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Schweiz

95 Prozent der Intensiv-Betten im Berner Inselspital belegt

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Warnung vor Überlastung des Gesundheitswesens

Die hohen Infektionszahlen und die tiefe Impfrate haben dazu geführt, dass die Spitäler stark belastet seien, teilte der Bundesrat am Freitag nach den Von-Wattenwyl-Gesprächen mit. Sowohl die Einweisungen ins Spital als auch die Verlegungen auf die Intensivpflegestationen hätten deutlich zugenommen.

Einige Spitäler würden bereits wieder nicht dringende Eingriffe verschieben. Wie sich die Lage weiter entwickeln werde, sei schwierig abzuschätzen. Bei einem weiteren Anstieg der Spitaleinweisungen drohe jedoch eine Überlastung der Spitäler, so der Bundesrat.

Der Bundesrat und Vertreter von Bundesratsparteien tauschten sich bei den Gesprächen darüber aus, wie die Impfquote erhöht und eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden kann. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) registrierte innert 24 Stunden 45 neue Spitaleinweisungen.

Fünf Millionen Menschen in der Schweiz mindestens einmal geimpft

Fünf Millionen Menschen in der Schweiz sind am heutigen Freitag mindestens einmal geimpft. Das verkündet Gesundheitsminister Alain Berset auf Twitter.

«Das Impfen nimmt wieder Fahrt auf», so der Bundesrat. «Das ist gut und nötig, denn Geimpfte stecken sich viel weniger an und erkranken viel seltener schwer. Jeder Spritze ist ein Schritt aus der Krise.»

BAK sieht für 2. Halbjahr weitere Normalisierung im Detailhandel

Die Konjunkturforscher von BAK Economics rechnen für das aktuelle Jahr unter dem Strich mit einem Wachstum der Umsätze im Schweizer Detailhandel von 1,5 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf sei zwar eine Abschwächung zu erwarten, im ersten Halbjahr hatte es dafür ein starkes Plus gegeben.

Der Nachholbedarf, der in den ersten Monaten noch zu spüren war, habe sich im Mai wieder abgeschwächt, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Im Juni habe der Detailhandelsumsatz dann leicht über dem Vorjahresniveau stagniert. Das lässt gemäss den BAK-Ökonomen erwarten, dass sich der Konsum wieder auf dem Weg zur Normalisierung befindet.

Serbien und Albanien in Deutschland Corona-Hochrisikogebiete

Die deutsche Regierung stuft Serbien und Albanien von Sonntag an als Hochrisikogebiete in der Corona-Pandemie ein. Auch Aserbaidschan, Guatemala, Japan, die Palästinensischen Gebiete und Sri Lanka fallen dann in diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Dagegen gilt Kuwait dann nicht mehr als Hochrisikogebiet.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Erst nach fünf Tagen können sie sich mit einem negativen Test davon befreien.

Zwei Drittel der Franzosen sind geimpft

Zwei Drittel der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 72,3 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten.

Parallel dazu sinke die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten, und die Sieben-Tage-Inzidenz sei rückläufig, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit. Dies gilt auch für die von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuften Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d’Azur sowie die Insel Korsika. Angespannt bleibt die Lage in den französischen Überseegebieten. Auch unter den Beschäftigten im Gesundheitsbereich, die von einer Impfpflicht betroffen sind, stieg die Quote weiter an.

Russland soll eine neue Stadt mit Namen Sputnik bekommen

Der erste Satellit im Weltall war Namensgeber für den weltweit ersten Corona-Impfstoff Sputnik V. Nun will Russland eine komplett neue Stadt bauen, die ebenfalls Sputnik heissen soll.

Eine entsprechende Vereinbarung ist am Freitag beim Wirtschaftsforum in Wladiwostok am Pazifik unterzeichnet worden, wie das zuständige Ministerium für die Entwicklung des Ostens Russlands mitteilte.

Die Industriestadt Sputnik soll demnach etwa 30 Kilometer von Wladiwostok an der Grenze zu China auf einer Fläche von 925 Hektar entstehen. Rund 300’000 Menschen sollen in Sputnik wohnen.

Bundesrat berät mit Spitzen der Bundesratsparteien die Corona-Lage

Der Gesamtbundesrat hat an den Von-Wattenwyl-Gesprächen vom Freitag mit den Spitzen der Bundesratsparteien unter anderem die Corona-Krise beraten. Steigen die Einweisungen in die Spitäler weiter an, drohe eine Überlastung des Gesundheitswesens.

Der Bundesrat beriet sich am Freitag mit den Spitzen der Bundesparteien zur Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Die hohen Infektionszahlen und die tiefe Impfrate führten dazu, dass die Spitäler stark belastet seien, teilte der Bundesrat nach den Gesprächen mit. Sowohl die Einweisungen ins Spital als auch die Verlegungen auf die Intensivpflegestationen hätten deutlich zugenommen.

Einige Spitäler würden bereits wieder nicht dringende Eingriffe verschieben. «Wie sich die Lage weiter entwickeln wird, ist schwierig abzuschätzen.» Bei einem weiteren Anstieg der Spitaleinweisungen drohe jedoch eine Überlastung der Spitäler. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Mehr als 6600 Meldungen über Nebenwirkung nach Covid-Impfung

Bei rund 9,7 Millionen in der Schweiz verabreichten Impfdosen gegen das Coronavirus sind bis letzten Mittwoch 6603 unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet worden. Zwei Drittel davon waren nicht schwerwiegend.

Bei einem kleinen Bruchteil der Impfungen wurden Nebenwirkungen verzeichnet. (Bild: Keystone)

Die von Nebenwirkungen Betroffenen waren im Mittel 55,5 Jahre alt. Dabei handelte es sich vor allem um Frauen und ältere Personen, wie die Arzneimittelbehörde Swissmedic am Freitag mitteilte. 18,1 Prozent waren 75 Jahre oder älter. Alles zum Thema gibt es hier.

95 Prozent der Intensiv-Betten im Berner Inselspital belegt

Im Kanton Bern schlagen die Behörden Alarm: Zurzeit sind im Inselspital 95 Prozent der Intensivbetten ausgelastet. Da ein Grossteil der Intensivplätze für ungeplante Notfälle benötig wird, sollte eine Intensivstation nie mehr als 75 Prozent ausgelastet sein, so die Ärzte.

Auf der Intensivstation liegen alles ungeimpfte Patienten. Jeder Fünfte davon würde sterben. Die Berner Ärzte und Kantonspolitiker rufen die Bevölkerung zum Impfen auf, um sich vor einem schweren Verlauf zu schützen.

Urner Regierungsrat zufrieden mit Bundesgerichtsentscheid

Der Urner Regierungsrat zeigt sich erfreut über den Entscheid des Bundesgerichts zu einer mittlerweile aufgehobenen Beschränkung von 300 Personen an Kundgebungen. Das oberste Gericht hat die Regelung am Freitag gestützt.

Die Situation im Kanton Uri im Frühling dieses Jahres sei sehr angespannt gewesen, heisst es in einer Stellungnahme der Standeskanzlei Uri vom Freitag. Die Covid-Abteilung des Kantonsspitals und auch die IPS-Plätze seien voll belegt gewesen.

3121 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 3121 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 45 Spitaleinweisungen.

Berner Regierung sieht sich durch Bundesgerichtsurteil bestätigt

Die Berner Kantonsregierung sieht sich durch das Bundesgerichtsurteil zu den Teilnehmerbeschränkungen an Kundgebungen «in weiten Teilen bestätigt». Insbesondere habe das Bundesgericht festgehalten, dass der Kanton Bern bei Kundgebungen über Regelungskompetenzen verfüge.

Die jeweils maximal zulässige Teilnehmerzahl an Kundgebungen habe sie jeweils den Begebenheiten angepasst, schreibt die Berner Regierung in einer Mitteilung vom Freitag. Als sie die Teilnehmerzahl an Demos auf fünfzehn Personen beschränkte, sei die Lage prekär und unsicher gewesen.

