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Schweiz

Über 200’000 Menschen fordern weiterhin kostenlose Tests

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Unbewilligte Corona-Demo in Luzern: Polizei erstattet Anzeige

Die Luzerner Polizei erstattet Anzeige gegen die Organisatoren der unbewilligten Corona-Kundgebung vom Samstag in der Stadt Luzern. Etwa 1500 Gegnerinnen und Gegner der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie waren auf die Strasse gegangen.

Insgesamt wies die Polizei rund 60 Personen weg. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt Luzern werde die Luzerner Polizei den Einsatz nachbesprechen und aufarbeiten, teilte diese am Montag mit.

(Bild: Keystone)

Der Demonstrationszug begann am Samstagnachmittag nach 13 Uhr und führte vom Mühlenplatz durch die Altstadt, über die Seebrücke, den Pilatus- und Kasernenplatz bis zum Inseli. Dort löste sich die Demonstration ab etwa 16 Uhr auf.

Auf dem Kasernenplatz mussten die Einsatzkräfte eine Konfrontation zwischen den Massnahmengegnern und Gegendemonstranten unterbinden. Dabei setzten sie auch Pfefferspray ein. Verletzt wurde niemand.

Über 200'000 Menschen fordern weiterhin kostenlose Corona-Tests

Eine Online-Petition für weiterhin kostenlose Corona-Tests in der Schweiz hat innert vier Tagen grosse Unterstützung erhalten. Am Montag knackte das Begehren die Grenze von 200’000 Unterstützerinnen und Unterstützern.

Das Ansinnen wurde von einer Privatperson auf der Petitionsplattform Campax lanciert. Es verlangt vom Bundesrat, dass Corona-Tests für asymptomatische Personen auch nach dem 1. Oktober kostenlos bleiben.

(Bild: Keystone)

Mit der Ausweitung der Zertifikatspflicht auf viele öffentliche Bereiche und gleichzeitig kostenpflichtigen Tests komme es zu einer Ungleichbehandlung für rund 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung, die ungeimpft sind, erklärte die Initiantin. Viele Bürger könnten die Testkosten nicht bezahlen und würden von Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen.

Der Bundesrat hatte Ende August entschieden, dass ab dem 1. Oktober die Testkosten für das Covid-Zertifikat nicht mehr vom Bund übernommen werden.

Sommerreiseverkehr belebt Frankfurter Flughafen

Am Frankfurter Flughafen ist wieder was los. Im August hatte sich die Anzahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr bereits verdoppelt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Kanzlerkandidaten werben für mehr Corona-Impfungen

Die Kanzlerkandidaten von SPD, Union und Grünen haben für mehr Corona-Impfungen geworben. Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisierte am Sonntagabend in der zweiten grossen TV-Wahlkampfdebatte bei ARD und ZDF, dass es erst nach eineinhalb Jahren Pandemie von diesem Montag an eine bundesweite Aktionswoche dazu gibt. Wenn man etwa bei Pflege und Kliniken in eine Situation komme, dass nicht genug Menschen geimpft seien, müsse auch die Frage einer Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen angegangen werden. Sie sprach sich dafür aus, dass es wie bei Schulkindern auch bei Arbeitnehmern Verpflichtungen zu regelmässigen Corona-Tests geben soll.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) wandte sich gegen eine Testpflicht am Arbeitsplatz. In Betrieben würden Testangebote breitflächig genutzt. Dies sei «in dieser Phase der Pandemie der richtige Weg». Er wies darauf hin, dass eine Testpflicht Konsequenzen haben könnte, dass man möglicherweise seinen Arbeitsplatz verlieren könnte.

CDU-Chef Armin Laschet warb unter anderem für mobile Impfangebote, etwa auch für Menschen, die keinen Hausarzt haben. Er betonte das Ziel, zu mehr Impfungen zu kommen, und das «ohne eine Pflicht».

Bundesrat Maurer posiert als "Freiheitstrychler"

Bundesrat Ueli Maurer hat an einer SVP-Veranstaltung ein T-Shirt der «Freiheitstrychler» übergezogen und sich damit Kritik wegen Verletzung des Kollegialitätsprinzips in der Regierung eingehandelt. Die Zentralschweizer Treichelschwinger gelten als ausgesprochene Kritiker der vom Gesamtbundesrat beschlossenen Corona-Massnahmen.

Fotos des Finanzministers im weissen T-Shirt mit dem Logo der «Freiheitstrychler» kursierten am Sonntag in mehreren sozialen Medien. Aufgenommen worden waren sie gleichentags an einem Ortsparteianlass der SVP Wald auf einem Bauernhof im Zürcher Oberland.

In den sozialen Medien wurde der Auftritt des Bundesrats teils harsch kritisiert. «Untragbar», «Spalten auf höchster Ebene» und «Rücktritt jetzt», kommentierten Menschen im Kurznachrichtendienst Twitter. Andere verteidigten den 60-jährigen Bundesrat als «senkrecht».

Maurers Finanzdepartement nahm den Auftritt «zur Kenntnis», wie eine Departementssprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte. «Wir kommentieren das nicht.»

Deutschland: Lockdown viermal teurer als Ausschluss von Ungeimpften

In Deutschland würde ein erneuter Lockdown für alle Bürger einem Bericht zufolge viermal so hohe finanzielle Schäden verursachen wie ein Ausschluss Ungeimpfter. Das zeigen Berechnungen des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).

Erneute Einschränkungen würden demnach je nach Ausgestaltung zwischen 6,5 und 52 Milliarden Euro an Wertschöpfung kosten, wie das «Handelsblatt» am Sonntag berichtete.

Als akut von Einschränkungen bedroht gelten dem Bericht zufolge die Anbieter von kontaktintensiven Dienstleistungen. Dazu gehören Restaurants, Tourismus, Kunst und Kultur. Das RWI hat berechnet, wie gross der Schaden verschiedener (Teil-)Schliessungen in diesem Bereich wäre, wenn diese im vierten Quartal eingeführt und noch das gesamte erste Quartal 2022 gelten würden.

Keller-Sutter warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Justizministerin Karin Keller-Sutter hat die Schweizer Bevölkerung aufgerufen, «Spaltung und Blockaden zu überwinden und gemeinsam neue Wege zu finden». Es sei wichtig, auch Andersdenkenden das Gehör zu schenken und auf sie einzugehen.

«Spaltung kann nicht das Ziel sein in unserem Land», sagte Keller-Sutter am Sonntag am Zentralfest des Schweizerischen Studentenvereins. Spaltung stehe im Widerspruch zu dem, was die Schweiz sei. Es gehe darum, gemeinsam Lösungen zu finden – «zusammen, als Vielfalt in der Einheit».

In ihrer Rede verzichtete die Justizministerin, die Pandemie und den Umgang damit explizit zu erwähnen. In den vergangenen Wochen und Monaten wurden die Corona-Krise und die gesundheitspolitischen Massnahmen gegen das Virus indes teils gehässig diskutiert.

Massnahmengegner dringen in Kantonsspital Freiburg ein

Am Sonntagmorgen demonstrierten etwa 50 Massnahmengegner vor dem Kantonsspital Freiburg. Einige drangen ohne Masken in das Spital ein. Auf Schildern, die die Massnahmengegnerinnen und -gegner bei sich tragen, sei «Freiheit für alle» und «Eure Massnahmen werden mehr Menschen töten als das Virus» geschrieben, wie 20 Minuten berichtet.

Die angekündigte Veranstaltung ist laut der Kantonspolizei Freiburg geordnet abgelaufen. Gemäss einem Flyer erklären die Demonstrierenden ihre Solidarität mit dem Teil des Spitalpersonals, das sich mit den geltenden Corona-Schutzmassnahmen nicht einverstanden erkläre.

Kanton Bern wegen Corona-Tests an Schulen in der Kritik

Der Kanton Bern ist wegen tiefer Fallzahlen bei Corona-Tests in den Schulen in die Schlagzeilen geraten. Aufgrund der Zahlen hatte der Kanton entschieden, auf Massentests an den Schulen zu verzichten. Die Gesundheitsdirektion weist die Vorwürfe zurück.

Zu den von der Nachrichtenagentur Keystone-SDA an die Gesundheitsdirektion gestellten Fragen nahm diese am Sonntag nicht konkret Stellung. Direktionssprecher Gundekar Giebel warf die Vorwürfe einzig als «völlig unhaltbar» zurück. Die Direktion werde Anfang nächster Woche detailliert Stellung nehmen, kündigte er an.

Ende August hatte der Kanton Bern bekannt gegeben, die Massentests einzustellen. (Bild: Keystone)

Bereits im Frühsommer hatte der Kanton Bern erklärt, er werde die Massentests an den Schulen auch noch drei Wochen lang nach den Sommerferien durchführen und dann entscheiden, welche Strategie er für die Schulen einschlägt. Bei tiefen Fallzahlen werde man die Massentests aufgeben, hiess es seinerzeit.

Nach den Sommerferien taten die Schulen, wie ihnen geheissen. Die Ergebnisse der Massentests zeigten tiefe Fallzahlen. So tiefe, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hellhörig wurde. Es wies den Kanton Bern an, Tests nicht nur im Labor in Münsingen, sondern auch an zwei weiteren Labors auswerten zu lassen. Dort ergaben sich in der dritten Woche nach Schulbeginn deutlich höhere Fallzahlen, wie aus einer im «SonntagsBlick» abgedruckten Tabelle hervorgeht.

Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) trat mit diesem Befund nicht an die Öffentlichkeit und handelt sich damit nun Kritik ein. «Fehler können passieren. Aber es geht nicht, so etwas Gravierendes einfach unter den Tisch zu kehren», zitiert der «SonntagsBlick» SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen.

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Parteipräsidenten fordern Zertifikatspflicht auch im Bundeshaus

In einem Brief Brief an die Verwaltungsdelegation der Bundesversammlung fordern die Parteipräsidentinnen und -präsidenten ausser der SVP eine Zertifikatspflicht auch für die Teilnahme an der am Montag beginnenden Herbstsession. Der von GLP-Präsident Jürg Grossen initiierte Brief hält fest, es gebe keinen überzeugenden Grund für die Ausnahme des Parlaments.

Unterzeichnet ist der Brief neben dem Urheber von SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer, FDP-Präsidentin Petra Gössi, Mitte-Präsident Gerhard Pfister und Grünen-Präsident Balthasar Glättli. Grossen gab an, den SVP-Präsidenten Marco Chiesa nicht angefragt zu haben. Verschiedene Sonntagsmedien berichtete über den Vorschlag.

Gemäss dem auf Twitter veröffentlichten Brief halten die Unterzeichner den Verzicht auf die Zertifikatspflicht angesichts der angespannten Lage für unverständlich. Der Verweis auf fehlende rechtliche Grundlagen genüge nicht, es bestehe dringlicher Handlungsbedarf. Die öffentliche Diskussion zeige, dass die Ausnahmeregelung in der Bevölkerung für Unverständnis sorge.

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Corona-Impfpflicht für Clubs in England kommt doch nicht

Der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung wird in England doch keine Voraussetzung für den Zugang zu Nachtclubs und grösseren Veranstaltungen. Die britische Regierung hat entsprechende Pläne verworfen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Sonntag der BBC sagte. Man habe sich diese Idee ausgiebig angeschaut, werde solche Pläne aber nicht weiter verfolgen.

Die Regierung hatte zwischenzeitlich geplant, eine Nachweispflicht für den Landesteil England ab Ende des Monats einzuführen. Dann hätte nur in Clubs oder zu Grossveranstaltungen gehen können, wer doppelt geimpft ist. Viele Abgeordnete auch der Regierungspartei von Premierminister Boris Johnson stemmten sich aber gegen diese Pläne.

