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Schweiz

BAG meldet 2262 Neuinfektionen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
BAG meldet 2262 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG innert 24 Stunden 2262 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Es gab 61 Hospitalisierungen und keine neuen Todesfälle. Mehr zum Thema gibt es hier.

(Bild: Keystone)
Vierte Corona-Welle in Teilen Afrikas - erst 3,6 Prozent geimpft

In Afrika sind erst 3,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Corona-Virus geimpft, obwohl sich Teile des Kontinents bereits im Griff einer vierten Infektionswelle befindet.

Betroffen sind vor allem Länder im Norden des Kontinents wie Algerien, Ägypten oder Tunesien, aber auch Staaten wie Benin im Westen oder Kenia und Somalia im Osten. «Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus», sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, der Africa CDC, am Donnerstag. Er betonte erneut, dass Afrika unbedingt Zugang zu mehr Impfstoffen benötige.

(Bild: Keystone)

Allerdings zeigt der Trend bei der Zahl der Neuinfektionen auf Europas Nachbarkontinent nun deutlich nach unten. Gegenüber der Vorwoche sank sie um 20 Prozent, bei der Zahl der Todesfälle um 26 Prozent. Insgesamt wurden bisher in Afrika laut CDC rund 8 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 204 000 tödlich waren – weltweit entspricht das einem Anteil von 4,4 Prozent. Die Dunkelziffer dürfte nach Expertenansicht auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen allerdings höher liegen.

Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren. Bisher hat Afrika laut CDC rund 167 Millionen Impfdosen beschafft und mehr als 69 Millionen Tests durchgeführt. «Zugang zu Tests ist kein Problem mehr», sagte Nkengasong mit Blick auf den Kontinent.

«Einige Dutzend» Corona-Fälle in persönlichem Umfeld

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigener Aussage vor Beginn seiner Selbstisolation Kontakt zu mehreren Dutzend corona-infizierten Menschen gehabt.

In seinem direkten Umfeld habe es mehrere Fälle gegeben, sagte Putin am Donnerstag bei einer Videoschalte. «Und das waren nicht einer oder zwei, sondern einige Dutzend Menschen.» Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge, dass es sich um Mitarbeiter handele, die für Putins Sicherheit und seine Lebenshaltung zuständig seien.

(Bild: Keystone)

Der russische Präsident werde nun mindestens eine Woche lang in Selbstisolation verbringen. Nach Angaben des Kremls waren alle betroffenen Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft. Der 68-jährige Putin hatte am Dienstag angekündigt, auf persönliche Treffen zu verzichten. Seine Amtsgeschäfte führt er aus der Isolation heraus weiter.

Putin rief seine Landsleute auch zur Wahl einer neuen Staatsduma auf. Viele hätten in Corona-Zeiten die Möglichkeit einer Online-Abstimmung. Die Technologie sei sicher und verlässlich. Die Parlamentswahl im flächenmässig grössten Land der Erde beginnt an diesem Freitag und endet am Sonntag. Putin werde seine Stimme selbst nicht in einem Wahllokal abgeben, um nicht gegen die Quarantänevorschriften zu verstossen, teilte Peskow mit. Womöglich gebe Putin seine Stimme online ab. Dafür sei er angemeldet.

Neuinfektionen stagnieren gegenüber Vorwoche

In der vergangenen Woche hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz und Liechtenstein im Vergleich zur Vorwoche stagniert. Sie erreichte 18’144 Fälle (Vorwoche: 18’817). Neu ins Spital mussten 299 Covid-19-Patientinnen und -Patienten (Vorwoche: 324). 46 Menschen starben an oder mit Covid-19 (Vorwoche: 44). Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
UN-Studie: CO2-Ausstoss trotz Corona-Krise zu hoch für Klimaziele

Trotz der lahmgelegten Wirtschaft in der Corona-Krise hinkt die Welt laut einer UN-Studie im Kampf um die Reduzierung des CO2-Ausstosses hinterher. Der wirtschaftliche Abschwung in der Pandemie habe im vergangenen Jahr nur für eine zeitweise Reduzierung der Emissionen gesorgt, hiess es in einem Bericht der zu den Vereinten Nationen gehörenden Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Das sei nicht genug, um die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre aufzuhalten. Die Ziele zur Reduzierung würden nicht erreicht und es werde immer wahrscheinlicher, dass die Ziele des Pariser Klima-Abkommens, die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, nicht erreicht werden könnten.

«Das ist ein entscheidendes Jahr für den Klimaschutz», sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Die Ergebnisse seien alarmierend und zeigten, wie weit man vom Kurs abgekommen sei. Laut WMO hat die Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre 2020 und im ersten Halbjahr 2021 weiter zugenommen.

Guterres betonte: «Wenn die Treibhausgasemissionen nicht direkt, rasch und umfassend reduziert werden, wird es unmöglich sein, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, was katastrophale Folgen hätte für die Menschen und den Planeten, von dem wir abhängen.»

Der Berner Zibelemärit findet dieses Jahr wieder statt

Der traditionsreiche Berner Zibelemärit findet – nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr – dieses Jahr wieder statt. Das hat die Stadt Bern am Donnerstag bekanntgegeben.

Wie Berns Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie in der Mitteilung schreibt, will die Stadt Bern den Anlass mit gewissen Schutzmassnahmen durchführen. So gestattet die Stadt den Betreiberinnen und Betreibern von Ständen dieses Jahr den Verkauf von alkoholischen Getränken nicht.

(Bild: Keystone)

Diese werden nur sitzend – im Innern von Restaurants oder auf deren Terrassen – konsumiert werden dürfen. Der Verkauf von Esswaren und alkoholfreien Getränken wird jedoch an allen Ständen möglich sein.

Neue Moderna-Daten: 1,1 Prozent Impfdurchbrüche nach einem Jahr
Zürcher Alt-Nationalrat Andreas Herczog stirbt an Covid

Der Zürcher Alt-Nationalrat Andreas Herczog (SP) ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Dies geht aus einer Todesanzeige im «Tages-Anzeiger» vom Donnerstag hervor. Lesen Sie hier mehr.

Andreas Herczog im Jahr 2015 in Bern. (Archivbild: Keystone)
Corona-Impfung bei unterdrücktem Immunsystem weniger wirksam

Corona-Impfstoffe wirken bei Patienten mit unterdrücktem Immunsystem schlechter. Das hat eine Berner Studie im Fachmagazin «The Lancet Rheumatology» untermauert. Demnach liessen sich schützende Antikörper nur bei knapp der Hälfte der Betroffenen nachweisen.

Die zu den Immunsuppressiva zählenden Medikamente Rituximab oder Ocrelizumab unterdrücken das körpereigene Immunsystem, indem sie B-Zellen gezielt hemmen oder bekämpfen. Solche Antikörpertherapien wenden Ärztinnen und Ärzte bei Patienten mit bestimmten Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis an sowie bei einigen Krebsarten und Nierentransplantationen. Diese Personen zählen zu den Risikogruppen für schwere Covid-19-Verläufe.

(Bild: Keystone)

Für die Studie untersuchten die Forschenden des Inselspitals und der Universität Bern die Antikörperantwort auf die in der Schweiz zugelassenen mRNA-Impfstoffe von 96 Patientinnen und Patienten, die zuvor mit einem der beiden immunsuppressiven Wirkstoffen behandelt worden waren. Demnach war die Impfstoffwirkung erheblich eingeschränkt, wie die Berner Institutionen am Donnerstag mitteilten. Es liessen sich nur in 49 Prozent der Studienteilnehmenden Antikörper gegen das Spike-Protein des Coronavirus nachweisen. In der Kontrollgruppe von 29 gesunden Erwachsenen entwickelten alle eine Antikörperantwort.

Impf-Muffel sollen auf Intensivstation verzichten

Wer ein Covid-Zertifikat erhalten will, muss geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Daniel Hölzle, Präsident der Grünen Aargau, fordert nun eine vierte Möglichkeit. Impf-Muffel sollen schriftlich bestätigen, dass sie auf ein Bett auf der Intensivstation verzichten, falls sie an Covid-19 erkranken. Das berichten Tele M1 und nau.ch.

Pandemie hinterlässt Spuren bei Volksrechten

Die Corona-Pandemie hinterlässt Spuren bei den Volksrechten. Laut der Neuen Zürcher Zeitung wurden im laufenden Jahr erst sechs Initiativen lanciert. Im Langzeitvergleich ist das wenig, wie ein Blick auf die letzten rund 40 Jahre zeigt. Im Hoch befinden sich dagegen die Referenden. In diesem Jahr werden sich die Stimmberechtigten zu insgesamt sieben Referenden äussern können.

