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Der Telebasel Glam-Beitrag vom 13. September 2021.
Basel

Spider Murphy Gang wusste erst ein Jahr später von ihrem grossen Hit

Die Rock'n'Roll Band aus München stand am vergangenen Freitag auf der FLOSS-Bühne. Telebasel Glam traf das Gründungsmitglied Günther Sigl zum Interview.

Die Band Spider Murphy Gang wurde im Jahr 1977 gegründet. Bekannt wurde die Band aus München unter anderem durch ihre Hits «Skandal im Sperrbezirk», «Schikeria» und «Wo bist du».

Am vergangenen Freitag, 10. September, stand die Band dann auf der FLOSS-Bühne. Vor dem Auftritt hat Telebasel Glam mit dem Gründungsmitglied, Günther Sigl, über alte Zeiten gesprochen.

Nummer 1 der Musikcharts als Geburtstagsgeschenk

«Skandal im Sperrbezirk» wurde im Jahr 1981 veröffentlicht und ist wohl der bekannteste Hit der Band. Auch heute noch, 40 Jahre später, singen die Leute den Song. Aber: Dass das Lied ein Hit wurde, wusste die Band erst ein Jahr nach der Veröffentlichung.

«Wir hatten kein Fernsehen, keinen Rundfunk. Das hat sich dann über andere Kanäle, wie zum Beispiel über Diskotheken und die Jugendlichen, verbreitet. An meinem Geburtstag ein Jahr später habe ich dann einen Anruf der Plattenfirma gekriegt. Dann haben sie gesagt, dass ‹Skandal› auf Platz 1 der Musikcharts war. Ja, gut, dann haben wir eine Flasche aufgemacht», so der 74-jährige Frontmann Günther Sigl.

«Wir haben Schreiben von Rechtsanwälten erhalten»

In einer Textstelle des Hits ‹Skandal im Sperrbezirk› geht es um eine fiktive Telefonnummer von einer gewissen Rosi. Die Textstelle lautet so:

Ja, Rosi hat ein Telefon
Auch ich hab ihre Nummer schon
Unter zwo und dreissig, sechzehn, acht
Herrscht Konjunktur die ganze Nacht

Hierzu hat Günther Sigl ebenfalls eine lustige Anekdote: Denn diese Nummer war tatsächlich in Deutschland vergeben. «Wir haben dann Telefonnummer-Änderungen bezahlt, Blumensträusse an ältere Damen verschickt, die die Nummer hatten. Die jungen Leute fanden das lustig, die Nummer zu wählen», so Günther Sigl, «Wir haben Schreiben von Rechtsanwälten erhalten. Dann mussten wir uns halt noch entschuldigen.», sagt der Sänger heute lachend.

Falls die Nummer in der Schweiz auch vergeben gewesen sei, meinte der Sänger folgendes in die Kamera: «Also, Entschuldigung nochmal! Und Hopp Schwiiz!» Sehr sympathisch.

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