50 000 Zuschauer bei Konzert in Kopenhagen

Die dänische Rockband The Minds of 99 hat ein Konzert vor Zehntausenden Fans gespielt und damit die pandemiebedingt fast vergessene Zeit grosser Stadionkonzerte wiederaufleben lassen. Nach der Aufhebung der letzten verbliebenen Corona-Beschränkungen in Dänemark zogen The Minds of 99 in Kopenhagen knapp 50 000 dicht an dicht stehende und sitzende Zuschauer in ihren Bann, wie Aufnahmen aus dem Stadion Parken zeigten.

Die Veranstalter hatten vorab von der ersten Stadion-Show mit voller Zuschauerauslastung in Europa seit Beginn der Coronavirus-Pandemie gesprochen.Die Impfquote ist in Dänemark im europäischen Vergleich besonders hoch: Mehr als 83 Prozent aller Bürger über zwölf Jahre sind im Land bereits fertiggeimpft, wie Zahlen des dänischen Gesundheitsinstituts SSI zeigten.

Flucht aufs Land bestätigt

Bisher gab es nur Vermutungen, wonach die Corona-Pandemie den Wunsch nach mehr Wohnraum und nach einem Eigenheim verstärken und die Menschen bei ihrer Suche raus aus den Städten und aufs Land treiben würde. Jüngst veröffentlichte Zahlen des Bundesamtes für Statistik zur Binnenwanderung der einheimischen Bevölkerung untermauern diese Annahme, wie die «SonntagsZeitung» schreibt.

Mit Abstand am stärksten betroffen ist Zürich mit einem Rückgang von 5347 Personen. Das sind 1,2 Prozent der gesamten Stadtbevölkerung. Deutliche Rückgänge verzeichnen auch die Städte Genf, Lausanne, Bern und Basel. Davon profitierten Regionen, die bis anhin ausserhalb der klassischen Pendlerzonen lägen, sagte ein UBS-Immobilienökonom.

Zertifikatspflicht auch in Skigebieten

Im kommenden Winter sollte nach Ansicht des obersten Gesundheitsdirektors der Schweiz, Lukas Engelberger, die Zertifikatspflicht auch in den Skigebieten eingeführt werden. Skifahren und Winterferien seien freiwillig und zum Vergnügen. Da sei eine Zertifikatspflicht zu rechtfertigen, sagte Engelberger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Eine Zertifikatspflicht für Bergbahnen und Skigebiete sei im Sinn aller. Für die Kunden sei es angenehmer, nicht ständig eine Maske tragen zu müssen und sich sicherer zu fühlen. Der Basler Regierungsrat ist überzeugt, dass die Impfquote bis im Spätherbst auf über 70 Prozent steigen wird. Bis dahin dürften alle Schutzmassnahmen aufgehoben sein.

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Lukas Engelberger fordert die Zertifikatspflicht auch in Skigebieten. (Foto: Key)
Hohe Sterblichkeit auf IPS-Stationen

Jeder vierte Patient, der wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden muss, überlebt nicht. Zwischen Dezember 2020 und August 2021 mussten total 1055 Personen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten, Intensivpflege in Anspruch nehmen. Davon überlebten 287 die Infektion und deren Folgen nicht, wie die «NZZ am Sonntag» gestützt auf Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit publik gemacht hat.

Eine detaillierte Auswertung zeige, dass in der Gruppe der über 80-Jährigen rund 51 Prozent und in der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen knapp 39 Prozent starben. Die Chance, zu überleben, sei umso grösser, je jünger die Erkrankten seien.

(Symbolbild: Key)
Beteiligung an Protesten gegen Frankreichs Corona-Politik sinkt

Die Proteste gegen die verschärften Corona-Regeln in Frankreich haben am neunten Wochenende in Folge wieder mehr als hunderttausend Menschen auf die Strassen getrieben. Die Beteiligung an den übers ganze Land verteilten Demonstrationen sank am Samstag aber erneut – wie schon seit mehreren Wochen. Laut Frankreichs Innenministerium protestierten 121’000 Menschen. Das sind 20’000 weniger als in der Vorwoche und rund 50’000 weniger als vor drei Wochen.

Der Unmut richtet sich gegen den von Präsident Emmanuel Macron und der Regierung verlangten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test. Wer ins Café gehen, in den Fernzug steigen oder in manchen grossen Einkaufszentren shoppen will, muss den Pass vorlegen. Die Nachweispflicht besteht für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Auch die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen, stösst auf Widerstand.

Impfverweigerer randalieren in Thessaloniki am Rande einer Messe

Hunderte Gegner von Corona-Schutzimpfungen haben am Samstagabend vor dem Eingang des Messegeländes der Hafenstadt Thessaloniki Steine und andere Gegenstände auf die Polizei geschleudert. Die Sicherheitskräfte setzen Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Randalierer auseinander zu treiben, wie das Staatsfernsehen zeigte. Unter den Randaliereren waren nach Berichten von Reportern zahlreiche religiöse Eiferer, die Ikonen trugen sowie nationalistisch und rechtsextremistisch orientierte Menschen.

Zum Zeitpunkt der Ausschreitungen hielt der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis eine Rede in einer Halle des Geländes dieser grössten griechischen Handelsmesse über die Wirtschafts-und Finanzpolitik der nächsten Monate in Griechenland. Die Rede wurde nicht gestört.

Luzerner Polizei zieht Bilanz zu unbewilligter Kundgebung

Etwa 1500 Gegnerinnen und Gegner der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie und speziell der Ausweitung der Zertifikatspflicht sind am Samstag in Luzern auf die Strasse gegangen. Die Kundgebung war nicht bewilligt.

Die Polizei führte während der Kundgebung Personenkontrollen durch und sprach rund 60 Wegweisungen aus. Die Polizei war mit einem grossen Aufgebot präsent, hielt sich aber zurück. Auf dem Kasernenplatz mussten die Einsatzkräfte eine Konfrontation zwischen den Massnahmengegnern und Gegendemonstranten unterbinden. Dabei setzten sie auch Pfefferspray ein. Verletzt wurde niemand.

Die Polizei versucht in Luzern die Gegendemonstranten von den Corona Kritikern zu trennen. (Bild: Keystone)

Einige Demonstrationsteilnehmer zeigten sich aggressiv gegenüber Medienschaffenden und beschimpften sie als «Lügenpresse». Das Onlineportal der Gratis-Zeitung «20 Minuten» stellte nach eigenen Angaben seine Live-Berichterstattung ein, nachdem ein Reporter mehrere Male tätlich angegangen worden war. Berichte über grössere Ausschreitungen lagen am Nachmittag nicht vor.

Zehntausende Niederländer protestieren gegen Party-Verbote

Zehntausende Demonstranten haben in den Niederlanden am Samstag gemeinsam mit Djs und Musikern die Aufhebung der Corona-Beschränkungen für die Veranstaltungsbranche gefordert. Unter dem Motto «Unmute Us» (etwa: Schaltet unsere Mikros wieder an) hatten die Organisatoren zu Protestaktionen in zehn Städten aufgerufen, darunter in Amsterdam, Den Haag, Groningen und Maastricht. In mehreren Orten wurden die Umzüge nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP von Musikwagen begleitet, Djs legten auf und Demonstranten tanzten auf den Strassen.

Clubs und Discos durften in den Niederlanden zwar Ende Juni wieder öffnen, es gab auch wieder Festivals und Studentenpartys. Doch wenig später stiegen die Corona-Infektionen erneut stark an, woraufhin die Regierung in Den Haag die Notbremse zog. Inzwischen lässt sie ein Beratergremium prüfen, ob die Nachtgastronomie Ende September wieder öffnen könnte. Mitte August war die Schliessung bis zum 1. November angeordnet worden.

«Wir müssen uns einsetzen für die Veranstaltungbranche, die schon seit eineinhalb Jahren stillgelegt ist», hiess es auf der «Unmute Us»-Website. «Für alle 101’000 Menschen, die hier arbeiten und die vielen Besucher.» Festivals, grosse Partys und andere Veranstaltungen würden insbesondere von jungen Erwachsenen vermisst, viele litten wegen der anhaltenden Beschränkungen unter psychischen Problemen. Die Regierung sei nach den ersten «Unmute Us»-Protesten am 21. August mit laut Veranstalterangaben insgesamt rund 70’000 Teilnehmern auffallend still geblieben. Deshalb seien nun erneut Demos organisiert worden.

Maßnahmengegner demonstrieren in Luzern

Etwa 1500 Gegnerinnen und Gegner der Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie und der Ausweitung der Zertifikatspflicht haben am Samstag in Luzern demonstriert.

Die Demonstrationsteilnehmer versammelten sich nach 13 Uhr an verschiedenen Plätzen der Innenstadt. Polizeisprecher Christian Bertschi schätzte ihre Gesamtzahl am Nachmittag auf etwa 1500. Die Polizei hatte im Vorfeld eindringlich von einer Teilnahme an der unbewilligten Demonstration abgeraten.

(Bild: Keystone)

Der Demonstrationszug führte vom Mühlenplatz durch die Altstadt, über die Seebrücke, den Pilatus- und Kasernenplatz bis zum Inseli. Dort löste sich die Demonstration ab etwa 16 Uhr auf, wie die Polizei in einem Communiqué mitteilte. Der Zug blockierte zeitweise eine Fahrspur auf der Seebrücke. Es kam zu Behinderungen des öffentlichen und privaten Verkehrs.

Ein Teilnehmer forderte die Menschen auf dem Inseli bei der Auflösung über ein Megafon auf, das Areal ordentlich zu hinterlassen und aufzuräumen. Die Menge sang «Alpenrosen» und schwenkte Fahnen und Transparente. Wiederum zugegen waren die sogenannten Freiheits-Trychler.

Schützenkönig von 1998 siegt am speziellen Corona-Knabenschiessen

Stefan Gysin trägt den inoffiziellen Titel des Zürcher Schützenkaisers: Er, der 1998 am Knabenschiessen gewonnen hatte, setzte sich am Samstag in einem speziellen Ausstich gegen 31 andere frühere Schützenköniginnen und Schützenkönige durch, darunter ein 90-Jähriger.

Coronabedingt war auch in diesem Jahr wieder kein Knabenschiessen möglich. Das Organisationskomitee hat aber dennoch einen Schiesswettbewerb durchgeführt; anstelle eines offenen Wettkampfs unter rund 4000 Jugendlichen traten diesmal 32 frühere Schützenköniginnen und Schützenkönige an.

Den besonderen Ausstich unter Monarchinnen und Monarchen gewann Stefan Gysin. Der Schützenkönig von 1998 erzielte 34 Punkte. Auf Platz 2 schoss sich mit 33 Punkten Leonie Schärer, die 2011 den Titel im Albisgüetli errungen hatte. Den dritten Platz teilen sich Gregor Müller (1995) und Doppeltitelhalter Yves Miller (2006 und 2009), denen 32 der 35 möglichen Punkte gutgeschrieben wurden.

Im Teilnehmerfeld figurierten Schützenköniginnen und Schützenkönige der letzten 75 Jahre. Angemeldet hatte sich auch der 90-jährige Erwin Bühler, der den Titel im Jahr 1946 gewonnen hatte.

Schützenkönig von 1998 siegt am speziellen Corona-Knabenschiessen

Stefan Gysin trägt den inoffiziellen Titel des Zürcher Schützenkaisers: Er, der 1998 am Knabenschiessen gewonnen hatte, setzte sich am Samstag in einem speziellen Ausstich gegen 31 andere frühere Schützenköniginnen und Schützenkönige durch, darunter ein 90-Jähriger.

Coronabedingt war auch in diesem Jahr wieder kein Knabenschiessen möglich. Das Organisationskomitee hat aber dennoch einen Schiesswettbewerb durchgeführt; anstelle eines offenen Wettkampfs unter rund 4000 Jugendlichen traten diesmal 32 frühere Schützenköniginnen und Schützenkönige an.

