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Schweiz

Das Covid-Zertifikat für Genesene könnte längere Gültigkeit erhalten

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Mehr US-Bürger an Corona gestorben als durch die Spanische Grippe

An der Lungenkrankheit Covid-19 sind mittlerweile mehr US-Bürger gestorben als durch die Spanische Grippe.

Laut einer am Montag veröffentlichten Zählung der Johns-Hopkins-Universität starben in den USA mehr als 675’700 in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1919 wütete, kostete laut US-Gesundheitsbehörde CDC 675’000 Menschen in den USA das Leben.

Damit hat die Spanische Grippe, zumindest in absoluten Zahlen, am Montag ihren Titel als schwerste Pandemie der jüngeren US-Geschichte verloren. Weltweit starben durch die Spanische Grippe laut Historikern mindestens 50 Millionen Menschen.

Anders als das Coronavirus endete die Spanische Grippe besonders für junge Leute häufig tödlich – insbesondere Menschen unter fünf Jahren oder zwischen 20 und 40 Jahren waren häufig betroffen.

(Bild: Keystone)
Vietnamese erhält Bussgeld für gefälschtes Corona-Test-Ergebnis

In Vietnam hat ein Mann einen negativen Corona-Test in einen positiven verwandelt – und muss nun wegen Verbreitung falscher Informationen 7,5 Millionen Vietnamesische Dong (280 Euro) Strafe zahlen. Ziel der unerlaubten Aktion: Der 41-Jährige aus der Provinz Dak Nong wollte die Arbeit schwänzen, wie die örtliche Zeitung VnExpress am Dienstag unter Berufung auf die lokale Polizei berichtete.

Der Angestellte einer Telekommunikationsfirma habe am 21. August in einem Krankenhaus einen Antigen-Test gemacht, der negativ ausgefallen sei. Daraufhin habe er das Resultat auf dem Zertifikat verändert und eine Kopie des vermeintlich positiven Ergebnisses an seinen Arbeitgeber und an mehrere Angehörige geschickt, hiess es.

Ein medizinisches Zentrum im Bezirk Cu Jut habe von einer Schwester des Vietnamesen von dem positiven Test erfahren und Mitarbeiter entsandt, um das Ergebnis durch einen weiteren Test zu bestätigen. Dabei sei der Schwindel aufgeflogen, so das Blatt. In dem südostasiatischen Land gehen die Behörden streng gegen jedes mit der Pandemie in Zusammenhang stehende Vergehen vor.

«Luxusdinner in New York»: Ungeimpfter Bolsonaro isst auf Trottoir

Mutmasslich wegen seiner fehlenden Corona-Impfung hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen. Lesen Sie hier mehr.

Bolsonaro isst Pizza. (Screenshot: Instagram)
Bund prüft längere Gültigkeit des Covid-Zertifikats für Genesene

Die Gültigkeit des Covid-Zertifikats für Genesene wird möglicherweise auf über sechs Monate hinaus verlängert. Der Bund prüft neue Studienresultate dazu, wie lange der Immunschutz bei Genesenen anhält. Für Geimpfte ist das Zertifikat derzeit ein Jahr lang gültig. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Kassierer (20) von einem Kunden wegen Ärgers über Maskenpflicht getötet

In Deutschland wurde ein Kassierer von einem Kunden erschossen. Der Täter war verärgert darüber, dass der Angestellte ihn zum Tragen einer Maske aufforderte. Lesen Sie hier mehr.

Den Angaben zufolge wohnt der Verdächtige in Idar-Oberstein. (Screenshot: Google Street View)
Teilnehmer an Impfstofftests in Grossbritannien ohne Reisefreiheit

In Grossbritannien können Tausende freiwillige Teilnehmer an Corona-Impfstofftests des Herstellers Novavax ihren Impfstatus nicht nachweisen. Sie geniessen daher keine Freiheiten etwa bei Reisen. Aktivisten forderten in einer Petition nun Gesundheitsminister Sajid Javid zur Unterstützung auf.

Die etwa 15’000 britischen Freiwilligen an Versuchen mit dem Wirkstoff seien erheblich benachteiligt, schreibt die Novavax UK Concerned Participants Group dort, wie die Nachrichtenagentur PA am Montag meldete. Das Vakzin des US-Konzerns ist bisher noch nicht zugelassen. Vor einem halben Jahr hatte das Unternehmen von positiven Studienergebnissen berichtet.

Die Freiwillige Gill Ince sagte: «Ich wollte meinen Beitrag zum Kampf gegen Corona leisten, aber ich fühle mich vom System völlig betrogen und hocke nun ohne Impfstatus in der Falle.» Ihr sei versichert worden, dass ihr wegen ihrer Teilnahme keine Nachteile entstünden. «Es ist unglaublich stressig, und ich fühle mich wie eine Gefangene», so Ince.

Die Regierung betonte, die Tests seien äusserst wichtig für die Entwicklung der Impfstoffe gewesen. «Jede Entscheidung, dass ein Teilnehmer an einer Impfstoffstudie eine alternative Impfung erhält, sollte in Zusammenarbeit mit den Ärzten getroffen werden, die die Studie leiten.» Sie sei bestrebt, die Frage zu lösen.

Epidemiengesetz soll zugunsten der Grenzgänger angepasst werden

Bei Grenzschliessungen in Folge der Corona-Pandemie soll die Reisefreiheit und Mobilität der Grenzgänger nicht eingeschränkt werden. Der Ständerat hat am Montag einen Vorstoss angenommen, der verlangt, das Epidemiengesetz entsprechend abzuändern.

Der Bundesrat müsse die Mobilität der Grenzgängerinnen und Grenzgänger garantieren können, verlangte Eva Herzog (SP/BS) mit der Motion.

Auch die Reisefreiheit von Einwohnerinnen und Einwohner, die eine besondere persönliche, familiäre oder berufliche Bindung zum Grenzgebiet haben, müsse bestmöglich aufrecht erhalten werden, sagte sie. «Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb der Bundesrat die Motion, die von 15 Ratsmitgliedern unterzeichnet wurde, nicht annehmen will.»

Der Bundesrat argumentierte, das Anliegen sei bereits in das Covid-Gesetz aufgenommen worden und deshalb erfüllt. Innenminister Alain Berset erklärte im Ständerat, es sei nicht notwendig, das Epidemiengesetz zu ändern. Es gebe keinen Handlungsbedarf, weil das System ja funktioniere. «Das bedeutet nicht, dass das Anliegen nicht wichtig ist», schloss Berset.

Herzog erklärte jedoch, dass das Covid-Gesetz zeitlich befristet sei. Das Anliegen sei entsprechend im Epdemiengesetz zu regeln.

Der Ständerat folgte dieser Argumentation schliesslich und nahm die Motion mit 29 zu 7 Stimmen an.

Der Vorstoss geht an den Nationalrat.

Keine Zertifikatskontrolle: Polizei im Limmattal bricht Turnier ab

Die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf hat am Sonntag einen Sportanlass in einer privaten Sporthalle abgebrochen. Am Eingang wies der Betreiber auf A4-Plakaten darauf hin, dass keine Zertifikats-Kontrollen durchgeführt würden.

Bei dem Turnier seien 44 Personen anwesend gewesen, teilte die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf am Montag mit. Weder die Sportler noch die Zuschauerinnen und Zuschauer hätten eine Maske getragen.

Die Stadtpolizei verfügte die Schliessung der Halle und erstattete Anzeige. Um welche Sportart es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit.

USA heben Corona-Reisestopp für Geimpfte auf

Die USA werden die monatelangen Einreisebeschränkungen zumindest für Menschen aufheben, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Lockerungen sollen im November greifen, kündigte der Coronavirus-Koordinator des Weissen Hauses, Jeffrey Zients, am Montag an. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass Geimpfte aus der Europäischen Union und Grossbritannien bald wieder in die USA reisen können werden. Die Ankündigung bezieht sich aber auch auf weitere Länder, aus denen die Einreise zuletzt stark eingeschränkt war.

Der weitgehende Einreisestopp aus der EU war zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängt und bisher von seinem Nachfolger Joe Biden aufrechterhalten worden. Unter anderem aus der Reisebranche wurde schon lange eine Lockerung zumindest für gegen das Coronavirus geimpfte Reisende gefordert. EU-Komissar Thierry Breton begrüsste die Lockerung und sprach von einem logischen Schritt angesichts des Erfolgs der Impfkampagne in Europa.

(Bild: Keystone)

Die bisherigen Reisebeschränkungen besagen, dass nur US-Bürger und Besitzer einer Green Card sowie deren Familienmitglieder in die USA einreisen dürfen, wenn sie sich in den vergangenen 14 Tagen in der EU oder Grossbritannien aufgehalten haben. Alle anderen brauchen eine spezielle Erlaubnis.

Zutritt zum Vatikan ab 1. Oktober nur noch mit Corona-Pass

Der Vatikan ist vom 1. Oktober an nur noch für Menschen offen, die einen gültigen Corona-Pass haben. Wie der Heilige Stuhl am Montag mitteilte, muss jeder Bewohner, Beschäftigte oder Besucher des Kirchenstaats damit eine Impfung gegen Covid-19, eine Genesung oder einen negativen Test nachweisen.

Als Zertifikate gelten dabei der EU-Corona-Pass, ein «Green Pass» des Vatikans oder andere ausländische Bescheinigungen. Der Vatikan kündigte Einlasskontrollen durch das eigene Gendarmeriekorps an.

Eine Ausnahme von den neuen Regeln gilt nur für jene Zeiten, in denen Gläubige im Vatikan Messen und liturgische Feiern besuchen. Sie werden aber dazu aufgefordert, die Hygieneregeln zu befolgen. So gehört der Petersplatz, auf dem sich die Gläubigen während der Generalaudienz oder des Angelusgebets versammeln, zum Staatsgebiet des Vatikans.

Die Päpstliche Kommission für den Staat der Vatikanstadt folgte mit ihrer Verordnung einer Anweisung von Papst Franziskus, für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen im Kirchenstaat zu sorgen.

Gesundheitsdirektoren wollen Arztpraxen bei Impfungen unterstützen

Die Kantone sollen die Arztpraxen bei den Impfungen gegen das Coronavirus unterstützen. Sie sollen die Differenz von acht Franken zahlen, damit die Arztpraxen trotz der fehlenden Einigung mit den Versicherern über die Pauschale weiterhin 24.50 Franken pro Impfung erhalten.

Auf die geltende Pauschale hatten sich die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und – direktoren (GDK) und die Einkaufsgemeinschaften der Versicherer zunächst bis Mitte Jahr und dann bis Ende September geeinigt. Auf eine Verlängerung bis Ende Jahr hätten sich die Tarifvertragspartner nicht mehr einigen können, schreibt die GDK in einer Mitteilung vom Montag.

Ab Anfang Oktober komme deshalb ein Tarif von 16.50 Franken zur Anwendung. Diese Vergütung sei nicht kostendeckend und dürfte viele Arztpraxen zum Ausstieg aus der Impfkampagne bewegen, warnt die GDK.

