Nach den Ausschreitungen am 6. Januar 2021 rüstet sich die Kapitol-Polizei für eine weitere Trump-Demo. (Bild: Keystone)
International

Polizei am US-Kapitol wappnet sich für Pro-Trump-Demo

Die Polizei des US-Kapitols hat sich für mögliche Gewalt rund um die am Samstag dort anstehende Demonstration von Anhängern Donald Trumps gerüstet.

Der Chef der Kapitol-Polizei, Tom Manger, sagte am Freitag in Washington, es gebe Hinweise auf mögliche Bedrohungen rund um die Demo. Ob diese glaubhaft seien, sei schwer zu sagen, aber auch vor der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols Anfang Januar habe es ähnliches Online-Gerede gegeben. «Also gehen wir kein Risiko ein.»

Alle Hinweise würden ernstgenommen, sagte Manger. Die Polizei habe sich auf verschiedenste Szenarien vorbereitet und sichergestellt, dass ausreichend Einsatzkräfte und Ausrüstung vorhanden seien. Möglich seien auch Zusammenstösse mit Gegendemonstranten. Man tue aber alles, um das zu vermeiden.

Mehrwöchige Vorbereitungen

Ein leitender Beamter der Kapitol-Polizei, Sean Gallagher, sagte, die Vorbereitungen für die Sicherheitsvorkehrungen liefen seit mehreren Wochen. Einsatzkräfte anderer Einheiten, etwa von der Hauptstadt-Polizei und der Nationalgarde, stünden zur Unterstützung bereit. «Unsere Beamten sind vorbereitet», betonte Gallagher. Es gebe die Hoffnung und Erwartung, dass die Veranstaltung am Wochenende friedlich bleibe. «Aber unsere Einsatzpläne sind skalierbar, so dass wir bereit sind, alles zu bewältigen, was passiert.»

Trump-Anhänger hatten das Kapitol am 6. Januar gewaltsam erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Für diesen Samstag (18.00 Uhr deutscher Zeit) ist vor dem Kongresssitz eine Demonstration zur Unterstützung von Angeklagten geplant, die sich wegen der Erstürmung des Kapitols vor Gericht verantworten müssen. Organisator der Demonstration ist ein früherer Mitarbeiter von Trumps Wahlkampfteam.

Rund um das Kapitol wurde mit Blick auf die Demo vorübergehend wieder ein Zaun aufgebaut, um den Kongresssitz zu schützen. Der Zaun war nach der Attacke im Januar errichtet und erst im Juli wieder abgebaut worden. Die Kapitol-Polizei war damals in die Kritik geraten, weil die Sicherheitskräfte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten

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