Je nach genetischer Prädisposition der Patienten kann der Covid-Verlauf schwerer oder leichter sein. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Genetischen Risikofaktor für schweren Covid-Verlauf entdeckt

Internationale Forscher und Wissenschaftler des Kantonsspitals Baden entdeckten eine genetische Prädisposition im Zusammenhang mit schwerem Corona-Verlauf.

Die Ergebnisse der multizentrischen Studie erschien im Fachmagazin «EClinicalMedicine». Eine Covid-19-Erkrankung trifft nicht alle Patientinnen und Patienten gleich schwer. Die genetische Veranlagung scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Das internationale Team unter Leitung der Charité Berlin fokussierte sich auf das sogenannte Humane Leukozytenantigen-System (HLA-System). Dabei handle es sich um eine Gruppe menschlicher Gene, die für die Funktion des Immunsystems zentral seien, teilte das Kantonspital Baden (KSB) am 6. September 2021 mit.

Die Studie schloss 435 Patientinnen und Patienten über 18 Jahren aus Deutschland, Spanien, der Schweiz und den USA ein, von denen manche mild, andere schwer erkrankt waren. Die Forschenden fanden Hinweise darauf, dass der HLA-Subtyp namens HLA-C*04:01 mit einem schweren klinischen Verlauf von Covid-19 einhergeht. Träger dieses Allels hatten demnach ein doppelt so hohes Risiko, maschinell beatmet werden zu müssen.

Gemäss KSB bietet die Erkenntnis die Möglichkeit, Patientengruppen mit erhöhtem Risiko für schwere Krankheitsverläufe zu identifizieren.

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