Für den Bau muss Roche viele Hürden bei der Materialbeschaffung überwinden. (Bild: Roche)
Basel

Roche kämpft gegen Lieferengpässe von Baumaterial

Damit der Bau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Basel rechtzeitig fertig wird, muss Roche die zunehmenden Lieferengpässe der Rohstoffen meistern.

Als wären die Baustelle und das Projekt nicht schon gross genug, wird die Aufgabe für die Planer des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums von Roche in Basel noch herausfordernder: Wegen der Corona-Pandemie herrschen weltweit grosse Lieferprobleme von Rohstoffen. Die Tonnen an Baumaterial, die für den nächsten Mega-Bau von Roche benötigt werden, sind rar und könnten verspätet in Basel eintreffen.

Damit das nicht passiert, setzt Roche alle Hebel in Bewegung. Ein Team aus 17 Personen verschreibt sich zurzeit insbesondere der Beschaffung von Rohstoffen, wie SRF am Montag, 6. September, berichtet. «Mit der Knappheit von Holz hat es begonnen, mittlerweile sind aber alle Baustoffe betroffen: Gips, Farbstoffe, Dämmmaterial und so weiter», erklärt Marcus Hablützel, Projektleiter des Roche-Neubaus.

Beharrlich sein und Kompromisse finden

Die Bauleitung findet aber immer wieder Wege, die Lieferengpässe zu umgehen. Sei dies, dass sie gegenüber Lieferanten beharrlich bleiben und Druck aufsetzen, oder dass sie Kompromisse eingehen müssen. So sei das Material der Parkettböden kurzerhand ausgetauscht worden, wie Marcus Hablützel im SRF-Bericht sagt. Anstatt hochwertigem Eiche-Parkett verbaue man nun ein Material aus geringerer Beschaffenheit. Man habe so «einen Kompromiss gefunden, mit dem wir alle leben können.»

Und vor allem: Man bleibe im Zeitplan. Ende 2023 soll das Forschungs- und Entwicklungszentrum fertig sein. Jeder Tag des Stillstands koste die Roche über eine Million Franken, heisst es weiter.

Baumaterial weit im Voraus einlagern

Eine weitere Strategie ist das Einlagern von Baumaterial, damit sie zum vereinbarten Preis bezogen werden kann. Beispiel: Veloständer. Diese würden erst in zwei Jahren benötigt, trotzdem habe man sie schon jetzt bestellt, um Mehrkosten zu verhindern, so Projektleiter Hablützel. Beim Forschungskomplex werden 1’900 Veloparkplätze entstehen.

Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum wird Platz für rund 1’800 Forscher und Forscherinnen bieten. Es ist ein weiteres Hochbau-Projekt von Roche: Die Gebäude werden zwischen 18 und 114 Metern hoch. Die Neubauten kosten Roche insgesamt 1,2 Milliarden Franken.

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