Bundesrat Alain Berset blickt besorgt auf die aktuelle Situation in der Schweiz. (Bild: Keystone)
Schweiz

Berset: «Vielleicht der schwierigste Moment»

Laut Gesundheitsminister Alain Berset sieht sich die Schweiz derzeit mit dem «vielleicht schwierigsten Moment» in der Pandemie konfrontiert.

Fast alle Restriktionen seien aufgehoben, aber die Situation bleibe sehr instabil.

Im Moment würden pro Tag über 3000 Infektionen registriert, sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Viele Erkrankte lägen im Spital oder gar auf einer Intensivstation. «Die Leute auf der Intensivstation kämpfen um ihr Überleben, dort geht man nicht einfach zum Ausruhen hin», sagte Berset. neunzig Prozent dieser Patientinnen und Patienten seien nicht geimpft, die meisten seien zwischen dreissig und sechzig Jahre alt. «Das ist der grosse Unterschied zum Anfang der Pandemie, und das ist nicht positiv.»

Operationen, die jetzt wegen Covid-Patienten vorschoben werden müssten, sollten eigentlich nicht verschoben werden, sage Berset und nannte als Beispiele Eingriffe wegen Krebs und Schlaganfällen sowie das Einsetzen von Prothesen.

Im Hinblick auf Herbst und Winter würde laut Berset niemand verstehen, wenn man die Überlastung des Gesundheitssystems in Kauf nehmen würde. Nun müssten «alle zusammen Anstrengungen unternehmen», um die Situation zu bewältigen – «es gibt immer noch zu viele Menschen, die nicht immun sind.»

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