Bundesgericht rügt strenge Demo-Regelung des Kantons Bern

Das Bundesgericht hat am Freitag die im Zuge der Corona-Pandemie im Kanton Bern bis Ende Mai gültige 15-Personen-Regel für Demonstrationen nachträglich für unzulässig erklärt. Die Urner Regelung mit maximal 300 Kundgebungsteilnehmern hat es hingegen gestützt.

Die zweite öffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts hat am Freitagmorgen in einer öffentlichen Sitzung in Lausanne zwei Beschwerden gegen Beschränkungen für politische Kundgebungen in den Kantonen Bern und Uri behandelt.

Beide mittlerweile aufgehobenen kantonalen Regelungen sahen stärkere Einschränkungen für Demonstrationen vor, als es die Covid-19-Verordnung des Bundes tat. In dieser gab es keine maximale Teilnehmerzahl für Kundgebungen. Die Richter haben nun mit einer klaren Mehrheit von 4 zu 1 entschieden, dass die vom Kanton Bern im November 2020 erlassene Beschränkung auf 15 Kundgebungsteilnehmer gegen die Versammlungsfreiheit verstossen habe. Mehr dazu gibt es hier.

Der Kanton Bern ging laut dem Bundesgericht mit er 15-Personen-Regel für Demonstrationen zu weit. (Bild: Keystone)
Italiens Regierungschef befürwortet Impfpflicht: Kritik aus der Politik

Eine von Regierungschef Mario Draghi ins Spiel gebrachte mögliche allgemeine Impfpflicht hat in Italien für Kritik gesorgt. Die Chefin der rechtsnationalen Partei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens), Giorgia Meloni, sagte im Interview der Zeitung «La Stampa» (Freitag), sie stelle sich auf die Seite der rechten Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini, eine Impfpflicht abzulehnen: «Ich glaube, Salvini hat Recht eine vernünftige Position zu vertreten, die wir mittragen und die von der Mehrheit der europäischen Länder geteilt wird», erklärte die Politikerin.

Draghi hatte am Donnerstag an einer Medienkonferenz bejaht, dass er sich vorstellen könne, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die europäische und die italienische Arzneimittelagentur die Impfstoffe nicht mehr als Notfall-Arznei – sprich eine Impfung mit bedingter Zulassung-, sondern als gewöhnliche Arzneimittel mit vollständiger Zulassung festlegen. Der Chef der Sozialdemokraten, Enrico Letta, begrüsste die Aussage Draghis, der am Freitag ausserdem seinen 74. Geburtstag feierte.

Der ebenfalls anwesende Gesundheitsminister Roberto Speranza fügte hinzu, dass bereits eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal in Italien bestehe. In Italien hatte zudem die Ausweitung des sogenannten Green Pass (Grüner Pass) auf Schulen und Universitäten zuletzt für Aufregung gesorgt. Dadurch müssen zum Beispiel Lehrkräfte ab dem im September beginnenden Schuljahr einen Corona-Impf-, Negativtest- oder Genesungsnachweis haben, um zum Präsenzunterricht kommen zu dürfen.

Sängerin Sarah Connor trotz Impfung an Covid-19 erkrankt

Die deutsche Sängerin Sarah Connor ist trotz Impfung am Coronavirus erkrankt. Sie musste deshalb einen Konzertauftritt in Leipzig absagen. Wie die «Welt» berichtet, haben sich sie und eines ihrer jüngerern Kinder angesteckt. „Manchmal passieren Dinge, die man sich in den schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen möchte“, so die Sängerin.

„Das gesamte Team rund um Sarah Connor ist wahnsinnig enttäuscht und entschuldigt sich für die Umstände“, hiess es in einer Mitteilung. weiter.  Die 41-Jährige berichtete auf ihrer Facebook- und Instagram-Seite in einem vierminütigen Video über ihre Erkrankung. Zunächst habe ihr Kind die Symptome gezeigt, sie habe es gepflegt und mit ihm gekuschelt, „so wie ich das immer mache“. Dann habe auch sie Erkältungssymptome gezeigt.

„Ich bin längst geimpft und habe zum Glück nur leichte Symptome, also kein Grund zur Sorge“, sagt Connor weiter.

Zürcher Spitäler schlagen Alarm

Die Zürcher Spitäler sind am Anschlag. Die Intensivstationen füllen sich wieder mit Corona-PatientInnen – und das früher als erwartet.  Die rasche Zunahme sei besorgniserregend, teilten sie am Freitag mit. Damit die Situation nicht eskaliert appellieren sie an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen.

Die Zürcher Spitäler rufen zur Impfung auf. (Bild: Keystone)

Neun von zehn Covid-19 Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft, wie es in der Mitteilung laut «Watson» heisst. Um die Sicherheit der Patientinnen und Patienten sicherzustellen, werden zudem mehrere Zürcher Spitäler in den nächsten Tagen die Covid-Zertifikatspflicht für Besuchende einführen. Dann sind demnach nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete Besucherinnen und Besucher erlaubt.

Detailhandelsumsätze in Eurozone sinken überraschend

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone haben im Juli überraschend einen Dämpfer erhalten. Im Monatsvergleich seien die Erlöse saisonbereinigt um 2,3 Prozent gesunken, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte.

Experten hatten im Schnitt mit einer Stagnation gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Umsätze um 3,1 Prozent. Hier war eine Steigerung um 4,5 Prozent erwartet worden.

Der Einzelhandel war im Juli 2020 durch die Corona-Krise belastet, wenn auch nicht mehr so stark wie im April. In den einzelnen Bereichen gab es beim Onlinehandel einen überdurchschnittlich starken Rückgang. Hier meldete Eurostat für Juli einen Einbruch um 7,3 Prozent im Monatsvergleich.

Abgesagtes Alba-Festival in Zürich: Veranstalter ziehen vor Gericht

Die Veranstalter des albanischen Musikfestivals Alba-Festival in Zürich wehren sich juristisch gegen den Entzug der Bewilligung durch den Kanton. Noch am heutigen Freitag soll ein Gericht entscheiden, ob der Anlass doch noch wie geplant am kommenden Wochenende stattfinden kann.

Die Veranstalter hätten sich entschieden, gegen den «rechtlich nicht haltbaren Entscheid» des Zürcher Regierungsrates vorzugehen, heisst es in einer auf Instagram veröffentlichten Nachricht des Alba-Festivals. Der Entscheid werde im Verlauf des Freitags erwartet.

Der Zürcher Regierungsrat hatte die Bewilligung für das albanische Musikfestival am Donnerstag kurzfristig aufgehoben. «Die Belastung des Gesundheitswesens im allgemeinen und der Intensivpflegestationen im besonderen hat zugenommen und nähert sich der kritischen Grenze», hiess es in der Mitteilung des Regierungsrats.

Schweizer Hotels im Juli trotz weniger Inländern besser besucht

Nach dem beispiellosen Einbruch im Vorjahr geht es der Schweizer Hotellerie stetig besser. Im Juli verzeichnete die Hotelbranche wieder 3,6 Millionen Übernachtungen und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

In Schweizer Hotels wurden im Juli wieder mehr Übernachtungen verzeichnet. (Bild: Keystone)

Vor allem deshalb, weil Schweizerinnen und Schweizer noch immer häufiger im eigenen Land Ferien machen. Dennoch ging ihre Zahl etwas zurück.

Die Logiernächtezahlen von Schweizer Gästen nahmen im Juli konkret um 3,1 Prozent ab. Insgesamt gab es aber noch 2,6 Millionen Logiernächte von inländischen Gästen. Das ist nach dem Pandemiejahr 2020 die zweithöchste Zahl seit Beginn der statistischen Erhebung im Jahr 2005. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Glarner Landsgemeinde findet nach zweieinhalb Jahren wieder statt

Am Sonntag findet nach zweieinhalbjähriger coronabedingter Pause wieder eine Glarner Landsgemeinde statt. Die Stimmberechtigten erwartet ein Traktanden-Marathon.

