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Beat Jans, Regierungspräsident zum Verlust des Nationalratssitzes an Zürich. (Video: Telebasel)
Basel

Beat Jans: «Eine Reform im Nationalrat wäre sinnvoll»

Basel-Stadt muss einen Nationalratssitz an Zürich abtreten. Der Basler Regierungspräsident Beat Jans sieht Handlungsbedarf.

Der Kanton Basel-Stadt verliert einen Sitz im Nationalrat und kommt bei den nächsten Wahlen noch auf vier Mandate. Dafür werden im Kanton Zürich neu 36 statt 35 Sitze zu besetzen sein. Die Anzahl Nationalratssitze wird für jede Legislatur neu verteilt.

Entscheidend ist die Grösse der ständigen Wohnbevölkerung. Aufgrund der Erhebungen des Bundesamts für Statistik (BFS) hat der Bundesrat am Mittwoch die Sitzverteilung für die kommende Legislatur festgelegt.

Politischer Einfluss schwindet

Beat Jans, Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt sieht Handlungsbedarf: «Wir verlieren politisch an Einfluss. Und dies, obwohl wir wirtschaftlich immer stärker werden im Land», sagt Jans gegenüber Telebasel. Und: «Das Missverhältnis zwischen Wirtschaftskraft und politischer Repräsentation wird immer grösser.»

Es sei schwierig das System zu ändern. Nun sei es umso wichtiger mit anderen Städten Alliierte in Bern zu finden, gemeinsam aufzutreten und die Stimme zu stärken. Dies sei zudem eine wichtige Aufgabe des Präsidialdepartements, welches Jans inne hat. Zudem müssen auch die verbleibende Nationalräte und Ständeräte sich in die gleiche Richtung engagieren.

Welche Partei verliert?

Der Wegfall eines Mandats ist wie das bekannte Spiel «Reise nach Jerusalem». Der Kanton Basel-Stadt stellt aktuell fünf Nationalrätinnen und Nationalräte, hat künftig aber nur noch vier Sitze zu vergeben.

Die Frage, wer nun keinen Sessel mehr ergattert, ist aktuell schwierig zu beantworten. So ist beispielsweise noch offen, wer von den Bisherigen 2023 erneut antritt. Aktuell sitzen Christoph Eymann (LDP), Katja Christ (GLP), Sibel Arslan (Grüne), Mustafa Atici (SP) und Sarah Wyss (SP) für Basel-Stadt im Nationalrat.

Die Gesamterneuerungswahl des Nationalrats findet am 22. Oktober 2023 statt.

3 Kommentare

  1. Von mir aus kann man die Nationalratssitze schon nach der Wirtschaftsleistung verteilen, aber dann sollte man dasselbe auch beim Stimmbürger machen, z.B. pro 10k bezahlte Steuern gibt es 1 StimmeReport

  2. Das ist an Ironie nicht zu überbieten, ein Vertreter der Partei, die den Kapitalismus überwinden will, beruft sich auf die wirtschaftliche Grösse, also auf die zwei grossen hochkapitalistischen Firmen in BaselReport

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