Nationalratspräsident Andreas Aebi läutet die Glocke. (Archivbild: Keystone)
Schweiz

National- und Ständeratspräsident verurteilen Ausschreitungen

Nationalratspräsident Andreas Aebi und Ständeratspräsident Alex Kuprecht verurteilen die Ausschreitungen von Zertifikats- und Impfgegnern vor dem Bundeshaus.

Nationalratspräsident Andreas Aebi (SVP/BE) und Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ) haben am Freitag in einem gemeinsamen Tweet die Ausschreitungen von Zertifikats- und Impfgegnern vor dem Bundeshaus verurteilt. Die Polizei musste die Demonstrierenden am Donnerstagabend mit Wasserwerfern und Reizstoff vom Parlamentsgebäude fernhalten.

«Das Verhalten der gewalttätigen Demonstrierenden ist unschweizerisch. Wir besiegen das Virus nur, wenn wir alle Teil der Lösung sind», schrieben sie in in der gemeinsamen Twitter-Botschaft.

Bereits zur Sessionseröffnung hatte Ständeratspräsident Kuprecht die Gegnerschaft der Corona-Massnahmen dazu aufgerufen, auf Demonstrationen und Gewalt in Zusammenhang mit der Corona-Krise zu verzichten. Auch gegenseitige Schuldzuweisungen seien zu unterlassen.

Keine konkreten Hinweise auf Sturm

Der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, Reto Nause, schrieb am Donnerstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter, die Berner Kantonspolizei habe einen möglichen Sturm aufs Bundeshaus verhindert. Es sei ein heikler Einsatz gewesen.

Darauf angesprochen sagte Christoph Gnägi, Mediensprecher der Berner Kantonspolizei, am Freitagmorgen im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Schweizer Radio SRF, Demonstranten hätten versucht, den Gitterzaun vor dem Bundeshaus aus der Verankerung zu heben. Dieser Zaun zog sich zum Schutz des Bundeshauses quer über den Bundesplatz.

Mehrere Mahnungen an die Adresse der Demonstrierenden hätten nicht gefruchtet. Auch seien Flaschen, Holzscheite, Feuerwerk und Knallpetarden gegen das Bundeshaus und die Einsatzkräfte geworfen worden. Deshalb sei es zum Einsatz des Wasserwerfers und von Gummischrot und Reizstoff gekommen.

Konkrete Hinweise, dass ein Sturm auf das Bundeshaus geplant gewesen sei, seien ihm nicht bekannt, so Gnägi weiter. Die Polizei stelle aber fest, dass die Stimmung an solchen Demonstrationen je länger, je aggressiver werde.

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