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Der Telebasel Newsbeitrag vom 9. September 2021.
Basel

Hundekot und alte Fernseher: Unterwegs beim «Grüsel-Hotspot» Sperrstrasse

An der Sperrstrasse hat die Stadtreinigung besonders viel zu tun. Die versteckten Rabatten werden dort andauernd als Wilddeponien und Hundetoiletten genutzt.

Ein Koffer voller Müll, alte Lampen und sogar ein riesiges Metallgitter. Roland Oberli stösst am Donnerstagmorgen auf so manches Fundstück. Aus 25-jähriger Arbeitserfahrung weiss er, dass die Sperrstrasse ein hartes Pflaster ist. «Sie ist einfach immer schmutzig», sagt der stellvertretende Teamleiter bei der Stadtreinigung. «Der Dreck nimmt zu von den Leuten, man hat kein Sauberkeitsgefühl mehr», sagt Roland Oberli.

Hundekot-Plage hinter den parkierten Autos

Mit dem Besen in der Hand fegt er erst mal die Trottoirs. Sowohl dort wie auch in den Rabatten liegt jede Menge Hundekot. Dieser konzentriert sich vor allem auf den Abschnitt hinter den Parkplätzen. Versteckt hinter den Autos kümmern sich einige Hundehalter nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner. In nahezu jeder Rabatte und auch auf dem Asphalt liegen die Häufchen. Entsprechend streng ist der Geruch jeweils auf der einen Seite der Sperrstrasse. Mit Handschuhen entfernt Roland Oberli ein paar Hundesäckchen. Der Kot, der offen in den Rabatten rumliegt, wischt er raus. Anschliessend übernimmt das Putzfahrzeug den Rest.

Unbekannte klauen anderen die Sperrgut-Vignetten

Nebst auffallend viel Hundekot fällt in dieser Strasse noch anderes auf. Passend zum Strassennamen liegt auch viel Sperriges in dieser Strasse. Roland Oberli zeigt auf ein Fernsehgerät im Gebüsch. «Die Leute wollen die Sachen nicht in die Läden zurückbringen, die werfen das einfach in die Rabatten». Auf dem Gerät sieht man noch zwei halb abgerissene grüne Vignetten. «Die Leute klauen einander die Vignetten», erklärt der Teamleiter. So oder so wäre aber der Fernseher illegal deponiert gewesen. «Das sind Vignetten aus dem Jahr 2016, die sind längst abgelaufen», erklärt Roland Oberli. Er zückt einen Kleber, der darauf hinweist, dass die Entsorgung nicht korrekt ist.

Aufwendige Entsorgung bei Wilddeponien

Mit einer App meldet er den Fernseher beim Amt für Umwelt und Energie. Ein anderes Team holt dann all diese Sonderabfälle ab. «Das ist ein enormer Aufwand und das geht alles auf Kosten der Steuerzahler. Würden die Leute das alles normal entsorgen, bliebe uns das erspart», sagt Roland Oberli. Komplizierter wird es mit dem grossen Gitter, das in einer Ecke steht. Da die Kanten scharf sind, ist es nicht ganz ungefährlich und zu gross für den Transport im Auto. Auch dieser sperrige Gegenstand ist ein Kandidat für das Entsorgungsteam.

«Die Sperrstrasse ist ein Problemfall, allerdings nicht erst seit Kurzem», bestätigt Stadtreinigungs-Leiter Dominik Egli gegenüber Telebasel. Nebst wilden Deponien seien dort auch unzeitig bereitgestellte Abfallsäcke ein Problem. Was den Hundekot anbelangt, gibt es keine genauen Angaben, wo in Basel das am meisten zum Problem wird. «Grundsätzlich kann man sagen, dass je höher die Bevölkerungsdichte ist, desto mehr haben wir auch Hundekot zu entsorgen», schreibt Dominik Egli.

1 Kommentar

  1. Viele Hundebesitzer kümmern sich nicht um den Kot. Wir wohnen in Allschwil in einer schönen Überbauung. Unsere Hecke, wird sehr oft als Hundeklo verwendet und da es unsere Hecke ist, kümmert man sich auch nicht, um den Kot. Eine riesige Schweinerei. Dazu kommt, dass die Hunde immer ab der Leine gelassen werden und somit auch in unseren Rasen machen. Wir ärgern uns täglich. Sagt man etwas, so ist die Gewaltbereitschaft so gross, dass man Angst hat und lieber schweigt. Die Entwicklung der Respektlosigkeit nimmt täglich zu. Erschreckend, wie Rücksichtslos das Verhalten vieler wird. Anstand, ist nur noch ein Fremdwort. Für den anderen da sein, wie so auch. Aber so lange unsere Regierung diese Entwicklung begrüsst und festigt, wird es nur noch schlimmer.Report

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