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(Video: Telebasel)
Basel

Murat Yakin: «In dieser Situation kam nur Fabian Frei in Frage»

Die Schweizer Nati erkämpft sich gegen Europameister Italien ein Remis. Aufgrund der zahlreichen Ausfälle im Vorfeld der Partie eine starke Leistung.

Das Unentschieden gegen Europameister Italien ist vielleicht eine kleine Überraschung aus Schweizer Sicht. Nach den Unruhen der vergangenen Tage rund um den coronabedingten Ausfall von Granit Xhaka und die Abwesenheiten von Xherdan Shaqiri und Co. musste Trainer Murat Yakin personell alle Register ziehen.

Nur eine Option als Xhaka-Ersatz

Umso grösser war die Überraschung, als der neue Nati-Trainer eine Startformation aus dem Hut zauberte, die nur die Wenigsten auf der Rechnung hatten. Mit Fabian Frei und Michel Aebischer kamen gleich zwei neue Gesichter ins Schweizer Mittelfeld.

Besonders der FCB-Spieler brillierte und war als Ersatz für Granit Xhaka auf Knopfdruck der Chef im Mittelfeld. Man hätte fast meinen können, dass Fabian Frei, der nur wenige Tage vor dem Kracher gegen Italien nachnominiert wurde, die letzten vier Jahre nie weg gewesen wäre. «In dieser Situation kam nur Fabian Frei in Fage, der Stabilität und Erfahrung in die Mannschaft reinbringt. Er hat Djibril Sow und Michel Aebischer geführt und das Zentrum dicht gemacht», so Coach Murat Yakin.

Dass am Ende der Goalie zum Matchwinner gegen Italien wird, wollte Murat Yakin eigentlich im Vorfeld tunlichst vermeiden. An diesem Abend aber brauchte es Yann Sommer in überragender Form und nötiger Eiseskälte beim Penalty von Jorginho. «Einfach fantastisch. Das war Können und Glück. Er hat alles in das Spiel reingeworfen», so Murat Yakin über seinen Torwart. Der Schweizer Penalty-Killer hielt die Nati im Spiel und damit am Punkt fest.

Geforderte Attribute

Kampf, Solidarität und Leidenschaft. Das waren die Attribute, die von Trainer Murat Yakin gefordert wurden. Seine Mannen auf dem Feld lieferten ab. Auch wenn der Europameister besonders in der ersten Halbzeit die Schweizer vor Probleme stellte. «Wir hatten am Anfang ein bisschen Mühe. Wir waren zu ungeduldig mit dem Ball und haben ihn zu schnell verloren. Dann haben wir uns aber den Respekt des Gegners verdient. Mit ein bisschen Glück hätten wir gar noch ein Tor machen können. Am Ende müssen wir zufrieden sein, auch aufgrund des gehaltenen Elfmeters», analysiert Murat Yakin.

Die Schweiz kann damit am Montag mit breiter Brust zur nächsten Aufgabe reisen. Diese heisst am Mittwoch, 8. September 2021, Nordirland. Ein Spiel, das im Vergleich zum Duell gegen den Europameister nicht unterschiedlicher sein könnte.

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