Nach drei Streiks drohen damit vorerst keine weiteren Arbeitskämpfe der Lokführer mehr. (Bild: Keystone)
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Deutsche Bahn und Lokführer einigen sich im Tarifkonflikt

Der monatelange Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL ist gelöst. Beide Seiten haben einen Kompromiss gefunden.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag, 16. September, aus dem Umfeld der Verhandlungen. In den vergangenen Tagen war vertraulich verhandelt worden.

Beteiligt an der Einigung waren auch die Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein und Niedersachsen, Daniel Günther (CDU) und Stephan Weil (SPD). Sie wollten die Ergebnisse am Vormittag in Berlin mit den Tarifpartnern präsentieren. «Am Ende steht jetzt ein Ergebnis, das von allen Beteiligten getragen wird», wurde Günther in eine Erklärung zitiert.

Drei Streiks

Nach drei Streiks drohen damit vorerst keine weiteren Arbeitskämpfe der Lokführer mehr. Allerdings kündigte die grössere Bahn-Gewerkschaft EVG am Donnerstag an, dem Unternehmen nun ihrerseits einen Forderungskatalog vorzulegen.

«Wir bereiten uns auf Verhandlungen vor, aber auch auf Massnahmen bis hin zum Arbeitskampf», sagte Klaus-Dieter Hommel, der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) der Deutschen Presse-Agentur. Das geschehe aber in Ruhe und ohne Hektik. «Wenn es einen Abschluss mit der GDL gibt, nehmen wir ihn zur Kenntnis und werden ihn bewerten.»

Im August und September hatten die GDL-Mitglieder im Personen- und Güterverkehr drei mal für mehrere Tage die Arbeit niedergelegt. Millionen Pendler und Urlauber waren von Zugausfällen und Verspätungen betroffen. Die Bahn setzte einen Notfahrplan in Kraft. Auch im Güterverkehr gab es Behinderungen.

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