Hacker erbeuten Corona-Testdaten von 1,4 Millionen Menschen in Paris

Bei einem Hacking-Angriff auf den öffentlichen Gesundheitsdienst im Grossraum Paris sind Daten zu Corona-Tests von 1,4 Millionen Menschen gestohlen worden. Es sei Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden, teilte der Gesundheitsdienst der Pariser Krankenhäuser (AP-HP) am Mittwochabend in Paris mit. Die Attacke habe einen Bereich betroffen, in dem Labordaten zur Weitergabe an Krankenversicherungen und Gesundheitsbehörden zur Kontaktnachverfolgung abgespeichert wurden. Die gestohlenen Daten beträfen im vergangenen Sommer auf das Coronavirus getestete Menschen aus dem Grossraum Paris. Dabei gehe es um die Namen der Betroffenen, die Krankenversicherungsnummer sowie das Testergebnis.

(Bild: Keystone)

Wie der Gesundheitsdienst betonte, sei das landesweit genutzte System zum Datenaustausch für Corona-Tests von der Attacke, zu der es in diesem Sommer kam, nicht betroffen. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um eine Schwachstelle in den eigenen Systemen zur Datenspeicherung. Diese seien im vergangenen Sommer auch nur punktuell zum Austausch mit anderen Behörden genutzt worden, als es technische Probleme mit dem landesweiten System gab. Die Ermittlungen zu Herkunft und Hintergrund der Attacke dauerten an. Der Gesundheitsdienst entschuldigte sich bei den Betroffenen, die individuell informiert werden sollten.

Massentlassungen in Coronazeiten vor allem wegen Restrukturierungen

Massenentlassungen haben in den beiden Coronajahren 2020 und 2021 bei Schweizer Unternehmen vor allem wegen Restrukturierungen stattgefunden und nicht wegen Personalabbau. Es gebe vor allem Umbau, aber weniger Abbau, stellte eine Studie der Outplacementfirma Von Rundstedt fest, die Entlassene bei der Suche nach einer neuen Stelle unterstützt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Blocher ist gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht

Alt Bundesrat Christoph Blocher ist gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Der Staat sollte sich zurückhalten. Im Vordergrund stehe die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger.

In der Pandemie habe der Staat eine Vollmacht erhalten, sagte Blocher in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Das sei gefährlich. Die Politiker neigten immer dazu, ihre Macht auszudehnen, wenn sie nicht daran gehindert würden.

(Bild: Keystone)

Anzeichen für eine Diktatur seien da, wiederholte Blocher frühere Aussagen seiner Tochter, SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher. Die Gelegenheit dazu sei gross. Eine Diktatur lasse sich auch scheindemokratisch einführen.

Die ausserordentliche Lage verleihe dem Bundesrat ausserordentlich viel Macht. Der Rechtsstaat werde übergangen – vielleicht sogar legal. Die Verwaltung diktiere diktatorisch, was zu machen sei. Das gelte es, ernst zu nehmen.

Auf die Frage, ob sich die SVP nicht stärker von fanatisierten Impfskeptikern abgrenzen sollte, sagte Blocher, heute würden ehrsame Bürgerinnen und Bürger wie zum Beispiel die Freiheits-Trychler verdammt, nur weil sie eine andere Meinung verträten.

Blocher verteidigte SVP-Bundesrat Ueli Maurer, der sich am Wochenende an einem Anlass demonstrativ ein Shirt der Freiheits-Trychler übergestreift hatte. Es bleibe festzuhalten, dass Maurer sich zu diesen Leuten gesellt und mit ihnen gesprochen habe. Dies auch aus Solidarität mit freiheitlich Andersdenkenden.

Er selbst habe sich impfen lassen, weil er nicht krank werden wolle, sagte Blocher. Aus Eigennutz. Die Spritze sei zu 95 Prozent sicher. Bei Rückfällen verlaufe die Krankheit milder als bei Ungeimpften. Dass Corona-Tests künftig etwas kosten, befürwortet Blocher.

Ausschreitungen bei Corona-Demonstration in Slowenien

In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana ist es am Mittwoch zu Ausschreitungen bei Protesten gegen eine Verschärfung der Corona-Massnahmen gekommen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit Wasserwerfern und Tränengas auf Demonstranten, die Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte warfen. Laut Polizeiangaben nahmen rund 8000 Menschen an den Protesten teil.

Mehrere Polizisten seien verletzt und einige Demonstranten festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenseite N1.

(Bild: Keystone)

Die jüngsten Corona-Regelungen in Slowenien machen seit Mittwoch ein sogenanntes PCT-Zertifikat zur Voraussetzung für die Teilnahme an vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Es wird etwa beim Betreten von Geschäften verlangt oder um zur Arbeit zu gehen. Das Zertifikat erhält nur, wer entweder geimpft, getestet oder nach einer Corona-Infektion genesen ist.

EU-Staaten verzeichnen weitere Übersterblichkeit

Noch immer ist die Sterblichkeit in der EU knapp höher als noch vor der Corona-Pandemie. Dies berichtet SRF. Im Juli 2021 starben rund vier Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der Corona-Pandemie, so Daten des Statistikamts Eurostat mit Sitz in Luxemburg hervorgeht. Wie viele Menschen tatsächlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind, geht aus der Auswertung nicht hervor: In den Daten werden keine Todesursachen erhoben und auch nach Geschlecht oder Alter wird differenziert.

Die Übersterblichkeit sinkt derweil in der EU. Im November 2020 betrug diese noch 40 Prozent. Nachdem der Wert auf knapp sechs Prozent sank (Februar 2021), stieg er im Frühjahr wieder an: Dies auf 20 Prozent im April. Seither sinken die Zahlen weiter.

1 von 500 Amerikanern starb an Covid-19

Trauriger Meilenstein in den USA: Wie «CNN» berichtet seien seit Beginn der Pandemie im Land 1 von 500 AmerikanerInnen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Stand Dienstag sind 663’913 Menschen in den Vereinigten Staaten einer Corona-Infektion erlegen, dies bei einer Einwohnerzahl von 331,4 Millionen.

Noch immer kämpfen derweil die amerikanischen Spitäler gegen die Überlastung. Besonders besorgniserregend: Immer mehr Kinder kämpfen in den USA gegen schwere Verläufe nach einer Corona-Infektion. Seit dem Sommer sind mit der Dominanz der Delta-Variante die Fallzahlen, Hospitalisationen und Todesfälle sprunghaft gestiegen. Im Schnitt wurden in den vergangenen Wochen täglich 152’300 neue Fälle verzeichnet – im Juni waren es noch 11’303 Fälle am Tag, also 13-mal weniger. Täglich sterben laut den Zahlen der Johns Hopkins Universität rund 1’805 Menschen – im Juni lag diese Zahl bei 218.

 

Bisher starben in den USA 663’913 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung. (Bild: Keystone)

Sieben Patienten warten im Ausland noch auf Rückführung

Zurzeit warten noch sieben Patientinnen und Patienten im Ausland auf eine Rückführung in eine Intensivstation in der Schweiz. Zwei von ihnen werden vom Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) der Armee als dringlich eingestuft. Vier der Patienten seien unter anderem noch nicht transportfähig, bei einer Person werde die Rückführung als nicht dringlich erachtet, teilte der KSD am Mittwoch, 15. September, mit. Zwei der Betroffenen warteten in Balkanstaaten auf die Überführung in eine Schweizer Intensivstation, die fünf anderen in anderen Ferienländern am Mittelmeer.

Bereits repatriiert wurden vom 9. bis am 14. September neun Patientinnen und Patienten. Ursprünglich waren dem KSD von den Assistance-Gesellschaften 23 Personen gemeldet worden, die auf eine Intensiv-Behandlung in der Schweiz angewiesen gewesen wären, 52 Prozent von ihnen wegen einer Corona-Erkrankung. Sieben Patienten wünschten mittlerweile «aus unterschiedlichen Gründen» keine Rückführung mehr.

Seit dem 9. September ist eine nationale Koordinationsstelle für die Prüfung der Verlegungsanträge der Assistance Gesellschaften von Patientinnen aus dem Ausland zuständig. Diese würden «nach einheitlichen medizinischen Kriterien» priorisiert und an die kantonalen und regionalen Verantwortlichen weitergeleitet.

Wenn am Wohnort in der Schweiz kein Intensivbett verfügbar ist, vermittelt die Koordinationsstelle Plätze auf nationaler Ebene. Trotz hoher Auslastung der Intensivstationen hätten die Repatriierungen bisher sichergestellt werden können, hiess es. Ziel sei es jedoch, die Priorisierung der Rückführungen wieder beenden zu können, sobald sich die Lage entspannt habe.

2604 neue Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 2604 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Mittwoch 77 Spitaleinweisungen und 11 neue Todesfälle.

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Grundlage für Covid-Zertifikat im Parlament soll erarbeitet werden

Die Staatspolitische Kommission des Ständerats (SPK-S) will die notwendigen rechtlichen Grundlagen für die Zertifikatspflicht im Parlamentsgebäude erarbeiten. Sie ist der Ansicht, dass eine Pflicht dort verhältnismässig sei. Schliesslich brauche es dafür nur einen Corona-Test.

Die Zertifikatspflicht habe zum Vorteil, dass Schutzvorkehrungen wie die Maskenpflicht ausgehoben und die Trennwände aus Plexiglas entfernt werden könnten, schreibt die Kommission am Mittwoch in einer Mitteilung. Es gehe aber insbesondere darum, die Handlungsfähigkeit des Parlaments langfristig sicherzustellen. Zudem solle so ein Beitrag zum Schutz des Gesundheitswesens vor einer Überlastung geleistet werden.