2020 fiel der wichtigste Politikanlass des Glarnerlandes wegen der Pandemie ganz aus, dieses Jahr findet er mit viermonatiger Verspätung statt. Die Glarnerinnen und Glarner müssen deshalb nicht nur die Geschäfte dieses Jahres bewältigen, sondern auch die des Vergangen.

Aufschwung in Euro-Zone bleibt robust - Auf Weg zum Vorkrisenniveau

Der Aufschwung in der Euro-Zone hat im August etwas an Kraft verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – fiel um 1,2 auf 59,0 Punkte.

Dies teilte das Institut IHS Markit am Freitag zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mit. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer hielt sich aber klar über der Marke von 50, ab der es Wachstum anzeigt. «Die Euro-Zone ist auf dem besten Weg, bis zum Jahresende – wenn nicht schon früher – ihr Vorkrisenniveau zu erreichen», sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Erneute Maskenpflicht im Kanton Luzern für Schüler
SchülerInnen ab der 5. Klasse müssen im Kanton Luzern wieder eine Maske tragen. (Bild: Keystone)

Der Kanton Luzern führt ab nächsten Montag an den Schulen wieder eine Maskenpflicht ein. Das berichtet SRF. Ab der 5. Klasse müssen Schülerinnen und Schüler Schutzmasken tragen.

Dies, weil die Corona-Fallzahlen derzeit stark ansteigen. Durch die Maskenpflicht sollen insbesondere die Quarantänefälle an den Schulen vermieden werden, heisst es seitens des Luzerner Bildungsdepartements mit. Die Massnahme gilt, bis sich die Lage wieder normalisiere.

EU-Kommission und Astrazeneca beenden Rechtsstreit zu Impfdosen

Die EU-Kommission und die britische Pharmafirma Astrazeneca haben ihren laufenden Rechtsstreit zur Lieferung von Corona-Impfdosen beigelegt, wie die Kommission am Freitag mitteilte. Damit werde die Lieferung von 200 Millionen ausstehenden Dosen bis März 2022 garantiert.

«Obwohl wir diese Woche den wichtigen Meilenstein der vollständigen Impfung von 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der EU erreicht haben, gibt es grosse Unterschiede zwischen den Impfquoten unserer Mitgliedstaaten, und die kontinuierliche Verfügbarkeit von Impfstoffen, inklusive von Astrazeneca, bleibt ausschlaggebend», sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Die EU-Kommission hatte Ende April juristische Schritte gegen Astrazeneca eingeleitet. Der britisch-schwedische Hersteller hatte die Lieferungen von Corona-Impfstoff an die Europäische Union in den Monaten zuvor immer wieder einseitig drastisch gekürzt. Ein erster Gerichtstermin war ursprünglich für Ende September geplant.

Corona-Hilfsgelder für St. Galler Unternehmen an der Urne

Die Stimmberechtigen des Kantons St. Gallen entscheiden am 26. September über bereits gewährte Corona-Hilfen. Das Gesetz sieht vor, St. Galler Unternehmen, die wegen der Corona-Krise erhebliche Umsatzeinbussen erlitten haben, finanziell zu unterstützen.

Das vorliegende Gesetz beschränkt die Mittel des Kantons auf maximal 95 Millionen Franken. Wenn dieser Betrag ausgeschöpft ist, können keine Härtefallmassnahmen mehr gewährt werden. Werden mehr Mittel benötigt, muss das Gesetz geändert werden.

Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland im August deutlich gesunken

In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter im August einer Ifo-Umfrage zufolge deutlich gesunken. Es habe einen Rückgang auf 688 000 von zuvor 1,06 Millionen Personen gegeben, teilte das Institut am Freitag mit.

Ifo schätzt die Zahl auf Grundlage der monatlichen Konjunkturumfrage unter deutschen Unternehmen und anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Die Zahl der Kurzarbeiter liegt damit nach Einschätzung des Instituts erstmals seit Beginn der Corona-Kise unter einer Million. Den Anteil der abhängig Beschäftigten, die sich im August in Kurzarbeit befanden, schätzt das Institut auf 2,0 Prozent. Im Juli habe der Anteil noch bei 3,2 Prozent gelegen.

Long-Covid-Fonds für Entwicklung von Medikamenten gefordert

Der Verein Long Covid Schweiz will einen Fonds zur Erforschung und Entwicklung von Medikamenten zur Heilung von Long Covid schaffen. Dazu wird der Bundesrat in einem offenen Brief aufgefordert.

Aktuelle Behandlungen seien symptomorientiert und würden der Komplexität der Erkrankung nicht gerecht, wie der Verein im am Freitag veröffentlichten offenen Brief schreibt. Die Mehrheit der Betroffenen leide auch nach vielen Monaten noch unter belastenden Beschwerden. Das belaste das Schweizer Gesundheitswesen schwer. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Cassis verschärft Reiseregeln für EDA-Mitarbeitende

Seit Mitte August gelten neue Reiseregeln für Botschafter, Diplomaten und Projektleiter im eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheit (EDA). Gut 1500 EDA-Mitarbeitende mit Arbeitsplatz in der Schweiz können Dienstreisen nur noch antreten, wenn sie vollständig geimpft sind oder ein Nachweis der Genesung vorliegt.

Aussenminister Ignazio Cassis hat die Einreiseregeln für Mitarbeitende beim EDA verschärft. (Bild: Keystone)

Im Ausland würden die jeweiligen Missionschefinnen oder Missionschefs über die Durchführung von Dienstreisen entscheiden, wie ein EDA-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Der «Blick» hatte zuvor über Änderungen bei den Reiseregeln für EDA-Mitarbeitende berichtet.

Das EDA empfiehlt seinen in der Schweiz und weltweit über 5500 Mitarbeitenden (inklusive Lokalpersonal) weiterhin, auf nicht dringende Dienstreisen zu verzichten. Mit den neuen Bestimmungen kommt das EDA nach eigenen Angaben seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden nach. Eine Impfung reduziere nachweislich die Risiken einer schweren Infektion, schreibt das EDA.

Engelberger für Ausweitung der Zertifikatspflicht

Für den Präsidenten der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Lukas Engelberger, ist nach persönlicher Ansicht der Zeitpunkt für eine Ausweitung der Zertifikatspflicht gekommen, wie er gegenüber «Blick» sagt. Die Intensivstationen seien schweizweit zu 80 Prozent ausgelastet, fast ein Drittel seien Covid-Patienten.

Die Zertifikatspflicht könne keine Trendwende bringen, wenn die Eskalation schon da sei. Sie sei keine Notbremse, sondern wirke eher stabilisierend. Der Bundesrat berät am kommenden Mittwoch erneut über das Thema.

Bisher gibt es weltweit 4,71 Millionen Corona-Tote

Bisher wurden weltweit 218,92 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das sagt Zählung der Nachrichtenagentur Reuters, die auf der Basis offizieller Daten erstellt wurde. Über 4,71 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Die höchsten Infektions- und Totenzahlen wurden nach wie vor in den USA verzeichnet.

Bisher starben über 4,71 Menschen nach einer Corona-Infektion. (Bild: Keystone)
Bundesrat verpasst wohl sein Impfziel
Der Bundesrat verpasst sein Impfziel. (Bild: Keystone)

Die Impfquote in der Schweiz nimmt wieder zu. Obwohl sich wieder mehr Menschen impfen, wird der Bundesrat wohl sein Impfziel verpassen. Dies berichtet die SRF Tagesschau. Mittlerweile sind 51,9 Prozent der Bevölkerung geimpft: Die Regierung hatte aber zum Ziel, bis Ende Sommer 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen.

Chinas Dienstleistungssektor rutscht im August stark ab

Der chinesische Dienstleistungssektor ist im August stark geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf 46,7 von 54,9 Punkten im Juli und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie im April 2020.

Dies teilte die Caixin-Insight Gruppe am Mittwoch unter Berufung auf ihre monatliche Unternehmensumfrage mit. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsbarometer – mit dem vor allem kleinere Unternehmen in den Küstenregionen erfasst werden – signalisiert ab 50 ein Wachstum.