Den besonderen Ausstich unter Monarchinnen und Monarchen gewann Stefan Gysin. Der Schützenkönig von 1998 erzielte 34 Punkte. Auf Platz 2 schoss sich mit 33 Punkten Leonie Schärer, die 2011 den Titel im Albisgüetli errungen hatte. Den dritten Platz teilen sich Gregor Müller (1995) und Doppeltitelhalter Yves Miller (2006 und 2009), denen 32 der 35 möglichen Punkte gutgeschrieben wurden.

Im Teilnehmerfeld figurierten Schützenköniginnen und Schützenkönige der letzten 75 Jahre. Angemeldet hatte sich auch der 90-jährige Erwin Bühler, der den Titel im Jahr 1946 gewonnen hatte.

Repatriierungen eingeschränkt: Intensivpatienten im Ausland müssen wochenlang warten

Weil die Schweizer Intensivstationen vielerorts ausgelastet sind, schränkt der Bund die Rückholaktionen von im Ausland erkrankten Personen nun ein. Repatriierungen werden seit Donnerstag von der Rega im Auftrag des Koordinierten Sanitätsdienstes (KSD) abgewickelt, wie der Blick berichtet. Demzufolge müssen Assistance-Gesellschaften, die bislang im Auftrag der Krankenkassen Schwerstkranke direkt zurückholten, bei der neu geschaffenen nationalen Koordinationsstelle Verlegungsanträge stellen.

(Bild: Keystone)

Rund 80 Intensivpatienten warten aktuell im Ausland auf ihren Transport in die Schweiz. Viele von ihnen leiden an heftigen Covid-Verläufen. In einer internen Mitteilung des Automobil Clubs Schweiz (ACS), der selbst auch Rückholaktionen durchführt, heisst es: «Es kann sein, dass Versicherte im schlimmsten Fall bis zu vier Wochen auf eine Repatriierung warten müssen. Dies kann zu erhöhten Gesundheitskosten führen».

Yogakurse von Zertifikatspflicht ausgenommen: Yogaszene verunsichert

Der Bund hat Yogakurse – anders als Fitnessstudios – von der Covid-Zertifikatspflicht befreit. Voraussetzungen dafür sind ein regelmässiges Training und ein Teilnehmerlimit von 30 Personen. Wie 20 Minuten berichtet, sind jedoch einige Yoga-Praktizierende von dieser neuen Regel verunsichert.
Eine von der Zeitung befragte Yoga-Lehrerin aus der Ostschweiz berichtet, dass in ihrem Unterricht nicht immer die gleich Personen teilnehmen würden. Zudem vertrauen viele in der Szene auf die natürlichen Selbtsheilungskräfte ihres Körpers und lassen sich deshalb nicht impfen.

(Bild: Keystone)

Auch auf fachlicher Ebene wird die Ausnaheregelung kritisiert. So fordert Andreas Widmer, Infektiologe und Präsident des Spitalhygienevereins Swissnoso, im Gespräch mit 20 Minuten, dass die Studios selbststänidg eine Zertifikatspflicht einführen, denn: «Im Yoga sitzen die Leute eine Stunde im selben Raum und stossen bei Atemübungen Luft aus, die mit dem Virus kontaminiert sein könnte». Weiterhin, so der Mediziner, sei es im Kampf gegen die Pandemie inkonsequent, den Yogaunterricht von der Zertifikatspflicht zu befreien, da andere Branchen sich dadurch ungerecht behandelt fühlen.

Dagegen hält der Schweizer Yogaverband eine Zertifikatspflicht für unnötig. «In den 1,5 Jahren der Pandemie sind mir keine Ansteckungen in Yogastudios bekannt geworden», so Präsident Roland Haag gegenüber der Zeitung. Die Ansteckungsgefahr sei gering, da sich die Kursteilnehmenden in der Stunde simultan bewegten: «Sie laufen nicht herum wie in einem Fitnessstudio». Insbesondere in der Pandemie sei es wichtig, dass die Yogakurse für alle Menschen zugänglich seien. «Viele Menschen sind psychisch sehr belastet und können wenigstens mit Yoga inneren Frieden finden».

Weltweit haben sich 223 Millionen Personen mit Corona infiziert

Weltweit haben sich mehr als 223,66 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten.

Mehr als 4,78 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Todesfälle weisen die USA auf. An zweiter und dritter Stelle liegen Indien und Brasilien.

(Bild: Keystone)

Nach den USA weist Brasilien mit 585’174 die meisten Todesfälle auf. Dort wurden knapp 21 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. In Indien starben im Zusammenhang mit dem Virus 442’009 Menschen bei über 33,17 Millionen Infektionen.

Weitere Besserung der Corona-Lage in Italien

Die Corona-Infektionslage in Italien hat sich in der vergangenen Woche weiter gebessert. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert sank von landesweit durchschnittlich 74 Fällen je 100 000 Einwohner auf 64 Fälle, wie das Gesundheitsministerium im wöchentlichen Bericht über die Corona-Lage am Freitag in Rom mitteilte.

Die Gesundheitsexperten gaben für Friaul-Julisch Venetien, die Lombardei und die Autonome Provinz Bozen/Südtirol ein moderates Infektionsrisiko aus. In den übrigen Regionen galt demnach eine niedrige Gefahr.

Nur noch geimpfte Kosovaren dürfen in die Schweiz einreisen

Für BürgerInnen aus dem Kosovo und Nordmazedonien gelten ab Montag neue Einreisebedingungen für die Schweiz, dies teil die Schweizer Botschaft im Kosovo auf ihrem Facebook-Account mit.

Die Einreise ist ab Montag grundsätzlich nur noch für geimpfte Personen möglich oder für Kosovaren und Nordmazedonier, welche in der Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung haben. Für Ungeimpfte ist die Einreise nur möglich, wenn die Kriterien eines Härtefalles gemäss der SEM Weisung erfüllt sind.

Wenig Zuversicht bei der WHO Pandemie durch Impfung zu beenden

Hans Kluge, Europa-Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss seine im Mai getätigte Aussage revidieren. Damals glaubte er, dass der Schlussel zum Ende der Pandemie die Impfung sei. Dies, bei einer Durchimpfung von 70 Prozent der Weltbevölkerung.

Durch die  ansteckendere Delta-Variante habe sich das nun aber geändert: «Daher gehe ich davon aus, dass wir an den Punkt kommen, an dem das wichtigste Ziel der Impfungen ist, schwere und tödliche Krankheitsverläufe zu verhindern.»

Stecken die Kinder ihre Eltern an?

Isabella Eckerle, Virologin der Universität Genf, macht sich Sorgen, dass die Kinder ihre Eltern anstecken würden, schreibt sie auf Twitter und bezieht auf eine entsprechende Grafik. Sie zeigt, wie die 30- bis 39-Jährigen in Ohio zurzeit wegen einer Corona-Infektion vermehrt Spitalpflege brauchen. Vor allem die Ungeimpften würden so im Spital landen. «Und wieder sind Familien die Verlierer der Pandemie», schreibt sie weiter.

Swissuniversities empfiehlt Hochschulen Zertifikatspflicht

Die Dachorganisation der Schweizer Hochschulen empfiehlt, für alle ihre Aktivitäten grundsätzlich eine Covid-Zertifikatspflicht einzuführen. Die Kontrolle solle angemessen und verhältnismässig erfolgen, beispielsweise mit Stichproben.

Swissuniversities habe den Entscheid des Bundesrats analysiert, teilte die Organisation am Freitag mit. Es bleibe das Ziel der Hochschulen, den Studierenden und den Hochschulangehörigen die bestmöglichen Strukturen für die Lehre und die Forschung zu bieten. Aus diesem Grund empfehle der Vorstand die Zertifikatspflicht.

Der Bundesrat hat es bei seinem Entscheid vom Mittwoch über die Ausweitung der Zertifikatspflicht den Kantonen oder Hochschulen selber überlassen, ob sie für den Studienbetrieb auf Bachelor- und Masterstufe eine Zertifikatspflicht einführen wollen. Wenn sie dies tun, entfallen die Maskenpflicht und die Beschränkung der Belegung auf zwei Drittel. Für andere Veranstaltungen an Hochschulen wie Weiterbildungen gelten weiterhin die Veranstaltungsregeln.

Bergbahnen erwägen mit Bund Zertifikatspflicht für Skigebiete

In der kommenden Wintersaison erhalten möglicherweise nur Menschen mit einem Covid-Zertifikat Zugang zu den Bergbahnen. Der Verband Seilbahnen Schweiz erwägt laut Angaben seines Präsidenten mit dem Bund eine Zertifikatspflicht für Skigebiete.

Im Moment werde darüber diskutiert, ob die Covid-Zertifikatspflicht auch für Skigebiete gelten soll, sagte Hans Wicki, Präsident von Seilbahnen Schweiz, den Zentralschweizer Regionalsendern «Radio Sunshine» und «Radio Central» am Freitag. «Ich könnte mir vorstellen, dass eine Zertifikatspflicht auferlegt wird.»

Der Verband Seilbahnen Schweiz erwägt mit dem Bund eine Zertifikatspflicht für Skigebiete. (Bild: Keystone)

Damit erhielten nur Geimpfte, Genesene oder negativ auf das Coronavirus Getestete Einlass zu den Bergbahnen. Im Gegenzug sollen andere Auflagen und Massnahmen in den Skigebieten weitgehend wegfallen. Gemäss Wicki müsste die konkrete Handhabung etwa des Ticketverkaufs noch geprüft werden.

Die Bergbahnen führten bereits entsprechende Gespräche mit Bundesamt für Gesundheit (BAG), wie der Nidwaldner FDP-Ständerat weiter erklärte. Die Bergbahnen wollen gemäss Wicki Planungssicherheit für den Winter. Die ganze Saison hindurch sollten demnach dieselben Regeln gelten, «nicht dass dann plötzlich Skigebiete zugehen müssen, eine Auflage gemacht wird oder Restaurants zugehen müssen», sagte Wicki. Mehr dazu hier.

BAG meldet 2'894 neue Coronavirus-Fälle am Freitag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 2’894 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG elf neue Todesfälle und 98 Spitaleinweisungen.

Am Freitag vor einer Woche waren dem BAG 3’121 neue Ansteckungen, 45 Spitaleinweisungen und drei neue Todesfälle gemeldet worden.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 79,5 Prozent. 32,9 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Mehr zu den aktuellen Corona-Fallzahlen hier.

Bergbahnen erwägen mit Bund Zertifikatspflicht für Skigebiete

In der kommenden Wintersaison erhalten möglicherweise nur Menschen mit einem Covid-Zertifikat Zugang zu den Bergbahnen. Der Verband Seilbahnen Schweiz erwägt laut Angaben seines Präsidenten mit dem Bund eine Zertifikatspflicht für Skigebiete.

Im Moment werde darüber diskutiert, ob die Covid-Zertifikatspflicht auch für Skigebiete gelten soll, sagte Hans Wicki, Präsident von Seilbahnen Schweiz, den Zentralschweizer Regionalsendern «Radio Sunshine» und «Radio Central» am Freitag. «Ich könnte mir vorstellen, dass eine Zertifikatspflicht auferlegt wird.»

Damit erhielten nur Geimpfte, Genesene oder negativ auf das Coronavirus Getestete Einlass zu den Bergbahnen. Im Gegenzug sollen andere Auflagen und Massnahmen in den Skigebieten weitgehend wegfallen. Gemäss Wicki müsste die konkrete Handhabung etwa des Ticketverkaufs noch geprüft werden.

Aargau: 114 Millionen für Massnahmen gegen Corona-Pandemie

Für die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie rechnet der Aargauer Regierungsrat in den Jahren 2020 bis 2022 mit Kosten von 114,2 Millionen Franken. Im laufenden Jahr schätzt der Regierungsrat die Kosten auf 34 Millionen Franken.