Die Kommission beschloss das Vorhaben am Mittwoch mit 10 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung. Die SPK-S wird die gesetzlichen Grundlagen ausarbeiten, sofern die Schwesterkommission ihre Zustimmung erteilt. Ziel sei es, die Vorlage bis zu den Kommissionssitzungen im vierten Quartal bereit zu haben. Die Kommission werde die Prozesse so gut es gehe beschleunigen.

Von der Leyen: Eine Pandemie ist ein Marathon, kein Sprint

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Bewältigung der Corona-Pandemie in der EU als Erfolg gewürdigt – zugleich jedoch zu weiteren Anstrengungen aufgerufen.

Mit mehr als 70 Prozent vollständig Geimpften unter der erwachsenen Bevölkerung sei die EU allen Kritikern zum Trotz unter den weltweit führenden, sagte von der Leyen am Mittwoch in Strassburg in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union. Zudem habe die EU als einzige Region weltweit mehr als 700 Millionen Impfstoffdosen an mehr als 130 Länder weltweit weitergegeben. «Wir haben es richtig gemacht, weil wir es auf die europäische Weise gemacht haben.»

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Bewältigung der Corona-Pandemie in der EU als Erfolg gewürdigt. (Bild: Keystone)

Zugleich verwies von der Leyen mit Blick auf die Impfquoten auf weltweite Ungerechtigkeit. Priorität müsse sein, das Impfen weltweit zu beschleunigen. Das Ausmass an Ungerechtigkeit sei offensichtlich. Die deutsche Politikerin kündigte an, die EU werde bis Mitte 2022 weitere 200 Millionen Impfstoff-Dosen spenden. «Corona-Zeiten sind nicht vorbei», sagte von der Leyen. «Eine Pandemie ist ein Marathon, kein Sprint.»

Um sicherzustellen, dass ein Virus künftig nicht mehr zur Pandemie werde, schlug von der Leyen vor, in den kommenden sechs Jahren 50 Milliarden Euro in die Gesundheitsvorsorge der gesamten EU zu investieren.

Personenverkehr der Bahn ging um 39 Prozent zurück

Die Corona-Pandemie hat dem Personenverkehr der Eisenbahn im vergangenen Jahr stark zugesetzt. Die Verkehrsleistung ging im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent zurück – so stark wie noch nie. 2020 seien 13,3 Milliarden Personenkilometer registriert worden, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch, 15. September, mit. Damit habe dieser Wert den tiefsten Stand erreicht seit 19 Jahren. Ein Personenkilometer entspricht dabei der Beförderung einer Person über einen Kilometer.

Die Corona-Pandemie hat dem Personenverkehr der Eisenbahn im vergangenen Jahr stark zugesetzt. (Bild: Keystone)

Auch der Güterverkehr sank im Vergleich zum Vorjahr, jedoch nur um drei Prozent auf 9,8 Milliarden Netto-Tonnenkilometer, also dem Transport von einer Netto-Tonne über einen Kilometer.

Bei Unfällen im öffentlichen Verkehr kamen im vergangenen Jahr 27 Personen ums Leben, zwei mehr als 2019. Dabei handelte es sich gemäss BFS mehrheitlich nicht um Passagiere, sondern um Mitarbeitende der Verkehrsunternehmen oder Drittpersonen. 17 von ihnen starben im Schienenverkehr, neun im öffentlichen Strassenverkehr und eine Person auf einer Luftseilbahn.

Parlament sagt Ja zu Zwangstests bei abgewiesenen Asylsuchenden

Abgewiesene Asylsuchende sollen künftig zu einem Covid-Test gezwungen werden können, wenn dieser für die Ausschaffung verlangt wird. Diesem Vorschlag des Bundesrats hat das Parlament zugestimmt. Trotz Kritik von Hilfswerken und der Schweizerischen Flüchtlingshilfe hielt der Bundesrat an diesem Vorgehen fest. Am Mittwoch, 15. September, folgte der Ständerat dem Nationalrat und stimmte mit 31 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung zu.

Mindestsens 7'300 Schüler in Quarantäne

Wie eine Umfrage des Newsportals watson.ch zeigt, befinden sich derzeit mindestens 7’353 SchülerInnen (im Alter von vier bis 15 Jahren) in Quarantäne. Die reale Zahl dürfte aber deutlich höher liegen. Denn die Zahlen der grossen Kantone wie Zürich und Graubünden fehlen. Diese Kantone führen die Quarantänefälle nicht gesondert nach Alter auf.

Schon nur in der Stadt Zürich seien in der letzten Woche 1’565 Personen «im schulischen Umfeld» in Quarantäne, berichtet watson.ch weiter. Wie viele davon jedoch Kinder sind, könne die Zürcher Stadtverwaltung nicht sagen.

(Bild: Keystone)

Massentests hätten sich ausserdem etabliert, zeigt die Watson-Umfrage. Lediglich sieben Kantone, unter anderen Bern, führen keine solchen durch.

Erster Prozess im Fall Ischgl: Witwe fordert 100'000 Euro

«Diese Gebiete werden ab sofort isoliert.» Der schlanke Satz von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Pressekonferenz zur Ausbreitung des Coronavirus am 13. März 2020 schlug ein. Viele Touristen in den Tiroler Skiorten Ischgl, Galtür oder St. Anton am Arlberg – diese Gebiete waren gemeint – hörten die Nachricht noch beim Skifahren und wollten durch sofortige Abreise einer möglichen Quarantäne entkommen. Unter chaotischen Bedingungen fuhren Infizierte heim und trugen so zur europaweiten Verbreitung des Virus bei. Ein österreichischer Journalist nahm den Bus zum Bahnhof. Es wurde wegen Staus eine gefährlich lange Fahrt. Kurz darauf ist er an Covid-19 gestorben.

Am 17. September beginnt mit der Klage der Witwe und ihres Sohnes auf 100’000 Euro Schadenersatz das erste von vielen Verfahren auch deutscher Kläger gegen die Republik Österreich. Die sogenannte Amtshaftungsklage sieht ein Versagen der Behörden, die zu spät vor dem Virus gewarnt und zu spät gehandelt hätten. «Ich schätze, dass letztlich bis zu 3’000 Ansprüche an die Republik gestellt werden», sagt Peter Kolba vom Verbraucherschutzverein (VSV) in Wien, der die Kläger betreut. Der VSV hat vor, Sammelklagen einzubringen. Am Freitag werde sich die Frage stellen, ob diese Zahl an Ansprüchen nicht besser in Vergleichsverhandlungen gelöst werden sollten.

Hit-Musicals feiern erste Broadway-Vorstellungen nach Pandemie

Am New Yorker Broadway haben Tausende Zuschauer die Rückkehr von gleich vier Erfolgs-Musicals nach der Corona-Pandemie gefeiert. Der Komponist und einstige Hauptdarsteller Lin-Manuel Miranda begrüsste unter begeistertem Applaus die Zuschauerinnen und Zuschauer vor der Vorstellung des Polit-Musicals «Hamilton». Bei der Disney-Adaption «The Lion King» hiess Julie Taymor die Besucher willkommen, die einstige Regisseurin und Verantwortliche für die spektakulären Kostüme der Show, die in der afrikanischen Tierwelt spielt.

Der Komponist und einstige Hauptdarsteller Lin-Manuel Miranda begrüsste unter begeistertem Applaus die Zuschauerinnen und Zuschauer vor der Vorstellung des Polit-Musicals «Hamilton». (Bild: Keystone)

Auch das Hexen-Musical «Wicked» feierte seine Wiederaufführung im Gershwin-Theater, mit 1933 Sitzen das grösste unter den 41 Broadway-Theatern. Alle drei zählen zu den umsatzstärksten Shows des weltberühmten Theaterviertels. Mit «Chicago» erlebte zudem eine seit 1996 laufende Erfolgsproduktion eine Wiederaufnahme.

In allen Theatern müssen Zuschauer am Eingang einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus nachweisen und während der Vorstellung Masken tragen.

Der Dienstagabend war nach der Wiederaufnahme zweier kleinerer Musicals und eines Theaterstücks das bisher bedeutendste Zeichen der Rückkehr für die New Yorker Entertainmentszene. 2019 hatten die 41 Broadway-Theater rund 14,6 Millionen Tickets verkauft und damit etwa 1,8 Milliarden Dollar Umsatz erzielt – rund das Anderthalbfache der gesamten Einspielergebnisse aller deutschen Kinos. Am 12. März 2020 waren die Vorstellungen in allen Theatern wegen der Corona-Pandemie eingestellt worden.

WHO fordert mehr Gerechtigkeit bei Impfstoff-Verteilung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Impfstoffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt und dabei vor allem auf Versorgungslücken in Afrika hingewiesen. «Weltweit wurden mehr als 5,7 Milliarden Dosen verabreicht, aber nur 2 Prozent davon in Afrika», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag. Das schade nicht nur den Menschen in Afrika, sondern allen.