Draghi stellt Impfpflicht für alle Italiener in Aussicht

Italien könnte Ministerpräsident Mario Draghi zufolge eine Impfpflicht für alle einführen. Dies werde geprüft, wenn die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) eine reguläre Zulassung für die gegenwärtigen Impfstoffe erteilt habe, sagte Draghi bei einer Pressekonferenz nach einer Sitzung seiner Regierung am Donnerstag in Rom.

In Italien prüft die Regierung weiter eine Impfpflicht, so Ministerpräsident Mario Draghi. (Bild: Keystone)

Bislang hat die EMA für die Mittel etwa von Pfizer/Biontech nur eine Notfallzulassung erteilt. In Italien sind gut 70 Prozent der Menschen komplett geimpft. Bis Ende September sollen es rund 80 Prozent sein.

Zudem will die italienische Regierung für gewisse Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfdosis anbieten. Eine solche sollen ab Ende September Personen mit einer schwachen Immunreaktion bekommen, erklärte Gesundheitsminister Roberto Speranza. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Grossraum Sydney trotz Lockdowns weiter mit Corona-Rekordzahlen

Trotz eines seit zehn Wochen andauernden strikten Lockdowns meldet der australische Bundesstaat New South Wales weiter Corona-Rekordzahlen. Am Freitag verzeichneten die Behörden in der Region an der Ostküste 1431 neue Fälle und zwölf Tote in Verbindung mit Covid-19 – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Besonders betroffen ist die Metropole Sydney. Wahrscheinlich werde der Höhepunkt der bisher schwersten Virus-Welle in den nächsten 14 Tagen erreicht, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian.

Die Fallzahlen im Grossraum Syndey steigen und steigen. (Bild: Keystone)

Gleichzeitig wurden die Beschränkungen in Teilen des bevölkerungsreichsten Bundesstaates leicht gelockert: Die Bürger dürfen nun wieder länger als eine Stunde am Tag Sport im Freien treiben. Mehr als 36 Prozent der rund acht Millionen Einwohner von New South Wales sind mittlerweile nach Behördenangaben vollständig geimpft. Grössere Lockerungen des Lockdowns soll es erst geben, wenn 70 Prozent der Bevölkerung zwei Impfdosen erhalten haben. Dies soll voraussichtlich im Oktober der Fall sein.

Das 25-Millionen-Einwohnerland Australien war dank strenger Regeln, geschlossener Aussengrenzen und seiner isolierten Insellage lange Zeit erfolgreich im Kampf gegen das Virus. Experten machen vor allem die Delta-Variante und die schleppend angelaufene Impfkampagne für die steigenden Zahlen verantwortlich. Insgesamt sind landesweit bislang mehr als 56 000 Fälle bestätigt worden. Etwa 1000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Auch der zweite PCR-Test von Granit Xhaka ist positiv

Auch der PCR-Test vom Donnerstag ist bei Granit Xhaka positiv ausgefallen. Der Captain steht der Schweizer Nationalmannschaft damit in den Spielen der WM-Qualifikation gegen Italien am Sonntag und in Nordirland am nächsten Mittwoch nicht zur Verfügung.

Xhaka hat das Team-Hotel in Pratteln offenbar bereits am Mittag verlassen und sich privat in Isolation begeben.

Litauen: 70 Prozent aller Erwachsenen gegen Corona geimpft

Mit fast zweimonatiger Verspätung hat Litauen ein von Staatspräsident Gitanas Nauseda ausgerufenes Corona-Impfziel erreicht. In dem baltischen EU- und Nato-Land haben nun 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten. «Ja, wir haben es geschafft!», schrieb Nauseda am Donnerstag auf Twitter. «Wir sind der Rückkehr zum normalen Leben einen grossen Schritt näher gekommen.» Es sei stolz und allen Menschen in Litauen dankbar.

Eigentlich sollte das Impfziel bereits am Staatstag am 6. Juli erreicht werden – es war im Januar ausgegeben worden. In Litauen lief die Impfkampagne jedoch mangels Impfstoff zunächst schleppend an und war zuletzt etwas ins Stocken geraten.

Angesichts der Ausbreitung der deutlich ansteckenderen Delta-Variante in Litauen rief Nauseda diese Woche dazu auf, eine Impfquote von 90 Prozent als Ziel vorzugeben. Die Regierung in Vilnius reagierte jedoch zurückhaltend auf den Vorstoss des Staatschefs.

In Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern hat die Zahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie am Donnerstag die Schwelle von 300 000 überschritten. Mit den binnen 24 Stunden neuregistrierten 807 Fällen stieg die Gesamtzahl auf 300 339. Über 4500 Menschen starben nach offizielle Angaben an dem Virus.

Dritte Impfdosen auch in Italien - «Grüner Pass» wird ausgedehnt

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird auch in Italien für gewisse Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfdosis angeboten. Das teilte Ministerpräsident Mario Draghi am Donnerstag nach einer Sitzung seiner Regierung mit. Eine dritte Dosis sollen ab Ende September Personen mit einer schwachen Immunreaktion bekommen, präzisierte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Italien sieht sich bei den Impfungen auf einem guten Weg, wie Draghi betonte. Am Donnerstag war mehr als 70 Prozent der zu impfenden Bevölkerung über zwölf Jahren durchgeimpft. Für Ende September erwartet die Regierung einen Wert von 80 Prozent, wie Draghi sagte. Vor allem von der jüngeren Bevölkerungsgruppe, die sich fleissig impfen lasse, gehe «ein grosses Signal» aus, lobte Speranza.

Die Regierung blickt dem bevorstehenden Schulanfang im September optimistisch entgegen: 91,5 Prozent der Lehrer seien bereits geimpft. Draghi unterstrich, dass Schüler im Fokus stünden und hofft, dass der Präsenzunterricht gesichert sei.

Darüber hinaus kündigte der Regierungschef an, dass der sogenannte Green Pass ausgeweitet wird. Derzeit dürfen nur Leute auf Inlandsflüge, in Fernbusse oder -züge, Museen und Innenbereichen von Restaurants, die den «Grünen Pass» als Nachweis einer Impfung, Corona-Genesung oder eines Negativtests besitzen; Italien erkennt dabei den in der EU gültigen Corona-Pass an. Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen.

Dass der «Green Pass» künftig auf weitere Bereiche angewandt wird, das sei sicher, sagte Draghi. Unklar blieb zunächst noch, welche das sein werden; denkbar sind Behörden oder Bereiche der privaten Wirtschaft.

Lufthansa erwartet Lockerung für USA-Reisen erst zu Weihnachten

Europäer werden nach Einschätzung der Lufthansa wohl erst um Weihnachten herum wieder in die USA einreisen dürfen. Eine Lockerung der Einreisebeschränkungen werde man realistischerweise erst im späten vierten Quartal erwarten können.

Dies sagte Lufthansa-Vorstand und Ex-Swiss-Chef Harry Hohmeister am Donnerstag beim Online-Branchenkongress der Zeitschrift «fvw TravelTalk». Er sei anfangs zu optimistisch gewesen mit der Annahme, dass dies schon im Juli geschehen könne. Lufthansachef Carsten Spohr hatte dann zunächst auf September gesetzt, sich aber zuletzt keine Prognose mehr zugetraut.

Der Weltluftfahrtverband IATA warf den Regierungen vor, die Krise der Fluggesellschaften unnötig zu verlängern. «Das ist keine Krise mehr infolge der Pandemie, sondern eine Krise infolge der staatlichen Reaktionen auf die Pandemie in Form von Restriktionen», sagte IATA-Chef Willie Walsh bei dem Kongress.

Angesichts der steigenden Impfquoten in vielen Ländern forderte er, geimpften Menschen internationale Reisen wieder ohne Einschränkungen zu erlauben.

Überlastung im Aargauer Contact Tracing: Lange Wartezeiten

Im Kanton Aargau haben die vielen positiven Ergebnisse bei den repetitiven Mischproben und die steigende Zahl von Covid-Ansteckungen beim Contact Tracing zu einem Rückstand geführt. Mehrere 100 Personen sind davon betroffen. Der Kanton versucht, Abhilfe zu schaffen.