Für die Finanzierung der Massnahmen sei formell die Bewilligung eines Verpflichtungskredits notwendig, heisst es in der am Freitag dem Parlament zugestellten Botschaft des Regierungsrats. Der Kredit werde im Globalbudget im Aufgabenbereich «Gesundheit» geführt.

Für das laufende Jahr beantragt der Regierungsrat auch einen Nachtragskredit von 2,6 Millionen Franken. Es wird insgesamt mit Kosten von knapp 34 Millionen Franken gerechnet. Die bereits vom Grossen Rat bewilligten 3,7 Millionen Franken für das Contact Tracing und der Nachtragskredit von 29 Millionen Franken für die Impfkampagne reichten nicht aus.

Der Regierungsrat geht davon aus, dass im kommenden Jahr ein Nachtragskredit von 20,1 Millionen Franken notwendig sein wird.

Im Kanton Aargau benötigt mehr Geld für die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. (Symbolbild: Keystone)
EZB-Chefin verspricht anhaltende Hilfen zur Überwindung der Krise

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat anhaltende Hilfen zur Überwindung der Virus-Krise in Aussicht gestellt. Es gebe die Entschlossenheit, weiterhin die notwendige Unterstützung bereitzustellen, um günstige Finanzierungsbedingungen zu bewahren, sagte Lagarde am Freitag in Ljubljana. Dies werde ganz flexibel und datenabhängig erfolgen. «Die Situation ist besser als wir vor ein paar Quartalen befürchtet haben, aber wir sind noch nicht über den Berg,» sagte Lagarde.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag angesichts der immer stärker um sich greifenden Erholung beschlossen, das Tempo ihrer grossangelegten Notfall-Anleihenkäufe moderat zu verringern. Auch damit könnten weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen gesichert werden, erklärten die Währungshüter. Die Käufe im Rahmen des Krisen-Anleihenkaufprogramms PEPP sollen noch bis mindestens Ende März 2022 fortgesetzt werden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat anhaltende finanzielle Hilfen zur Überwindung der Virus-Krise in Aussicht gestellt. (Bild: Keystone)
Solothurn: Maskenpflicht an Kantons- und Berufsschulen

Im Kanton Solothurn besteht ab dem kommenden Montag an Kantonsschulen und Berufsbildungszentren wieder eine Maskenpflicht. Grund dafür sind gemäss Regierungsrat die an den Schulen stark ansteigenden Covid-19-Fallzahlen.

Um die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, der Lernenden, der Lehrpersonen und des weiteren Schulpersonals möglichst wirksam zu schützen, gelte eine generelle Maskentragpflicht im Innenbereich der Berufsbildungszentren und Kantonsschulen, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Freitag mit.

Das Maskentragen sei die wirksamste Massnahme, um Quarantänefälle zu reduzieren und den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten. Seit den Sommerferien steigen an den solothurnischen kantonalen Schulen der Sekundarstufe II die Covid-19-Fälle und die Quarantäne-Anordnungen stark an, wie die Staatskanzlei festhält.

Der Kanton Solothurn ordnet wieder Maskenpflicht an den Kantons- und Berufsschulen an. (Symbolbild: Keystone)
Astrazeneca-Entwicklerin rät von massenhafter Auffrischung ab

Die leitende Wissenschaftlerin bei der Entwicklung des Astrazeneca-Impfstoffs hat sich gegen flächendeckende Auffrischungsimpfungen in Grossbritannien ausgesprochen.

Stattdessen solle Impfstoff an Länder mit niedrigeren Impfraten abgegeben werden, sagte Sarah Gilbert von der Universität Oxford der Zeitung «Daily Telegraph» (Freitagsausgabe). Sinnvoll sei eine Auffrischungsimpfung bei älteren Menschen und solchen mit unterdrücktem Immunsystem. Bei der Mehrheit halte die Schutzwirkung des Impfstoffs aber gut an, so Gilbert weiter.

In Deutschland bekommen Pflegebedürftige, über 80-Jährige und Menschen mit Immunschwäche zum Teil schon eine dritte Impfung angeboten. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission dazu steht noch aus.

Durch die Weitergabe von Impfstoff an Länder mit niedrigeren Impfraten könne die Entstehung neuer Varianten bekämpft werden, fuhr Gilbert fort. «Wenn das Virus sich unter den Menschen ausbreitet, mutiert es, passt sich an und entwickelt sich, wie die Delta-Variante», so Gilbert. Das gelte es so schnell wie möglich zu stoppen.

In Grossbritannien wird in den kommenden Tagen mit einer Entscheidung der Impfkommission über eine Empfehlung hinsichtlich der flächendeckenden Auffrischungsimpfung gerechnet. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte erst am Donnerstag die Zulassung der Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech dafür erteilt.

Biontech kündigt Impfstoff für 5- bis 11-Jährige an

Das deutsche Biotechnologieunternehmen Biontech hat einen Impfstoff für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren in Aussicht gestellt. Man bereite zurzeit die Produktion vor, sagte die Biontech-Gründerin Özlem Türeci gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin «Spiegel». Das Unternehmen geht davon aus, dass in Deutschland die ersten Kinder unter zwölf Jahren bereits in einem Monat die Impfung verabreicht bekommen können. Biontech werde den Zulassungsantrag demnächst einreichen.

Beim Impfstoff handelt es sich laut Türeci um denselben wie jenem, den die älteren Bevölkerungsgruppen gespritzt bekommen, er sei einfach weniger hoch dosiert. Schon in den kommenden Wochen werde Biontech «weltweit den Behörden die Ergebnisse aus unserer Studie zu den Fünf- bis Elfjährigen vorlegen» und eine Zulassung des Vakzins für die Altersgruppe beantragen.

Bis Ende des Jahres erwarte man zudem die Studienergebnisse zu Kindern ab sechs Monaten, sagte Biontech-Chef Uğur Şahin gegenüber dem «Spiegel» weiter.

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Biontech wird demnächst die Zulassung des Corona-Impfstoffs für Kinder ab fünf Jahren beantragen. (Bild: Keystone)
Datenschutzbeauftragter enthüllt schwere Mängel bei meineimpfungen.ch

Die technischen Mängel bei der Stiftung meineimpfungen, die das elektronische Impfbüchlein im Auftrag des BAG führte, waren sehr schwerwiegend. Das stellt der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Adrian Lobsiger in seinem Schlussbericht fest.

«Es hat sich gezeigt, dass die technischen Mängel wirklich sehr schwerwiegend waren und das gesamte Angebot der Plattform betrafen», erklärte Lobsiger am Freitag gegenüber Schweizer Radio SRF.

User und Userinnen sollen ihre Daten wieder bekommen oder löschen können. Es sei eine praktikable Lösung gefunden worden. Sie liege auf dem Tisch, erklärte Lobsiger, ohne Details dazu anzugeben.

Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Adrian Lobsiger enthüllt in seinem Schlussbericht schwere technische Mängel bei der Plattform meineimpfungen.ch. (Bild: Keystone)

Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) hiess es dazu am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass man bestätigen könne, dass das BAG zügig daran arbeite, eine Lösung für die Rückgabe der Daten an die Nutzer zu finden. Zum jetzigen Zeitpunkt könnten keine weiteren Angaben darüber gemacht werden, wie diese Lösung aussehen werde, die derzeit entwickelt werde.

Auch Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), hatte am Freitag im Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF, erklärt, dass noch nicht klar sei, wie die Daten von den Usern zurückgeholt werden könnten. Aber es gebe jetzt immerhin einen Lichtblick.

Lobsiger wiederholte gegenüber Radio SRF seine Aussagen von Ende Juni als die Untersuchungen zu meineimpfungen.ch noch nicht ganz abgeschlossen waren: Als Lehre aus der Geschichte müsse sich der Bund, wenn er mit Privaten zusammenarbeite genauso verantwortlich fühlen, wie wenn er selber Gesundheitsdaten bearbeiten würde, und darum genau hinschauen.

Im Mai wurde die Plattform meineimpfungen.ch wegen Sicherheitslücken eingestellt. Bereits Ende März war bekannt geworden, dass die 450’000 Impfdaten auf meineimpfungen.ch, darunter 240’000 von Covid-19-Geimpften, manipulierbar waren. In der Folge wurden das BAG und der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte aktiv.

Die Plattform wurde deaktiviert und ein Verfahren gegen die Betreiber eingeleitet. Ins Rollen gebracht hatte die Geschichte das Online-Magazin «Republik».

Die Stiftung betrieb die Plattform meineimpfungen.ch im Auftrag des BAG. Die Plattform dokumentierte auch Impfungen gegen das Coronavirus im elektronischen Impfbüchlein.

WHO-Kommission: Gesundheitswesen muss dringend reformiert werden

Eine Kommission der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Länder in Europa und darüber hinaus zu umfassenden Reformen ihrer Gesundheitssysteme aufgerufen. Trotz wiederholter Warnungen vor einer globalen Pandemie sei die Welt nicht auf das Ende 2019 aufgetretene Coronavirus vorbereitet gewesen, erklärte das WHO-Regionalbüro Europa am Freitag. Anlass ist die Veröffentlichung eines Abschlussberichts der vom italienischen Ex-Ministerpräsidenten Mario Monti geleiteten Kommission, die während der Pandemie eingesetzt worden war.

Voneinander abweichende und fehlerhafte politische Schritte hätten dazu geführt, dass die Folgen von Covid-19 katastrophal gewesen seien und es weiter blieben. Mehr als 1,2 Millionen Menschen seien in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung in der europäischen Region gestorben, die Wirtschaft habe zudem einen beispiellosen Abschwung erlebt, der selbst die globale Finanzkrise 2008 in den Schatten stelle. Die gemachten Fehler dürften sich nicht wiederholen.

«Wir können nicht zulassen, dass eine andere Pandemie die Welt in die Knie zwingt, und müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass eine Katastrophe gleichen Ausmasses noch einmal passiert», erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Grösste Herausforderung sei nicht das Finden erfolgreicher Strategien gewesen, sondern das kollektive Unvermögen, diese Strategien effektiv umzusetzen.

Oberste Erziehungsdirektorin will Schulen nach Tests von Quarantäne befreien

Silvia Steiner, Präsidentin der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), will, dass im Kanton Zürich mehr Schülerinnen und Schüler auf das Coronavirus getestet werden. In Schulen, die repetitiv testeten, sollte die Quarantäne-Regel gelockert werden.

Die Idee sei, dass bei einem positiven Pooltest nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne geschickt werden müsse, sagte Steiner in einem Interview mit dem «Blick». Kinder und Schulen, die an repetitiven Tests teilnähmen, sollten von der Quarantäne befreit sein.

Ein Beschluss zur Einführung von repetitiven Tests in allen Kantonen stehe derzeit jedoch nicht auf der Agenda, sagte Steiner gegenüber den Zeitungen der CH Media. Die EDK sei davon überzeugt, dass lokal angepasste Massnahmen mehr zur Eindämmung der Corona-Folgen beitrügen als eine einheitliche Schweizer Lösung.

Die Präsidentin der kantonalen Erziehungsdirektoren, Silvia Steiner, denkt über eine Lockerung für getestete SchülerInnen nach. (Bild: Keystone)

Den Vorwurf, die Behörden schützten die Schulkinder zu wenig, lässt Steiner nicht gelten. Die Schulen setzten sich jeden Tag dafür ein, dass die Kinder möglichst gut geschützt seien, aber auch einen normalen Schulalltag hätten, sagte sie zum «Blick».

Sie verstehe aber, dass die Eltern besorgt seien. Schliesslich seien sie verantwortlich für ihre Kinder. Aber Kinder könnten nicht eingesperrt werden. Sie könnten überall mit dem Virus in Kontakt kommen, so draussen beim Spielen oder an einem Geburtstagsfest.

Man könne die Verantwortung nicht einfach auf die Schulen schieben. Alle seien gefordert. «Eltern, Schulen, Lehrer und die Kantone – alle müssen am gleichen Strick ziehen, damit wir die Situation in den Griff bekommen», sagte Steiner weiter.