Die WHO hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Impfstoffe im Kampf gegen die Pandemie angemahnt und dabei vor allem auf Versorgungslücken in Afrika hingewiesen. (Bild: Keystone)

Tedros sagte weiter: «Je länger die Ungleichheit bei den Impfstoffen anhält, desto mehr wird das Virus weiter zirkulieren und sich verändern, desto länger werden die sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen andauern und desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Varianten auftauchen, die die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigen.»

Die schlimmste Pandemie der letzten hundert Jahre werde erst dann beendet sein, wenn es eine echte globale Zusammenarbeit bei der Versorgung mit und dem Zugang zu Impfstoffen gebe, hiess es weiter. Impfziel der WHO sei weiter, dass bis Mitte 2022 70 Prozent der Bevölkerung aller Länder geimpft sein sollten.

Corona-Welle in China weitet sich aus

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden am Mittwoch, 15. September, mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Grossstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine «Null-Covid-Strategie». Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Zuletzt hatte es jedoch trotz strenger Massnahmen eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben.

Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in Putian. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus.

Genfer Virologin Eckerle kritisiert Versäumnisse an Schulen

Die Behörden in der Schweiz haben die Schulen nach Ansicht der Genfer Virologin Isabelle Eckerle zu lange im Stich gelassen. Die Kantone hätten es im Sommer versäumt, die Schulen auf die Delta-Variante vorzubereiten. Es habe sich seit Monaten abgezeichnet, dass die Schulen ein ganz massives Problem bekommen würden, sagte Eckerle in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Statt sich auf die Pandemie an den Schulen vorzubereiten, seien die Sommerferien ungenutzt geblieben.

Es gebe viele Massnahmen, um den Schulunterricht sicherer zu gestalten und Ansteckungen zu minimieren. So sollten sich die Erwachsenen impfen lassen. Und Masken in den Schulzimmern seien zu empfehlen. Zudem helfe repetitives Testen, Ausbrüche zu verhindern.

Die Behörden in der Schweiz haben die Schulen nach Ansicht der Genfer Virologin Isabelle Eckerle zu lange im Stich gelassen. (Bild: Keystone)

Halbklassen, Unterricht an der frischen Luft, gute Kommunikation und Aufklärung wären ebenso hilfreich, sagte die 41-jährige Eckerle weiter. Viele glaubten immer noch, regelmässiges Händewaschen allein reiche für den Infektionsschutz.

Statt das Problem den Gemeinden zu überlassen, hätte man schon 2020 einheitliche Empfehlungen ausgeben sollen. Die Schulen hätten aufgrund der Unmenge an Daten gar nicht das Detailwissen und die Kapazitäten, um richtig zu reagieren.

Die Behörden hätten eine Expertengruppe zusammenstellen sollen, die entsprechende Empfehlungen erstellt und überarbeitet hätte, sobald es neue Erkenntnisse gegeben hätte. Das hätte den Schulen geholfen, diese Vorschläge pragmatisch umzusetzen.

Die deutsche Virologin Eckerle leitet seit 2018 die Abteilung Infektionskrankheiten in der Abteilung für medizinische Fachgebieten an der Universitätsklinik in Genf. In der Covid-19-Pandemie untersucht sie die Rolle der Kinder bei der Virenübertragung.

Impfpflicht gilt nun in Frankreich für bestimmte Berufsgruppen

In Frankreich gilt von Mittwoch, 15. September, an für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns. Mindestens eine erste Impfung müssen nun Beschäftigte nachweisen, die im Krankenhaus- und Pflegebereich arbeiten, aber auch Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes sowie die Beamten der Gendarmerie. Wer bislang nur die erste Impfdosis erhalten hat, muss zudem einen negativen Test auf der Arbeit vorlegen, bis er einen vollständigen Impfschutz hat. Ihre Impftermine dürfen die Beschäftigten ausdrücklich in die Arbeitszeit legen, um die Impfung zu erleichtern, hiess es.

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In Frankreich gilt von Mittwoch, 15. September, an für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)
SVP-Fraktion fordert mit Motion weiterhin Gratis-Tests

Die SVP-Fraktion fordert, dass der Bund die Kosten für die Corona-Tests auch nach dem 1. Oktober übernimmt. Sie verabschiedete am Dienstag eine entsprechende Motion.

Solange die Zertifikatspflicht gilt, sollen aus Sicht der SVP die Tests dafür gratis sein. Kostenpflichtige Tests wären vor allem für Junge und weniger zahlungskräftige Bürgerinnen und Bürger eine zusätzliche Belastung und daher inakzeptabel, teilte die Partei am Abend mit. Die Kostenübernahme durch den Bund könne auch als indirekte Unterstützung der bereits hart getroffenen Branchen betrachtet werden.

Die Grüne Fraktion rief am Dienstagabend auf Twitter ebenfalls den Bundesrat auf, die Tests auch ab Oktober gratis anzubieten, damit sich weiterhin möglichst viele Menschen testen lassen und somit ihr Umfeld schützen könnten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Niederlande schafft Abstands-Regel ab - Corona-Pass für Gastronomie

Nach rund 18 Monaten machen die Niederlande in der Corona-Pandemie einen grossen Schritt zurück zur Normalität. Der verpflichtende Sicherheitsabstand von 1,5 Meter werde ab dem 25. September abgeschafft, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Zugleich wird aber ein sogenannter Corona-Pass für Gaststätten, Sportveranstaltungen und Kultur eingeführt. Besucher müssen nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

Premier Rutte ermahnte aber weiterhin zur Vorsicht. «Das ist nicht der Tag, an dem alles wieder so sein wird wie vor Corona, dafür gibt es noch zu viele Infektionen und werden noch zu viele Menschen in Krankenhäuser eingeliefert.» Die Unsicherheit über die Entwicklung im Herbst bleibe weiter gross, so der rechtsliberale Premier.

Universitäten Bern und Freiburg führen Zertifikatspflicht ein

Die Universitäten Bern und Freiburg führen zum Semesterstart von kommender Woche eine Covid-Zertifikatspflicht für alle Lehrveranstaltungen ein. Die Berner Hochschule will spätestens ab Oktober aber auch allen Angehörigen der Uni kostenlose Testmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

 

Auch an den Universitäten Bern und Freiburg gilt kommendes Semester eine Zertifikatspflicht. (Bild: Keystone)

Zur Sicherheit der Studierenden und Dozierenden gilt weiterhin eine Maskenpflicht in Innenräumen, wie die Uni-Leitung am Dienstagabend bekanntgab. Die Einhaltung der Zertifikatspflicht will die Berner Universitätsleitung stichprobenartig überwachen.

An der Uni Bern galt bereits seit dem 1. September eine Covid-Zertifikatspflicht für alle Aktivitäten ausser dem Lehrbetrieb auf Bachelor- und Masterstufe. Das ändert ab Semesterbeginn am kommenden Montag. Ab dem 20. September wird die Zertifikatspflicht auf alle Lehrveranstaltungen ausgeweitet.

Schweizer Tourismus will nachhaltiger werden

Noch immer leidet der Schweizer Tourismus stark unter der Corona-Pandemie. Die Krise gab den Tourismusvertretern aber auch Gelegenheit, über Grundsätzliches nachzudenken. Insbesondere macht sich die Branche Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit.

Sie will grüner werden, wie die Voten am Branchentalk Tourismus auf dem Titlis vom Dienstag zeigten. Als einer der Vorreiter in der Beziehung gilt die Weisse Arena in Laax. Unter dem Motto «Green Style» will der Bündner Tourismusbetrieb dereinst seinen ganze Energiebedarf durch regional produzierte und zu 100 Prozent nachhaltige Energie abdecken. Alles zum Thema lesen Sie hier.

GDK: Mehrere Kantone fordern Verschärfung der Einreiseregeln

Mehrere Kantone fordern laut Angaben der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und – direktoren (GDK) eine Verschärfung der Einreisebestimmungen. Die Diskussion über strengere Einreiseregeln müsse noch vor den Herbstferien geführt werden.

Die GDK werde aber im Rahmen der beiden Konsultationen selber nicht Stellung nehmen, erklärte GDK-Sprecher Tobias Bär am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Kantonsregierungen richteten ihre Stellungnahmen direkt an den Bund.

 

Mehrere Kantone wollen eine Verschärfung der Einreiseregeln. (Bild: Keystone)

Hochschulen sind bei der Anordnung des Covid-Zertifikats frei

Hochschulen können selbst entscheiden, ob sie für den Zugang zu ihren Lehrveranstaltungen das Covid-Zertifikat verlangen oder nicht. Gesetzlich vorgeschrieben ist das nicht, aber auch nicht verboten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bezeichnet auf seiner Liste den Bildungssektor als Bereich ohne Zertifikatspflicht.

Hochschulen seien ideale Orte für die Verbreitung des Coronavirus, teilte die wissenschaftliche Taskforce des Bundes am Dienstag mit. Die Bildungsstätten hätten indessen die gesetzliche Verpflichtung ihr Personal zu schützen.