Ein Rückstand bedeute, dass die betroffenen Personen nicht innerhalb von 24 Stunden für die Detailabklärungen kontaktiert werden könnten, teilte Michel Hassler, Mediensprecher des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Mehrere Medien berichteten zuvor über den Engpass.

(Bild: Keystone)

Es bestehe eine Wartezeit von mehr als 24 Stunden, hielt Hassler fest. Die genaue Wartezeit hänge vom einzelnen Fall ab. «Wichtig ist aber auch festzuhalten, dass es bei der Mitteilung positiver Testresultate an Infizierte keinerlei Rückstand gibt.»

Spaniens Arbeitslosenzahl auf Vorkrisenniveau dank Tourismus

Die Erholung der Tourismusbranche hat die Zahl der Arbeitslosen in Spanien auf das Vor-Corona-Niveau gedrückt. Sie sank im August um rund 82’600 auf 3,3 Millionen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Das war bereits der sechste Monat in Folge mit einem Rückgang, wodurch die Zahl so niedrig war wie Februar 2020 nicht mehr – dem Monat vor dem ersten Lockdown. «Es ist das erste Mal, dass ein so starker Rückgang im August verzeichnet wurde», sagte Haushaltsministerin Maria Jesus Montero dem Radiosender RNE. «Das zeigt die Erholung des Tourismus.»

Normalerweise steigt die Arbeitslosigkeit im August, da viele Unternehmen wegen des Jahresurlaubs schliessen und Mitarbeiter entlassen. Hotels und Restaurants stellten diesmal aber Personal ein, da mit dem Abebben der dritten Corona-Welle in Europa wieder mehr ausländischer Besucher ins Land kamen.

Die Tourismusdaten für August liegen noch nicht vor. Doch schon im Juli schossen sie steil nach oben: Die Zahl der ausländischen Touristen wuchs um 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, da viele Reisebeschränkungen aufgehoben werden konnten. Allerdings liegt sie noch immer deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie, da etwa Gäste aus Übersee fehlen.

BAG meldet am Donnerstag 2'824 Neuinfektionen und zwölf Todesfälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 2’824 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwölf neue Todesfälle und 86 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Gemeldete Corona-Neuinfektionen stagnieren gegenüber Vorwoche

In der vergangenen Woche hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz und Liechtenstein im Vergleich zur Vorwoche stagniert. Sie erreichte 17’890 Fälle (Vorwoche: 17’994). Neu ins Spital mussten 394 Covid-19-Patientinnen und -Patienten (Vorwoche: 494). 34 Menschen starben an oder mit Covid-19 (Vorwoche: 24).

(Bild: Keystone)

Diese Zahlen weist das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Wochenbericht für die Zeit vom 23. bis 29. August aus, den es am Donnerstag veröffentlichte. Delta ist die am häufigsten vorkommende Virus-Variante und wird deshalb in der Schweiz und in Liechtenstein seit Mitte August 2021 nicht mehr als besorgniserregende Variante klassifiziert.

Mehr dazu hier.

Bundesrat gegen weitere Corona-Hilfsgelder für den Sport

Der Bundesrat sieht aktuell keinen Anlass, sein Corona-Massnahmenpaket zur Unterstützung des Sports in den kommenden zwei Jahren fortzuführen. Bei Bedarf könnten aber gezielt Massnahmen getroffen werden.

Für die Jahre 2020 und 2021 wurden für die Unterstützung des Breiten-, Spitzen- und Profisports 400 Millionen Franken À-fonds-perdu-Beiträge und 285 Millionen Franken als zinslose Darlehen gewährt. Gemäss aktuellem Stand werden im Jahr 2021 die Hilfspakete für die Clubs der professionellen und semiprofessionellen Ligen nicht vollumfänglich ausgeschöpft werden.

Das schreibt die Landesregierung in ihrer am Donnerstag publizierten Antwort auf einen Vorstoss von Nationalrat Rocco Cattaneo (FDP/TI). Sie kommt zum Schluss, dass die Corona-Unterstützungsgelder des Bundes ihr Ziel erreicht hätten. Ab 2022 seien keine Mittel für weitere spezifische Massnahmenpakete im Voranschlag und Finanzplan enthalten.

Der Bundesrat sieht vor, den Schweizer Sport in den kommenden Jahren mit den bereits etablierten Förderinstrumenten zu unterstützen, beispielsweise im Rahmen der Verbandsförderung, des Nationalen Sportanlagenkonzepts (Nasak), der Unterstützung von Sportgrossanlässen oder des Programms Jugend und Sport. Darüber hinaus gebe es derzeit «keinen Handlungsbedarf».

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel auf Spitzenwert

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Es seien 11’187 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Der neue Höchststand wurde am Tag nach dem Schulbeginn veröffentlicht – Experten hatten davor gewarnt, dieser könnte das Infektionsgeschehen noch weiter befeuern. Es ist der dritte Tag in Folge mit mehr als 10’000 neuen Fällen in Israel. Die Zahl der Schwerkranken ist gleichzeitig stetig gesunken und liegt etwa bei der Hälfte des Wertes von Januar.

(Bild: Keystone)

Experten betonen, der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen. Hochgerechnet auf 100’000 Einwohner ist die Zahl der Corona-Erkrankungen in Israel in allen Altersgruppen unter den Ungeimpften um ein Vielfaches höher als unter den Geimpften. Dies gilt besonders für Schwerkranke über 60.

Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen Corona, mehr als 25 Prozent der rund 9,4 Millionen Bürger haben diese bereits erhalten. Hintergrund der Entscheidung für eine dritte Impfung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Mehr als 59 Prozent der Bürger sind zweimal geimpft.

Berset an G20-Gesundheitsministertreffen in Rom

Bundesrat Alain Berset nimmt nächste Woche als Gast am Gesundheitsministertreffen der G20 in Rom teil. Die Schweiz wolle sich dabei vor allem für eine stärkere Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Vorbereitung und Bekämpfung von Pandemien einsetzen.

Die Delegationen berieten am kommenden Sonntag und Montag darüber, wie die nationalen Gesundheitssysteme widerstandsfähiger gegen unerwartete Ereignisse gemacht werden könnten, teilte das Innendepartement am Donnerstag mit. Dazu gehörten die Pandemievorbereitung und nachhaltige Investitionen in die globale Gesundheit.

Die enge Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen sei dabei zentral. Und im Zentrum müsse eine starke WHO stehen, hiess es weiter.

Für die Bewältigung der aktuellen Pandemie sei es ausserdem entscheidend, allen Menschen einen gleichwertigen Zugang zu Impfungen und Medikamenten zu gewähren. Die Schweiz war zu dem Treffen von der italienischen G20-Präsidentschaft eingeladen worden.

Nach Ferien häufen sich Corona-Fälle an Aargauer Schulen

An Aargauer Schulen häufen sich nach den Sommerferien die Corona-Fälle. Über 25 Prozent aller Ansteckungen an Aargauer Schulen seit Beginn der Pandemie fallen auf die ersten drei Schulwochen nach den Sommerferien, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet. Im ganzen Kanton seien derzeit ganze 32 Schulklassen in Quarantäne und rund 15’000 SchülerInnen nehmen an Massentests teil.

An Aargauer Schulen häufen sich die Corona-Fälle nach den Sommerferien. (Bild: Keystone)
Australien: Victoria mit höchster Corona-Fallzahl seit einem Jahr

Der australische Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne kämpft trotz eines seit einem Monat geltenden strikten Corona-Lockdowns weiter gegen die Ausbreitung der Delta-Variante. Am Donnerstag meldeten die Behörden 176 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele, wie seit einem Jahr nicht mehr. Die meisten Fälle wurden rund um die Millionenstadt Melbourne verzeichnet.

