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Der Telebasel Newsbeitrag vom 8. September 2021.
Basel

Keine Zunahme der Intensivfälle bei Kindern wegen Delta-Variante

Die Delta-Fallzahlen unter den Kindern nehmen seit den Sommerferien zu. Das UKBB muss aber nicht mehr Kinder intensiv pflegen als in vorherigen Wellen.

In den USA melden viele Kinderspitäler, dass sie am Anschlag sind. Noch nie waren so viele Kinder mit Corona in Behandlung. Auf der anderen Seite gibt es Studien, die belegen, dass die Delta-Variante bei den Kleinen zu keinem schwereren Krankheitsverlauf führt.

Im Universitären Kinderspital beider Basel (UKBB) sorge die Mutation aktuell nicht für Probleme, sagt die leitende Ärztin für Pädiatrie und Infektiologie Julia Bielicki: «Wir hatten im Verlaufe des Septembers ungefähr ein Dutzend Kinder, die bei uns positiv getestet wurden. Wobei nur eines dieser Kinder kurzfristig im Spital auf einer Normalstation bleiben musste. Es war jedoch nicht sonderlich krank und konnte glücklicherweise auch schon wieder nach Hause.»

Daten zeigen sogar milderen Verlauf

Laut der Expertin gäbe es auch keine klaren Anzeichen dafür, dass die Delta-Variante den Krankheitsverlauf bei Kindern verschlimmere. Dies würden neue Daten aus Australien zeigen. «Es ist so, dass die meisten dieser Kinder milde Symptome haben. Teilweise sogar eher mildere als in den vorherigen Wellen. Und dass sich die Hospitalisationsrate und die Intensivpflege nicht verändert haben.»

Was in den USA zum Anstieg geführt haben könnte, ist das ungleiche Gesundheitssystem. Viele Leute sind nicht gut versichert und warten deshalb bis zum letzten Moment, bis sie einen Arzt konsultieren.

Impfen zum Schutz der Kinder

Für den effektiven Schutz der Kinder gibt es laut Bielicki vor allem eine Lösung: «Jene die geimpft sein können, nämlich die Erwachsenen, sollten sich entsprechend schützen. Wenn das Virus unter uns weniger zirkuliert, dann betrifft es auch weniger Kinder und zirkuliert weniger in den Schulen.»

Trotzdem ist die Intensivstation des UKBB aktuell stark ausgelastet. Der Grund: Es gibt mehr Fälle von RS-Viren, die die Lunge angreifen. Diese Zahlen steigen normalerweise immer während der kalten Jahreszeit. Die Corona-Massnahmen im Winter haben diesen Effekt aber ausgebremst. Er tritt durch die Lockerungen erst jetzt auf.

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