Die Möglichkeit, den Zugang mithilfe des Zertifikats zu regeln, sei weder im Covid-Gesetz noch in der Verordnung vorgesehen. Eine derartige Massnahme sei also weder verboten noch erlaubt oder vorgeschrieben. Sie liege aber im Rahmen der Hochschulautonomie in der Kompetenz der Bildungsstätten.

Bund und Kanton Bern uneins über Corona-Teststrategie an Schulen

Der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg und das Bundesamt für Gesundheit haben derzeit das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Aktuell geht es im Streit um Corona-Massentests an Schulen, die der Kanton Bern aufgegeben hat. Das Bundesamt hingegen möchte sie am liebsten flächendeckend einführen.

Bund und Kanton Bern sind uneins über Corona-Teststrategie an Schulen. (Bild: Keystone)

Dass der grosse und bevölkerungsreiche Kanton Bern dabei eine wichtige Vorbildfunktion hat, liegt auf der Hand. Für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist das repetitive Testen in den Schulen ein wichtiges Element der Corona-Strategie im Herbst und im Winter. Mehr dazu gibt es hier.

Anzahl Fälle hat sich auf hohem Niveau stabilisiert

Die Anzahl neuer Sars-CoV-2-Infektionen hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. Der 7-Tages-Schnitt der schweizweiten Reproduktionszahl (R-Wert) liegt laut neuestem Lagebericht der Covid-19-Taskforce des Bundes bei 1,07.

Die Zahl der Fälle und Krankenhausaufenthalte stieg zwischen Ende Juni und Mitte August deutlich an und stabilisierte sich dann auf hohem Niveau, wie die wissenschaftliche Covid-19-Taskforce des Bundes in ihrem neuesten Lagebericht vom Dienstag schrieb. Er reflektiert das Infektionsgeschehen vom 27. August bis 2. September. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Die Anzahl der Corona-Fälle hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. (Bild: Keystone)
Boeing erwartet nach Corona-Krise wachsende Flugzeugnachfrage

Der US-Flugzeugbauer Boeing rechnet nach dem Geschäftseinbruch in der Corona-Krise für die kommenden Jahre mit einer Erholung der Nachfrage nach neuen Jets. In den Jahren 2021 bis 2040 dürften Flugzeughersteller weltweit insgesamt 43 610 Passagier- und Frachtmaschinen ausliefern, teilte das Unternehmen am Dienstag in Chicago mit. Vor einem Jahr hatte der US-Konzern für die Zeit bis 2039 einen Bedarf von 43’110 Flugzeugen vorausgesagt.

«Die Luftfahrtbranche hat bei ihrer Erholung bedeutende Fortschritte gemacht», sagte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Stan Deal. Er erwartet, dass sich nach dem Kurz- und Mittelstreckenverkehr auch die Nachfrage nach Langstreckenflügen erholt – und im Jahr 2023 oder 2024 auf das Vorkrisenniveau zurückkehrt. Dies soll sich auf die Nachfrage nach neuen Flugzeugen auswirken.

US-Inflationsrate sinkt leicht - bleibt aber auf hohem Niveau

In den USA ist die relativ hohe Inflationsrate im August im Vergleich zum Wert des Vormonats minimal zurückgegangen. Gegenüber dem August vergangenen Jahres stiegen die Verbraucherpreise um 5,3 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Juli hatte die Inflationsrate noch bei 5,4 Prozent gelegen. Viele Analysten hatten einen leichten Rückgang erwartet.

Die Inflation liegt damit weiter deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Im Juni hatte die Rate bereits bei 5,4 Prozent gelegen. Dies war die höchste Rate seit August 2008.

Titlis Bahnen wollen mit Projekt 3020 gestärkt aus der Krise kommen

Die Titlis Bergbahnen leiden nach wie vor unter der Corona-Krise. Dennoch investiert das Unternehmen in sein Projekt 3020 und will gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Mit dem Projekt 3020 wollen die Titlis Bergbahnen aus der Corona-Krise finden. (Rendering: Keystone)

«Wir sind seit eineinhalb Jahren im Krisenmanagement», sagt Titlis-CEO Norbert Patt an dem auf dem Titlis abgehaltenen Branchentalk Tourismus von «Schweizeraktien.net» am Dienstag. «Es gilt jetzt aber einfach durchzuhalten und wir sind überzeugt, gestärkt aus der Krise zu kommen»

Wie sehr es den Bergbahnbetreiber getroffen hat, belegen die Zahlen zur Hauptsaison von April bis Juni: Im Jahr 2019 lag der Umsatz während dieser drei Monaten noch bei 23 Millionen Franken, 2020 bei 1,7 Millionen und 2021 bei 3,4 Millionen.

Impftram im Kanton Zürich

Statt ins Impfzentrum fahren – spontan ins Tram hüpfen: In Zürich hat am Dienstag das erste Impftram seinen Betrieb aufgenommen. Pro Tag können sich dort bis zu 550 Personen impfen lassen, allerdings nicht während der Fahrt.

(Video: Keystone-SDA)

"Plan B": Grossbritannien hält sich Maskenpflicht und Impfpässe offen

Falls die Zahl der Corona-Fälle in Grossbritannien im Winter wieder deutlich steigt, will die Regierung wieder eine Maskenpflicht anordnen und hält sich die Einführung von Impfpässen für Discos oder Stadien offen.

Die Massnahmen seien Teil eines «Plan B», wenn die Pandemie mit Auffrischungsimpfungen nicht unter Kontrolle gehalten werden kann, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Dienstag im Parlament in London. Die Notfallpläne würden aber nur bei «unhaltbarem» Druck auf den Gesundheitsdienst NHS in England in Kraft gesetzt.

Putin isoliert sich nach mehreren Covdi-19-Fällen im näheren Umfeld selbst

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in Selbstisolation begeben. Dies, nachdem mehrere Personen in seinem Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie CNN unter Berufung auf Informationen aus dem Kremlin berichtet.

Laut Kremlin-Sprecher Dmitry Peskov sei Putin negativ auf das Coronavirus getestet worden und «absolut gesund». Weil aber mehrere Personen in Putins Entourage an Covid-19 erkrankten müsse der Präsident «eine verantwortungsvolle Position übernehmen, um nicht die Gesundheit seiner Kollegen zu gefährden».

Der russische Präsident Wladimir Putin isoliert sich selbst. (Bild: Keystone)

Erst am Montag hatte Putin den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Moskau getroffen. Nach Angaben Peskows fand das Gespräch der beiden Staatschefs statt, bevor Putin die Entscheidung zur Selbstisolation getroffen habe. Assads Gesundheit sei nicht gefährdet, sagte Peskow. Am Montag hatte Putin zudem eine Militärübung mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu besucht.

Der Kreml machte keine Angaben, wer mit dem Coronavirus infiziert ist. Putin zufolge handelt es sich um einen Mitarbeiter aus seinem engsten Kreis, der nachgeimpft worden sei. «Ich habe am Vortag den ganzen Tag mit ihm gesprochen», sagte er und sprach von einem «natürlichen Experiment», wie gut der Impfstoff wirke. Alles zum Thema gibt es hier.

US-Inflationsrate sinkt leicht - bleibt aber auf hohem Niveau

In den USA ist die relativ hohe Inflationsrate im August minimal zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 5,3 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Juli hatte die Inflationsrate noch bei 5,4 Prozent gelegen. Viele Analysten hatten einen leichten Rückgang erwartet.

Die Inflation liegt damit weiter deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Im Juni hatte die Rate bereits bei 5,4 Prozent gelegen. Dies war die höchste Rate seit August 2008.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im August nur um 0,3 Prozent nach 0,5 Prozent im Juli. Im Juni waren die Preise sogar noch um 0,9 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Die Kerninflation ohne im Preis oft schwankende Komponenten wie Energie und Lebensmittel betrug verglichen mit dem Vorjahresmonat 4 Prozent. Im Juli waren es noch 4,3 Prozent gewesen.

Curevac verkleinert Produktionsnetz für Covid-19-Impfstoff

Das Biotechunternehmen Curevac verkleinert wegen der geringeren Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff das Produktionsnetz. Die Verträge mit Wacker Chemie sowie Celonic würden gekündigt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mit. Novartis bleibt derweil Partner.

Das Biotechunternehmen Curevac verkleinert wegen der geringeren Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff das Produktionsnetz. (Bild: Keystone)

Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die geringere kurzfristige Spitzennachfrage nach Impfstoffen im Anschluss an die erste Welle der Pandemie-Impfanstrengungen, hiess es. Dies habe zu einer weiter «veränderten Nachfrage» nach CureVacs COVID-19-Impfstoffkandidaten der ersten Generation (CVnCoV) geführt. Dieser wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft.

Ob die EMA den Impfstoff zulassen wird, ist weiter offen. Ende Juni hatte Curevac bekannt gegeben, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten CVnCoV niedriger sei als die anderer Impfstoffe. Das Tübinger Biotechunternehmen war Anfang Juli davon ausgegangen, dass die EMA den Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen wird. Das Curevac-Präparat hatte einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg gezeigt.