In der Millionenstadt Melbourne häufen sich die Corona-Fälle. (Bild: Keystone)

Die Regionalregierung hat den strikten Lockdown bis mindestens 23. September verlängert. Dann sollen 70 Prozent der 6,6 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten haben. In weiten Teilen der Region würden die Beschränkungen aber wahrscheinlich bis Oktober bestehen bleiben, sagte Regionalpremierminister Daniel Andrews. Es ist bereits der sechste Lockdown in Victoria.

Unternehmer kritisierten die Behörden, weil sie keine klare Strategie für ein Ende der Beschränkungen vorlegten. «Wir brauchen einen Plan, um da rauszukommen, und wir brauchen ihn schnell», sagte der Chef der Handelskammer, Paul Guerra.

Festnahmen und Verletzte bei Corona-Protesten in der Slowakei

Mehrere Tausend Menschen haben am Mittwoch in den beiden grössten Städten der Slowakei gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. In der Hauptstadt Bratislava besetzten vor allem rechtsextreme Impfgegner mehrere Stunden lang einen zentralen Verkehrsknoten. Erst am Abend löste die Polizei diese Strassenblockade auf und setzte dabei nach Medienberichten auch Tränengas und Gummiknüppel ein. Wasserwerfer wurden zwar aufgefahren, aber nicht eingesetzt. Mindestens drei Demonstranten wurden bei Auseinandersetzungen mit der Polizei verletzt, vier andere festgenommen.

In der zweitgrössten Stadt Kosice, im Osten des Landes, nahm die Polizei zwei Personen vorübergehend fest, meldete aber keine Verletzten. Zu den anlässlich eines Staatsfeiertages schon am Vormittag an mehreren zentralen Plätzen beider Städte begonnenen Protesten hatten unabhängig voneinander die linkspopulistische Partei Richtung-Sozialdemokratie des ehemaligen Langzeit-Regierungschefs Robert Fico, zwei rechtsextreme Parlamentsparteien und unabhängige Initiatoren aufgerufen. Viele Teilnehmende pendelten aber während des Tages unübersichtlich zwischen den einzelnen Kundgebungsplätzen hin und her und vermischten sich.

Granit Xhaka positiv auf Corona getestet

Die Schweiz musste im Testspiel gegen Griechenland auf Granit Xhaka verzichten. Der Captain wurde am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet.

Granit Xhaka wies am Mittwochmorgen Symptome auf. Der vorgenommene Schnelltest fiel negativ aus. Der darauf durchgeführt PCR-Test am Abend war dann allerdings positiv. Xhaka wurde im Teamhotel isoliert und hatte den ganzen Tag keinen Kontakt mit den Mitspielern.

Granit Xhaka wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Bild: Keystone)

Am Donnerstag soll ein weiterer PCR-Test vorgenommen werden. Danach dürfte auch klar werden, ob Xhaka am Sonntag im Spiel der WM-Qualifikation gegen Europameister Italien dabei sein kann.

Der Kantonsarzt des Kantons Baselland ordnete keine Quarantäne an, weil die übrigen Spieler alle entweder geimpft oder genesen sind.

Dritte Corona-Impfung für Schwerkranke in Grossbritannien

In Grossbritannien können etwa eine halbe Million Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem eine dritte Corona-Impfung erhalten. «Wir wissen, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen, die sie besonders anfällig für Covid-19 machen, durch zwei Impfdosen möglicherweise weniger Schutz gegen das Virus erhalten haben», sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Mittwoch. Eine dritte Dosis solle dazu beitragen, ihren Schutz zu verstärken.

(Bild: Keystone)

Dabei geht es um Menschen, die etwa an Leukämie oder HIV erkrankt sind oder eine Organtransplantation hatten. Sie müssen mindestens zwölf Jahre alt sein und die zweite Impfung muss mindestens acht Wochen zurückliegen. Javid folgt damit einer Empfehlung der britischen Impfkommission JCVI.

Der Minister betonte, die Massnahme sei nicht Teil der geplanten Auffrischungskampagne. Es sei aber geplant, dass die sogenannten Booster-Impfungen noch in diesem Monat starten, sagte Javid. Die JCVI berät allerdings noch über den Nutzen solcher Auffrischungen. Ebenfalls noch nicht entschieden ist, ob allen 12- bis 15-Jährigen eine Impfung angeboten werden soll. Dies fordern unter anderem Lehrergewerkschaften angesichts des anlaufenden Schuljahres.

Travail.Suisse fordert soziale Verbesserungen für Zeit nach Covid

Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse hat am Mittwoch zwölf Forderungen für soziale Verbesserungen beschlossen zugunsten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Post-Covid-Ära. Diese betreffen Arbeitsbedingungen, Löhne, Digitalisierung und Gleichstellung.

Zudem verabschiedeten die Delegierten drei Resolutionen ohne Gegenstimme, wie Travail.Suisse mitteilte. Erstens lehnten sie eine Revision des Arbeitsgesetzes ab. «Wir müssen Erhöhungen der Höchstarbeitszeit, den Ausbau von Überstunden und die Aushöhlung des Verbots der Sonntagsarbeit unter allen Umständen verhindern», wird Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich zitiert.

Zweitens lehnten die Delegierten die aktuellen parlamentarischen Vorschläge zur Rentenreform ab und forderten, dass der Kompromiss der Sozialpartner unverändert übernommen wird. Die Angleichung des Rentenalters für Frauen und Männer werde so lange bekämpft, bis die Lohndiskriminierung der Vergangenheit angehöre, schreibt Travail.Suisse.

WHO listet neue Corona-Variante «von Interesse»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine neue Coronavirus-Variante als «Variante von Interesse» eingestuft. Es handelt sich um die Variante Mu, die zuerst im Januar in Kolumbien identifiziert worden ist, wie die WHO am Mittwoch in ihrem wöchentlichen Corona-Bericht schrieb. Es gebe Anzeichen, dass die Antikörper bei Genesenen oder Geimpften möglicherweise gegen die Variante Mu noch weniger wirksam sind als gegen andere Virusvarianten. Dafür seien aber weitere Studien nötig.

Insgesamt gibt es damit fünf «Varianten von Interesse», die mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Daneben gibt es vier «besorgniserregende Varianten», darunter die auch in Europa inzwischen überwiegend verbreitete Variante Delta.

Die Mu-Variante sei in einigen Ländern Südamerikas und Europas nachgewiesen worden, schreibt die WHO. Aus 39 Ländern lägen genetische Untersuchungen des Virus vor. Weltweit betrage der Anteil der Variante nach derzeitigen Schätzungen nur 0,1 Prozent. In Kolumbien liege er aber bei 38 Prozent und in Ecuador bei 13 Prozent, und der Anteil wachse. Die WHO verweist aber auf die unterschiedliche Kapazität von Ländern, Viren genetisch zu untersuchen.

Schottland will Impfpflicht für Discos und Grossveranstaltungen

In Schottland soll künftig der Zutritt zu Nachtclubs und Grossveranstaltungen nur noch mit dem Nachweis einer Corona-Impfung möglich sein. Entsprechende Pläne soll das Parlament des britischen Landesteils in der kommenden Woche absegnen, wie Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch in Edinburgh sagte. Demnach sollen die Impfpässe für Discos ebenso Pflicht werden wie für unbestuhlte Events in geschlossenen Räumen mit mehr als 500 Teilnehmern, Freiluftveranstaltungen ohne Sitzplätze mit mehr als 4000 Zuschauern und grundsätzlich für alle Veranstaltungen mit mehr als 10.000 Menschen.

Viele der betroffenen Veranstaltungen und Orte seien wichtig für die Wirtschaft sowie das kulturelle Leben oder die Gesellschaft, sagte Sturgeon. «Deshalb wollen wir ihnen ermöglichen, unter sicheren Bedingungen geöffnet zu bleiben. Aber es sind keine lebensnotwendigen Dienste.» Vielmehr tragen sie laut Sturgeon aufgrund der Vielzahl von Menschen auf relativ kleinem Raum erheblich zur Verbreitung des Virus bei.

