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Der Telebasel Talk vom 7. September 2021.
Basel

Streit im Talk um Hörnli-Parkplätze: «Schikane» oder «würdiger Vorplatz»?

Ende September stimmt Basel-Stadt ab. Im Talk debattieren UVEK-Präsident Raphael Fuhrer (Pro) und der Riehener Gemeindepräsident Hansjörg Wilde (Contra).

Am 26. September stimmt Basel-Stadt über «die Sanierung und Umgestaltung der Hörnliallee, am Otto Wenk-Platz und im Kohlistieg zugunsten von mehr Sicherheit, hindernisfreier Bushaltestellen sowie für die ökologische Aufwertung des Strassenraums» ab. Zur Abstimmung gelangt das Geschäft aber nur, weil die Sanierung den Abbau von 48 Parkplätzen auf dem Vorplatz des grössten Schweizer Friedhofs vorsieht. Gegen den Grossratsbeschluss lief die bürgerliche Seite Sturm und schaffte in kurzer Zeit mit über 4’800 Unterschriften das Referendum. Man quäle aus rein ideologischen Gründen betagte Angehörige mit langen Gehwegen (eine «Schikane für die Trauergäste») und das Quartier mit Suchverkehr. Zum Nein-Komitee gehört auch der Riehener Gemeindepräsident Hansjörg Wilde.

Weniger Parkplätze, mehr Bäume

Die linksgrüne Mehrheit in der Umwelt- und Verkehrskommission UVEK unter dem Präsidium von Grossrat Raphael Fuhrer (Grün-Alternatives Bündnis) setzte im Grossen Rat durch, dass im Rahmen der Sanierung 48 Parkplätze direkt vor dem Hörnli weggeräumt werden, zugunsten einer verlängerten Baumallee. Die 16 neuen Bäume wirkten gegen die Erhitzung des Platzes. Das Pro-Komitee argumentierte mit der «Würde» des Vorplatzes, mit der schöneren und bequemeren Infrastruktur. Zudem stünden noch immer 293 Parkplätze am Ort zur Verfügung. Zudem werde die Bushaltestelle verbessert, insbesondere für Rollstuhlfahrende.

Hat die UVEK Riehen angehört?

Der Streit ist auch deshalb pikant, weil die EVP-Gemeinderätin Christine Kaufmann der UVEK vorwarf, den Riehener Gemeinderat nicht angehört zu haben. Dies wäre gemäss Kantonsverfassung deren Pflicht gewesen. Riehen werde von Basel «majorisiert und bevormundet». Dieser Kritik widersprach UVEK-Präsident Raphael Fuhrer. Der «BZ» sagte er: «Die Gemeinde Riehen wurde in der Erarbeitung des Ratschlages nicht nur angehört, sondern konnte auch Input leisten. Dieser Umstand kommt sowohl im Bericht des Regierungsrates wie auch der UVEK zum Ausdruck.»

Im Telebasel Talk am Dienstag, 7. September, ab 19:15 Uhr: Raphael Fuhrer (Grossrat Grün-Alternatives Bündnis) und der Riehener Gemeindepräsident Hansjörg Wilde.

2 Kommentare

  1. 10Gehmeter vom wichtigen Parkplatz gehts in den artenreichsten bäumigen grössten Pflanzblätz der Schweiz. Mein Sohn hat da auch sein Wiesengrab. Was sollen also noch mehr Bäume und Grünes, wo wir Alten halten??Report

  2. Der/diejenige der oder die so eine Hirnlosen Idee gehabt hat, die sollen sich mal in einen Rollstuhl setzen, es kann nicht sein, dass ältere Leute mit den ÖV kommen müssen, weil sie keinen Parplatz haben und jede/r die hier sagen, die Parkplätze müssen weg, lade ich ein, mit mir mit dem Rollstuhl vom nächst entfernten Parkplatz, zum Friedhof zu fahren.Report

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