Immunsupprimierte Personen erhalten dritte Covid-Impfung

In der Schweiz erhalten derzeit stark immunsupprimierte Personen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus. Ansonsten gibt es bislang weder betreffend Alter noch Vorerkrankungen eine Empfehlung der Impfkommission für eine dritte Impfung.

Bei den immunsupprimierten Patientinnen und Patienten sei unklar, ob sie gut auf die erste oder zweite Dosis reagiert haben, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif). Es handelt sich dabei um jene Patientinnen und Patienten, deren Immunsystem zum Schutz unterdrückt wird. Ihnen sei die Impfung daher empfohlen, sagte Berger. Das seien etwa Patientinnen und Patienten nach einer Nierentransplantation oder solche mit bestimmten Krankheiten.

Berger kam auch auf die Impfempfehlung für Schwangere zu sprechen. Schwangeren wird ab der 12 Schwangerschaftswoche eine Impfung empfohlen. Vorher sei das werdende Kind noch sehr unreif. Es gebe bis zu diesem Zeitpunkt noch viele Fehlbildungen und Aborte. Die gebe es mit oder ohne Covid- und mit oder ohne Impfung. Man wolle keine Koinzidenz schaffen.

So verteilen sich die Corona-Fälle in der Schweiz

Kontaktverfolgung kommt laut Kantonen an die Grenzen

Laut Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS), stösst die Kontaktverfolgung derzeit an ihre Grenzen. Mit dem Instrument könne die Virusausbreitung nur eingeschränkt verzögert werden.

«Die Lage ist noch nicht kontrolliert», sagte Hauri am Dienstag vor den Medien in Bern. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, auch wenn einzelne Länder das Ende verkündeten. Gründe für die anhaltend hohen Fallzahlen seien unter anderem die ansteckende Delta-Variante des Virus sowie die Lockerungen der vergangenen Monate. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Schwangere sollen sich auch impfen lassen

Die Experten des Bundes empfehlen ab sofort auch Schwangeren eine Impfung gegen das Coronavirus. Die Impfung kann ab der zwölften Schwangerschaftswoche erfolgen. Schwangere haben vielfach einen schwereren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung als andere Menschen. Die Impfempfehlung gilt auch für Stillende, wie Christoph Berger, der Präsident der Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) am Dienstag vor den Bundeshausmedien sagte. Zudem sollten sich auch Frauen, die eine Schwangerschaft planen, impfen lassen.

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Polizei verhaftet Mann nach Einweihung des Zürcher Impftrams

Nach der Einweihung des Zürcher Impftrams ist es am Dienstag, 14. September, zu einem Zwischenfall gekommen. Die Polizei führte einen 65-jährigen Schweizer ab, der Sicherheitsangestellte angegriffen haben soll. Ein Sprecher der Stadtpolizei Zürich bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Polizeieinsatz, über den der «Tages-Anzeiger» berichtete.

Die Polizei sei gerufen worden, weil ein Mann Sicherheitsangestellte beim Impftram angegangen haben soll. Der 65-jährige Schweizer sei für weitere Abklärungen auf einen Polizeiposten mitgenommen worden.

Der Mann soll laut «Tages-Anzeiger» über das Impftram geschimpft haben und dabei beinahe unter ein anderes Tram geraten sein. Ein Angestellter einer privaten Sicherheitsfirma habe ihn rechtzeitig zurückgezogen. Den Sicherheitsangestellten habe der 65-Jährige daraufhin tätlich angegriffen.

CureVac gibt Produktionspartnerschaften für Covid-19-Impfstoff auf

CureVac zieht Konsequenzen aus den enttäuschenden Studienergebnissen seines Covid-19-Impfstoffs. Das Tübinger Biotechunternehmen gibt erste Produktionspartnerschaften zur Herstellung des Vakzins auf, auch mit der Basler Celonic AG. Die Verträge mit Wacker Chemie und Celonic seien gekündigt worden, teilte CureVac am Dienstag mit. Die Verträge mit Rentschler Biopharma und Novartis blieben dagegen bestehen.

CureVac zieht Konsequenzen aus den enttäuschenden Studienergebnissen seines Covid-19-Impfstoffs. (Bild: Keystone)

CureVac führte die Umstellungen auf eine geringere Nachfrage nach seinem Impfstoff zurück, der in der entscheidenden klinischen Studie nur eine Wirksamkeit von insgesamt 48 Prozent zeigte. Ob der Impfstoff je zugelassen wird, ist völlig offen. Die Daten werden gegenwärtig von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA geprüft.

Zu den Produktionspartnern von CureVac gehören neben Rentschler und Novartis nach wie vor auch noch Bayer, GlaxoSmithKline und Fareva. Daran habe sich nichts geändert, sagte eine Sprecherin.

BAG-Experte ruft insbesondere Junge zum Impfen auf

Wenn die Schweiz über die Aufhebung aller Corona-Schutzmassnahmen diskutieren wolle – wie dies etwa in Dänemark der Fall sei – müsse die Durchimpfungsrate höher sein, sagte Experte Patrick Mathys am Dienstag. Insbesondere Jüngere müssten sich nun impfen lassen. Sie hätten lange verzichten und auf eine Impfung – auf ihren Schutz – warten müssten, sagte der Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG vor den Medien in Bern. Jetzt könnten und sollten sie sich impfen lassen. Unter den Jungen kursiere das Virus derzeit stark.

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Bund intensiviert Bemühungen um Kauf von Vektorimpfstoff

Der Bund intensiviert seine Verhandlungen über den Kauf des Vektorimpfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson (Janssen). Er soll bei Personen eingesetzt werden, die aus medizinischen Gründen nicht mit den bisher verabreichten mRNA-Impfstoffen geimpft werden können.

Mit Johnson & Johnson (Janssen) laufen aktuell intensiviert Verhandlungen über den möglichen Bezug einer kleinen Menge von Impfdosen, wie das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Zuvor hatte das Newsportal blick.ch berichtet, dass der Bund den Impfstoff kaufe.

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Der Bund intensiviert seine Verhandlungen über den Kauf des Vektorimpfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson (Janssen). (Bild: Keystone)
Corona-Lage laut Bund «angespannt bis besorgniserregend»

Laut dem BAG bleibt die epidemiologische Situation in der Schweiz «bis zu einem gewissen Grad besorgniserregend». Prognosen seien weiterhin schwierig. Weiterhin «sehr angespannt» sei die Lage auf den Intensivstationen. Das sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern. Das epidemische Geschehen bleibe nach wie vor mit vielen Unabwägbarkeiten verbunden.

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG. (Bild: Keystone)

Am meisten von neuen Corona-Ansteckungen betroffen sind laut dem Bund die 0- bis 39-Jährigen. Sie machen demnach rund drei Viertel der Ansteckungen aus. Insbesondere bei den 0- bis 9-Jährigen zirkuliere derzeit das Virus.

«Bei den Schwerkranken stellt sich keine Entspannung ein», sagte Mathys mit Blick auf die noch immer hohe Auslastung der Intensivbetten. Bei einer weiteren Verschlechterung der Lage werde das Gesundheitswesen rasch unter grossen Druck geraten.

BAG meldet 1’992 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag, 14. September, innerhalb von 24 Stunden 1’992 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG elf neue Todesfälle und 65 Spitaleinweisungen.

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Das BAG will Junge via soziale Medien zum Impfen motivieren

Jugendliche und junge Erwachsene sollen mit unterhaltsamen Videos auf sozialen Medien zur Covid-Impfung motiviert werden. Das BAG hat am Dienstag, 14. September, dazu eine Kampagne auf TikTok, Youtube und Co. gestartet. Mit drei kurzen Fail-Videos will das BAG jungen Menschen von 12 bis 29 Jahren aufzeigen, dass man sich zur Covid-Impfung trauen soll, wie es an einer Medieninformation des BAG am Dienstag hiess. Die selbstironischen Clips mit jungen Protagonistinnen und Protagonisten, bei denen einiges schief läuft, sollen jungen Menschen die «diffusen» Ängste vor der Impfung nehmen.

(Video: Youtube/BAG OFSP UFSP)

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Herzchirurgen warnen vor unzureichender Versorgung von Patienten

Die derzeit hohe Auslastung der Intensivstationen führt dazu, dass nicht alle notwendigen Herzoperationen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Situation treffe die herzchirurgische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Herzerkrankungen erneut bedrohlich. Das sagte der Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Herz- und thorakale Gefässchirurgie (SGHC), Peter Matt, in einer Mitteilung der SGHC vom Dienstag, 14. September. Der Verein zeigte sich «besorgt über die hohe Auslastung der Intensivstationen in den Schweizer Spitälern».

Die derzeit hohe Auslastung der Intensivstationen führt dazu, dass nicht alle notwendigen Herzoperationen rechtzeitig durchgeführt werden können.  (Symbolbild: Keystone)

Die Wartelisten würden immer länger, und das Risiko für unbehandelte Patientinnen und Patienten steige – viele Menschen seien akut gefährdet. So warnt die SGHC vor lebensbedrohlichen Komplikationen wie Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und Herztod.

