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Der Telebasel Newsbeitrag vom 7. September 2021.
Basel

Gymnasiasten malen riesiges Kunstwerk

An die alte «Graffiti-Wand» beim Gymnasium Leonhard malt eine Schulklasse farbenfrohe Linien. Das Kunstwerk ist Teil der Aufwertung.

Wo vorher diverse Graffitis prangten, entsteht nun eine grosse Wandmalerei aus abstrakten Linien. Sie sollen sich mit dem Fluss der Zeit und dem Leben im Pausenhof bewegen. Jeder der vorbeikommt, darf am Projekt «Majolika» mit malen. Oder wie es Street-Artist und Kunstlehrer David Lucco sagt: «Damit es eine partizipative Malerei ist.»

Aufwertung in drei Akten

Die Wand, welche der Vaudoise Versicherung gehört, wird seit letztem Mittwoch bemalt. Heute wird das Kunstwerk schliesslich fertiggestellt. Es ist der Auftakt einer gesamten Aufwertung auf dem Schulhof. Bald soll es hier auch grüner werden und die Bänke sollen einen neuen Anstrich erhalten, erklärt Schulleiter Christian Döbeli. «Ich war am Wochenende auch hier und habe mitgeholfen. Mit Teleskopstangen waren wir am Werk. Ich finde es toll, dass die Schülerinnen und Schüler Teil eines so grossen Projekts sein können».

Institutionalisierte Streetart?

Damit die neue Wand gegen zukünftige Sprühereien gewappnet ist, wird sie mit einem speziellen Lack übermalt. Dieser vereinfacht es der Stadtreinigung, ungewollte Graffitis wieder zu entfernen. Ob das dem Geist der Streetart entspricht? David Lucco meint, «dieser Lack ist kein Angriff auf Street Art. Im Gegenteil: Leute können immer noch draufsprayen, wenn sie es für nötig halten. Es ist kein Luxuskomplex, von einem Millionär. Es geht darum, die Umwelt der Schüler widerzuspiegeln und für die Zukunft zu pflegen und zu bewahren.»

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