der Gastgeber liess sich vom frühen Rückstand (10. Minute) nicht irritieren und zog sein Spiel durch. Ganz zur Freude des Trainers Nikola Marunic.

«Ich kann es fast nicht in Worte fassen, was wir heute geboten haben. Ich bin extrem zufrieden. Es gibt ja den bekannten Spruch, die Null zu halten. Aber wir wollten uns gar nicht zu fest darauf fokussieren. Wir wussten, wenn das 0:1 fällt, müssen wir einfach weitermachen. Genau dann fallen viele Mannschaften zusammen. Aber unser Plan lief weiter. Das brauchte wirklich Charakterstärke und das haben wir heute bewiesen. Es ist wirklich sensationell», sagte der erst 31-jährige Basler, der bereits im Besitz der UEFA-A-Lizenz ist. 

Näher an der Führung als Servette

Nikola Marunic, der seit kurzem auch in der U19-Nati Bruno Berner assistiert, stellte seine Mannschaft sehr gut auf den Gegner ein. Seine Mannschaft stellte sich nicht hinten rein, sondern versuchte mitzuspielen. So war es keine Überraschung, als in der 19. Minute der Ausgleich fiel. In der Folge sind die Basler mit einem Aluminiumtreffer sogar näher am Führungstreffer als Servette.

In dieser Phase sah man keinen Klassenunterschied zwischen den beiden Teams, was den Co-Präsidenten des FC Concordia Basel natürlich erfreute: «Ich bin sehr stolz, da ich gesehen habe, wie viel Potenzial vorhanden ist. Vor allem in der ersten Halbzeit konnten wir absolut dagegen halten, auch wenn sie nicht mit ganz allen Super-League-Spieler gespielt haben. Die ersten beiden Gegentore waren fast Geschenke von uns. Und wenn beim Stand von 1:1 der Pfostenknaller von uns reingeht, dann wäre vielleicht auch mehr möglich gewesen», reüssierte Thomas Steinemann. 

Für ihn kam diese tolle Leistung nicht überraschend. Einen grossen Anteil daran habe auch der ambitionierte Trainer: «Ich wusste, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben und vor allem auch einen sehr guten Trainer, der die Mannschaft hervorragend einstellt. Das konnte man heute auf dem Feld sehen. Es war taktisch und spielerisch hervorragend. An dem lag es nicht, dass wir 4:1 verloren haben.»

Basler Derby folgt

Mit den beiden Gegentoren in der Schlussphase (80. und 90. Minute) war das Spiel dann endgültig entschieden. Aber der Gegentreffer unmittelbar nach der Pause, der die Basler erneut in Rückstand brachte, war am schmerzhaftesten, so Nikola Marunic: «Ich finde, dass wir ein Gegentor zu viel kassiert haben. Vor allem das Tor in der 46. Minute schmerzte brutal. Wie es zustande kam, war sehr unglücklich. Wenn es nicht so früh gekommen wäre, hätten wir es noch länger spannend halten können.»

Der FC Concordia Basel verlangte den Genfern alles ab und konnte das Spiel lange offen halten. Nikola Marunic richtet sein Blick aber bereits wieder in die Zukunft und will diesen Schwung mit in die Liga nehmen.

Nun gehe es darum, dass sich die Spieler möglichst schnell von diesem Kraftakt erholen können: «Sie mussten so viel über Servette von mir hören und erhielten so viele Inputs. Ich glaube, die Köpfe sind nun einfach voll. Sie sollen sich nun erholen und es geniessen. Und wir müssen uns nun auf OB (BSC Old Boys) so schnell wie möglich fokussieren, so hart es klingt.»

Viel Zeit bleibt dem FC Concordia Basel nicht. Bereits am Mittwoch kommt es in der 2. Liga interregional zum Basler Derby gegen den BSC Old Boys.

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