«Es ist wichtiger denn je, den Anstieg der Infektionszahlen zu stoppen», sagte Matt. Hygiene- und Schutzmassnahmen sollten weiterhin befolgt werden, und alle, die könnten, sollten sich so bald wie möglich impfen lassen. Auch fordert die SGHC, dringend mehr Ressourcen und Kapazitäten auf Intensivstationen sowie für medizinisches und pflegerisches Fachpersonal zu schaffen. Der SGHC zufolge werden in der Schweiz jährlich über 7’000 grosse Herzoperationen durchgeführt.

Neuer Corona-Ausbruch in China: Metropole Xiamen geht in Lockdown

Ein neuer Ausbruch der Delta-Variante des Coronavirus hat für Menschen im Südosten Chinas weitreichende Einschränkungen zur Folge. Die Behörden der Küstenmetropole Xiamen in der Provinz Fujian forderten Bewohner am Dienstag dazu auf, die Stadt nicht mehr zu verlassen. Grossveranstaltungen wurden abgesagt, Restaurants und Einkaufszentren angewiesen, die Zahl der Besucher zu reduzieren. Schulen schwenkten auf Online-Unterricht um.

Die Massnahmen erfolgten, nachdem in der Stadt am Montag 32 neue Corona-Fälle entdeckt worden waren, womit die Zahl der Infektionen in der Provinz Fujian seit der vergangenen Woche auf über 100 angestiegen ist.

Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in der Stadt Putian, die nördlich von Xiamen liegt. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus. Auch Putian befindet sich seit dem Wochenende im Lockdown.

Die chinesische Regierung verfolgt eine «Null-Covid-Strategie». Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Zuletzt hatte es eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben, die aber bislang mit strikten Massnahmen stets wieder unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Australiens Hauptstadt bleibt einen weiteren Monat im Lockdown

Die Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra bleibt einen weiteren Monat im Lockdown. Diese Entscheidung traf die Regionalregierung am Dienstag, 14. September, nachdem die Behörden in dem Territorium 22 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet hatten.

Canberra ist vom Bundesstaat New South Wales umschlossen, der von der derzeitigen Welle besonders schwer betroffen und seit einem guten Monat im Lockdown ist. Mitte August wurde im ACT erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt.

Die Region Australian Capital Territory mit der australischen Hauptstadt Canberra bleibt einen weiteren Monat im Lockdown. (Bild: Keystone)

Die Regionalregierung teilte weiter mit, dass bislang etwa 50 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft seien. Im Australian Capital Territory leben rund 430’000 Menschen. Die Beschränkungen sollen erst dann gelockert werden, wenn mindestens 70 Prozent der Bürger zwei Impfdosen erhalten haben, hiess es.

Auch die Bundesstaaten New South Wales mit der Metropole Sydney und Victoria mit der Millionenstadt Melbourne sind weiter im Lockdown. Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Corona-Krise eine Null-Covid-Strategie verfolgt und war wegen extrem strikter Regeln lange erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante häufen sich aber die Lockdowns.

Ausreisepflichtige sollen zu Test gezwungen werden können

Ausreisepflichtige sollen zu einem Covid-Test gezwungen werden können, wenn der Test für die Wegweisung, die Ausweisung, den Landesverweis oder die Rückführung ins Herkunftsland notwendig ist. Der Nationalrat diskutiert am Dienstag als Erstrat diesen Vorschlag des Bundesrats. SP und Grüne wehren sich gegen die Zwangsmassnahme und wollen nicht auf das Geschäft eintreten. Ausserdem verlangen sie mit einem Minderheitsantrag, die Gesetzesänderung dem fakultativen Referendum zu unterstellen.

Sinkende Zahlen in Frankreich

Die Zahl der Intensiv-Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind, sinkt in Frankreich wieder. (Bild: Keystone)

In Frankreich sank am Montag die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern erstmals seit Mitte August wieder unter die Marke von 10’000. Dies berichtet NTV. Weiter notierte Gesundheitsministerium erstmals seit dem 20. Juli wieder weniger als 10’000 Neuinfektionen im Durchschnitt über die letzten sieben Tage. In Frankreich sind bisher insgesamt 6,9 Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden.

Jeff Bridges: Krebs bildet sich zurück, Covid war schlimmer
US-Schauspieler Jeff Bridges bezeichnet den Kampf gegen das Coronavirus als schlimmer, als den Kampf gegen Krebs. (Bild: Keystone)

Der US-Schauspieler Jeff Bridges (71) kämpft nach eigenen Angaben mit Erfolg gegen eine Krebserkrankung – und hat auch eine Coronavirus-Infektion überstanden. Nach monatelanger Behandlung habe sich sein Krebs zurückgebildet, schrieb Bridges am Montag auf seiner Webseite. Allerdings sei der Kampf gegen den Krebs eine «leichte Übung» verglichen mit dem Kampf gegen eine Coronavirus-Infektion, die er sich im Januar zugezogen habe. Alle Hintergründe gibt es hier.

Passagierzahlen am Flughafen Zürich weiter unter Vor-Corona-Niveau

Der Flughafen Zürich leidet weiter stark unter der Coronakrise, auch wenn sich die Passagierzahlen zuletzt deutlich verbessert haben. Im August 2021 sind mehr als doppelt so viele Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist wie noch im vergangenen August. Im Vergleich zu vor der Krise waren es aber erst gut halb so viele.

Der Flughafen Zürich leidet weiter unter der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Konkret lagen die Passagierzahlen im Berichtsmonat bei 1,59 Millionen. Das sind 119,7 Prozent mehr als im August 2020. Im Vergleich zum August 2019, also der Zeit vor dem Coronavirus, liegt die aktuelle Passagierzahl aber lediglich bei 51,2 Prozent.

Erneute Demonstration gegen Zertifikatspflicht

In Delsberg JU demonstrierten am Montag etwa 1000 Personen gegen die Zertifikatspflicht. «Nein zu einer Apartheid-Gesellschaft», hiess es unter anderem auf Plakaten.

Noch keine Masernfälle im Jahr 2021

Im laufenden Jahr sind in der Schweiz bisher keine Masernfälle gemeldet worden. Im ersten Corona-Jahr waren es laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch 51 gewesen, 2019 wurden 226 Fälle gemeldet. Dazu beigetragen haben die Hygienemassnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Es sei davon auszugehen, dass Maskentragen und Abstandhalten zu einem positiven Nebeneffekt bei der Reduktion von anderen Infektionskrankheiten wie Masern geführt hätten, hiess es am Montag beim BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Gemäss dem wöchentlichen BAG-Bulletin wurde bis Ende Woche 35 kein Masernfall gemeldet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bei Immunschwäche: Dritte Corona-Impfung in Italien ab 20. September

Italien beginnt am 20. September damit, bestimmten Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus zu verabreichen. Diese zusätzlichen Dosen oder «Booster» sollen zunächst an immungeschwächte Menschen gehen, beschlossen Gesundheitsminister Roberto Speranza und der ausserordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Montag. Die Experten der italienischen Arzneimittelbehörde und die spezielle Corona-Kommission der Regierung hatten sich für eine dritte Impfung ausgesprochen.

Mit den Regionen soll nun geklärt werden, wie die Verteilung der dritten Impfdosen organisiert wird. Verimpft werden die mRNA-Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna. Insgesamt hatten bis Montag in Italien rund 74 Prozent der Menschen ab 12 Jahren den regulären Impfzyklus abgeschlossen.

NEK: Jugendliche sollen selbst über Covid-19-Impfung entscheiden

Die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) rät davon ab, Jugendliche mit dem Versprechen von mehr Freiheit oder der Androhung erneuter Restriktionen zu einer Impfung motivieren zu wollen.

Urteilsfähige Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren sollten selber entscheiden können, ob sie geimpft werden wollen oder nicht, schreibt die NEK in ihrer neusten Stellungnahme. Die Jugendlichen müssten dazu ihrem Alter entsprechend angemessene, klare und ausreichende Informationen erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die NEK rät, dass Jugendliche selbst über die Covid-19-Impfung entscheiden dürfen sollen. (Bild: Keystone)
Ständeratspräsident Kuprecht ruft zu Demo- und Gewalt-Verzicht auf

Der Ständeratspräsident hat zum Beginn der Herbstsession die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf Gewalt und Demonstrationen in Zusammenhang mit der Corona-Krise zu verzichten. Solche Interventionen lösten keine Probleme, sondern verursachten langfristige Schäden.

Ständeratspräsident Alex Kuprecht (rechts) ruft zu Demo- und Gewalt-Verzicht auf. (Bild: Keystone)

Wer glaube, dass die Pandemie mit Demonstrationen oder unter Anwendung von Gewalt bezwungen werden könne, werde merken, dass das Virus darauf nicht reagieren werde, sagte Alex Kuprecht (SVP/SZ) am Montag im Ständerat. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Umstellung auf Zertifikatspflicht klappt meist trotz Mehraufwand

Die ausgedehnte Zertifikatspflicht hat am ersten Tag vom Restaurant bis zum Zoobesuch zu Neuerungen im Alltag gesorgt. Meistens liefen die Kontrollen technisch reibungslos ab. Einige Einrichtungen bemängelten den Mehraufwand.