Der Vorstand der GDK empfiehlt deshalb den Kantonen, die Differenz von acht Franken zu decken. Der Entscheid obliege aber den einzelnen Kantonen. Viele Kantone sähen schon heute einen höheren Tarif für Impfungen in Arztpraxen vor. Das zeige, dass auch die geltende Pauschale von 24.50 Franken nicht kostendeckend sei.

Stadt Bern will unbewilligte Corona-Demos nicht mehr tolerieren

Die Berner Stadtregierung will unbewilligte Corona-Demonstrationen nicht mehr tolerieren. Sie zieht damit die Konsequenzen aus der gewalttätigen Eskalation einer Kundgebung am letzten Donnerstag vor dem Bundeshaus.

Die Kantonspolizei Bern erhalte den Auftrag, die für kommenden Donnerstag angekündigten Kundgebungen nicht zuzulassen, teilte der Gemeinderat am Montag mit. Denn diese seien nicht bewilligt.

In sozialen Netzwerken haben Gegner der Corona-Massnahmen zu einer weiteren Demonstration aufgerufen. Ebenso zirkulieren Aufrufe für eine Gegenkundgebung.

Der Berner Gemeinderat appellierte am Montag an die Organisatoren der Demos, die Aufrufe zurückzuziehen. Er anerkenne, dass gerade in der Bundesstadt vermehrt das Bedürfnis bestehe, sich an Kundgebungen zu politischen und gesellschaftlichen Themen zu äussern. An dieser Haltung und Praxis halte der Gemeinderat fest.

Er rufe aber dazu auf, Kundgebungen mit genügend Vorlauf mit den Behörden abzusprechen und bewilligen zu lassen. Nur durch Absprachen mit den Behörden gelinge es, geordnete Verhältnisse und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit das Recht auf freie Meinungsäusserung friedlich wahrgenommen werden könne.

Unbewilligte Demonstrationen gegen das Coronavirus sollen in Bern nicht mehr toleriert werden. (Bild: Keystone)
Impfkadenz in der Schweiz um 17 Prozent gestiegen

Vom 13. September bis 19. September sind in der Schweiz 221’886 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Impfkadenz stieg im Vergleich zur Vorwoche um 17 Prozent. 53,6 Prozent der Bevölkerung sind mittlerweile vollständig geimpft.

Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlichte. Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 10’175’832 Impfungen verabreicht. 4’635’699 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 904’434 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen.

Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 31’698 Impfungen durchgeführt.

4032 neue Fälle seit Freitag.

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 4032 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 102 Spitaleinweisungen.

Mehr zu den aktuellen Corona-Fallzahlen hier.

Biontech: Impfung wirksam und sicher bei jüngeren Kindern

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor.

Biontech informiert, dass die Impfung wirksam und sicher sei bei jüngeren Kindern. (Bild: Keystone)

Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, wie die beiden Impfstoffhersteller am Montag mitteilten. «Wir sind froh, dass wir vor dem Beginn der Wintersaison den Zulassungsbehörden die Daten für die Gruppe von Kindern im Schulalter vorlegen können», sagte Biontech-Chef Ugur Sahin laut Mitteilung. Alles zum Thema gibt es hier.

Österreich geht mit 3G-Regel in die Wintersportsaison

In Österreich gilt in der kommenden Wintersportsaison auf den Skipisten die sogenannte 3G-Regel. Seilbahnbetreiber dürfen nur gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete oder Genesene befördern, wie die Regierung am Montag in Wien bekanntgab.

Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen wird es für die Skilifte nicht geben, eine FFP2-Maskenpflicht jedoch schon. Sollte die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Kranken steigen, werden die Regeln für ungeimpfte Wintersportler verschärft. «Ich bin überzeugt, dass mit diesen Rahmenbedingungen eine unbeschwerte, sichere Wintersaison in unserem Land möglich sein wird», sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bei einer Pressekonferenz in Wien.

Derzeit sind rund 200 Intensivbetten in Österreich mit Covid-19-Patienten belegt. Wenn die Zahl auf 300 steigt, dürfen Ungeimpfte keine Après-Ski-Lokale mehr besuchen – auch nicht mit negativem Testergebnis, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Ab dieser Stufe dürfen Seilbahnen, Gastronomie und Hotels ausserdem keine Selbsttests mehr akzeptieren. Ab einer Intensivauslastung von 400 Betten müssen Ungeimpfte negative PCR-Tests vorweisen. Die weniger genauen Antigentests sind dann nicht mehr ausreichend.

In den österreichischen Skigebieten gilt in der kommenden Wintersaison die 3G-Regel. (Symbolbild: Keystone)
Demos vor Schweizer Hochschulen gegen Zertifikatspflicht

Mehrere Schweizer Hochschulen starten wegen der Corona-Pandemie mit einer Zertifikatspflicht ins neue Semester. Die Massnahme ist in der Schweiz durchaus umstritten, gerade bei der jungen Bevölkerung. Deshalb haben sich am Montagmorgen vor mehreren Schweizer Hochschulen Studierende versammelt, um gegen die Zertifikatspflicht zu demonstrieren. Es gab Kundgebungen in Luzern, Zürich, Bern, St. Gallen und Basel. Die Gruppierung «Mass-voll» rief im Vorfeld zu einem «schweizweiten Studierendenaufstand» auf.

Vor der Universität und Pädagogischen Hochschule in Luzern versammelten sich Studierende und Mitglieder der Bewegung «Mass-voll» zum Protest. Mit dabei auch deren Co-Präsident Nicolas A. Rimoldi, wie «20 Minuten» berichtet. Nach einem spontanen Demonstrationszug rund ums Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) hätten die Demonstrierenden versucht, das Hochschulgebäude zu betreten. Gegendemonstranten versperrten ihnen den Weg, die «20 Minuten» schreibt. Die Polizei sei ebenfalls eingeschritten.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Demonstrierende versuchten in Luzern, ins Hochschulgebäude zu gelangen. (Screenshot: 20min.ch)

Die Ärzte sagen ihre Tournee für 2021 ab

Die Berliner Punkrock-Band Die Ärzte («Noise») hat die noch in diesem Jahr geplanten Konzerte der «In The Ä Tonight Tour» komplett abgesagt. «Heute ist ein schwarzer Tag», hiess es dazu am Montag auf der Homepage der Band von Bela B (58), Farin Urlaub (57) und Rodrigo Gonzalez (53).

Die Tour war bereits coronabedingt verschoben worden. Der Auftakt für die ausverkauften Konzerte war zuletzt für den 30. Oktober in Berlin vorgesehen. Bei der Konzertreise durch 15 Städte waren 26 Auftritte in Deutschland, der Schweiz und Österreich geplant.

«Seit Monaten haben unser Tourveranstalter KKT und unser Management gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Veranstalterbranche hinter den Kulissen versucht, eine bundesweit einheitliche Regelung für Konzerte zu verhandeln», schrieb die Band zur Absage. «Das hat (so kurz vor den Wahlen) nicht funktioniert.» Je nach Bundesland seien Konzerte ohne Abstand unterschiedlich geregelt. Eine «so grosse Tour wie die von uns geplante mit derart viel Unsicherheit der Genehmigungslage» sei so nicht möglich.

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Auckland lockert den Lockdown

Nach einem Monat wird der strenge Lockdown in der neuseeländischen Millionenmetropole Auckland gelockert. Grund seien die sinkenden Corona-Zahlen in der grössten Stadt des Landes, die als Epizentrum des jüngsten Ausbruchs der Delta-Variante in dem Pazifikstaat galt, teilte die Regierung am Montag mit. Die Beschränkungen würden ab Mittwoch leicht gelockert, kündigte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an.

Geschäfte und Schulen dürfen dann zumindest teilweise wieder öffnen. Ältere Menschen forderte Ardern aber auf, weitgehend zu Hause zu bleiben, wenn sie noch nicht geimpft sind.

Leere Strassen Ende August in Auckland. (Bild: Keystone)

Im Rest des Landes wurde der am 18. August nach nur einem einzigen Corona-Fall verhängte Lockdown bereits vor zwei Wochen weitgehend wieder aufgehoben, in Auckland durften die Menschen aber weiter nur in Ausnahmen ihre Häuser verlassen.

Neuseeland gilt weltweit als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus und verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Die Menschen leben seit Beginn der Pandemie weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet, dadurch aber relativ normal weiter – monatelang auch ohne Masken. Bislang wurden nur rund 4000 Infektionsfälle bestätigt, 27 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Allerdings sind bisher nur etwa 38 Prozent der fünf Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Flughafen Zürich rechnet mit Aufschwung ab 2022

Der Flughafen Zürich dürfte die Zahlen im Flugverkehr von 2019 erst wieder im Jahr 2025 erreichen. Viel hänge davon ab, wann sich der Flugverkehr mit den USA und China wieder erhole, sagte Andreas Schmid, Präsident des Flughafens Zürich.

Das sei für den Flughafen Zürich extrem wichtig, sagte Schmid in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Die Schweizer Wirtschaft sei sehr stark mit den beiden Weltmächten verknüpft.

Er glaube nicht, dass es in diesem Jahr noch eine grosse Erholung bei den Geschäftsreisen geben werde. Aber im kommenden Jahr werde es eine starke Aufwärtstendenz geben.

Der Flughafen Zürich brauche mindestens 50 Prozent des Luftverkehrs aus der Zeit vor der Pandemie, um schwarze Zahlen schreiben zu können. Nach den eigenen Prognosen sollte dieser Wert im Dezember erreicht werden. Der Flughafen sei in einer soliden stabilen Lage.

Britischer Ex-Premier Brown wird WHO-Botschafter

Der frühere britische Premierminister Gordon Brown (70) wird Botschafter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die weltweite Gesundheitsfinanzierung. «Als langjähriger Freund von Gordon weiss ich, dass er einen scharfen Intellekt, entschlossenes Engagement und einen tiefen Gerechtigkeitssinn für seinen Botschafterposten mitbringt», erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Brown freue sich laut einer Medienmitteilung auf seine Aufgabe und wolle dabei helfen, dass alle Menschen Zugang zu einem Gesundheitssystem hätten.

Die dringendste Aufgabe sei es, die Finanzierung für die Durchimpfung der ganzen Welt gegen das Corona-Virus zu ermöglichen. Die ärmsten Länder müssten vor den «furchtbaren Auswirkungen von COVID-19 und anderen Krankheiten» beschützt werden, erklärte Brown.

Der frühere britische Premierminister Gordon Brown wird neuer Botschafter der WHO. (Archivbild: Keystone)

Der 70-jährige studierte Historiker hatte zuletzt mit zahlreichen anderen früheren Staats- und Regierungschefs eine Aufhebung des Patentschutzes auf Corona-Impfstoffe gefordert. Er initiierte zudem eine breite Initiative, die grossen Industrieländer zur Finanzierung der weltweiten Corona-Impfkampagne auffordert. Die WHO bezeichnete Browns Engagement als unermüdlich.