SchülerInnen, die sich regelmässig testen lassen, könnten bald von der Quarantänepflicht befreit werden. (Bild: Keystone)
Los Angeles führt Impfpflicht für Schüler ab zwölf Jahren ein

Der kalifornische Schulbezirk Los Angeles, der zweitgrösste in den USA, führt für alle Schüler ab zwölf Jahren eine Impfpflicht ein. Wer keine medizinische oder anderweitig begründete Ausnahmegenehmigung habe, müsse für den Präsenzunterricht ab 10. Januar vollständig geimpft sein, teilte der Schulbezirk am Donnerstag (Ortszeit) mit. «Die Impfungen gegen Covid-19 sind sicher und wirksam. Von den impfberechtigten Schülern zu verlangen, dass sie geimpft sind, ist der stärkste Weg, um unsere Schulgemeinschaft zu schützen», sagte die geschäftsführende Behördenchefin Megan Reilly.

In die Zuständigkeit des Bezirks fallen nach dessen Angaben rund 640’000 Kinder und Jugendliche in allen Jahrgangsstufen, vom Kindergarten bis zum Abitur. Der Bezirk im Westküstenstaat Kalifornien umfasst die Stadt Los Angeles sowie einige umliegende Gemeinden. Für die Angestellten gilt bereits ab Mitte Oktober eine Corona-Impfpflicht.

Eine Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulangestellte gibt es in den USA bereits in einigen Bezirken. Die verpflichtende Ausweitung auf Schüler ist hingegen bislang ungewöhnlich.

USA verdoppeln Strafen für Maskenverweigerer

Die US-Regierung verdoppelt die Bussgelder für Maskenverweigerer in Flughäfen, Bahnhöfen sowie beim Reisen in Flugzeugen, Zügen und Bussen. Ein erstmaliger Verstoss gegen die Maskenpflicht kann ab Freitag mit einem Bussgeld von 500 bis 1000 US-Dollar (420 bis 840 Euro) geahndet werden, wie das Heimatschutzministerium mitteilte. Wiederholungstäter müssten nun mit Bussgeldern von 1000 bis 3000 US-Dollar rechnen.

Die Regel gilt demnach vor allem für Reisen zwischen Bundesstaaten, die unter die Aufsicht der Transportsicherheitsbehörde (TSA) fallen. Die TSA hatte die Vorschrift zur Maskenpflicht im Reiseverkehr jüngst bis Mitte Januar kommenden Jahres verlängert. Die Verdoppelung der Bussgelder war Teil einer Reihe von Massnahmen, die US-Präsident Joe Biden am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus ankündigte, um die Pandemie einzudämmen.

Dänemark verabschiedet sich von letzten Corona-Beschränkungen

In Dänemark fallen ab diesem Freitag die letzten Corona-Beschränkungen weg. So muss beispielsweise niemand mehr bei bestimmten Grossveranstaltungen wie Begegnungen in der obersten dänischen Fussballliga einen Corona-Pass vorzeigen. Der Nachweis, dass man geimpft, genesen oder negativ getestet worden ist, entfällt auch in den gerade erst wieder eröffneten Diskotheken. Zugleich wird Covid-19, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Erkrankung, nicht mehr länger als «gesellschaftskritische Krankheit» eingestuft.

Die Maskenpflicht und andere Corona-Beschränkungen wurden in Dänemark bereits in den vergangenen Wochen und Monaten nach und nach zurückgefahren. Zuletzt durfte zu Monatsbeginn auch das Nachtleben nach anderthalb Jahren wieder öffnen, allerdings zunächst mit der Anforderung, per Corona-Pass auf dem Smartphone Test, Impfung oder Genesung vorzeigen zu können. Diese Anforderung war parallel für Lokale, Fitnessstudios und anderes aufgehoben worden.

Ein Grund für die endgültige Lockerung sind die hohen Impfzahlen, wie Gesundheitsminister Magnus Heunicke bei der Ankündigung Ende August erklärt hatte. Bislang sind mehr als 83 Prozent aller Menschen im Land im Alter von über zwölf Jahren vollständig geimpft worden.

«Die Geduld geht uns aus»: US-Präsident Biden erhöht Druck auf Ungeimpfte

US-Präsident Joe Biden hat mit zugespitzten Äusserungen den Druck auf die Minderheit seiner immer noch ungeimpften Landsleute erhöht. «Viele von uns sind frustriert angesichts der fast 80 Millionen Amerikaner, die immer noch nicht geimpft sind, obwohl Impfungen sicher, wirksam und kostenlos sind», sagte Biden am Donnerstag im Weissen Haus. Dank der Impfungen habe man die nötigen Mittel, um die Pandemie einzudämmen, betonte er. An die Adresse der Ungeimpften sagte Biden weiter: «Wir sind geduldig gewesen, aber die Geduld geht uns aus.» Seine Forderung: «Lassen Sie sich impfen.»

US-Präsident Joe Biden zieht die Schraube bei der Impfpflicht für Arbeitnehmende merklich an. (Bild: Keystone)

Die Impfkampagne in den USA macht trotz vieler Anreize nur noch sehr langsam Fortschritte. Bislang sind 53,4 Prozent der rund 330 Millionen Menschen im Land abschliessend gegen das Coronavirus geimpft. Etwa 63 Prozent haben mindestens schon die erste Spritze bekommen. Die Corona-Impfungen sind für Jugendliche ab zwölf Jahren und Erwachsene freigegeben. In der Bevölkerungsgruppe ab zwölf Jahren sind 62,5 Prozent voll geimpft.

Aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus hatte die Pandemie in den USA zuletzt wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Gesundheitsbehörde CDC meldete im Wochendurchschnitt pro Tag fast 140’000 Neuinfektionen und rund 1’100 Todesfälle.

Italien weitet Corona-Nachweispflicht in Bildung und Gesundheitswesen aus

Italiens Regierung hat die Corona-Nachweispflicht im Bildungs- und Pflegebereich ausgeweitet. Wer Einrichtungen im nationalen Bildungssystem betreten will, muss nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder davon genesen sein beziehungsweise einen negativen Test vorweisen können, wie die Regierung am späten Donnerstagabend mitteilte. In Italien werden diese Nachweise unter dem Begriff «Green Pass» (Grüner Pass) zusammengefasst. Die Regelung gilt damit für Schulen, aber auch Einrichtungen, in denen zum Beispiel Abend- oder Weiterbildungskurse abgehalten werden.

Die Regierung hatte die «Green Pass»-Pflicht bereits für die Lehrer zum im September beginnenden Schuljahr eingeführt. Nun sind alle, also auch externe Arbeitskräfte, davon eingenommen, die zum Beispiel in der Schulkantine tätig sind oder in den Einrichtungen sauber machen.

Wer diesen Nachweis nicht hat, kann damit nicht zur Arbeit kommen. Von der Regelung ausgenommen sind die Schüler. An den Universitäten brauchen dagegen alle den Nachweis. Für die Kontrollen ist immer die Leitung der jeweiligen Einrichtung zuständig, wie weiter aus der Mitteilung hervorging.

Das Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi einigte sich auch darauf, ab dem 10. Oktober den «Green Pass» für das Personal in Alten- und Pflegeheimen vorzuschreiben. Sowohl im Bildungs- als auch im Pflegebereich gelten die Massnahmen zunächst bis Ende des Jahres, teilte die Regierung weiter mit. Ausgenommen sind Menschen, die nachweislich nicht geimpft werden können.

US-Regierung weitet Regelungen zur Impfpflicht dramatisch aus

Die US-Regierung will die Corona-Pandemie mit Hilfe von Anordnungen zur Impfpflicht eindämmen. Neue Regelungen zur Corona-Impfung sollen für fast 100 Millionen Beschäftigte der Privatwirtschaft und des Gesundheitswesens gelten. Auch für alle Angestellten der Bundesregierung sowie Zulieferer verschärft US-Präsident Joe Bidens Regierung die Impfvorschriften.

Firmen mit mehr als 100 Angestellten soll vorgeschrieben werden, dass alle Mitarbeiter geimpft sein müssen oder sich mindestens ein Mal pro Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen müssen. Die Regelung werde derzeit unter Führung des Arbeitsministeriums entwickelt und für rund 80 Millionen Beschäftigte der Privatwirtschaft gelten, erklärte das Weisse Haus am Donnerstag.

Zudem sollen künftig alle Mitarbeiter in Krankenhäusern und Einrichtungen des Gesundheitswesens, die Zahlungen der staatlichen Krankenversicherungen annehmen, gegen Corona geimpft sein müssen. Die Regelung werde für rund 17 Millionen Mitarbeiter gelten, hiess es. In den staatlichen Programmen Medicare und Medicaid sind vor allem Ältere, Behinderte und Bedürftige versichert.

Erneuter Protest gegen Corona-Schutzmassnahmen in Bern

In Bern haben am Donnerstag erneut Menschen gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Am Abend fanden sich rund tausend Personen in der Hauptstadt ein, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Polizei führte mehrere Personen ab.

Angeführt von Trychlern marschierten die Kundgebungsteilnehmenden um 20.00 Uhr durch die Berner Innenstadt. Die Polizei war in der Stadt sichtbar präsent, liess aber den unbewilligten Kundgebungszug laufen.

Die Ordnungshüter führten vier Personen für nähere Abklärungen ab, zwei weitere wurden weggewiesen, wie die Berner Kantonspolizei auf Twitter mitteilte. Bei Kontrollen wurde unter anderem eine Steinschleuder sichergestellt. Ausserdem kam es den Angaben zufolge im Zusammenhang mit der Demo zu einer tätlichen Auseinandersetzung.

(Bild: Keystone)

Die Impf- und Massnahmengegner kritisierten insbesondere das Covid-Zertifikat, das ab Montag auch im Innern von Restaurants, in Kinos sowie in Sporteinrichtungen zum Einsatz kommt, und durch das sie sich ausgegrenzt fühlen. «Friede, Freiheit, das Volk ist souverän», erschallten Rufe aus der Mitte der Kundgebung. Es wurden Schweizer- und Kantonsfahnen sowie Transparente mitgetragen.

Wegen der Kundgebung kam es im öffentlichen Stadtverkehr vorübergehend zu Behinderungen. Bereits am Mittwochabend hatten in Bern nach dem Bundesratsentscheid für eine Ausweitung der Covid-Zertifikatspflicht laut Behördenangaben mehrere tausend Menschen gegen die Schutzmassnahmen des Bundes protestiert.

Italiens Arzneimittelbehörde macht Weg für dritte Corona-Impfung frei

Die italienische Arzneimittelbehörde Aifa hat grünes Licht für eine weitere Corona-Impfung an bestimmte Bevölkerungsgruppen gegeben. Zunächst sollen Menschen mit einem schwachen Immunsystem erneut geimpft werden, wie die Aifa am Donnerstagabend mitteilte. Das Vakzin von Biontech/Pfizer stehe Menschen im Alter über zwölf Jahren und das von Moderna jeden über 18 Jahren zur Verfügung. Bei ihnen müsse die letzte zurückliegende Impfung mindestens 28 Tage her sein.

(Bild: Keystone)

Auffrischungsimpfungen mit den Mitteln von Biontech/Pfizer oder Moderna für über 80-Jährige sind ebenfalls vorgesehen. Bei Menschen dieser Altersgruppe müsse die letzte Corona-Impfung mindestens sechs Monate zurückliegen. Auch das Gesundheitspersonal kann sich je nach Gefahr mit dem Virus in Kontakt zu kommen impfen lassen. Die Massnahme sei am Tag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt (Gazzetta Ufficiale) gültig.

Auch im Bundeshaus-Restaurant ist ein Covid-Zertifikat Pflicht

Wer während der kommenden Herbstsession einen Kaffee oder ein Sandwich im Bundeshaus-Restaurant Galerie des Alpes zu sich nehmen will, braucht ein Covid-Zertifikat. In den übrigen Teilen des Parlamentsgebäudes kommt ein strenges Schutzkonzept zur Anwendung.

