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Der Telebasel News-Beitrag vom 1. September 2021.
Basel

Flyer und Übersetzer-Apps: So wurden die Bettelnden informiert

Ab heute gilt in Basel-Stadt ein ausgedehntes Bettelverbot. Mit Flyern und Übersetzer-Apps hat die Polizei Bettelnde gestern nochmals informiert.

Letzte Woche gab die Basler Justiz- und Sicherheitsdirektorin Stephanie Eymann bekannt, dass in Basel-Stadt ab dem 1. September ein ausgedehntes Bettelverbot gilt. Heute ist das geänderte Übertretungsstrafgesetz in Kraft getreten.

Ab wann greift die Polizei ein?

Gestern, am Tag vor dem Inkrafttreten, waren in Basel noch viele Bettelnde zu sehen. Mit Übersetzer-Apps und Flyern informierte die Polizei die Bettelnden nochmals über die kommenden neuen Regeln. «Viele haben sich bereits an das Verbot gehalten», sagt Alexandra Maier, Community Policing der Kantonspolizei Basel-Stadt. Die Bettelnden seien gegenüber der Polizei sehr respektvoll gewesen. «Sie haben uns zugehört, genickt und sich einverstanden erklärt», so Maier weiter.

Aufdringliches und aggressives Betteln ist künftig verboten. Auch an besonders sensiblen Örtlichkeiten wie Einkaufsläden, Banken, Poststellen oder Restaurants darf im Umkreis von fünf Metern nicht mehr gebettelt werden. Ab wann die Polizei eingreift, sei je nach Situation unterschiedlich, erklärt Maier: «Unter aufdringlich und aggressiv zählt beispielsweise anspucken, anfassen oder festhalten. Solche Fälle hatten wir schon».

Polizeibilanz zum ersten Tag: «Nur ein Reklamationsanruf»

Heute waren in der Basler Innenstadt nur noch vereinzelt Bettelnde zu sehen. Wie Toprak Yerguz, Mediensprecher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements, gegenüber Telebasel sagt, sei es für eine genaue Tagesbilanz zu früh. Die Einsatzzentrale der Basler Polizei habe heute allerdings nur einen Reklamationsanruf über einen Bettler erhalten, der sich nicht an die fünf Meter Abstand gehalten hat.

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