Der Sozialdemokrat und Buchautor war von 2007 bis 2010 Premierminister Grossbritanniens. Er ist zudem Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für globale Bildung.

Ab Montag gilt bei Einreise Testpflicht für Ungeimpfte

Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Reise in die Schweiz ab diesem Montag umständlicher und auch teurer. Es gilt eine Testpflicht für Ungeimpfte.

Ab Montag müssen alle, die nicht geimpft oder nicht genesen sind, bei der Einreise in die Schweiz einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen. Dies gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Und es gilt auch für Grenzübertritte zu Fuss und per Velo, wie der Bundesrat am vergangenen Freitag beschloss.

Vier bis sieben Tage nach der Einreise müssen sich mit einem negativen Test in die Schweiz gekommene Personen kostenpflichtig noch einmal testen lassen. Das Resultat muss dem zuständigen Kanton übermittelt werden. Diese Pflicht gilt für jene, die bei der Einreise weder Impfung noch Genesung haben nachweisen können.

Die Testpflicht für diese Personen gilt zudem unabhängig davon, aus welchem Land man einreist. Heute besteht die Testpflicht nur für Flugreisen. Die Tests nach der Einreise müssen die Betroffenen ausserdem selbst bezahlen.

Mehr dazu hier.

Für ungeimpfte und ungenesene Personen wird die Einreise in die Schweiz ab Montag deutlich umständlicher. (Archivbild: Keystone)
300 Personen demonstrieren in Bellinzona gegen Corona-Massnahmen

Etwa 300 Personen haben am Sonntagnachmittag in Bellinzona gegen die Covid-19-Massnahmen demonstriert, vor allem gegen die Zertifikatspflicht, um in die Schweiz einzureisen. Regen und Wind trotzend durchquerten die Demonstrierenden die Stadt und skandierten «Freiheit, Wahrheit und kein grüner Pass».

Die von der Tessiner Sektion der «Freunde der Verfassung» organisierte Demonstration verlief ruhig. Mehrere Redner ergriffen das Wort.

Verweis auf den 10. Verfassungsartikel

Sie verwiesen auf den 10. Verfassungsartikel, in dem es heisst: «Jeder Mensch hat das Recht auf persönliche Freiheit, insbesondere auf körperliche und geistige Unversehrtheit und auf Bewegungsfreiheit». Und sie kritisierten «Diskriminierungen und einen verschleierten Impfzwang».

Sie protestierten gegen die ab Montag geltende Pflicht – ausser für Grenzgängerinnen und -gänger – bei der Einreise in die Schweiz ein Covid-Zertifikat vorzuweisen und ein elektronisches Passagier-Lokalisierungsformular auszufüllen. Ebenso protestierten sie gegen die Einführung der Zertifikatspflicht an der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI).

Nach neuem Corona-Dekret: Deutlich mehr Impf-Anmeldungen in Italien

Nach der Ankündigung eines neuen Corona-Dekrets wollen sich in Italien mehr Menschen als davor impfen lassen. Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die Anmeldungen für eine Erstimpfung landesweit zwischen 20 und 40 Prozent. Das teilte der ausserordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Wochenende mit. Allein am Samstag hätten sich 35 Prozent mehr Menschen gemeldet als am Samstag davor, um sich impfen zu lassen. In Italien sind rund 75 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft.

Diese Entwicklung bei den Impf-Anmeldungen war von der Regierung um Ministerpräsident Mario Draghi erhofft worden. Das Kabinett hatte in der vorigen Woche beschlossen, dass vom 15. Oktober an alle Beschäftigten im privatwirtschaftlichen wie öffentlichen Sektor einen «Grünen Pass» haben, also geimpft oder getestet sein müssen. Weil Tests nicht mehr kostenlos sind, hofft die Regierung, dass sich noch mehr Leute impfen lassen, um weiter zur Arbeit gehen zu können.

Fallen bei Impfquote von 80 Prozent alle Massnahmen?

Die Schweiz könnte nach Ansicht von Experten wohl bei einer Impfquote von gegen 80 Prozent die Corona-Massnahmen aufheben. «Als Vorbild könnte uns Dänemark dienen», sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, der «NZZ am Sonntag».

Die dänische Epidemiologin Lone Simonsen sagte dem «SonntagsBlick», die Welt könne einiges von Dänemark lernen. (Keystone)

Dort sind 84 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahre fertig geimpft. Das Land hob sämtliche Corona-Restriktionen auf. In der Schweiz sind gut 60 Prozent der Bevölkerung ab 12 Jahren doppelt geimpft. Epidemiologe Marcel Tanner geht laut der Zeitung davon aus, dass 70 bis 80 Prozent Geimpfte reichen, um neue Perspektiven zu schaffen, um mit dem Virus zu leben.

Über eine Millionen Schweizer warten auf Johnson & Johnson

Die Schweiz könnte die Durchimpfung der Bevölkerung mit dem Angebot eines alternativen Impfstoffs zu den mRNA-Wirkstoffen von Pfizer und Moderna beschleunigen. Diesen Schluss lässt eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo vom Juli zu, über die die «SonntagsZeitung» berichtet.

Weit über eine Million bislang noch ungeimpfter Schweizerinnen und Schweizer würden sich demnach eine Spritze geben lassen, wenn der Bund einen alternativen Impfstoff zur Verfügung stellen würde. 72 Prozent der noch nicht Geimpften nannten als Grund für ihr Zuwarten, Angst vor den mRNA-Impfstoffen. Nur 31 Prozent lehnten hingegen die Impfung grundsätzlich ab.

In der Schweiz liegt seit März die Zulassung für einen alternativen Impfstoff von Johnson & Johnson vor. (Keystone)

Der Bund verzichtete bislang auf einen Kauf. Zuletzt waren Verhandlungen am Laufen. Offiziellen Angaben zufolge geht es um eine «kleinere Menge», die vorwiegend für Menschen gedacht sei, die aus medizinischen Gründen auf mRNA-Impfungen verzichten müssten.

25'000 Menschen feiern trotz Verbots Party in Madrid

Rund 25’000 junge Menschen haben in Madrid trotz eines Verbots eine riesige Open-Air-Party zum Semesterauftakt gefeiert. Die Polizei konnte die Feier auf dem Gelände der Universität Complutense in der Nacht zu Samstag aus Personalmangel nicht auflösen.

«Ohne vorherige Warnung durch die Universität oder Zeit für die Vorbereitung eines angemessenen Einsatzes ist die Auflösung einer Versammlung von etwa 25’000 Menschen eine fast unmögliche Aufgabe», teilte sie mit.

Auf im Internet veröffentlichten Fotos waren zahlreiche Feiernde zu sehen, die tanzten und Alkohol tranken. Die meisten trugen dabei keine Maske. Da die Polizei die Party nicht auflösen konnte, blieben die Beamten vor Ort, um einen ruhigen Ablauf sicherzustellen.

Deutlich weniger Teilnehmer bei Corona-Protesten in Frankreich

Deutlich weniger Teilnehmer als am Wochenende zuvor sind am Samstag in Frankreich gegen die Corona-Massnahmen auf die Strasse gegangen. Nach Angaben des Innenministeriums demonstrierten landesweit rund 80’000 Menschen, davon mehr als 6000 in Paris. Eine Woche zuvor hatte die Zahl der Demonstranten noch bei 121’000 gelegen.

Vor einer Woche hatte die Zahl der Demonstranten noch bei 121’000 gelegen. (Keystone)

Die allwöchentlichen Proteste richten sich gegen die Corona-Impfpflicht für Beschäftigte des Gesundheitssektors sowie gegen die als Gesundheitspass bezeichnete Regelung, wonach für den Zugang zu zahlreichen öffentlichen Orten ähnlich wie in Deutschland der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung, einer Genesung von Covid-19 oder eines negativen Coronatests vorgelegt werden muss.

57 Prozent der Deutschen sind laut Umfrage für 2G-Regel

57 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten laut einer Umfrage die 2G-Regeln für die Gastronomie und Veranstaltungen. 33 Prozent halten das 2G-Modell laut der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die «Bild am Sonntag» hingegen für falsch. Von den Befürwortern sprachen sich 66 Prozent dafür aus, die 2G-Regeln verpflichtend einzuführen.

In immer mehr deutschen Bundesländern werden derzeit 2G-Optionsmodelle für Betriebe aus den Kultur- und Dienstleistungsbranchen eingeführt. (Symbolbild: Keystone)

31 Prozent waren der Meinung, dass es den Gastronomen und Veranstaltern selbst überlassen sein sollte, ob sie auf das 2G-Modell setzen. Für die Umfrage wurden am 17. September 1002 Menschen befragt.

Bei 2G-Optionsmodellen können Gastronomen oder Unternehmer etwa aus der Kultur-, Veranstaltungs- und Sportbranche den Zugang freiwillig auf Geimpfte und Genesene beschränken. Alle Kunden, die lediglich einen Coronatest vorweisen können, dürfen dann nicht eingelassen werden. Im Gegenzug entfallen in der Regel Masken- und Abstandsregeln. Für Kinder und Jugendliche gelten Ausnahmen.

Couchepin: Ueli Maurer ist wie ein Teenager

Aus Sicht von alt Bundesrat Pascal Couchepin sollen Provokationen von Bundesrat Ueli Maurer ignoriert werden. Dieser hatte sich kürzlich ein Trychler-Shirt übergezogen.

«Es ist offensichtlich, dass die SVP versucht, auf der Welle der Corona-Skeptiker zu reiten», sagte Couchepin in einem am Samstag veröffentlichten Interview von blick.ch. «Maurer ist da ein bisschen wie ein Teenager: Er spielt mit den Grenzen dessen, was erlaubt ist und was nicht.» Auf der anderen Seite sei da «der liebe (Guy) Parmelin», der als Bundespräsident die Linie halten müsse.

Diese Provokationen von Maurer sollte man einfach ignorieren, sagte Couchpin. Das sei das übliche SVP-Spiel, Provokationen habe es in der Vergangenheit auch von anderen Parteien gegeben. «Unsere Institutionen sind stark genug, das auszuhalten», so Couchepin.

Festnahmen und Verletzte bei Demos gegen Corona-Massnahmen

Bei Anti-Lockdown Protesten in der australischen Millionenstadt Melbourne sind Medienberichten zufolge 235 Menschen festgenommen worden. Zehn Polizisten wurden demnach bei den Protesten am Samstag verletzt, sechs von ihnen mussten wegen Brüchen und anderer Verletzungen vorübergehend in Kliniken behandelt werden.

Rund 700 Menschen hatten den Berichten zufolge an den Protesten teilgenommen, viele von ihnen ohne Masken. Etwa 2’000 Polizisten seien im Einsatz gewesen. Die Beamten setzten laut Berichten Pfefferspray ein. Busse und Bahnen seien vorübergehend nicht in die Innenstadt gefahren, wichtige Strassen seien zeitweise gesperrt worden. Auch in anderen Städten, darunter in Sydney und Brisbane, sei am Samstag gegen strikte Corona-Massnahmen demonstriert worden.

