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Der Telebasel News Beitrag vom 3. September 2021.
Basel

JKF kommt in der Pandemie umso spezieller zurück

Das Jugendkulturfestival musste sich wegen der Pandemie neu erfinden. Trotz Ärger mit der Lautsprecherbewilligung findet es nun wie geplant statt – dezentral.

Nach rund 24 Jahren muss sich das Jugendkulturfestival Corona bedingt neu erfinden und kehrt den grossen Allmendplätzen vorübergehend den Rücken. Statt der beiden grossen Open-Air-Bühnen auf dem Barfüsserplatz und beim Theater, werden neu viele kleine Orte bespielt.

Verteilt auf das Klybeckareal, das Theater, die Elisabethenkirche und auf das Sommercasino, findet das JKF dieses Jahr dezentral statt. Wie immer ist das Festival vielseitig ausgelegt: Mit Musik, Tanz, Theater, Literatur und Kunst. So wolle man jungen Leuten nach einer langen Phase des Verzichts wieder etwas zurückgeben, erklärt JKF-Präsident Simon Handschin. «Darum finden wir es wichtig, dass das JKF stattfinden kann. Wo die Jugend eine Plattform findet, wo sie ihr künstlerisches Schaffen zeigen und das Leben wieder geniessen kann. Wo Sachen, die ein wenig vergessen gingen, wieder auslebbar sind.»

AUE legt Steine in den Weg

Als wäre die Planung unter Corona nicht schon kompliziert genug, sei die Kooperation mit dem Amt für Umwelt und Energie (AUE) dieses Jahr schwierig gewesen. Dass im Christoph Merian Park neben dem Sommercasino überhaupt an beiden Tagen gespielt werden darf, war bis vor einer Woche nicht klar.

Die Lautsprecherbewilligung wurde ursprünglich nur für einen der beiden Tage erteilt, sagt Simon Handschin: «Wir sind sehr früh auf das AUE zugegangen, haben unsere Pläne vorgelegt und versucht, zu verhandeln. Uns wurde dann aber schnell gesagt ‹ihr müsst es gar nicht weiter probieren, das ist das letzte Wort›. Das ist insofern Schade, als dass man sich einerseits mit den Ämtern gemeinsam finden möchte und andererseits dünkt es mich, dass junge Menschen auf viel verzichtet haben in der letzten Zeit und dass man diesem Anliegen jetzt keinen Spielraum geben konnte, bedauern wir sehr.»

Kurzfristige Planänderung

Eigentlich pflege das JKF-Team einen guten Kontakt mit den Behörden, beteuert Handschin. Es gebe viele wohlwollende Ämter, welche die Planung des Festivals Jahr für Jahr unterstützen. Mit dem Amt für Umwelt und Energie sei es bei der aktuellen Ausgabe des JKF nicht ganz einfach gewesen. Weil die Lautsprecherbewilligung dieses Jahr aufgrund der dezentralen Planung nicht auf der Allmendverwaltung einzuholen war, musste mit dem AUE verhandelt werden.

Vor einer Woche dann aber der Plot Twist: Eine Bewilligung für beide Abende lag nun plötzlich doch vor. «Das war für uns dann sehr schwierig. Wir haben in kürzester Zeit versucht programmatisch darauf zu reagieren. Es ist uns jetzt mit einem unglaublichen Effort gelungen, mit unseren Programm-Leuten etwas auf die Beine zu stellen, sodass man jetzt auch am Freitagabend eine OpenAir-Bühne geniessen kann.»

Am Jugendkulturfestival werden Einlasskontrollen gemacht. Nur wer ein Covid-Zertifikat vorweisen kann, darf auf’s Gelände. Es besteht allerdings die Möglichkeit, sich direkt vor dem Festival testen zu lassen.

Hier geht’s zum Festivalprogramm.

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