Der Baloise-Parks beim Bahnhof SBB. (Bild: Keystone)
Basel

Unia reicht Strafanzeige gegen Baloise-Bauherren ein

Wegen angeblicher Nötigung bei einer Baustellenkontrolle hat die Gewerkschaft Unia Strafanzeige gegen die Bauherren vom Baloise-Park eingereicht.

Gegen die Bauherren des Baloise-Parks beim Bahnhof SBB wurde, nach einer gescheiterten Baustellenkontrolle durch die Gewerkschaft Unia, Strafanzeige eingereicht. Das schreibt die bz Basel am Sonntagmorgen. So sei der Unia der Zutritt auf den Bauplatz West blockiert worden.

Lediglich den Bauplatz Süd und Ost konnten die Gewerkschaftler inspizieren. Laut den Bauherren hätten sich die Unia-Vertreter allerdings alles andere als korrekt verhalten.

Eskalation auf der Baustelle

Ohne Voranmeldung seien die Verantwortlichen der Unia «eingedrungen», hätten «Propagandaaktivitäten durchgeführt» und Bauarbeiter ohne Schutzmasken um sich versammelt, schreibt die Zeitung weiter. Eskaliert sei die Situation dann später, als die Unia laut Bauherren einen weiteren Bauplatz nicht autorisiert betreten haben. Ab hier vertreten die beiden Parteien unterschiedliche Meinungen, wie es dann zu einem grossen Gedränge auf der Baustelle kam.

Laut Bauherren hätten die Gewerkschaftler angegeben, die Kontrolle im Auftrag des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit durchzuführen, was sich nach einem kurzen Telefonat als unwahr herausstellte. Aufgrund dessen wurde der Unia der Zutritt auf die Baustelle dann verweigert. 

Jetzt entscheidet das Gericht

Zusammen mit der Strafanzeige der Unia, fand auch ein Rapport der Polizei zur Schilderung der Sicht der Bauherren ihren Weg zur Staatsanwaltschaft. Nun liegt das Urteil des Appellationsgerichts vor, schreibt die bz Basel. Der Unia wird von den Richtern zugesprochen, dass deren Verdacht, dass allfällige Missstände versucht wurden zu verheimlichen, «nicht grundsätzlich jeglicher Grundlage entbehre».

Die Staatsanwaltschaft wird die Untersuchung nun weiterführen. Ob in diesem Fall ein Zutrittsrecht für die Gewerkschaften bestand, muss jedoch vom Gericht entschieden werden.

Weder Baloise noch Unia kommentieren den Vorfall auf Anfrage der Zeitung.

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