Die Demonstranten demonstrierten gegen die jüngste COVID-19-Abriegelung in Melbourne. (Bild: Keystone)
Im Südosten Deutschlands deutlich höhere Impfquoten erreichen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht wegen deutlicher regionaler Unterschiede bei den Impfquoten in Deutschland Aufholbedarf. «Im Nordwesten sind wir fast am Ziel, im Südosten sollten wir noch deutlich höhere Quoten erreichen», schrieb der CDU-Politiker am Samstag auf Twitter. Nach seinen Angaben haben 62,9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland (52,3 Millionen Menschen) vollen Impfschutz, 67,1 Prozent (55,8 Millionen) erhielten mindestens eine Impfung.

Coronamassnahmen-Gegner demonstrieren in Winterthur

Hunderte Gegnerinnen und Gegner der Corona-Schutzmassnahmen haben sich am Samstagnachmittag in Winterthur ZH zu einer bewilligten Kundgebung eingefunden. Dazu aufgerufen hatten unter anderem die «Freiheitstrychler», die mit ihrem «Sicherheitsdienst» vor Ort waren.

Die Demonstrierenden, darunter viele Kinder, versammelten sich gegen die angebliche Zensur und die «Impfdiktatur» auf dem Winterthurer Neumarkt. «Die Corona-‹Pandemie› ist ein Masterplan zur Errichtung der digitalen Diktatur», stand etwa auf einem Transparent. Auf einem Schild war von «Apartheid» in der Schweiz die Rede.

Hunderte Coronamassnahmen-Gegnerinnen und -Gegner demonstrieren am Samstag auf dem Neumarkt in Winterthur. (Bild: Keystone)

Religiöse Botschaften und kaum Masken

Oft war zu lesen, dass Politik, Wissenschaft und Medien lögen. Gesundheitsminister Alain Berset wurde unter anderem als Diktator und Teufel bezeichnet. Generell waren auch viele religiöse Botschaften zu lesen, dazu wurde religiöse Literatur verteilt, wie ein Augenschein eines Reporters der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort zeigte.

Eine Maske trug praktisch niemand. Im Vorfeld zur Kundgebung wurden Redner wie der Satiriker Andreas Thiel oder Philipp Gut, der ehemalige stellvertretende Chefredaktor der «Weltwoche», angekündigt.

Ganz ohne Gegentöne verlief die Veranstaltung bis kurz vor 14 Uhr nicht: Anwohnende der Steinberggasse befestigten ein Transparent an einer Hausfassade mit der Aufschrift «Geimpft auch gegen rechte Scheisse».

Leichte Entspannung der Corona-Lage im Iran

Im Iran zeichnet sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums eine leichte Entspannung der Corona-Lage ab. Die Fallzahlen seien wegen der Delta-Variante des Coronavirus zwar immer noch relativ hoch, aber weitaus niedriger als in den letzten vier Wochen, erklärte das Ministerium am Samstag auf seinem Webportal. Die Zahl der täglichen Corona-Toten sei von über 700 auf fast 350, die der Neuinfektionen von mehr als 50’000 auf weniger als 13’000 gesunken.

EVP sagt Ja zum Covid-19-Gesetz und zur Pflegeinitiative

Die Evangelischen Volkspartei (EVP) sagt Ja zum Covid-19-Gesetz. Das haben die Delegierten an ihrer Versammlung am Samstag in Yverdon VD entschieden. Das Gesetz schaffe lediglich eine Grundlage für Massnahmen gegen die Pandemie.

So beinhalte es «wesentliche, zusätzlich budgetierte Massnahmen zur finanziellen Unterstützung für krisengeschädigte Unternehmen, Selbstständige und Arbeitnehmende», schrieb die EVP in einer Mitteilung. Ausserdem könne eine Überlastung des Gesundheitssystems beim aktuellen Impffortschritt nur mit einer Zertifikatsstrategie verhindert werden.

Ja-Parole zur Pflegeinitiative

Weiter beschlossen die Delegierten einstimmig die Ja-Parole zur Pflegeinitiative. Der Gegenvorschlag des Parlaments ändere nichts an der «chronischen Überbelastung» der Pflegenden, ihren schwierigen Arbeitsbedingungen und den vorzeitigen Berufsausstiegen. Deshalb brauche es die Initiative «für eine starke Pflege», die neben der Ausbildungsoffensive auch eine maximale Patientenzahl pro Pflegefachperson fordere.

2021 definitiv kein Tokio-Marathon

Der Tokio-Marathon findet aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr definitiv nicht mehr statt. Das ursprünglich für den 7. März geplante und auf den 17. Oktober verschobene Rennen in der japanischen Hauptstadt soll nun am 6. März 2022 zum nächsten Mal ausgetragen werden.

Als Grund für die erneute Verschiebung nannten die Organisatoren die Ungewissheit der Entwicklung von Covid-19. Die Olympiastadt befindet sich wegen der hohen Infektionszahlen noch immer im Ausnahmezustand.

Der Lauf mit üblicherweise mehr als 35’000 Aktiven zählt zu den weltweit sechs Marathon Majors. (Archivbild: Keystone)
Erster Prozess um Corona-Ausbruch im Party-Skiort Ischgl

Eineinhalb Jahre nach dem Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl hat in Wien der erste Prozess um Schadensersatz begonnen. Kläger sind die Hinterbliebenen eines Österreichers, der sich im Skiurlaub im März 2020 mit dem Virus infiziert hatte und später verstarb.

Die Witwe und der Sohn fordern in einer sogenannten Amtshaftungsklage nun von der Republik Österreich 100’000 Euro Schadenersatz. Der unter regen Medieninteresse aus dem In- und Ausland eröffnete Prozess am Landesgericht für Zivilsachen ist nur der Auftakt einer Reihe von Verhandlungen. Ein Vergleich wurde vonseiten Österreichs abgelehnt.

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«Freiheitstrychler» weisen Verantwortung für Ausschreitungen zurück

Nach der Krawall vor dem Bundeshaus in Bern während einer Kundgebung von Gegnern der Corona-Schutzmassnahmen haben die Organisatoren eine Verantwortung für die Ausschreitung zurückgewiesen. Sie würden sich von «jeder Art von Gewalt distanzieren», teilten sie mit.

Bei den «Provokateuren», die an einem Absperrzaun vor dem Bundesplatz gerüttelt hätten, handle es sich um «vereinzelte Menschen», die nicht zu den sogenannten «Freiheitstrychlern» gehörten, teilte die Gruppierung in der Nacht auf Samstag mit.

Die Kundgebungsorganisatoren verneinten auch einen «Angriff auf das Bundeshaus», wie der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause den Vorfall bezeichnet hatte. Der Ausdruck sei «propagandistische Stimmungsmache» gegen Kritiker der Corona-Massnahmen.

Der Verein kritisierte die Polizei. Diese hatte seiner Auffassung nach an dem unbewilligten Anlass friedliche Kundgebungsteilnehmer zu wenig vor gewalttätigen Gegendemonstranten geschützt. Ein Mitglied eines eigenen Sicherheitsdiensts sei angegriffen und dabei mittelschwer verletzt worden, so die «Freiheitstrychler».

Kurz: Bei steigenden Corona-Zahlen Après-Ski nur für Geimpfte

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison in seinem Land. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe an.

Sowohl 70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. «Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege.»

Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Die Kläger sind Hinterbliebene eines Corona-Toten, der in Ischgl geurlaubt hatte. Ihr Anwalt argumentierte, dass Kurz mit seiner unvorbereiteten Ankündigung der Quarantäne für Ischgl für ein Ausreise-Chaos mit weiteren Infektionen verantwortlich war. Die Republik weist die Vorwürfe von sich.

Kurz sagte im Interview, dass auch die sogenannte 3G-Regel für einen sicheren Winter sorgen werde – also der Zutritt zu Gastronomie und Hotels nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Der konservative Kanzler räumte ein, dass die Kampagne der rechten FPÖ mit ein Grund für Österreichs niedrigere Impfrate im Vergleich etwa zum Nachbarland Deutschland ist.

US-Spitäler kämpfen mit Personalmangel und Ausrüstungsengpässen

In den USA sehen sich viele Krankenhäuser wegen des Anstiegs von Coronavirus-Fällen immer mehr mit Personal- und Ausrüstungsengpässen belastet. Lieferprobleme würden dazu führen, dass einige Krankenhäuser nicht mehr genügend Sauerstoff für die Patienten hätten, sagt Nancy Foster, Vizepräsidentin für Qualität und Patientensicherheit der American Hospital Association, der Nachrichtenagentur Reuters.

«Es gibt einen Mangel an Fahrern, die für den Transport von Sauerstoff qualifiziert sind und einen Mangel an den dafür benötigten Tanks. «Einige Krankenhausmitarbeiter seien von der neuen Welle von Coronavirus-Fällen so überfordert, dass sie Jobs im Einzelhandel und anderen nicht-medizinischen Bereichen angenommen hätten, so Foster.

US-Präsident Biden veranstaltet virtuellen Corona-Gipfel

US-Präsident Joe Biden lädt für kommenden Mittwoch am Rande der UN-Generalversammlung zu einem virtuellen Corona-Gipfel. «Bei diesem Treffen geht es darum, unsere gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung von Covid-19 zu erweitern und zu verstärken», teilte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Freitag in Washington mit. Ziel sei es, Staats- und Regierungschefs mit Nichtregierungsorganisationen zusammenzubringen, um sich auf eine «gemeinsame Vision zur Bekämpfung» von Corona zu einigen.

Joe Biden veranstaltet einen virtuellen Impf-Gipfel. (Bild: Keystone)

Zentrales Thema bei dem Treffen ist die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff. Auch Covid-19-Tests, Behandlungsmöglichkeiten und die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung stünden auf der Agenda, hiess es weiter. Das Treffen soll dabei auf vorherige internationale Foren wie den G7-Gipfel aufbauen. Die Generaldebatte der UN-Vollversammlung findet vom 21. bis 27. September in New York statt.

US-Experten gegen generelle Corona-Auffrischungsimpfungen

Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich mit grosser Mehrheit gegen generelle Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer ausgesprochen. Die einflussreiche Gruppe von Wissenschaftlern kam am Freitag nach stundenlanger Diskussion zu dem Schluss, dass vorliegende Daten eine allgemeine Einführung einer dritten Impfdosis für Menschen älter als 16 Jahre nicht rechtfertigten. US-Präsident Joe Biden hatte sich angesichts abnehmender Immunität gegen Covid-19 für eine weitere Dosis für alle ausgesprochen, deren Zweitimpfung schon mehr als acht Monate her ist.

Zuletzt hatten aber auch Forscher im Fachmagazin «The Lancet» Zweifel an Corona-Auffrischungsimpfungen geäussert: «Die bisherige Studienlage zeigt keine Notwendigkeit, in Bevölkerungsgruppen mit wirksamer, vollständiger Impfung Booster auf breiter Front zu verabreichen», hiess es dort. Die weltweit noch immer begrenzte Anzahl an Impfdosen könne die meisten Leben retten, wenn sie Menschen zugute käme, die ein erhebliches Risiko einer schweren Erkrankung haben und noch ungeimpft sind.