Das hat die Verwaltungsdelegation der beiden Räte entschieden, wie die Parlamentsdienste am Donnerstag mitteilten. «Das Parlament orientiert sich im Pandemiemanagement an den Massnahmen und Vorgaben von Bund und Kantonen und setzt diese sinngemäss um.»

(Bild: Keystone)

Für eine generelle Zertifikatspflicht im ganzen Bundeshaus fehle die gesetzliche Grundlage, bekräftigte die Verwaltungsdelegation. Mit der Einschränkung der Rechte und Pflichten der Ratsmitglieder würde indirekt auch das aktive Wahlrecht der Wählerinnen und Wähler eingeschränkt.

Biden will Impfpflicht für Angestellte der Regierung

Im Kampf gegen das Coronavirus will US-Präsident Joe Biden Berichten zufolge eine Impfpflicht für Angestellte der Bundesregierung verfügen.

Das berichteten am Donnerstag etwa der Sender CNN und die «Washington Post» unter Berufung auf Regierungskreise. Die Möglichkeit, sich durch regelmässige Corona-Tests von einer Impfpflicht zu befreien, soll demnach wegfallen. Die Regelung solle auch für Unternehmen gelten, die für die Regierung arbeiten.

(Bild: Keystone)

Biden wollte am späten Nachmittag (Ortszeit) in einer Rede seinen Corona-Plan zur Bekämpfung der Delta-Variante vorstellen. Die Impfkampagne in den USA macht nur noch sehr langsam Fortschritte. Bislang sind dort 53,3 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen abschliessend geimpft. Die Impfungen sind für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene freigegeben. In der Bevölkerungsgruppe ab 12 Jahren sind 62,4 Prozent vollständig geimpft. Biden hatte zuletzt immer wieder auch für eine Corona-Impfpflicht in Unternehmen geworben und Arbeitgeber zum Handeln aufgefordert.

In Dänemark leben die Menschen wieder ohne Corona-Beschränkungen

Wer durch die Innenstadt von Kopenhagen schlendert, der fragt sich schon seit längerem, ob eigentlich noch Pandemie ist. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Covid-Hilfen auch für Orts- und touristischen Verkehr

Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) fordert eine Ausdehnung der Covid-19-Finanzhilfen auch auf den Ortsverkehr und touristische Verkehrsmittel. Nach wie vor drohten dem öffentlichen Verkehr grosse Verluste wegen der Pandemie. Davon seien alle Sparten betroffen, hiess es an der Generalversammlung des Verbands in Schaffhausen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
EZB verringert Tempo ihrer Krisen-Anleihenkäufe

Die Europäische Zentralbank (EZB) drosselt bei den Notfallhilfen für die sich aus der Virus-Krise lösende Wirtschaft das Tempo. Die Euro-Wächter um Notenbank-Chefin Christine Lagarde beschlossen am Donnerstag, die Anleihenkäufe im Rahmen ihres «PEPP» getauften Notfall-Programms gegenüber den vorangegangenen beiden Quartalen moderat zu verringern.

Günstige Finanzierungsbedingungen könnten auch damit bewahrt werden. Die EZB stellte zudem in Aussicht, nötigenfalls alle Instrumente anzupassen, damit sich die Inflation im Euro-Raum mittelfristig bei der Notenbank-Zielmarke von zwei Prozent stabilisiert.

EZB kündigt geringeres Tempo ihrer Krisen-Anleihenkäufe an

Die Europäische Zentralbank (EZB) drosselt bei den Notfallhilfen für die sich aus der Virus-Krise lösende Wirtschaft etwas das Tempo. Die Euro-Wächter um Notenbank-Chefin Christine Lagarde beschlossen auf ihrer Zinssitzung am Donnerstag, dass die Ankäufe im Rahmen ihres billionenschweren Krisen-Anleihenkaufprogramms PEPP im vierten Quartal etwas geringer ausfallen werden als in den beiden Quartalen zuvor.

Die Währungshüter hatten bislang im Vergleich zu den Anfangsmonaten des Jahres ein deutlich höheres Kauftempo beibehalten. Das auf insgesamt 1,85 Billionen Euro angelegte PEPP-Programm ist eines ihrer Hauptinstrumente, um den Kreditfluss an die Wirtschaft während der Covid-Krise zu stützen und günstige Finanzierungsbedingungen für Unternehmen, Staaten und Haushalte sicherzustellen. Zuletzt hatten die Währungshüter im Rahmen von PEPP Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von monatlich rund 80 Milliarden Euro erworben. Die PEPP-Käufe sollen noch bis mindestens Ende März 2022 fortgesetzt werden.

3'114 neue Corona-Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 3114 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 8 neue Todesfälle und 58 Spitaleinweisungen. Details zu den Zahlen gibt es hier.

EZB hält Leitzins im Euroraum auf Rekordtief von null Prozent

Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte.

Ministerium: 14 Tote bei Brand in Covid-Spital in Nordmazedonien

Bei einem Brand in einem Covid-Krankenhaus in Nordmazedonien sind in der Nacht zum Donnerstag 14 Patienten ums Leben gekommen. Zwölf weitere erlitten Verletzungen, wie das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Skopje mitteilte.

Die genaue Ursache für die Katastrophe in der nordwestlichen Stadt Tetovo werde noch untersucht.

Ministerpräsident Zoran Zaev sprach auf Facebook von einer «grossen Tragödie». Das Feuer sei durch eine Explosion ausgelöst worden. Die Ursachen würden noch ermittelt. «Das Feuer wurde gelöscht, aber auch viele Menschenleben wurden ausgelöscht», schrieb Zaev. Möglicherweise sei ein Sauerstofftank explodiert, hiess es in Medienberichten.

Mehr Anrufe bei Notnummer 143 wegen Suizidgedanken

Die Dargebotene Hand mit ihrer Nothilfenummer 143 hat sich im letzten Halbjahr vermehrt mit dem Thema Suizid beschäftigen müssen. Vor allem Gespräche mit Minderjährigen und jungen Erwachsenen hätten stark zugenommen.

So sei die Anzahl der Gespräche mit Minderjährigen gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 5,7 Prozent gestiegen, gegenüber dem gleichen Zeitraum vor Corona im Jahr 2019 aber um ganze 40 Prozent, teilte die Organisation am Donnerstag im Vorfeld Tages der Suizidprävention vom 10. September mit. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Hier finden Sie Hilfe bei Suizidgedanken:
Beratungsstellen:
Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)
Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)
Kirchen (Seelsorge.net)
Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:
Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);
Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);
Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).
Japan verlängert Corona-Notstand für Tokio und weitere Regionen

Wegen der weiterhin schwierigen Corona-Lage verlängert Japan erneut den Notstand für Tokio und zahlreiche weitere Regionen. Die Regierung habe beschlossen, den für 19 der 47 Präfekturen des Landes verordneten Notstand bis zum 30. September beizubehalten, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag.

Die betroffenen Regionen befänden sich nach wie vor in einer «schwierigen Lage», sagte demnach der für die Corona-Massnahmen zuständige Minister Yasutoshi Nishimura. Der Notstand gilt derzeit für 21 Präfekturen und sollte am kommenden Sonntag enden.

Mobiliar mit kräftigem Gewinnanstieg im Halbjahr

Die Mobiliar ist im ersten Halbjahr 2021 weiter gewachsen und hat deutlich mehr verdient als noch vor Jahresfrist. Getragen wurde das Resultat von einem starken Anlageergebnis. Ausserdem hatten im Vorjahr hohe Corona-Zahlungen die Rechnung belastet.

Die Mobiliar hat im ersten Halbjahr 2021 einen starken Gewinnanstieg verzeichnet. (Bild: Keystone)

Von Januar bis Juni steigerte der genossenschaftlich organisierte Versicherer den Gewinn um gut ein Fünftel auf 240,3 Millionen Franken, wie es am Donnerstag in einer Medienmitteilung heisst. Dank dem Rekordlauf an den Aktienmärkten hat sich das finanzielle Ergebnis dabei auf 336,8 Millionen Franken mehr als verdreifacht.

Innert einer Woche brauchen 20 Prozent mehr Covid-Kranke Beatmung

Die Anzahl der Patienten, die wegen des Coronavirus Intensivpflege benötigen, ist innert Wochenfrist um 15 Prozent auf 280 gestiegen. Ein Grossteil davon – 20 Prozent mehr als eine Woche zuvor – mussten beatmet werden. Die Intensivstationen verzeichnen seit zwei Wochen die höchste Auslastung seit Beginn der Corona-Pandemie.

In einer Woche stieg die Zahl der Patienten, die beatmet werden muss um 20 Prozent. (Bild: Keystone)

Diese betrug in den vergangenen zwei Wochen 79 Prozent, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Wochenbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) entnommen werden konnte. Der Anteil der Patienten, die wegen einer Corona-Infektion einen Platz auf der Intensivstation brauchen, lag bei 41 Prozent – in der Woche vom 12. Juli waren es noch 3,8 Prozent. Fast jede zweite Person auf den Intensivstationen musste also wegen Corona behandelt und betreut werden. Die meisten (225 Covid-19-Patientinnen und -Patienten) mussten in der vergangenen Woche beatmet werden. Alles dazu lesen Sie hier.

Schweizer Versicherungen erzielten 2020 deutlich weniger Gewinn

Die Schweizer Versicherer haben die Turbulenzen und Belastungen zur Coronakrise im vergangenen Jahr deutlich zu spüren bekommen. Das zeigt auch ein am Donnerstag, 8. September von der Finanzmarktaufsicht (Finma) veröffentlichter Branchenbericht.

Das Jahr 2020 sei von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie geprägt gewesen, resümiert die Finma im Bericht. Neben tieferen versicherungstechnischen Ergebnissen seien bei den Versicherern vor allem die Gewinne aus der Anlagetätigkeit tiefer ausgefallen.

Das aggregierte Ergebnis in der Branche halbierte sich auf 7,50 Milliarden Franken. Dabei nahmen die Jahresgewinne der Lebensversicherer um ein Drittel auf eine Milliarde und jene der Nichtlebenversicherer um 38 Prozent auf 6,3 Milliarden ab. Die Gewinne der Rückversicherer schrumpften auf 0,2 von 3,6 Milliarden Franken.

Genfer Virologin appelliert an Schwangere, sich impfen zu lassen

Die Genfer Virologin Isabella Eckerle warnt auf Twitter vor den Risiko einer Corona-Erkrankung bei Schwangeren. Eine Infektion sei ein Risiko für Mutter und Kind, so Eckerle.

«Wer jetzt schwanger und noch nicht geimpft ist, wird es schwer haben, sich über die kommenden Monate vor SARS-Cov-2 zu schützen bei Zirkulation von hochansteckendem Delta», schreibt sie weiter. Ein besonders hohes Infektionsrisiko gelte für jene Frauen, die bereits ein Kind haben, das in die Kita oder die Schule geht.

Hälfte der Bevölkerung stellt Freiheit über Sicherheit

Angesichts der Corona-Massnahmen wird der Ruf nach mehr Freiheit lauter. 49 Prozent der Bevölkerung stellen unterdessen Freiheit vor Sicherheit, für 47 Prozent geht die Sicherheit vor. Der Anteil der Freiheitsbefürworter stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte.

Der Ruf nach mehr Freiheit wird seit Pandemiebeginn lauter. (Bild: Keystone)

Damit spalten sich die Ansichten der Bevölkerung bei der Risikobeurteilung, wie dem am Donnerstag veröffentlichen «Sicherheitsmonitor» des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) zu entnehmen ist. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Durchsuchungen bei mutmasslichen Impfgegnern in Italien

Die italienische Polizei ist landesweit gegen mutmassliche Impfgegner vorgegangen, die gewalttätige Aktionen geplant haben sollen. Beamte der Polizei und einer Einheit aus Sonderermittlern hätten bei den Verdächtigen zu Hause und auf deren Computern Beweismittel beschlagnahmt, teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit.

