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der Telebasel News Beitrag vom 18. September 2021.
Basel

«Capelli Code» die 16 Millionen Franken teure Serie erscheint Ende Jahr

Ende Jahr soll die 16 mio. CHF teure Krimiserie Capelli Code in Europa streambar sein. Der Basler Produzent Alex Martin produzierte das 10-jährige Megaprojekt.

Seit er vier ist, wohnt Alex Martin in Basel. Als er als junger Journalist durch Drehbuchautor Claude Cueni zum Schreiben von Filmen inspiriert wurde, folgten viele versuche seine eigenen Geschichten auf den TV zu bringen.

Seinen ersten Durchbruch hatte Alex Martin, als er 1990 die Geschichte zur ersten Schweizer Folge der Krimiserie «Tatort» schrieb. Daraufhin folgten einige Jobs für ZDF und ARD. Nach und nach wurde Alex Martin klar, dass wenn er seine Drehbücher so realisieren will, wie er sich das vorstellt, muss er selbst produzieren.

2011 kam der Film «Manipulation» auf die Leinwand, welcher vom Basler Alex Martin produziert wurde. Es war damals der Eröffnungsfilm der Solothurner Filmtage. Seither arbeitete der Basler an seinem bisher grössten Projekt – die teuerste Serienproduktion der Schweiz: «Capelli Code».

Frank Carpelli mitten im Wallis

In «Capelli Code» spielt der Deutsche Schauspieler Peter Lohmeyer die Hauptfigur Frank Capelli. Er arbeitet an den Ermittlungen eines ungelösten Mordfalls. Vor 25 Jahren verschwand Marie spurlos und Capelli wird von einem Geiselnehmer (Hinnerk Schönemann) gezwungen, den Fall wiederaufzunehmen – sonst werden alle 30 Geiseln umgebracht.

Vor der Kulisse um den Viertausender Assunta – gedreht in den Walliser Bergen – tauchen Capelli und sein Team ein in die mythische Bergwelt und deren tiefe Religiosität, in Aberglaube, Fanatismus und unerklärliche Naturphänomene.

Nebst Lohmeyer (bekannt aus «Das Wunder von Bern») und Schönemann (North by Northwest) ist auch die bekannte Schauspielerin Anja Kling im Cast von Alex Martin.

Investments von Privatpersonen, auch Basler sind mit dabei

Die Produktion der Serie, welche 10 Jahre dauerte, hatte ein Budget von 16 Millionen Franken. Es handelt sich um die teuerste Serienproduktion der Schweiz. Das Geld bekam Alex Martin durch Investoren zusammen.

10 Millionen wurden von drei verschiedenen Privaten Investoren gedeckt. Es handelt sich um Schweizer Investoren, es sind auch Leute aus Basel involviert. Die ganze Sendung ist also eine reine Schweizer Produktion: Vom Drehbuch zur Kamera bis hin zu der Finanzierung.

«Das ist schon viel,

bei so einem grossen Projekt würde man

die Positionen normalerweise trennen»

Das Drehbuch für Capelli Code schrieb Alex Martin zusammen mit Marion Reichert. Nebst der Rolle als Produzent übernahm er schlussendlich auch die Regie. Das war eigentlich nicht so geplant.

«Es war dann aber der Wunsch eines wichtigen Mitgliedes aus dem Cast. So kam ich dann an diese Rolle», erklärt Alex Martin gegenüber Telebasel. «Das ist schon viel. Bei so einem grossen Projekt würde man die Positionen normalerweise trennen», erklärt der Regisseur.

Alex Martin sagt jedoch, dass diese drei Aufgaben die Produktion effizienter machte: «Weil ich in jedem Bereich wusste, was wo passieren muss. Da ich auch der Drehbuchautor bin, kannte ich die Geschichte aus dem FF.»

Zu der Dreifachrolle als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur kommt, dass es Martins erstes Eigenwerk ist: «Diese Serie ist im Prinzip mein Erstlingswerk. Also machte ich direkt elf Filme als Erstlingsfilmer und dann das noch bei der teuersten Serienproduktion der Schweiz. Ja… Das war eine Herausforderung aber machte sehr viel Spass.»

Spezielle Film- und Produktionstechnik

Die Szenen für Capelli Code wurden in den Walliser Bergen gedreht. Jedoch nicht alle Aufnahmen entstanden effektiv dort. Vieles wurde in Studios in Berlin vor einem laufenden Bildschirm aufgenommen.

«Das heisst, man geht so weit, dass man die Location wirklich ins Studio bringen kann und dort im dreidimensionalen Raum vor virtuellen Kulissen drehen kann», erklärt der Basler Produzent und Filmemacher.

So kann man einzelne Szenen im Studio nochmals neu mit anderen Schauspielern und Sprachen drehen. Die Serie kann also international nachproduziert werden. Dies nennt sich Multiple Language Version. Eine alte Technik, die Alex Martin mit neuer Technologie anwendet.

Ende Jahr soll man die Serie Capelli Code in Europa streamen können. Welcher Streamingdienst die Serie zeigt, darf Alex Martin noch nicht verraten. Es wird aber ein neuer Streamingdienst sein. Einer, den es auf dem Markt noch nicht gibt.

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