US-Militär räumt Tötung Unschuldiger bei Drohnenangriff in Kabul ein

Das US-Militär hat einen US-Luftangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August als «tragischen Fehler» bezeichnet. «Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass bis zu zehn Zivilisten, darunter bis zu sieben Kinder, bei diesem Angriff auf tragische Weise ums Leben gekommen sind», sagte US-General Kenneth McKenzie, der das US-Zentralkommando Centcom führt, am Freitag. Ausserdem halte man es für unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug und die getöteten Personen eine direkte Bedrohung für die US-Streitkräfte dargestellt hätten oder mit Isis-K, einem Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), in Verbindung gestanden hätten.

«Dieser Schlag wurde in dem ernsten Glauben ausgeführt, dass er eine unmittelbare Bedrohung unserer Streitkräfte durch die Evakuierten auf dem Flughafen verhindern würde, aber das war ein Fehler», sagte McKenzie. Es habe sich nicht um einen «überstürzten Angriff» gehandelt. Man habe das Fahrzeug zuvor acht Stunden lang beobachtet. Es hatte bereits zuvor Berichte über tote Zivilisten bei dem Angriff am 29. August gegeben. Das US-Militär hatte Aufklärung angekündigt.

Discos in Belgien dürfen wieder öffnen - Masken fallen zum Teil

In Belgien wird bald wieder getanzt: Nach monatelanger Zwangspause in der Corona-Krise dürfen die Discos am 1. Oktober wieder öffnen. Voraussetzung sei, dass die Clubs mit dem sogenannten Covid-Ticket arbeiten, sagte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach Regierungsberatungen. Die Feiernden müssen also geimpft, getestet oder genesen sein. Einzelne Regionen können je nach Gesundheitslage strengere Regeln festlegen.

De Croo zeigte sich erfreut über die hohe Impfrate im Land. Seinen Angaben zufolge sind 85 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft. Zugleich machte der liberale Politiker deutlich, dass die Quote in einigen Teilen des Landes – etwa in der Hauptstadt Brüssel – viel zu niedrig sei. «Diese Epidemie ist dabei, eine Epidemie der Ungeimpften zu werden», sagte De Croo.

Corona-Regeln bei Reisen nach England werden für Geimpfte vereinfacht

Die britische Regierung hat die Corona-Regeln für Geimpfte bei Reisen nach England gelockert. Wer vollständig geimpft ist, muss demnach vom 4. Oktober an bei der Einreise in den grössten britischen Landesteil keinen Nachweis über einen negativen Test mehr vorlegen. Auch der bislang notwendige PCR-Test am zweiten Tag nach der Ankunft soll ab Ende Oktober durch einen Antigen-Test ersetzt werden können, teilte Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag mit.

Die neue Regelung gilt allerdings nur für Reisen aus Ländern, die im bisherigen Ampelsystem der britischen Regierung nicht unter die Kategorie Rot fallen. Die Kategorien Grün und Orange, unter denen bislang alle EU-Länder geführt werden, sollen zudem zu einer einzigen zusammengefasst werden. Als geimpft gilt, wer in Grossbritannien, der EU, den USA und einer Reihe von anderen Ländern eines der im Vereinigten Königreich zugelassenen Präparate gespritzt bekommen hat. Reisende auf der roten Liste müssen weiterhin auf eigene Kosten in Hotelquarantäne.

Schutzzaun vor Bundeshaus: Polizei findet gelockerte Schrauben

Die Berner Kantonspolizei hat nach der Kundgebung von Gegnern der Corona-Schutzmassnahmen festgestellt, dass Schrauben des Schutzzauns vor dem Bundeshaus gelockert waren. Diese Schrauben liessen sich nur mit Werkzeugen lockern, sagte der Leiter der Medienstelle, Christoph Gnägi, am Freitag auf Anfrage.

Die Schrauben am Schutzzaun vor dem Bundeshaus seien mutwillig gelöst worden, wie die Behörden informieren. (Bild: Keystone)

Es sei deshalb davon auszugehen, dass diese Schrauben mutwillig gelöst worden seien. Das zeige, dass der Einsatz der Berner Kantonspolizei vom Donnerstagabend auf dem Bundesplatz richtig gewesen sei. Die Erkenntnis des Augenscheins vom Freitagmorgen werde in künftige Lagebeurteilungen einfliessen. Mehr Informationen gibt es hier.

Breite Zustimmung für neue Corona-Regeln des Bundesrats

Die am Freitag beschlossenen Corona-Bestimmungen des Bundesrats stossen weitgehend auf Zustimmung. Gerade die neuen Einreiseregeln und die Anerkennung von im Ausland verabreichten Impfungen werden begrüsst. Eine Übersicht zu allen Reaktionen finden Sie hier.

Auch in der Wissenschaft stösst der Schritt auf Zustimmung: Der Schweizer Epidemiologe Christian Althaus tweetet:

Maurer habe «Freiheitstrychler»-Shirt aus «reinem Zufall» angehabt

Bundesrat Ueli Maurer kommentierte erstmals ein Foto, dass ihn mit einem «Freiheitstrychler»-Shirt zeigt. Gegenüber «CH Media» sagt er, er habe das Shirt aus «reinem Zufall» angezogen und dieses nur etwa fünf Minuten angehabt. «Das war keine Provokation, nur schon deshalb nicht, weil ich gar nicht wusste, in welchen Zusammenhang dieses Leibchen offenbar gebracht wird», sagt Maurer weiter.

Diese Foto von Ueli Maurer schlug hohe Wellen. Nun kommentierte der Bundesrat den Vorfall. (Bild: Screenshot Twitter)

Die «Freiheitstrychler» kenne er nur von SVP-Anlässen. «Dort hat es immer wieder Leute mit solchen Leibchen», so der Bundesrat. Maurer betont weiter, dass er am Anlass, wo das Foto entstand, zum Impfen aufgerufen habe.

HotellerieSuisse: Erfolg von Lösung hängt von Umsetzung ab

Aus Sicht des Hotelverbands HotellerieSuisse hat der Bundesrat mit der Anerkennung von ausländischen Impfstoffen für das Covid-Zertifikat eine pragmatische Übergangslösung für internationale Gäste geschaffen. Der Erfolg dieser Lösung und die touristische Erholung internationaler Märkte hänge nun von der Umsetzung ab.

Es brauche daher rasche und effiziente Prozesse, um die Anerkennung abzuwickeln, schreibt der Verband in einer Mitteilung. In den kommenden Wochen und Monaten könne es sich um zehntausende Zertifikate handeln», liess sich Andreas Züllig, Präsident von HotellerieSuisse, in einer Mitteilung zitieren. Es brauche nun noch eine Lösung für Gäste aus Drittsaaten, die mit Impfstoffen ausserhalb der Impfliste der europäischen Arzneimittelbehörde geimpft wurden.

SVP erfreut über verschärfte Kontrollen an Landesgrenzen

Die SVP zeigt sich erfreut darüber, dass mit den neuen Corona-Regeln die Kontrollen an den Landesgrenzen verschärft werden. Befremden bekundet die Partei aber darüber, dass der Bundesrat die Corona-Tests nicht als kostenfrei erklärt hat.

Die SVP habe seit dem März 2020 gefordert, dass in der Schweiz in strengere Einreisebestimmungen gelten, um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie in der Schweiz einzugrenzen, schreibt die Partei in einer Mitteilung vom Freitag. Nun habe der Bundesrat ein Stück weit eingelenkt.

Arbeitgeber können sich mit neuen Corona-Regeln "arrangieren"

Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können sich mit den neuen Corona-Regeln «arrangieren», wie ihr Verband mitteilte. Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SA) sei erleichtert, dass sich der Bundesrat für praxistaugliche Variante entschieden habe und auf eine Wiedereinführung der Quarantänepflicht verzichtet hat.

Die verschärften Einreisebestimmungen sind nach Ansicht des SAV geeignet um zu verhindern, dass besorgniserregende Virusvarianten in grossem Ausmass in die Schweiz gelangen, schreibt der SAV in der Mitteilung von Freitag. Die Massnahmen entsprechen den Vorstellungen des SAV an einen befristenden Mechanismus im Sinne einer Notbremse.

Juventus Turin verzeichnet Minus von mehr als 200 Mio. Euro

Juventus Turin hat in der vergangenen Corona-Saison 2020/21 einen Verlust von 209,9 Millionen Euro eingefahren. Wie der italienische Rekordmeister mitteilte, lag das vor allem an den stark zurückgegangenen Einnahmen als Folge der Pandemie, weniger Erlösen durch Spielerverkäufe und zugleich höheren Kosten für das Kader. In der Spielzeit 2019/20 betrug der Verlust der Juve noch 89,7 Mio. Euro. Das Eigenkapital der Aktiengesellschaft schrumpfte von 239,2 auf 28,4 Millionen.

Mitte und GLP für kostenfreie Corona-Tests

Die Mitte und die GLP hätten es begrüsst, wenn der Bundesrat bei der Kostenfrage bei den Corona-Tests anders entschieden hätte. Für die epidemiologische Lage und die Stimmung im Land ist es ihrer Ansicht nach wichtig, wenn diese weiterhin kostenfrei wären.

Die Stimmung im Land sei angespannt und der Bundesrat zögere, lässt sich GLP-Präsident Jürg Grossen im Kurznachrichtendienst Twitter zitieren. Die Bevölkerung brauche Klarheit darüber, ob ab dem 1. Oktober die Covid-Tests kostenlos- oder kostenpflichtig seien. Es brauche aber eine längere Gratis-Übergangsfrist, findet Grossen. Die Zeit zur Vorbereitung auf die ausgeweitete Zertifikatspflicht sei zu kurz gewesen.

Auch die Mitte würde es begrüssen, wenn die Tests weiterhin «in einem gewissen Umfang» kostenlos bleiben würden. Dies, um die epidemiologische Entwicklung weiterhin verfolgen zu können. Die Partei schlägt vor, dass kostenfreie Tests auf eine gewisse Anzahl pro Monat limitiert werden könnten oder vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Verfügung gestellt würden.

"Du wirst hängen!" - Polens Gesundheitsminister zeigt Abgeordneten an

Polens Gesundheitsminister Adam Niedzielski hat einen oppositionellen Abgeordneten angezeigt, nachdem dieser ihm in einer Parlamentsdebatte mit dem Tod gedroht hatte. Die Anzeige sei bei der Staatsanwaltschaft eingegangen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag.

Am Vortag war es im Parlament zu einer hitzigen Debatte über den Zustand des Gesundheitswesens gekommen. Der Abgeordnete Grzegorz Braun von der rechtspopulistischen Konfederacja sprach von einer künftigen «Anklageschrift» gegen die Regierung wegen Missmanagements in der Corona-Pandemie. Dann rief er in Richtung des Gesundheitsministers «Du wirst hängen!». Braun wurde anschliessend von der Plenarsitzung ausgeschlossen. Niedzielski sprach von einer «skandalösen» Äusserung.