Sturgeon betonte, dass Impfpässe weiterhin nicht an Orten erforderlich sein würden, an denen die Menschen sich ihre Teilnahme nicht aussuchen können. Als Beispiele nannte die Politikerin öffentliche Verkehrsmittel, Bildung, medizinische Dienste oder Geschäfte. In Schottland hat die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn des Schuljahres vor wenigen Wochen wieder deutlich zugenommen. Sturgeon zeigte sich besorgt. Es gebe 80 Prozent mehr Neuinfektionen als vergangene Woche, im vergangenen Monat habe sich die Zahl der Fälle sogar verfünffacht.

Ständeratskommission für rasche Ausdehnung der Zertifikatspflicht

Entgegen der Meinung des Bundesrats haben sich Teile des Parlaments am Mittwoch für eine rasche Ausdehnung der Covid-Zertifikatspflicht ausgesprochen. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) ermunterte die Landesregierung, die Ausdehnung «rasch und entschlossen» zu vollziehen.

Die Mitglieder der Kommission trafen sich mit Gesundheitsminister Alain Berset und seinen Fachleuten. Danach äusserten sie sich in einer Mitteilung «besorgt» über den raschen Anstieg der Spitaleinweisungen in den vergangenen Wochen.

Um das Gesundheitswesen vor einer Überlastung zu bewahren, riet die Kommission dem Bundesrat zu einer Ausweitung der Zertifikatspflicht. Auch in Restaurants könne diese problemlos umgesetzt werden, erklärte die Kommission.

Der Bundesrat hatte sich am Mittwoch vorerst dagegen entschieden, Besuche etwa von Restaurants, Fitnesszentren und kleinen Veranstaltungen nur noch Geimpften, Genesenen oder negativ Getesteten vorzubehalten. Er will vor einer solchen Verschärfung den Pandemie-Verlauf weiter beobachten.

Japan: Edelstahl-Partikel in kontaminierten Moderna-Impfdosen

Bei den Verunreinigungen in Corona-Impfdosen von Moderna in Japan handelt es sich nach Angaben der Regierung um Edelstahl-Partikel. Diese dürften kein Gesundheitsrisiko darstellen, erklärte das Gesundheitsministerium am Mittwoch. Japan hatte in der vergangenen Woche die Verwendung von 1,63 Millionen Dosen des Impfstoffs ausgesetzt, nachdem über die Verunreinigungen informiert worden war. Lokale Medien hatten berichtet, es handele sich dabei womöglich um Metallpartikel.

Moderna und sein japanscher Partner Takeda erklärten, Edelstahl werde standardmässig auch in künstlichen Gelenken oder Herzkathetern eingesetzt. Daher werde nicht von einem erhöhten medizinischen Risiko ausgegangen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Hinweise darauf, dass zwei Todesfälle nach der Verabreichung des Impfstoffs aus einer der Chargen im Zusammenhang mit der Impfung stehe. Eine formelle Untersuchung zur Todesursache der beiden Männer müsse dies aber noch bestätigen. Gegenwärtig werde von einem Zufall ausgegangen.

Neuenburger Labor könnte falsche Corona-Tests geliefert haben

In einem Neuenburger Labor, das Coronavirus-Tests durchführt, ist es möglicherweise zu fehlerhaften Resultaten gekommen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons hat deshalb eine Untersuchung eröffnet.

Das Labor soll – willentlich oder nicht – nicht alle wissenschaftlichen Vorgaben eingehalten haben, um exakte Resultate zu liefern. Die Untersuchung soll entsprechende Verdachtsmomente verifizieren, die im Verlauf des Sommers aufgetaucht sind, wie die Neuenburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte.

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Verschiedene Personen wurden bereits einvernommen, nachdem das Labor von der Polizei durchsucht worden war. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass willentlich Fehler gemacht wurden, müssen die Verantwortlichen mit Konsequenzen rechnen.

Nähere Angaben wollte die Staatsanwaltschaft zum jetzigen Stand der Ermittlungen nicht machen.

Präsidentin: Kosovaren in der Schweiz sollen sich impfen lassen

Die Präsidentin der Republik Kosovo, Vjosa Osmani-Sadriu, hat die Kosovarinnen und Kosovaren in der Schweiz aufgerufen, sich impfen zu lassen. Alle müssten ihre Verantwortung in der Pandemie wahrnehmen.

Osmani-Sadridu äusserte sich am Mittwoch am Swiss Economic Forum SEF in Interlaken BE dazu, dass viele in der Schweiz lebende Kosovaren im Sommer in die Heimat gereist sind und sich dort mit dem Coronavirus ansteckten.

(Bild: Keystone)

«Wir alle müssen unsere Verantwortung in dieser Corona-Krise wahrnehmen. Ich rufe alle Kosovaren in der Schweiz und in Kosovo auf, sich impfen zu lassen», sagte sie.

Weiter betonte sie in ihrer Rede, dass ein EU-Beitritt für Kosovo eine Priorität bleibe. Derzeit scheitert ein Beitritt auch daran, dass Serbien Kosovo nicht als unabhängigen Staat anerkennt.

In der Schweiz leben rund 200’000 Personen mit kosovarischen Wurzeln.

Bundesrat will Tourismus mit 60-Millionen-Programm wiederbeleben

Der Bundesrat will die von der Pandemie gebeutelte Tourismusbranche mit einem Hilfsprogramm von 60 Millionen Franken unterstützen. Vor allem der Städte- und der Geschäftstourismus sollen profitieren. Zurück zu überrannten Städten will die Regierung aber nicht.

Der Bundesrat hat am Mittwoch das sogenannte «Recovery Programm» für den Schweizer Tourismus verabschiedet und damit 60 Millionen Franken für die Branche gesprochen. «Wir konzentrieren uns auf den Städte- und auf den Geschäftstourismus», sagte Bundespräsident Guy Parmelin vor den Medien in Bern. Diese beiden Felder sowie auf internationale Gäste ausgerichtete Destinationen hätten am meisten unter der Covid-19-Pandemie gelitten.

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 Bundespräsident Guy Parmelin am Mittwoch vor den Medien in Bern. (Bild: Keystone)
BAG meldet 3'202 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Mittwoch 3’202 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 84 Spitaleinweisungen.

Alle Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

25'000 Teilnehmer an der Frankfurter Buchmesse erlaubt

Die Frankfurter Buchmesse darf nach gegenwärtigem Stand im Oktober täglich 25’000 Teilnehmer empfangen. «Uns liegt eine Sondergenehmigung für die Durchführung der Frankfurter Buchmesse vor», teilte die Buchmesse am Mittwoch mit.

Die zulässige Höchstzahl der Besucher gelte «unter Beachtung des vorliegenden Hygienekonzeptes» und «nach heutigem Planungsstand».

Es gilt nach derzeitigem Stand die 3G-Regelung: Einlass gibt es nur für Geimpfte und Genesene, alle anderen brauchen einen aktuellen negativen Test.

SBB bekommen höhere Darlehen wegen Corona-Verlusten

Damit die SBB trotz Corona-Krise ihre Finanzierungslücke stopfen und bereits beschlossene Investitionen sicherstellen können, wird die Limite für kurzfristige Darlehen von 750 auf 950 Millionen Franken erhöht. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen.

Im Jahr 2020 ist die Verschuldung der SBB um 1,5 Milliarden Franken angestiegen. Und auch für das laufende Jahr rechnet der Bund mit einer weiteren Milliarde neuer Schulden. Vor allem im Fernverkehr erlitt das Unternehmen grosse Ertragseinbussen und Verluste. Durch Homeoffice und Ansteckungsgefahr waren zeitweise kaum Pendlerinnen und Pendler mit dem Zug unterwegs.

Die Lage der SBB bleibt aber auch für die kommenden Jahre schwierig, unabhängig von der Pandemie – einerseits muss Rollmaterial erneuert werden, und anderseits sind Investitionen in zusätzliche Züge nötig. Dies um das Angebot in der Form auszubauen, wie es das Parlament mit den Infrastrukturausbauschritten beschlossen hat.

