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Der Telebasel Newsbeitrag vom 31. August 2021.
Baselland

Zank um Binninger 13-Millionen-Werkhof geht in die nächste Runde

Der Binninger Einwohnerrat befand über das weitere Vorgehen bezüglich dem neuen Werkhof. Das teure Projekt wird jetzt nochmals auf Sparpotential überprüft.

Seit Jahren plant der Binninger Gemeinderat den Bau eines neuen Werkhofs. Der aktuelle sei viel zu klein und für den Betrieb nicht mehr geeignet, sagt die Gemeinde. Vor 10 Jahren hat das Stimmvolk aber eine gemeinsame Lösung mit Bottmingen an der Urne abgelehnt. Jetzt will die Gemeinde im Alleingang einen bauen. Kostenpunkt: 13,7 Millionen Franken. Ein stolzer Betrag. Das hat auch der Binninger Einwohnerrat an der Sitzung vom Montagabend gesagt. Der Einwohnerrat hat das Geschäft der Bau- und Planungskommission überwiesen zur Überprüfung der Kosten. Konkret mit dem Auftrag zu schauen, ob man eine Differenz findet zwischen dem Planungskredit und den Mehrkosten von rund 2,5 Millionen Franken.

So soll der neue Werkhof einmal aussehen. (Bild: Gemeinde Binningen)

Am Bau des Werkhofs scheiden sich die Geister. Während die Mitte-Links-Parteien für den Neubau sind, lehnt ihn die FDP ab. Er sei zu teuer. Ins gleiche Horn stösst auch die Binninger SVP. Sie hat sich mehr von der Einwohnerratssitzung versprochen: «Eine Überprüfung bringt gar nichts. Wenn dann muss man das Preisschild fixieren. Weil überprüfen heisst, wir könnten aber müssen nicht», äussert sich SVP-Einwohnerrätin Barbara Fankhauser.  Gemeinderätin Caroline Rietschi von der SP sagt, beim aktuellen Projekt könnten nur durch das Einstreichen von Leistungen Preisablassungen erfolgen.

Standort sei «pietätslos»

Rietschi ist aber glücklich mit der Überweisung an die Bau- und Planungskommission. Aufgrund des Doppelspurausbaus beim Spiesshöfli möchte die Gemeinde ausserdem «das Areal in eine Arealentwicklungstrategie einbringen. Dazu müsse die heutige Werkhofparzelle bis 2025 frei sein. «Es ist für Binningen die letzte Möglichkeit städtebaulich etwas zu machen», sagt Rietschi.

Die SVP hat aber noch einen weiteren Kritikpunkt. Der geplante Standort direkt neben dem Südteil des Friedhofs Margarethen sei «pietätslos». «Es kann nicht sein, das ein Werkhof mit dem ganzen Lärm und Verkehr direkt beim Friedhof ist, aus unserer Sicht», so Fankhauser. Der Gemeinderat kontert. Es gäbe schlichtweg keine andere Möglichkeit. «Es ist die beste von allen nicht optimalen Lösungen. Und man kann nicht immer das Optimum haben. Aber wir brauchen einen neuen Werkhof», sagt SP-Gemeinderätin Caroline Rietschi. In anderen Gemeinden liegt der Werkhof seit eh und jeh direkt neben dem Friedhof. «In Muttenz oder Sissach ist das der Fall und dort klappt das wunderbar».

Die SVP stört sich, das direkt neben dem Friedhof ein Werkhof gebaut werden soll. (Bild: Gemeinde Binningen)

1 Kommentar

  1. Ich empfand Rietschi schon immer als forsche Ich-Frau. Schon in Biel-Benken auf der Gemeinde (frühere Arbeitsstelle) löste sie einen Exodus aus.
    Nun wütet sie in Binningen. Werkhof neben Gräber – egal. Durchdrücken ist angesagt. Doch es gibt bestimmt noch bessere Alternativen. Wo ein Wille ist – ist auch ein Weg. Spätere Generationen werden es danken.Report

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