 

Polens Gesundheitsminister Adam Niedzielski hat einen oppositionellen Abgeordneten angezeigt, nachdem dieser ihm in einer Parlamentsdebatte mit dem Tod gedroht hatte. (Bild: Keystone)

In Polen protestieren seit Tagen Ärzte, Krankenschwestern und andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens gegen niedrige Gehälter und schlechte Arbeitsbedingungen.

Tourismus-Verband erleichtert über Bundesratsentscheide

Der Schweizerische Tourismus-Verband zeigt sich erleichtert darüber, dass die Impfnachweise von Reisenden aus Drittstaaten anerkannt werden. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht habe nämlich zu Ärger der Kunden, Stornierungen und Umbuchungen geführt.

Der Schweizerische Tourismus-Verband (STV) sei daher froh um die schnelle Lösung, wie dieser in einer Mitteilung von Freitag schreibt. Die Reisenden aus Drittstaaten, zum Beispiel Grossbritannien, USA sowie Länder aus dem Nahen Osten und Asien, seien zwar in die Schweiz gekommen, hätten aber das Angebot wegen des fehlenden Zertifikats nicht vollumfänglich nutzen können.

Am Montag können nun jene Gäste, die mit einem von der europäischen Arzneimittelbehörde zugelassenen Impfstoff geimpft sind, ein Schweizer Covid-Zertifikat erlangen. Es gehe nun darum, auch für diejenigen Gäste eine Lösung zu finden, die mit einem WHO-anerkannten Impfstoff geimpft sind, schreibt der STV.

Viele Kinder in Österreich wegen Corona von Schule abgemeldet

In Österreich hat sich die Zahl der Schulabmeldungen angesichts der Corona-Pandemie verdreifacht. Insgesamt 7515 Kinder bis zum neunten Schuljahr sind im neuen Schuljahr in häuslichem Unterricht, wie aus Zahlen des Bildungsministeriums hervorgeht. Im Vorjahr waren es rund 2600.

In Österreich gilt keine Schul-, sondern lediglich eine Unterrichtspflicht. Ein Hausunterricht kann nur untersagt werden, wenn mit grosser Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die Gleichwertigkeit des Unterrichtes nicht gegeben ist. Am Ende des Schuljahrs ist an einer Schule eine sogenannte Externistenprüfung über den Unterrichtsstoff zu absolvieren.

Nach Einbruch im August bessert sich Kauflaune in USA minimal

Nach dem kräftigen Dämpfer im August hat sich die Stimmung der US-Konsumenten wieder leicht aufgehellt. Im September stieg das Barometer für die Verbraucherlaune auf 71,0 Zähler von 70,3 Punkten im Vormonat, wie die Universität Michigan am Freitag unter Berufung auf ihre monatliche Umfrage mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem Zuwachs auf 72,0 Punkte gerechnet. Im August war der Index noch auf den tiefsten Stand seit Dezember 2011 gesunken. Die Verbraucher schätzten laut vorläufigen Ergebnissen ihre aktuelle Lage schlechter ein als zuletzt.

Kostenpflicht für Corona-Tests für Grüne "unverständlich"

Für die Grünen ist es unverständlich, dass die Corona-Tests ab Oktober für asymptomatische Personen nicht kostenlos sind. Es müssten sich weiterhin möglichst viele Menschen testen lassen, um sich und ihr Umfeld zu schützen.

Dieses Vorgehen sei epidemiologischer Sicht gefährlich, schreibt die Partei in einer Mitteilung vom Freitag. Die Grünen wollen daher den Druck auf den Bundesrat in der Herbstsession «weiter erhöhen».

Neue Einreiseregeln für FDP richtiger Entscheid

Die FDP hält die vom Bundesrat beschlossenen neuen Einreiseregeln für richtig. Eine «vergleichbare Eskalation» wie im vergangenen Jahr müsse verhindert werden.

Im Hinblick auf die Herbstferien und im Rückblick auf die Entwicklungen nach den Sommerferien sei der Beschluss «gut so», schreibt die Partei am Freitag in einer Mitteilung. Zudem begrüsst die FDP, dass die Grenzgängerinnen und Grenzgänger von der Testpflicht ausgenommen sind. Der enge gesellschaftliche und wirtschaftliche Austausch in den Grenzgebieten müsse gewährleistet bleiben.

Kantone: Erfahrungen nach Sommer sprechen für neue Einreiseregeln
In der Schweiz gelten bald wieder schärfere Reisemassnahmen. (Bild: Keystone)

Aus Sicht der Kantone sprechen die Erfahrungen nach den Sommerferien für die neuen Einreiseregeln, die der Bundesrat am Freitag in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beschlossen hat. Allerdings werde es schwierig sein, den Nachweis eines zweiten Tests nach der Einreise zu kontrollieren und durchzusetzen.

Die Kantone hatten aus diesem Grund vom Bundesrat eine zentralisierte Lösung für die Meldung des zweiten Tests gefordert, wie die Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -Direktoren (GDK) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Der Bund habe aber davon abgesehen.

Mit dem «Grünen Pass» zum Impfziel in Italien

Noch vor seiner grossen Entscheidung im Kampf gegen die Corona-Krise bekam Mario Draghi ein Lob aus kundigem Mund. Anthony Fauci, der amerikanische Top-Virologe, nannte Italien in der Pandemie ein «Vorbild für die ganze Welt».

Neidisch blickt der US-Wissenschaftler nach Rom. Dort wurde am Donnerstag die Marke von 75 Prozent der Menschen über zwölf Jahren erreicht, die durchgeimpft sind. Von solchen Zahlen sind die USA noch weit entfernt.

Auf dem bisherigen Erfolg aber will sich die Regierung in Rom nicht ausruhen – im Gegenteil: Während Fauci in der italienischen Botschaft in Washington sprach, beschlossen Ministerpräsident Draghi und sein Kabinett ein neues, einmaliges Dekret. Dieses soll der Masterplan werden für ein Ende der Pandemie in dem Land, das im Frühjahr 2020 noch so hart von der Corona-Katastrophe getroffen worden war.

Draghi und seine Vielparteienregierung weiteten den sogenannten Grünen Pass auf alle Bereiche des Berufslebens aus, auf die private Wirtschaft wie auch auf den öffentlichen Sektor. Nur wer ein gültiges Zertifikat vorweisen kann, geimpft, getestet oder genesen zu sein – in Deutschland bekannt als 3G-Regeln – darf zur Arbeit erscheinen. Man spricht vom «Super Green Pass» – und die Kritik an den einschneidenden Massnahmen hielt sich überraschend in Grenzen.

Bundesrat will Gratistests nochmals diskutieren

Der Bundesrat will verschiedene Optionen zu den Gratistests nochmals diskutieren, wie Gesundheitsminister Alain Berset am Freitag vor den Medien in Bern sagte. Eine Möglichkeit sei, die Frist für die Gratistests zu verlängern.

Eine andere Option sei es, Anpassungen für gewisse Personengruppen vorzunehmen. Ein Entscheid sei aber noch nicht gefallen, sagte Berset.

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Ab Montag gelten neue Einreiseregeln für die Schweiz

Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Einreise in die Schweiz ab Montag umständlicher und auch teurer. Sie müssen bei der Einreise einen negativen Test vorzeigen. Vier bis sieben Tage später wird ein zweiter Test fällig.

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(Symbolbild: Keystone)
Wales führt Nachweispflicht über Test oder Impfung für Nachtclubs ein

Nachtschwärmer im britischen Landesteil Wales müssen künftig vor Betreten von Nachtclubs und grösseren Events einen Corona-Impf- oder Testnachweis vorlegen. Das teilte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am Freitag mit.

Angesichts hoher Fallzahlen in dem Landesteil mit rund 3,1 Millionen Einwohnern rief der Labour-Politiker die Menschen auch dazu auf, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Regel tritt vom 11. Oktober an in Kraft und gilt für alle Erwachsenen. «Das letzte was wir wollen, sind weitere Lockdowns, und dass Geschäfte ihre Türen wieder schliessen müssen», sagte Drakeford der Mitteilung zufolge. Deswegen müssten nun kleine, aber bedeutungsvolle Massnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Bundespräsident verurteilt nach Kundgebung jeden Akt von Gewalt

Bundespräsident Guy Parmelin hat nach der Kundgebung am Donnerstagabend vor dem Bundeshaus in Bern in einer Stellungnahme nach der Bundesratssitzung jeden Akt von Gewalt verurteilt. Drohungen führten zu nichts, sagte er am Freitag vor den Medien in Bern.

(Bild: Keystone)

Der Bundesrat verurteile jeden gewalttätigen Akt, ob gegen Menschen oder gegen Gegenstände, sagte Parmelin. Den Menschen in der Schweiz stünden alle demokratischen Mittel zur Verfügung, um sich auszudrücken, auch wenn dies «lebhaft» erfolgen solle, sagte er. «Drohungen führen zu nichts.»

Keinen Kommentar im Namen des Bundesrats gab Parmelin zum Auftritt von Ueli Maurer ab. Der SVP-Bundesrat hatte am Wochenende in einem Hemd mit dem Logo der «Freiheitstrychler» auf Fotos posiert. Die Bilder von Maurer kursierten in sozialen Medien. «Freiheitstrychler» sind wiederholt gegen die Corona-Massnahmen öffentlich aufgetreten.

BAG meldet 2095 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 2095 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 51 Spitaleinweisungen.

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(Bild: Keystone)
Ischgl: Angehörige von Covid-Opfer wollen Schadenersatz spenden

Bei dem ersten Prozess um die tödlichen Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl geht es den Klägern nach eigenen Angaben nicht um Geld. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Bundeshaus hat Dispositiv gegen Eindringlinge

Nach der Demonstration von Massnahmengegnern versichert das Bundesamt für Polizei, über ein Dispositiv gegen mögliche Eindringlinge zu verfügen. Lesen Sie hier mehr.

Einzelheiten des Sicherheitsdispositivs gibt Fedpol nicht bekannt. (Bild: Keystone)
70 Prozent der Franzosen sind vollständig gegen Corona geimpft

70 Prozent der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 73,9 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. In der vierten Woche in Folge schwäche sich die Infektionslage im Land ab, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit.

(Bild: Keystone)

Seit drei Wochen sei zudem die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten rückläufig. Während nach einer Befragung die Zahl der Befürworter einer Impfung auch für Kinder weiter steigt, lässt die Beachtung der Hygieneregeln nach. Nur noch 58 Prozent der Befragten gaben an, bei der Begrüssung auf Handschlag oder Wangenkuss zu verzichten und sich regelmässig die Hände zu waschen. 68 Prozent halten sich strikt an die Vorschriften zum Tragen einer Maske.