Die in Italien als «No Vax» bezeichneten Gegner der Impfungen gegen Covid-19 und der Corona-Massnahmen der Regierung hätten sich in Gruppenchats des Dienstes Telegram verabredet, hiess es weiter. Die Polizei vermutet demnach, dass sie auf Demonstrationen ihre Aktionen durchführen wollten. Sie durchsuchte Wohnungen in Rom, Mailand, Bergamo, Reggio Emilia, Venedig und Padua.

KESB-Fallzahlen trotz Corona im Jahr 2020 nur leicht gestiegen

Die Anzahl der Personen, die im Jahr 2020 eine Schutzmassnahme der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) benötigten, ist trotz Ausbruch der Corona-Pandemie nur leicht gestiegen. Bei den Kindern standen Besuchsrechtsfragen im Fokus, bei den Erwachsenen die Unterstützung zum Selberhandeln. Insgesamt bestand für fast 141‘620 Personen eine Schutzmassnahme. Alles dazu lesen Sie hier.

 
Die Fallzahlen bei der KESB stiegen trotz Pandemie nur leicht an. (Bild: Keystone)
Neue US-Studie: Impfdurchbrüche sind sehr selten

Nur einer von 5000 Menschen hat sich trotz doppelter Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Das zeigen neue Daten aus den USA, wie die «New York Times» berichtet. Die Schlussfolgerung aus den detaillierten Zahlen der US-Bundesstaaten Utah, Virginia sowie King County mit der Grossstadt Seattle gezogen. In Regionen, die weniger stark von Covid betroffen sind, sinkt das Risiko sogar nochmals und liegt nur bei etwa 1: 10’000.

Der Schutz der Impfung ist sehr hoch, so neue Daten aus den USA.. (Bild: Keystone)

«Wie hoch die Risiken für Geimpfte sind, wurde oft nicht korrekt kommuniziert», so die Ärztin Ashish Jha von der Brown University. Im Juli hatte die CDC bekannt gegeben, dass bei der Delta-Variante Geimpfte fast die gleiche Viruslast in der Nasenschleimhaut und Kehle wie Ungeimpfte haben. Dies sei eines der Beispiele, die zwar wahr seien, aber doch zu einem falschen Schluss führten. Denn: Egal wie hoch die Viruslast in der Nase, wie die Menschen auf das Virus reagierten, sei sehr verschieden. Geimpfte Personen könnten das Virus abwehren- und das meist bevor sie andere ansteckten oder erkrankten. Ungeimpfte hingegen können das nicht.

In der Schweiz wurden bis 2. September 1’362 Impfdurchbrüche notiert. Das bestätigt die ausgewiesene Wirksamkeit der Zulassungsstudien der beiden Impfstoffe, die bei 94 bis 95 Prozent liegen.

Produzentenpreise in China mit stärkstem Anstieg seit 2008

Die chinesischen Industriebetriebe haben ihre Preise im August wegen steigender Rohstoffkosten so stark angehoben wie seit 13 Jahren nicht mehr. Die Produzentenpreise legten um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte.

Das ist der stärkste Anstieg seit August 2008. Von Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Teuerungsrate bei 9,0 Prozent verharrt.

Büdner Gesundheitsdirektor Peter Peyer will schärfere Massnahmen

Der Bündner Gesundheitsdirektor Peter Peyer setzt sich für scharfe Corona-Massnahmen im Kanton ein. Graubünden werde eine Zertifikatspflicht im öffentlichen Verkehr und in den Läden in den nächsten Monaten prüfen, wie die Tamedia-Zeitungen berichten. Im Moment stehe die Massnahme nicht im Vordergrund. «Aber je mehr Leute geimpft sind, desto kleiner ist das Verständnis dafür, wenn man beim Bahnfahren oder beim Einkaufen noch eine Maske tragen muss.»

Der Bündner Gesundheitsdirektor Peter Peyer will schärfere Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)
Millionenspenden an Ärzte und Spitäler

Ärzte und Spitäler haben im Corona-Jahr 2020 Millionenspenden von der Pharmaindustrie erhalten. Das Gesamttotal aller Gelder, die von der Pharmabranche an Ärzte, Spitäler, Fachgesellschaften, Patientengruppen und andere Organisationen des Gesundheitswesens flossen, betrug rund 182 Millionen Franken. Das zeigt eine Auswertung von 60 Pharmaunternehmen in der Schweiz durch das Ringier Axel Springer Research Network, wie «Blick» berichtet.

Zahl der Impfanmeldungen steigt
Die Zahl der Impf-Anmeldungen steigt in der Schweiz. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Corona-Impfungen nimmt in der Schweiz nach Ausweitung des Zertifikats zu. Das berichtet «20 Minuten». Im Kanton Bern etwa hat sich die Zahl der Anmeldungen für die Impfungen vervierfacht: 2000 Anmeldungen wurden in den vergangenen 24 Stunden verzeichnet. Normalerweise seien es 500 bis 1000. Auch in Basel und Zürich gebe es Anstiege.

Der Druck auf Ungeimpfte habe sich auch im Ausland steigernd auf die Impfquote ausgewirkt. Ähnliche Effekte konnten in Italien und Frankreich verzeichnet werden.

Chile will Kinder ab sechs Jahren gegen Coronavirus impfen

In Chile sollen künftig schon Kinder ab sechs Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Am Montag kommender Woche laufe die Impfkampagne für Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren an, sagte Gesundheitsminister Enrique Paris am Mittwoch bei einem Besuch in der Stadt Arica im Norden des Landes. Die Kinder sollen mit dem Impfstoff CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac geimpft werden. Anfang der Woche hatte das Institut für öffentliche Gesundheit dem Vakzin eine Notfallzulassung für Kinder ab sechs Jahren erteilt.

Chile gehört zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an Geimpften an der Bevölkerung. Über 86 Prozent der Chilenen sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Bei der Impfkampagne in Chile kam vor allem der chinesische Impfstoff CoronaVac zum Einsatz.

Australien: Victoria meldet höchste Corona-Zahlen seit einem Jahr

Trotz eines seit mehr als einem Monat geltenden strikten Lockdowns steigen die Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria weiter. Die Behörden in der Region mit der Metropole Melbourne meldeten am Donnerstag 324 lokal übertragene Neuinfektionen – so viele wie seit fast 13 Monaten nicht mehr. Zuletzt waren in Victoria Mitte August 2020 mehr als 300 Fälle registriert worden.

Der Bundesstaat im Osten Australiens befindet sich bereits zum sechsten Mal seit Beginn der Pandemie im Lockdown. Dennoch planten die Behörden in den meisten Teilen der Region ab Freitag Lockerungen der Beschränkungen. So sollten Cafés und Restaurants unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

Schlimmer als Victoria ist nur der benachbarte Bundesstaat New South Wales mit der Millionenstadt Sydney betroffen. Hier werden schon länger täglich mehr als 1000 Neuinfektionen gemeldet.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel wieder rückläufig

In Israel ist rund sechs Wochen nach Beginn der Drittimpfungen gegen das Coronavirus die Zahl der Neuinfektionen wieder rückläufig. Es seien 6780 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Es wurde am jüdischen Neujahrsfest allerdings auch etwas weniger getestet als an gewöhnlichen Wochentagen. Die Zahl der Schwerkranken blieb mit 678 stabil.

Die Zahl der Corona-Infektionen sinkt in Israel wieder. (Bild: Keystone)

Seit Ende August war die Zahl der Neuinfektionen in Israel mehrmals über 11’000 geklettert – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Schwerkranken liegt aber etwa bei der Hälfte des Wertes von Januar.

Experten betonen, der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen. Hochgerechnet auf 100’000 Einwohner ist die Zahl der Corona-Erkrankungen in Israel in allen Altersgruppen unter den Ungeimpften um ein Vielfaches höher als unter den Geimpften. Dies gilt besonders für Schwerkranke über 60.

Schweizer Presse begrüsst Ausweitung des Corona-Zertifikats

Die Ausweitung der Zertifikatspflicht auf Restaurants, Theater, Kinos, Fitnesscenter und Bars stösst in der Schweizer Presse mehrheitlich auf eine positive Resonanz. Es sei höchste Zeit für diesen Schritt. Abwarten sei keine Option.

Die Schweizer Presse begrüsst die Ausweitung des Covid-Zertifikats. (Bild: Keystone)

Der Entscheid des Bundesrates sei richtig, heisst es in einem Kommentar des «Tages-Anzeigers». Die Intensivstationen der Spitäler seien nach wie vor unter Druck. Und die Impfquote steige nur langsam. Rund 20’000 Personen liessen sich derzeit pro Tag impfen.

Bleibe es bei diesem Tempo, werde es Frühling, bis vier von fünf Schweizerinnen und Schweizer geimpft seien. Das sei zu spät. Mit dem Zertifikat liessen sich weitere Lockdowns verhindern und die Freiheiten der Geimpften erhalten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Gamestop steigert Umsatz kräftig

Der US-Videospielhändler Gamestop hat im zweiten Quartal dank der Erholung von der Corona-Krise starke Geschäftszuwächse verbucht. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um gut ein Viertel auf 1,18 Milliarden Dollar zu, wie die Firma am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Den Verlust verringerte Gamestop von 111,3 Millionen auf 61,6 Millionen Dollar. Analysten hatten dennoch mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um über acht Prozent.

Bündner Regierungsrat Peyer will Zertifikatspflicht im öV testen

Der Bündner Regierungsrat Peter Peyer ist zufrieden mit der Ausweitung der Zertifikatspflicht, wie sie der Bundesrat am Mittwoch beschlossen hat. Es sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, der allerdings «bitter nötig» sei. Peyer denkt bereits an weitere Schritte, etwa eine Zertifikatspflicht im öffentlichen Verkehr.

«Wir werden eine Zertifikatspflicht im öV und in den Läden in den nächsten Monaten zumindest prüfen müssen», sagte Peyer in einem am Mittwoch auf tagesanzeiger.ch veröffentlichten Interview . Im Moment stehe die Massnahme nicht im Vordergrund. «Aber je mehr Leute geimpft sind, desto kleiner ist das Verständnis dafür, wenn man beim Bahnfahren oder beim Einkaufen noch eine Maske tragen muss.»

Es stelle sich die Frage, wie lange die Geduld der Geimpften noch reiche, so Peyer weiter. Es sei verständlich, dass diejenigen Menschen, die ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet hätten, «ihr normales Leben zurück wollen». Peyer zeigt sich im Interview auch überzeugt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung die Massnahmen des Bundes unterstützt.

Zuversichtlich ist der Vorsteher des Bündner Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit mit Blick auf die für den Tourismuskanton wichtige Skisaison. Der Kanton habe errechnet, dass sich bis zum Start der Wintersaison rund 800 Personen pro Tag impfen lassen müssen. «Ich bin zuversichtlich, dass das klappt». Allerdings sei «ein vergleichbarer Effort selbstverständlich auch in den anderen Kantonen nötig».

Gelinge dies nicht, gebe es kaum Alternativszenarien. «Wenn die Zahlen bis Ende November nicht runterkommen, werden wir wieder über Kapazitätsbeschränkungen, Schliessungen und Terrassenverbote sprechen. Das will ich um jeden Preis vermeiden.»

Gegner der Zertifikatspflicht demonstrieren in Bern

In Bern demonstrieren Hunderte Menschen gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht. Sie werfen dem Bundesrat vor, den Impfzwang durch die Hintertür einzuführen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel wieder rückläufig

In Israel ist rund sechs Wochen nach Beginn der Drittimpfungen gegen das Coronavirus die Zahl der Neuinfektionen wieder rückläufig. Es seien 6780 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Es wurde am jüdischen Neujahrsfest allerdings auch etwas weniger getestet als an gewöhnlichen Wochentagen. Die Zahl der Schwerkranken blieb mit 678 stabil.

