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Der Telebasel News-Beitrag vom 2. September 2021.
Region

Beide Basel fordern schärfere Einreiseregeln für die Schweiz

Für den Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger sind die aktuellen Einreiseregeln in die Schweiz zu lasch. Auch das Baselbiet verlangt eine Verschärfung.

«Ich finde, die momentanen Einreiseregeln für die Schweiz bieten zu wenig Sicherheit. Es gibt kaum ein anderes Land in Europa, das so wenige Regeln bei der Einreise hat», sagt Lukas Engelberger, Vorsteher des Basler Gesundheitsdepartements, am 2. September 2021 gegenüber Telebasel. Es sei wichtig, die Sicherheit mit pragmatischen Massnahmen zu erhöhen.

«Allgemeine Testpflicht im Vordergrund»

Die Zahlen sprechen für sich: Immer mehr Neuinfektionen sind auf ReiserückkehrerInnen zurückzuführen. «Darum steht für mich die Einführung einer allgemeinen Testpflicht für die Einreise in die Schweiz im Vordergrund», sagt Lukas Engelberger. Eine solche Regelung müsse sorgfältig erarbeitet werden. Es brauche viele Ausnahmen, dies sei nicht einfach. «Andere Länder zeigen aber, dass ein bisschen mehr Sicherheit einfach zu erreichen ist», fügt Engelberger, der auch Präsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz ist, hinzu.

Thomas Weber für Zertifikatspflicht bei Einreise

Auch der Vorsteher der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Thomas Weber, macht sich für eine Verschärfung der Einreiseregeln stark: «Das ist ein aussenpolitisches Thema. Da muss der Bund die Rechtsgrundlagen schaffen». Weber würde eine allgemeine Zertifikatspflicht bei der Einreise in die Schweiz begrüssen. «Falls der Test nicht gemacht wird oder positiv ausfällt, müsste über eine Quarantäne- beziehungsweise Isolationspflicht nachgedacht werden», so Thomas Weber weiter.

Die Rufe nach Verschärfung der Einreiseregeln in die Schweiz werden also immer lauter. Wenn die Spitalbetten weiter von immer mehr ReiserückkehrerInnen belegt werden, sieht sich der Bund wohl gezwungen, bald zu handeln.

5 Kommentare

  1. Endlich wird die Grenze im Gebiet Basel-Stadt und Land überprüft und vielleicht AUCH KONTROLLIERT.
    Ich gehe jeden Tag über die Grenz im Leymental und musste feststellen , dass ganz selten eine Zollkontrolle ist.
    Do haben Sie ein leichtes Spiel in die Schweiz zu kommen ohne Kontrollen und auch zum Schuggeln ist das
    die beste Grenze am Zipfel der Schweiz/ Frankreich.
    Ich bin als dankbar wenn endlich wieder einmal ein Zöllner steht und Kontrolle macht. Sie sind freundlich mit einem und prüfen wenn es nötig ist. Wenn man Sauber ist und alles an Dokumenten stimmt ist ja alles in Ordnung,Report

  2. Es ist schon fast absurd fahrlässig, wie wenig Vorgaben Basel und auch die Schweiz ansich macht angesichts der aktuellen Entwicklung. Überall vollste Büros ohne Masken, 3G etc. Nun wieder viel zu spät.Report

  3. Richtig! Der Bundesrat handelt -wie praktisch immer – sehr zögerlich und beugt sich dem Druck des Gewerbes, dies auch wie immer…schade.
    Der Pflegeberuf ist kein Zuckerschleck, auch unter «normalen» Umständen und ich weiss sehr genau, von was ich rede (ein lächerlicher Lohn mit zuwenig Erholungszeiten und abwechselnden Schichtzeiten als Betreuerin/Pflege mit mehrfach behinderten Menschen). So werden viele gute Pflegefachleute nach ein paar Jahren wieder abspringen, sehr bedauerlich wirklich. Einem Bundesrat würde es sehr gut tun, einmal eine Woche auf einer IPS-Station mithelfen zu müssen – vielleicht würde sich dann die zögerliche Haltung mit viel Abwarten sehr schnell ändern.Report

  4. Leider wieder Monate zu spät, und auch heute noch nicht. Aber wir können ja noch ein wenig darüber diskutieren. Leztes Jahr aplaudierten wir als Dank dem Spitalpersonal gegenüber. Heute finde ich unser Verhalten diesem Personal gegenüber schon fast schamlos und absolut respektlos. Wir zwingen sie ja zum davonlaufen.Report

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