Wer seit Montag die Innenbereiche von Restaurants, Bibliotheken, Freizeit- und Sportbetrieben besuchen will, braucht ein gültiges Covid-Zertifikat, das ausweist, dass man geimpft, getestet oder genesen ist. Entsprechend fleissig wurde an den Zugängen kontrolliert – teilweise noch mit technischen Problemen, andernorts reibungslos. Alle Hintergründe gibt es hier.

Teenager ab zwölf sollen in Grossbritannien Corona-Impfung erhalten

In Grossbritannien sollen Zwölf- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die obersten medizinischen Regierungsberater der vier Landesteile sprachen sich am Montag dafür aus, den Teenagern das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer zu spritzen.

Damit könnten sich insgesamt etwa drei Millionen Jugendliche impfen lassen. Premierminister Boris Johnson hatte deutlich gemacht, dass er der Empfehlung der Mediziner folgen werde. Vermutlich werden die Impfdosen in der Schule oder mit Vermittlung der Schulen verabreicht.

Zunächst wird den Teenagern nur je eine Dosis gespritzt. Ob sie auch – wie Erwachsene – eine zweite Dosis erhalten, soll nun geprüft werden. Dafür seien mehr internationale Daten nötig. Eine Entscheidung wird nicht vor Frühling erwartet. In Deutschland können sich Zwölf- bis 15-Jährige bereits seit Juni impfen lassen und erhalten zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen.

Bundesrat setzt Priorität beim Kampf gegen die Covid-19-Pandemie
Der Bundesrat setzt 2022 die Priorität beim Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. (Bild: Keystone)

2022 ist die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie für den Bundesrat ein vordringliches Ziel. Das sagte Bundespräsident Guy Parmelin am Montag im Nationalrat zu den Jahreszielen des Bundesrats. Drei Ziele seien im Fokus: Die Erhaltung des Wohlstands, der nationale Zusammenhalt und die Sicherheit.

Unter diesen drei Gesichtspunkten stehe die ganze Jahresplanung des Bundesrats, erklärte Parmelin zum Beginn der Herbstsession. Insgesamt wird sich die Landesregierung im kommenden Jahr 120 Projekte vornehmen. Finanziell sei das Ziel, keine neuen Schulden zu machen, erklärte Parmelin. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Spahn: Impfaktionswoche in Deutschland soll mehr Menschen überzeugen

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland können sich seit Montag an hunderten alltäglich besuchten Orten gegen Corona impfen lassen. Ein Termin ist meist unnötig. In einer Impfaktionswoche gehen Bund, Länder und Kommunen gezielt auf die Menschen zu, die bisher keine Corona-Impfung haben.

Der Deutsche Gesundheitsminister will mit einer Impfaktionswoche mehr Menschen zu überzeugen. (Bild: Keystone)

Die Liste der Woche umfasse an die 700 Aktionen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. «Die Zahl wächst ständig weiter.»

Zum Start der Impfaktionswoche sagte der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf WDR 5, mehr Menschen zu überzeugen sei nötig, um sicherer durch Herbst und Winter zu kommen. Es gelte, sich auf eine weiter steigende Corona-Welle mit der Deltavariante vorzubereiten. Die Woche hat das Motto #HierWirdGeimpft. Im Internet aufgeführte Aktionen reichen von Impfen ohne Termin am alten Flughafen Schönefeld in Berlin zum Start am Montag bis zur Impfung beim Heimspiel des Eishockeyclubs Kölner Haie am Sonntag. Die Impfung ist kostenlos.

Keine Rechtsgrundlage für Zertifikatspflicht im Bundeshaus

Auch nach einer weiteren Sitzung des Ratsbüros bleibt es dabei: Für die Ständerätinnen und Nationalräte wird für den Eintritt in das Bundeshaus kein Covid-Zertifikat verlangt. Es fehlt die rechtliche Grundlage, sagte am Montag Nationalratspräsident Aebi.

Im Bundeshaus gilt vorerst keine Zertifikationspflicht, weil die rechtliche Grundlage fehlt. (Bild: Keystone)

Die zuständigen Kommissionen sollen nun jedoch eine Vorlage ausarbeiten, die die Einführung einer Zertifikatspflicht im Bundeshaus möglich machen würde, sagte Andreas Aebi (SVP/BE) weiter. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Für das Covid-Zertifikat fehle die rechtliche Grundlage, so Nationalratspräsident Andreas Aebi. (Video: Keystone-SDA)

So steht es um die Impfungen in der Schweiz

52,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Vom 6. September bis 12. September sind in der Schweiz 189’246 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 52,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 9’953’946 Impfungen verabreicht. 4’565’458 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 823’030 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 27’035 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 20 Prozent.

Aargauer Behörden setzen auf Kontrollen «mit Augenmass»

Im Kanton Aargau wollen die Behörden die seit Montag geltende Zertifikatspflicht für Besuchende von Restaurants, Bars, Kinos und Fitnesszentren und mehr «mit Augenmass» kontrollieren. Die Bevölkerung hat gemäss Erfahrungen der Kantonspolizei bisher gut mitgemacht. Lesen Sie hier mehr.

Die Aargauer Bevölkerung zieht gemäss Erfahrungen der Polizei bei den Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bislang gut mit. (Symbolbild: Keystone)
BAG meldet über 6060 Neuinfektionen übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 6060 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zehn neue Todesfälle und 77 Spitaleinweisungen.

(Symbolbild: Keystone)
Zertifikatspflicht in Zürcher Gastro: Stresstest kommt am Abend

Seit Montag gilt die Coronazertifikatspflicht für Innenräume, etwa in der Gastronomie. Die Betreiber waren vorbereitet und auch das Wetter half etwas mit. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Berns Regierungsrat Schnegg weist Vorwurf zu falschen Zahlen zurück

Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg weist Vorwürfe zu falschen Zahlen bei den Massentests von Berner Schulen zurück. «Es gibt keinerlei Hinweise, dass die veröffentlichten Zahlen nicht korrekt wären», teilte seine Direktion am Montag mit. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Keine Maskenpflicht im Freien mehr im Urlaubsland Portugal

Gute Nachricht für Portugal-Fans: Nach genau 318 Tagen müssen die Menschen im beliebten Urlaubsland auf der Strasse, in Parks oder auf der Strandpromenade keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen.

(Bild: Keystone)

Am Montag ging die seit Ende Oktober 2020 herrschende Maskenpflicht im Freien im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage zu Ende. Auf den Strassen der Hauptstadt Lissabon und anderer Städte trugen viele Menschen aber weiterhin Schutzmaske. Sie folgten der Empfehlung von Gesundheitsministerin Graça Freitas, bei grösseren Ansammlungen auch im Freien Vorsicht walten zu lassen.

Neuseeland: Lockdown in Auckland um eine Woche verlängert

Die neuseeländische Metropole Auckland bleibt eine weitere Woche im strikten Corona-Lockdown. Diese Entscheidung gab die Regierung von Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag bekannt, nachdem in der Millionenstadt 33 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet wurden – die höchste Zahl seit Tagen.

Die Menschen dürfen bis mindestens 21. September nur in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Einkaufen oder um in der näheren Umgebung Sport zu treiben.

(Bild: Keystone)

Die Regierung des Inselstaats im Südpazifik hatte am 18. August nach der Entdeckung eines einzigen Corona-Falls einen landesweiten Lockdown verhängt. Im Rest des Landes waren die Beschränkungen bereits in der vergangenen Woche gelockert worden. Hier wurden keine neuen Fälle gemeldet. Einige Regeln gelten aber weiter: So müssen die Bürger in Innenräumen Masken tragen. Zudem dürfen sich in geschlossenen Räumen nur noch maximal 50 Personen versammeln, im Freien bis zu 100 Personen.

Drittimpfungen gegen Corona starten in Frankreich

Frankreich hat mit den Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Seit Montag können sich besonders gefährdete Menschen mit einer dritten Impfung gegen das Virus schützen lassen.

Wie Premierminister Jean Castex in Clamart bei Paris sagte, gelte das Angebot derzeit für Menschen in Altersheimen, mit Vorerkrankungen und über 65 Jahren. Betroffene seien demnach mehrere Millionen Menschen. Die 600’000 Bewohnerinnen und Bewohner der Altenheime sollten innerhalb der kommenden fünf Wochen ihre dritte Impfdosis erhalten.

(Bild: Keystone)

Inzwischen sind in Frankreich knapp 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der landesweite Inzidenzwert sinkt seit Wochen. Zuletzt steckten sich innerhalb einer Woche etwa 109 Menschen auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner an. Auch die Zahl der Krankenhauseinlieferungen ging zuletzt zurück.

«Schönes» Coronavirus wird als weniger ansteckend empfunden

Je ansprechender eine bildliche Darstellung des Coronavirus ausfällt, desto weniger furchteinflössend und ansteckend wird der Erreger empfunden. Lesen Sie hier mehr.

(Screenshot: Twitter)
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