Covid-Pandemie schlägt sich in den Beschaffungszahlen nieder

Im vergangenen Jahr hat die Bundesveraltung rund 7,16 Milliarden Franken bezahlt für die Beschaffung von Gütern, Bau- und Dienstleistungen. Das waren 1,05 Milliarden Franken mehr als im Vorjahr. Wegen der Pandemie mussten Ausnahmebestimmungen angewendet werden.

So steht es im Bericht über das Beschaffungscontrolling für 2020, den der Bundesrat am Freitag zur Kenntnis genommen hat. Dort hinterliess die Covid-Pandemie Spuren. Denn wenn es die Lage erfordert, können Vergabeverfahren dank Ausnahmen vom Beschaffungsrecht vereinfacht und beschleunigt werden.

Deshalb gab es 2020 mehr freihändige Vergaben über dem WTO-Schwellenwert. Das Volumen der freihändigen Vergaben im Vergleich zum Volumen aller Vergaben über dem WTO-Schwellenwert war gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozentpunkte höher. In absoluten Zahlen stieg es von 2,22 Milliarden auf 3,92 Milliarden Franken.

Berlin: Zypern und ganz Portugal keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

Die deutsche Bundesregierung streicht Zypern und die Algarve ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Damit verschwindet das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie, wie am Freitag aus einer Mitteilung des Robert Koch-Institutes hervorging.

Gestrichen werden ausserdem die Region West in Irland, Brasilien, Indien, Nepal, Bangladesch, Botsuana, Sambia, Simbabwe, Eswatini (Swasiland), Lesotho, Malawi und Zentralafrika. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden Armenien, Venezuela, Guyana, Belize, Moldau, Barbados sowie Antigua und Barbuda.

Nach Aufenthalten in Hochrisikogebieten gilt: Rückkehrer nach Deutschland, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien.

National- und Ständeratspräsident verurteilen Ausschreitungen

Nationalratspräsident Andreas Aebi und Ständeratspräsident Alex Kuprecht verurteilen die Ausschreitungen von Zertifikats- und Impfgegnern vor dem Bundeshaus. Lesen Sie hier mehr.

Nationalratspräsident Andreas Aebi läutet die Glocke. (Archivbild: Keystone)
Ethanol-Pflichtlager verzögert sich um mindestens ein Jahr

Wegen des grossen Widerstands in der Vernehmlassung verzichtet der Bundesrat auf die geplante Pflichtlager-Lösung für Ethanol ab Anfang 2022. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Polizeieinsatz gegen aggressiven Impfgegner im Spital Frauenfeld

Wegen eines randalierenden Impfgegners ist es im Zusammenhang mit einer Geburt im Kantonsspital Frauenfeld am 4. September zu einem Polizeieinsatz gekommen. Die Polizei konnte den aggressiv auftretenden Mann beruhigen und die Situation klären. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Facebook löscht Netzwerk von «Querdenken»-Bewegung

Facebook hat am Donnerstagabend zahlreiche Konten, Gruppen und Seiten entfernt, die in Deutschland der umstrittenen «Querdenken»-Bewegung zugeordnet werden. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Senioren fordern Covid-Zertifikate für Spitex-Dienste

In einer Umfrage geben Spitex-Organisationen eine Impfquote mit 50 bis 70 Prozent an. Anders als das Personal von Restaurants und Sportstätten gibt es bei Pflegenden keine Zertifikatspflicht. Auch obligatorische Tests gibt es vielerorts nicht. Das berichten die Tamedia-Zeitungen am Freitag.

Weisses Haus bietet Rapperin Minaj nach Impf-Tweet Expertengespräch an

Nach einem viel diskutierten Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung hat das Weisse Haus dem Popstar ein Gespräch mit einem Experten angeboten. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Neuseeland setzt Reisekorridor mit Australien weitere zwei Monate aus

Wegen der noch immer hohen Corona-Zahlen in Australien setzt Neuseeland den Reisekorridor mit dem Nachbarland um weitere zwei Monate aus. Die beiden Inselstaaten hatten sich im April auf eine Regelung zum quarantänefreien Reisen der Bürger zwischen den Ländern geeinigt. Die so genannte «Trans-Tasman bubble» wurde aber im Juli wieder gestoppt, nachdem Australien wegen der Ausbreitung der Delta-Variante steigende Fallzahlen meldete.

(Bild: Keystone)

Auch Neuseeland kämpfte zuletzt mit einem Ausbruch in der Metropole Auckland, hat diesen aber wieder weitgehend unter Kontrolle gebracht. «Neuseeland vor einer möglichen weiteren Verbreitung der Delta-Variante zu schützen, hat für uns absolute Priorität», sagte der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Chris Hipkins, am Freitag. «Das quarantänefreie Reisen mit Australien zu diesem Zeitpunkt wieder einzuführen, könnte unsere Fortschritte gefährden.»

Erster Prozess um Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl

Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden am Freitag erstmals von einem Gericht behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100’000 Euro Schadenersatz. Vor dem zivilrechtlichen Prozess im Wiener Landesgericht hat die beklagte Republik Österreich jede Schuld von sich gewiesen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass schon am Freitag ein Urteil gefällt wird. Bald werden auch weitere Klagen verhandelt.

(Bild: Keystone)

Ischgl gilt als Beispiel für eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus, seit der Ski- und Partyort im März 2020 wegen steigender Fallzahlen plötzlich geschlossen wurde und Tausende Touristen – darunter viele Deutsche – plötzlich abreisen mussten. Aus Sicht der Kläger trug die von den Behörden schlecht organisierte Evakuierung zu einem Chaos mit weiteren Infektionen bei, die dann von Rückkehrern in viele Länder weitergetragen wurden.

Bei dem Gerichtstermin am Freitag soll zunächst geklärt werden, in welchen Punkten Kläger und Republik bei der Sicht auf die Ereignisse Anfang 2020 übereinstimmen. Ende September und Anfang Oktober wird das Gericht einige andere Klagen verhandeln, die auch vom österreichischen Verbraucherschutzverein (VSV) unterstützt werden. Laut VSV könnten letztlich bis zu 3000 Ansprüche an die Republik gestellt werden. «Am Freitag wird sich die Frage stellen, ob man diese Massen an Ansprüchen nicht besser in Vergleichsverhandlungen lösen könnte», sagte VSV-Gründer Peter Kolba.

Fast 90 Prozent des US-Personals von United Airlines ist geimpft

Bei der amerikanische Fluggesellschaft United Airlines sind fast 90 Prozent der Mitarbeitenden in den USA geimpft. Ferner haben etwa 95 Prozent der Führungskräfte in den USA eine vollständige Impfung erhalten.

(Bild: Keystone)

Anfang August hatte sie bereits als erste US-Fluggesellschaft angekündigt, Mitarbeiter zum Impfen verpflichten zu wollen. Geschäftsführer Scott Kirby sagte gegenüber dem US-Sender CNN, dass es für Arbeitgeber effizienter sei, Impfungen vorzuschreiben, als eine riesige Infrastruktur an Flughäfen zu schaffen, um nachzuweisen, dass die Passagiere geimpft wurden.

IWF, Weltbank, WHO und WTO fordern mehr Impfdosen für arme Länder

Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, sowie die Leiter der Weltbankgruppe, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welthandelsorganisation (WTO) fordern Länder mit hohen Impfraten auf, ärmere Länder stärker mit Vakzin-Lieferungen zu unterstützen.

In einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen heisst es, man zeige sich darüber besorgt, dass ohne entsprechende Massnahmen bis Ende 2021, eine globale Impfrate von mindestens 40 Prozent nicht zu schaffen sei.

Die Gruppe fordert auch Impfstoffhersteller auf, ihre Verträge mit Covax und Avat, einem afrikanischen Verteilungsprogramm, zu erfüllen und die Transparenz zu verbessern, indem sie Einzelheiten zu den Lieferplänen für alle Impfstofflieferungen mitteilen.

USA liefern knapp drei Millionen Impfdosen an die Philippinen

Die US-Regierung wird im Rahmen des internationalen Covax-Programms weitere 2,58 Millionen Dosen des Impfstoffs von Pfizer und BioNTech an die Philippinen liefern. Wie ein Sprecher des Weissen Hauses mitteilt, steigt damit die Gesamtzahl der gelieferten Vakzine an den Inselstaat auf neun Millionen.

Wie der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, bereits vergangene Woche angekündigt hatte, sollen die Philippinen ausserdem weitere 11,3 Millionen US-Dollar zur Bekämpfung der Pandemie von den USA erhalten.

Insgesamt haben die USA den Inselstaat seit Beginn der Pandemie mit 37 Millionen US-Dollar zusätzlich zu den gespendeten Impfstoffen unterstützt.

Demonstration von Massnahmen-Gegnern hat sich aufgelöst

Die unbewilligte Demonstration von tausenden von Gegnern der Corona-Schutzmassnahmen am Donnerstagabend in Bern hat sich gegen 22 Uhr aufgelöst. Zuvor hatte die Polizei vor dem Bundeshaus Wasserwerfer eingesetzt.

Der Einsatz war nach Angaben der Polizei nötig geworden, weil einzelne Demonstranten gegen die Sperre vor dem Bundeshaus gedrängt und Feuerwerkskörper abgeschossen hatten. Dieser war zum Schutz des Regierungsgebäudes – wie auch bei anderen Gelegenheiten – quer über den Bundesplatz errichtet worden.

Nachdem die Freiheits-Trychler den Bundesplatz verliessen, leerte sich dieser relativ rasch. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beobachtete, kam es danach noch zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrationen und der Polizei in der Nähe des Bahnhofs. Alles zum Thema gibt es hier.

Salzburg wird in Österreich zum Höchstrisikogebiet

Das Salzburger Land ist in Österreich als Gebiet mit sehr hohem Corona-Risiko eingestuft worden. Die nationale Corona-Kommission setzte Salzburg am Donnerstag als einziges Bundesland auf die höchste Stufe der fünfstufigen nationalen Corona-Skala. Im Rest Österreichs besteht hohes oder mittleres Risiko.

Die Mitglieder der Kommission aus Medizin und Verwaltung argumentierten, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Salzburg mit rund 180 Infizierten besonders hoch sei, während die Impfrate und die Kontaktnachverfolgung hinterherhinkten.

Die österreichweite Inzidenz lag zuletzt bei 164. Die Salzburger Behörden kündigten keine unmittelbaren Massnahmen als Reaktion auf die Einstufung an.

Wasserwerfer-Einsatz vor dem Bundeshaus

An der Kundgebung gegen die Corona-Schutzmassnahmen hat die Polizei am Donnerstagabend vor dem Bundeshaus Wasserwerfer eingesetzt. Ursache dafür war offenbar, dass einzelne Demonstrierende an einem Schutzzaun rüttelten.

Dieser erstreckt sich – wie auch bei anderen Gelegenheiten – quer über den Bundesplatz und ist am Boden befestigt. Auf den Wasserwerfer-Einsatz reagierten einzelne Demonstrierende mit dem Werfen von Gegenständen in Richtung Bundeshaus und mit dem Abfeuern von Feuerwerkskörpern, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Vorkommnisse wurden begleitet von den Klängen der Trychler.