(Bild: Keystone)

Seit Ende August war die Zahl der Neuinfektionen in Israel mehrmals über 11,000 geklettert – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Schwerkranken liegt aber etwa bei der Hälfte des Wertes von Januar.

Experten betonen, der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen. Hochgerechnet auf 100,000 Einwohner ist die Zahl der Corona-Erkrankungen in Israel in allen Altersgruppen unter den Ungeimpften um ein Vielfaches höher als unter den Geimpften. Dies gilt besonders für Schwerkranke über 60.

WHO-Chef greift Pharmaindustrie wegen Bevorzugung reicher Länder an

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Prioritäten von Pharmaherstellern bei der Verteilung von Covid-Impfstoffen kritisiert. Tedros Adhanom Ghebreyesus reagierte damit am Mittwoch auf eine Mitteilung des internationalen Branchenverbandes IFPMA, wonach reiche Staaten jetzt über so viele Impfdosen verfügen, dass Dosen an ärmere Staaten abgeben könnten, ohne ihre eigenen Impfkampagnen einzuschränken. «Ich war entsetzt, als ich das gelesen habe», sagte Tedros in Genf. Es sei schon seit langem genug Impfstoff für reiche und arme Länder da.

Laut WHO sind bislang 80 Prozent aller weltweiten Corona-Impfungen in Ländern mit hohen und mittleren Einkommen erfolgt. Noch kein einziges armes Land hat eine Impfrate von zehn Prozent erreicht.

«Wir haben Gleichbehandlung von Beginn an eingefordert – nicht erst, wenn die reichsten Länder versorgt sind», sagte Tedros bei einer Pressekonferenz. «Solange die Firmen und Länder, die das globale Angebot kontrollieren, denken, dass sich die Armen der Welt mit Überresten zufrieden geben sollen, werde ich nicht schweigen.»

Tedros sprach sich erneut gegen Auffrischungs-Impfungen aus. Durch ein Aussetzen dritter Impfungen könnten Menschen in allen Länder schneller vor Covid-19 geschützt werden, sagte er.

Corona-Fall im Umfeld der argentinischen Nationalmannschaft

Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien ist im Umfeld der argentinischen Nationalmannschaft ein Corona-Fall registriert worden. Ein Mitarbeiter sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte er nationale Verband mit. Der Mann und eine Kontaktperson seien isoliert worden. Alle anderen Teammitglieder wurden demnach negativ getestet.

Die Mannschaft um Starspieler Lionel Messi hält sich derzeit auf dem Stützpunkt in Ezeiza auf und hat keinen Kontakt zu Aussenstehenden. Laut einem Bericht der Zeitung «La Nacion» handelt es sich bei dem Infizierten um einen Koch. Am Montagabend hatte er für rund 50 Personen gegrillt und danach erste Symptome gezeigt.

Argentinien trifft in der Qualifikation für die WM 2022 am Donnerstag in Buenos Aires auf Bolivien. Am Sonntag war die Partie gegen Brasilien in São Paulo kurz nach Spielbeginn abgebrochen worden, weil vier argentinische Spieler nach Einschätzung der brasilianischen Gesundheitsbehörden gegen die Corona-Richtlinien des südamerikanischen Landes verstossen hatten.

BAG meldet 3’550 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 3’550 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 7 neue Todesfälle und 53 Spitaleinweisungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Gastrosuisse-Chef nicht gegen Corona geimpft

Casimir Platzer, Gastrosuisse-Chef, kämpft gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht auf Restaurants, die am Mittwoch vom Bundesrat eingeführt werden könnte. Nun gibt er in einem Interview mit «24 heures» zu, dass er selbst nicht gegen das Coronavirus geimpft ist. Dies aus persönlichen Gründen.

Gastrosuisse-Chef Casimir Platzer ist nicht gegen das Coronavirus geimpft. (Bild: Keystone)
Pandemie wirkt sich auf Unfallversicherung aus

Die Pandemie wirkt sich auf die Prämien für die Unfall- und Krankentaggeldversicherung aus. Sie steigen um bis zu 26 Prozent, weil mehr Menschen Erwerbsausfälle hatten. Bereits zuvor war diese Versicherungssparte bei vielen Anbietern nicht rentabel. Die Lage hat sich zuletzt weiter zugespitzt, schreiben die Tamedia-Zeitungen.

Einheitliche Regeln in Schulen gefordert

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen fordert der Verband der Lehrerinnen und Lehrer einheitliche Regeln zur Bekämpfung der Pandemie über die Kantonsgrenzen hinweg – namentlich bei Tests und Masken. Dies berichten die Tamedia-Zeitungen. Das würde laut der Zentralsekretärin Franziska Peterhans allen Beteiligten das Leben erleichtern.

(Symbolbild: Keystone)
Impfbereitschaft bei Kita-Angestellten gering

Die Kinderkrippen leiden unter der Unlust der Angestellten beim Impfen, wie die «NZZ» berichtet. Viele Kita-Mitarbeitende fallen zurzeit aus, weil Arbeitskolleginnen oder sie selber sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Eine Umfrage des Verbands Kinderbetreuung Schweiz zeigt, dass die Impfbereitschaft in der Branche gering ist.

Corona-Zahlen in Neuseeland sinken – Lockdown weitgehend aufgehoben

Neuseeland hat den landesweiten Corona-Lockdown nach drei Wochen weitgehend wieder aufgehoben. Die Zahl der Neuinfektionen war in den vergangenen Tagen im Vergleich zum August deutlich gesunken. Am Mittwoch, 8. September, meldeten die Gesundheitsbehörden zum vierten Mal in Folge etwa 20 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Vor einigen Wochen lag die Zahl kurzzeitig bei über 80. Lediglich in der Millionenstadt Auckland, dem Epizentrum des derzeitigen Ausbruchs, sollen die Beschränkungen zunächst weiter gelten.

Geschäfte und Schulen durften in allen anderen Landesteilen wieder öffnen. Einige Regeln sollen aber überall weiter bestehen bleiben. So müssen die Bürger jetzt in Innenräumen Masken tragen. Zudem dürfen sich in geschlossenen Räumen nur noch maximal 50 Personen versammeln, im Freien bis zu 100 Personen.

Der Inselstaat im Südpazifik hat, ebenso wie der Nachbar Australien, lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt. Die Menschen lebten weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet, dadurch aber trotz der Pandemie weitgehend normal weiter – monatelang auch ohne Masken. Die hochansteckende Delta-Variante habe «das Spiel aber verändert», betonte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern zuletzt. Die meisten Bürger wünschen sich laut einer in der Zeitung «New Zealand Herald» veröffentlichten Umfrage von Ende August dennoch weiter den «Zero Covid»-Ansatz.

Neuseeland gilt weltweit als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Bislang wurden nur rund 3’800 Infektionen bestätigt, 27 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Allerdings sind bisher nur etwa 25 Prozent der fünf Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Bericht: Verheerende Auswirkung von Covid-19 auf andere Krankheiten

Die Covid-19-Pandemie wirkt sich katastrophal auf den Kampf gegen andere schwerwiegende Krankheiten aus. Das berichtete der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria am Mittwoch in Genf. Betroffen seien vor allem Tuberkulose- und Aids-Patienten – bei beiden Krankheiten sei die Zahl der Behandlungen und Tests infolge der Pandemie deutlich gesunken. «Die Covid-19-Pandemie hatte verheerende Auswirkungen auf den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria im Jahr 2020.»

Die 2002 gegründete und zuvor von der G8 gebilligte internationale Organisation mobilisiert und investiert eigenen Angaben zufolge jährlich mehr als vier Milliarden US-Dollar zur Unterstützung von Programmen, die von lokalen Experten in mehr als 100 Ländern durchgeführt werden. Bis August 2021 seien bereits 3,3 Milliarden US-Dollar für Aids-, Tuberkulose- und Malariaprogramme bewilligt worden, im vergangenen Jahr 4,2 Milliarden US-Dollar (3,55 Milliarden Euro). Zusätzlich habe man 980 Millionen US-Dollar genehmigt, um auf Covid-19 zu reagieren.

Die Covid-19-Pandemie wirkt sich katastrophal auf den Kampf gegen andere tödliche Krankheiten aus. (Symbolbild: Keystone)

Dem Bericht zufolge sank im Jahr 2020 die Zahl der gegen arzneimittelresistenten Tuberkulose behandelten Menschen in den Ländern, in die der Fonds investiere, um 19 Prozent. Auch die Zahl der Menschen, die mit Aids-Präventionspogrammen erreicht worden seien, sei im Vergleich zu 2019 um 11 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der HIV-Tests sei um 22 Prozent zurückgegangen, was den Beginn einer Behandlung in den meisten Ländern verzögert habe. Der Kampf gegen Malaria sei durch Covid-19 nicht ganz so stark betroffen gewesen, hiess es weiter. Allerdings sei die Zahl der getesteten Malariaverdachtsfälle um 4,3 Prozent zurückgegangen.

Der Globale Fonds wirbt weltweit Gelder ein, verwaltet und investiert sie. Die Zahl der durch Aids, Tuberkulose und Malaria verursachten Todesfälle ging in den Ländern, in die der Globale Fonds investiert, eigenen Angaben zufolge um 46 Prozent zurück.

Kuba beginnt mit Corona-Impfung von Kindern ab zwei Jahren

Kuba hat mit der Impfung von Kindern im Alter zwischen zwei und elf Jahren gegen das Coronavirus begonnen.

Die ersten Kinder dieser Altersgruppe seien im Kindergarten «Amiguitos del Granma» in Cienfuegos im Zentrum der Karibikinsel mit dem in Kuba entwickelten Impfstoff Soberana 02 geimpft worden, teilten die örtliche Gemeindevertretung und das staatliche Pharmaunternehmen BioCubaFarma am Montag mit.

Erst Ende vergangener Woche hatte das staatliche Zentrum für die Kontrolle von Medikamenten und medizinischen Geräten (Cecmed) dem Impfstoff Soberana 02 eine Notfallzulassung für Kinder ab zwei Jahren erteilt. Kuba verfügt über viel Erfahrung bei der Entwicklung von Impfstoffen.

(Bild: Keystone)

Im Juli war mit Abdala der erste in Lateinamerika entwickelte Corona-Impfstoff in Kuba zugelassen worden. Später kamen die Vakzine Soberana 02 und Soberana Plus hinzu. Die Studienergebnisse zu den kubanischen Corona-Impfstoffen wurden allerdings bislang nicht unabhängig geprüft.

Schweden will die meisten Corona-Beschränkungen aufheben

Nach Dänemark will auch Schweden seine Corona-Beschränkungen weitestgehend aufheben.

Sozialministerin Lena Hallengren sagte am Dienstag, dass die Personenbegrenzungen bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten und Fussballspielen und bei privaten Feiern am 29. September aufgehoben würden. Auch die Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten, werde zurückgenommen.

(Bild: Keystone)

«Dank einer erfolgreichen Impfkampagne sind wir im Umgang mit der Pandemie weit gekommen», sagte die Ministerin. Die schwedische Gesellschaft befinde sich in einer besseren Situation. Nun seien es hauptsächlich ungeimpfte Menschen, die krank würden und im Krankenhaus behandelt werden müssten. Am Dienstag lagen 57 Patienten wegen einer Covid-19-Infektion auf einer Intensivstation.

In Schweden haben inzwischen rund 82 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahren eine Impfdosis und 70 Prozent zwei Dosen bekommen. Der Direktor der Gesundheitsbehörde, Johan Carlson, sagte, Geimpfte könnten nach dem 29. September im Prinzip ein normales Leben führen. Für Ungeimpfte bestehe weiterhin die Gefahr einer schweren Erkrankung.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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