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Der Telebasel Talk vom 15. September 2021.
Baselland

Brunner gegen Brunner: tiefere Steuern für Reiche?

Anton Lauber schlägt Alarm. Wegen der hohen Vermögenssteuer könnte das Baselbiet die Reichen verlieren. Heute präsentierte der Finanzdirektor einen Reformplan.

Wer eine Million Franken oder mehr auf dem Konto hat, für den ist das Baselbiet ein hartes Pflaster. Im am 15. September 2021 präsentierten Vergleich zeigt sich, dass der Landkanton Vermögen deutlich schärfer besteuert als die meisten Kantone, auch als die Nachbarn Basel-Stadt, Aargau, Jura, Solothurn.

Der Baselbieter Finanzdirektor Anton Lauber befürchtet darum Abwanderungsgelüste. Wer Geld habe, sei mobil. Und allein wegen der Steuern wolle man diese Leute nicht verlieren. Denn sie tragen die Hauptlast der kantonalen Finanzen:

«0,2 Prozent der Bevölkerung sorgen für 36 Prozent der gesamten Einnahmen der Vermögenssteuer des Kantons Basel-Landschaft. Diese Einnahmen stammen zum grössten Teil von den ungefähr 330 Personen mit einem Vermögen von über 10 Millionen Franken. Nur gerade 3,7 Prozent der Bevölkerung verfügen über ein steuerbares Vermögen von mehr als 1 Million Franken. Diese Personen sorgen für 77 Prozent des Ertrags bei den Vermögenssteuern.

Das durchschnittliche Reinvermögen im Kanton Basel-Landschaft liegt im Übrigen bei rund 250’000 Franken; der gesamtschweizerische Durchschnitt beträgt etwas über 350’000 Franken.»

(Quelle: BL)

Mindererträge für den Kanton und die Gemeinden

Der Regierungsrat will nun in einem ersten Reformschritt ab 2023 den Vermögenssteuer-Tarif milder ausgestalten und die Freibeträge bei der Vermögenssteuer erhöhen. Zugleich will er die Attraktivität des Kantons Basel-Landschaft für vermögende Personen erhöhen. Der Kanton Basel-Landschaft soll im Bereich der Vermögensbesteuerung wettbewerbsfähiger werden und sich im nationalen Ranking nach oben verbessern. «Nicht bis zur nationalen Spitzengruppe, aber doch bis zu einer guten Position gegenüber den Nachbarkantonen.»

Dies wird für den Kanton ab diesem Zeitpunkt jährliche Mindererträge von rund 27 Millionen Franken bewirken. Für die Gemeinden werden die Mindererträge rund 15 Millionen Franken betragen.

In einem zweiten Schritt (ab 2027) will der Kanton Baselland auch die Einkommenssteuern reformieren. Telebasel berichtet in den News ausführlich über die geplante Steuerreform.

Am Mittwoch, 15. September 2021, diskutieren Markus Brunner (SVP) und Roman Brunner (SP) ab 18:45 Uhr die Regierungspläne.

Mehr dazu auch ab 18:30 Uhr in den Telebasel News vom Mittwoch.

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