Italien schreibt allen Beschäftigten Impfung oder Corona-Tests vor

Als erstes Land in Europa schreibt Italien künftig allen Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bereich Impfungen oder negative Corona-Tests vor, um ihrer Arbeit nachzugehen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi beschloss am Donnerstag, den «Grünen Pass» umfangreich auszuweiten. Wer kein Zertifikat vorweisen kann, darf vom 15. Oktober an nicht mehr zur Arbeit in Büros, Behörden, Geschäften oder der Gastronomie gehen. Mit der Massnahme will Draghi Impfgegner und -zweifler umstimmen. In Italien waren bis Donnerstag 75 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft.

Das neue Dekret setzte Draghi trotz der Proteste der Gewerkschaften und Teile der rechten Parteien durch. Diese hatten in den Beratungen mit dem Regierungschef erfolglos gefordert, dass Covid-Tests als Alternativen zu Impfungen kostenlos bleiben müssten. Es dürfe nicht sein, dass man bezahlen müsse, um arbeiten zu gehen, hiess es. Draghis Kabinett aber beschloss lediglich Preisdeckelungen: Erwachsene dürfen pro Test höchstens 15 Euro zahlen, Kinder 8 Euro.

Tausende demonstrieren gegen "Zerti-Diktatur"

Tausende Menschen haben am Donnerstagabend in Bern und Biel gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht und den «Impfzwang» demonstriert. Die Polizei war präsent und beobachtete die Lage.

Allein auf dem Berner Bahnhofplatz versammelten sich mehrere tausend Personen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Auf Transparenten waren Parolen zu lesen wie: «Nein zur Zerti-Diktatur» und «Nein zum Impfterror». Wiederholt wurde in Sprechchören «Liberté, liberté» gerufen

Immer wieder waren Pfeiff-Konzerte zu hören. Viele der Demonstrierenden schwangen Schweizer- und Kantonsfahnen. Aufgerufen worden war zu der Kundgebung auf den sozialen Medien.

Die Veranstaltung war von den Behörden nicht bewilligt worden. Aus Sicherheitsgründen hätten wegen des Umzugs mehrere Strassen gesperrt werden müssen, schrieb die Kantonspolizei Bern auf Twitter. Deshalb komme es zu Verkehrsbehinderungen, wovon auch der öffentliche Verkehr betroffen sei. Mehr zum Thema gibt es hier.

Gäste ohne Covid-Zertifikat - zwei Walliser Wirte angezeigt

Zwei Walliser Restaurantbetreiber sind bei der Staatsanwaltschaft angezeigt worden, weil sie in ihren Lokalen Kunden ohne Covid-Zertifikat Eintritt gewährt hatten. Die fehlbaren Kunden müssen eine Busse bezahlen. Falls diese die Zahlung der Busse verweigern, erfolgt ebenfalls eine Anzeige.

 

Zwei Walliser Wirte wurden angezeigt, weil sie Gäste ohne Covid-Zertifikat bedienten (Symbolbild: Keystone)

In dieser Woche hat die Kantonspolizei mit Unterstützung der Gemeindepolizeikorps mehrere Kontrollen in Restaurants, Fitness- und Sportzentren zu Präventionszwecken durchgeführt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Seit Montag gelten in diesen Lokalen die neuen Vorschriften.

Personen die in Betrieben, in denen eine Zertifikatspflicht besteht, keine Bescheinigung vorweisen können, müssen mit einer Geldstrafe von 100 Franken rechnen. Die Verantwortlichen dieser Betriebe, welche die Überprüfung des Covid-Zertifikates nicht umsetzen, können mit einer Geldstrafe bis zu 10’000 Franken belegt werden oder müssen sogar mit einer Schliessung rechnen.

GDK will Kostenpflicht für Corona-Tests beibehalten

Die SVP und die Grünen fordern, dass die Corona-Tests für Ungeimpfte auch nach dem 1. Oktober gratis bleiben. Sie fordern vom Bundesrat, die geplante Regelung für kostenpflichtige Tests aufzuheben. Hinter dem Entscheid des Bundesrats stehen derweil die kantonalen Gesundheitsdirektoren.

Die GDK um Präsident Lukas Engelberger stehe weiter hinter dem Plan, dass Corona-Tests für Ungeimpfte ab 1. Oktober kostenpflichtig werden sollen. (Bild: Keystone)

Wie die «bz Basel» berichtet erinnert Lukas Engelberger, Basler Regierungsrat (Mitte) und Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), dass sich in der Konsultationsrunde im August zwei Drittel der Kantone für die Kostenpflicht ausgesprochen hatten. Seither habe keine weitere Konsultation bei den Kantonen stattgefunden. Für Engelberger zählen noch immer die Argumente, die der Bundesrat im August hervorgebracht hatte: Alle Personen, die sich impfen lassen wollten, hätten dies mittlerweile tun können. Es sei nicht mehr Aufgabe der Allgemeinheit, die Testkosten für Personen zu übernehmen, die nicht geimpft oder nicht genesen seien.

Swissmedic prüft Gesuche von Pfizer und Moderna für dritte Dosis

Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic prüft Gesuche von Pfizer und Moderna für eine dritte Dosis der Corona-Impfstoffe. Es geht um eine Anpassung der bestehenden Dosierungsempfehlungen und eine Zulassungserweiterung.

Gibt es bald Booster-Impfungen in der Schweiz? (Bild: Keystone)

Pfizer Schweiz und Moderna Switzerland hätten in der vergangenen Woche Gesuche für die so genannte Booster-Impfung eingereicht, teilte Swissmedic am Donnerstag mit. Gesuche im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie würden prioritär behandelt, aber ohne Abstriche bei der inhaltlichen Prüfung.

Die eingereichten klinischen Daten zu den dritten Impfdosen würden auf Sicherheit und Wirksamkeit geprüft. Auch wird geklärt, ob die eingereichten Daten ausreichend sind, um die Indikation der Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna entsprechend zu erweitern. Mehr zum Thema gibt es hier.

Mehr US-Bürger beantragen Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche stärker gestiegen als erwartet. Insgesamt 332’000 Bürger stellten einen Antrag auf staatliche Stütze – rund 20’000 mehr als in den sieben Tagen zuvor, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte.

Experten gehen davon aus, dass der Anstieg mit den Folgen des Hurrikans «Ida» zusammenhängen könnte, der Schäden bei der Offshore-Energiegewinnung und angerichtet hat.

Im Kanton Aargau lassen sich deutlich mehr Personen impfen

Die Zahl der Covid-19-Impfungen ist im Kanton Aargau stark angestiegen. In der vergangenen Woche liessen sich ein Viertel mehr Personen impfen als eine Woche zuvor.

Auch in der laufenden Woche sei eine höhere Impfnachfrage zu beobachten als noch vor der Einführung der Zertifikatspflicht, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag mit.

Im Kanton Aargau steigt die Nachfrage nach der Covid-19-Impfung als Folge der Zertifikatspflicht. (Symbolbild: Keystone)

Zwischen Montag und Mittwoch erhielten im Kanton 6929 Personen eine erste Covid-19-Impfung. Rund 60 Prozent der Gesamtbevölkerung sind demnach einmal geimpft. Die Nachfrage nach Covid-Zertifikaten nahm ebenfalls zu.

3000 Gesundheitskräfte wegen Impfpflicht in Frankreich suspendiert

Mit Start der Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen in Frankreich sind rund 3000 Angestellte vorläufig suspendiert worden.

Sie hätten am Mittwoch noch keine erste Impfung gegen das Coronavirus vorweisen können, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag. Er gehe aber davon aus, dass die Angestellten, die etwa in Bereichen wie Küche oder Wäscherei arbeiteten, die Impfung schnell nachholten.

«Alle, die mit kranken und schwachen Menschen in Kliniken oder Heimen arbeiten, sind jetzt geimpft», betonte der Minister in einem TV-Interview. Es habe nur wenige Dutzend Kündigungen von Beschäftigten gegeben, die mit der Impfpflicht gar nicht einverstanden seien. Alles dazu lesen Sie hier.

BAG meldet 2262 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG innert 24 Stunden 2262 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Es gab 61 Hospitalisierungen und keine neuen Todesfälle. Mehr zum Thema gibt es hier.

(Bild: Keystone)
Simbabwe-Regierung warnt: Ohne Corona-Impfung kein Lohn!

Inmitten der Corona-Pandemie streicht die Regierung Simbabwes Impfverweigerern unter den Staatsbediensteten künftig den Lohn. Der zuständige Leiter des rund 300 000 Mitarbeiter starken öffentlichen Dienstes bestätigte am Donnerstag in einem Rundschreiben entsprechende Ankündigungen von Justizminister Ziyambi Ziyambi.

«In Übereinstimmung mit dem Kabinettsbeschluss werden alle Staatsdiener unverzüglich geimpft; nicht geimpften Mitarbeitern wird nicht erlaubt, sich zur Arbeit zu melden», heisst es in dem Schreiben von Jonathan Wutawunashe. Wer nicht geimpft sei, müsse zu Hause bleiben.

Menschen in Simbabwe warten in einer Schlange auf ihre Impfung. (Bild: Keystone)

Mehrere Gewerkschaften haben Widerspruch gegen die als drakonisch und diskriminierend empfundene Direktive eingelegt und bereits mit gerichtlichen Klagen gedroht. Simbabwe steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise und hat ein sehr schwaches Gesundheitssystem, das bereits vor der Corona-Pandemie überstrapaziert war.

Bürgerliche Sorge um Ausschluss von Touristen und Geschäftsleuten

Die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und die Mitte machen sich Sorgen um einen Ausschluss von Touristen und Geschäftsleuten aus dem Ausland durch die ausgeweitete Zertifikatspflicht. Ein Ausschluss vom öffentlichen Leben sei für geimpfte Personen unzumutbar. Das gefährde den Ruf des Schweizer Tourismus. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

2 Kommentare

  1. liebes Telebasel
    warum müssen Sa für Sa,neu auch wochentags, diese Demonstrationen in den Medien immer wieder erwähnt ?warum wird nicht viel mehr über Beizer, Fitnesszentren ,geschrieben,die sich durchaus positiv über die Zertifikatspflicht äussern?oder Menschen kommen zu Wort, die sich durchaus freiwillig haben impfen lassen. Es sind erst 53% in der Schweiz doppelt geimpft, nun wäre es dringend nötig, über die positiven Aspekte des Impfens zu sprechen und nicht dauernd irgend welchen Fanatikern, Egoisten eine Platzform zu geben; auch eine Demokratie hat ihre Grenzen, wir sind noch immer in einer PandemiesituationReport

  2. Wann begreifen die selbstsicheren „Freiheitstrychler“
    endlich, dass eine Demonstration kein Alpaufzug ist
    Ebenfalls müssen sich diese Folkloristen an vorderster Front nicht verwundern, wenn sie dann ebenfalls eine auf die Birne bekommen.Report

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