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Der Telebasel News Beitrag vom 12. September 2021.
Basel

Gedicht-Laternen zum Tag der Poesie

Zum Tag der Poesie kreierte der Basler Laternenkünstler Mattia Serena Gedicht-Laternen, die auf dem Martinskirchplatz ausgestellt werden.

Ins Leben gerufen wurde der Tag der Poesie, wie viele andere Literaturprojekte auch, vom Basler Kulturpreisträger und Literaturaktivisten Matthyas Jenny, der die Veranstaltung von 1979–1988 organisierte und umsetzte.

Die damalige Studentin Alisha Stöcklin rief den «Tag der Poesie» 24 Jahre später wieder ins Leben und führt in seit 2012 jährlich durch. «Das ist eine lustige Geschichte. Matthyas Jenny hat im 2011 den Basler Kulturpreis erhalten und mich gefragt, ob ich mit ihm Gedicht-Plakate im Rathaus aufhängen wolle. Er hat mir dann während dem Aufbau erzählt, wie diese Poesietage waren und was es für eine Dynamik entfachte. Das hat damals hohe Funken geschlagen und dieser Funke ist dann auf mich rüber gesprungen. Ich habe dann nach der Preisverleihung zu Matthyas gesagt, nächstes Jahr gibt es wieder einen «Tag der Poesie» und das habe ich dann auch gemacht.» So die Präsidentin des «Tag der Poesie» Alisha Stöcklin.

Gesagt getan. Letztes Jahr mussten die Baslerinnen und Basler Corona bedingt auf den «Tag der Poesie» verzichten. In diesem Jahr wird er dafür umso grösser gefeiert. «Wir haben  eine Ausschreibung gemacht und die einzige Aufgabe für die Texteinsendungen war, dass sich die Texte in irgendeiner Art und Weise mit dem Tinguely Manifest «Für Statik» verhalten. Wir haben dann rund 50 Texte erhalten und davon haben wir jetzt 10 Texte ausgesucht.»

Hommage an Laternenkünstler

Die Texte wurden jetzt auf Laternen gemalt. Das es sich in diesem Jahr um Laternen handelt, war der Präsidentin der Poesie-Tage besonders wichtig. «Seit Zwei Jahren gab es leider keine Laternen mehr hier in Basel. Und wir dachten uns dann, als kleine Hommage aber auch um einen Laternenkünstler zu unterstützen, der keine Aufträge hatten in den letzten zwei Jahren, lassen wir die Texte auf Laternen aufmalen. Ausserdem ist es eine kleine Vorfreude auf die Fasnacht die nächstes Jahr hoffentlich endlich wieder stattfindet.» So Alisha Stöcklin im Interview.

Für die Laternen zuständig war der Laternenkünstler Mattia Serena. Laternen malen und das nicht für die Fasnacht, ist auch für ihn aussergewöhnlich. Besonders schwierig sei es gewesen, die Gedichte auf Laternen zu malen. «Man muss sich das so vorstellen. Man ist zwar am schreiben aber man ist gleichzeitig auch am zeichnen. Der Strich muss gut aussehen aber es muss auch grammatikalisch stimmen und es darf keine Schreibfehler haben. Also eben man schreibt und malt gleichzeitig.» Denn was auf einer Laterne drauf ist das bleibt. «Wir hatten nur so viele Seiten wie wir hier haben. Wenn mir ein Fehler passiert ist musste ich ihn überdecken oder übermalen. Also die Laternen hier sind wirklich so wie sie sind. Also ganz Authentisch.» So der Laternenkünstler Mattia Serena lachend.

Die Laternen leuchten am Sonntag noch bis 23.00 Uhr auf dem Martinskirchplatz. Danach können die Laternen gekauft werden. Auch neben dem «Tag der Poesie» findet man in Basel viel Poesie. So können sich interessierte zu jeder Tages und Nachtzeit mit dem Poesietelefon ein Stück Poesie in die Stube holen.

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