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Der Telebasel News Beitrag vom 14. September 2021.
Basel

Petition fordert schärfere Covid-Massnahmen an Schulen

In den Sommerferien fielen viele Massnahmen des Schutzkonzeptes an Basler Schulen. Eltern sind nun der Meinung, man riskiere so eine Durchseuchung der Kinder.

Für den zweifachen Vater und Unternehmer Christian Walter reicht das Schutzkonzept an den Basler Primarschulen nicht. Nach Gesprächen mit anderen Eltern, hat er die Petition «Keine Durchseuchung an Basler Schulen» gestartet.

«Ich finde, dass das Schutzkonzept im Kanton Basel-Stadt momentan zu stark aufgeweicht wurde gegenüber dem Sommer. Wir haben eine gefährlichere Virusvariante und wir kennen die Langzeitwirkungen nicht und deswegen habe ich die Petition aufgesetzt, damit das Schutzkonzept gesamtheitlich überdacht wird.» Denn in der öffentlichen und medialen Debatte stehe die Frage der Maskenpflicht an der Schule zu sehr im Fokus.

Covid-Taskforce empfiehlt Massnahmen an Schulen

Fakt ist, dass die Covid-Taskforce des Bundes im Juli schrieb, dass Massnahmen an den Schulen ergriffen werden sollten, um die Viruszirkulation einzudämmen, da kein Impfstoff für unter 12-jährige Kinder zugelassen sind. «Dazu bieten sich in Schulen und Betreuungseinrichtungen neben den grundlegenden Abstands- und Hygieneregeln, Maskenpflicht, repetitives Testen sowie CO2-Sensoren und Luftfilter an, also Schutzmassnahmen, die mit eher geringen Einschränkungen für die Kinder verbunden sind. Am wirksamsten wäre eine allgemeine tiefe Inzidenz von SARS-CoV-2 in der Gesamtbevölkerung», schreibt die Task Force im Update vom 20. Juli dieses Jahres.

Abstand und Testen im Stadtkanton

In den Schulen des Kantons Basel-Stadt setzt man im Moment auf die besagten Abstand- und Hygieneregeln, dazu haben die Schulkinder die Möglichkeit, einmal in der Woche einen Speicheltest abzugeben. Den Petitionärinnen und Petitionären fehlen gewisse Massnahmen, die vor den Sommerferien noch Gültigkeit hatten, wie etwa: Getrenntes Einlaufen nach Jahrgängen, getrennte Pausen, getrenntes Heimgehen und, zumindest ab einer gewissen Altersstufe, Masken an der Schule. «Wir haben eine Reihe von Vorschlägen drin. Ob das im Detail jetzt alles Richtig ist, weiss ich nicht. Ich bin mir aber relativ sicher, dass das, was wir jetzt machen, zu wenig ist», sagt Petitionär Walter.

Für Christian Walter setze man Erfolge der Pandemiebekämpfung aufs Spiel, denn: «Wir haben jetzt sehr viel Aufwand betrieben die letzten 18 Monate, um verschiedene Gruppen zu schützen: Die Älteren und so weiter und so fort. Das hat sehr viel Geld gekostet, ich will gar nicht wissen was der Lockdown gekostet hat, und jetzt auf den Zielgeraden schlapp machen und die Kinder unter zwölf Zurücklassen, einfach weil man keine Lust mehr hat oder das Geld nicht in die Hand nehmen will, das halte ich für Falsch.»

Die Petition wird jetzt von der Petitionskommission vom Grossen Rat behandelt und beraten. Auf Anfrage von Telebasel heisst es aus der Verwaltung, der Kanton nimmt die Petition entgegen und die Beantwortung werde im Rahmen der regulären Frist erfolgen.

1 Kommentar

  1. Wie gehen die kinder und jugendlichen mit solchen schuldzuweisungen um? Nicht vergessen, diese kinder und jugendlichen werden über SIE bestimmen, wenn sie bettlägerig im altersheim sitzen. Genug ist genug, an den schulen wird sehr sorgfältig die schutzkonzepte umgesetzt.Report

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