Für diese Phase will der Bundesrat die finanzielle Lage der SBB vertieft analysieren. Bis Ende 2021 will er in verschiedenen Varianten aufzeigen, wie das Unternehmen nachhaltig und stabil finanziert werden kann.

Ziel des Bundesrats ist es, dass sich die SBB «in naher Zukunft» wieder aus den eigenen Erträgen finanzieren können, wie es in der Mitteilung heisst. Anhand dieses Konzepts will die Regierung dann entscheiden, wie sie den künftigen Finanzierungsbedarf der SBB decken will.

Bundesrat will Covid-19-Gesetz teils verlängern

Der Bundesrat will Teile des Gesetzes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angesichts der unsicheren Entwicklung über das Ende des Jahres 2021 hinaus verlängern.

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Bundesrat weitet Zertifikatspflicht vorerst nicht aus

Der Bundesrat verzichtet vorerst auf eine Ausweitung der Covid-Zertifikatspflicht etwa auf Restaurants, Fitnesscenter und kleinere Veranstaltungen. Die Zahl der Spitaleinweisungen von Corona-Patienten sei hoch, habe aber in der vergangenen Woche nicht mehr zugenommen. Deshalb habe sie keinen Entscheid für eine Ausweitung getroffen, teilte die Landesregierung nach ihrer Sitzung am Mittwoch mit.

Die Zertifikatspflicht wird vorerst nicht ausgeweitet, der Bundesrat behält sich dies aber vor. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat behält sich aber vor, Massnahmen zur Entlastung der Spitäler «jederzeit» zu beschliessen, sollte dies nötig werden. Laut dem Bundesrat stiess seine Idee für eine mögliche Ausweitung in der Konsultation mehrheitlich auf Zustimmung bei den Kantonen wie auch bei den Sozialpartnern und Organisationen aus Sport, Kultur und dem Messewesen.

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Schule in Israel beginnt erneut unter Corona-Bedingungen

In Israel hat das Schuljahr zum zweiten Mal in Folge unter Corona-Bedingungen begonnen. Für rund 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche öffneten am Mittwoch, 1. September 2021, nach Medienberichten wieder Schulen und Kindergärten. Dabei gilt Maskenpflicht.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel war am Tag vor Schulbeginn mit fast 11’000 Fällen binnen 24 Stunden auf einen Höchststand seit Beginn der Pandemie geklettert. Experten befürchten, der Schulbeginn könnte das Infektionsgeschehen weiter befeuern. Rund 2,13 Millionen Kinder unter 12 Jahren können in Israel nur in seltenen Ausnahmefällen geimpft werden.

Etwa eine Viertelmillion Schüler müssen den Angaben zufolge an Fernunterricht teilnehmen – entweder, weil sie in Corona-Quarantäne sind, oder weil die Zahl geimpfter Kinder in ihren Klassen zu niedrig ist. Vor Beginn des Schuljahres hatten die Schulen Corona-Schnelltests verteilt. Für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren lief im August ein Projekt mit Corona-Antikörpertests. Ausserdem werden für Kinder über 12 Jahren Impfungen in der Schule angeboten.

Zürcher Gesundheitsdirektorin: Ungeimpfte belasten Gesundheitssystem

Impfgegner müssten bei einer Covid-19-Erkrankung eigentlich eine Patientenverfügung mit dem Verzicht auf eine Spital- und Intensivbehandlung verfassen: Das sagte die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli am 1. September in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. «Ungeimpfte verlängern die Pandemie», erklärte sie.

Mit Impfgegnern geht die SVP-Politikerin Rickli im Interview hart ins Gericht. «Wer Impfgegner ist, der müsste eigentlich eine Patientenverfügung ausfüllen, worin er bestätigt, dass er im Fall einer Covid-Erkrankung keine Spital- und Intensivbehandlung will. Das wäre echte Eigenverantwortung», gab sie zu Protokoll.

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Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli bei der Impfmobil-Aktion im August 2021. (Bild: Keystone)
Thailand: Auch Hua Hin plant Tourismus-Neustart

Dank langsam sinkender Corona-Zahlen in Thailand planen weitere Regionen im beliebten Urlaubsland einen Neustart des internationalen Tourismus. Nach den grössten Inseln Phuket und Ko Samui will der berühmte Badeort Hua Hin auf dem Festland voraussichtlich ab 1. Oktober 2021 wieder Touristen empfangen. Sofern sie vollständig geimpft sind, dürfen Feriengäste dann quarantänefrei in dem 200 Kilometer südlich von Bangkok gelegenen Ort ausspannen.

Laut Krod Rojanastien, der für das Projekt verantwortlich ist, will Hua Hin ein ähnliches Modell wie Phuket anwenden, jedoch in kleinerem Umfang. Im Rahmen von Phukets «Sandbox»-Programm dürfen vollständig geimpfte Urlauber aus 70 Ländern bereits seit dem 1. Juli unter strengen Auflagen quarantänefrei anreisen. Ziel ist es, die seit eineinhalb Jahren am Boden liegende, aber für das Land extrem wichtige Tourismusbranche zumindest teilweise wiederzubeleben.

Hua Hin hoffe darauf, im letzten Quartal etwa 100’000 Touristen anzulocken, sagte Rojanastien. «Wenn die Infektionsrate in Thailand weiter sinkt und viele Staaten Thailand auf die Liste sicherer Reiseländer setzen, dann können wir in den letzten drei Monaten mit einem Aufschwung des Tourismussektors rechnen.»

Australien: «Delta-Variante macht Null-Covid-Strategie unmöglich»

Trotz eines seit mehr als zwei Monaten geltenden Lockdowns haben die Behörden im australischen Bundesstaat New South Wales erneut mehr als 1’100 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Regierung in der Region mit der Millionenstadt Sydney gestand am Mittwoch ein, dass die Null-Covid-Strategie, die das Land lange verfolgt hatte, gescheitert sei. «Es ist unmöglich, die Delta-Variante zu eliminieren», sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian.

Bisher sei New South Wales erfolgreich darin gewesen, andere Varianten unter Kontrolle zu bringen. «Aber die Delta-Variante ist ein Wendepunkt – und jeder Bundesstaat in Australien wird früher oder später damit leben müssen.» Die Behörden versuchen derzeit, so schnell wir möglich 70 Prozent der Bevölkerung vollständig zu impfen, um eine Herdenimmunität zu erreichen. In New South Wales könnte dies bereits Mitte Oktober der Fall sein, sagte Berejiklian.

Das 25-Millionen-Einwohnerland Australien hatte mit strengen Regeln und geschlossenen Aussengrenzen lange versucht, das Coronavirus vollständig auszumerzen. Bereits bei einer Handvoll Fällen wurden ganze Regionen unter Lockdown gestellt. Jedoch kämpfen mehrere Landesteile seit Monaten wegen der Ausbreitung der Delta-Variante mit steigenden Zahlen. Der Grossraum Sydney ist besonders betroffen.

Italien: Weitere Corona-Regeln für Reisende

In Italien gelten ab diesem Mittwoch verschärfte Corona-Regeln. Wer mit Langstreckenbussen oder im Bahnverkehr mit Hochgeschwindigkeits- sowie Intercity-Zügen reist, braucht einen Nachweis, dass er gegen Covid-19 geimpft, negativ getestet oder genesen ist. Diese Nachweise werden in Italien auch als Green Pass (Grüner Pass) bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein digitales oder ausdruckbares Zertifikat. Für den öffentlichen Nahverkehr sind sie nicht nötig.

An den Bahnhöfen oder in den Zügen soll das Bahnpersonal laut Trenitalia die Zertifikate kontrollieren. In Deutschland wird derzeit noch über mögliche Nachweispflichten zum Corona-Schutz in Fernzügen gestritten. In Italien ist der Grüne Pass nun auch für Reisende auf Inlandsflügen Pflicht. Wer mit der Fähre zwischen zwei italienischen Regionen verkehrt, also etwa vom Latium nach Sardinien, braucht ebenfalls diesen Nachweis.

Wer in Italien mit Hochgeschwindigkeits- oder Intercity-Zügen reist, braucht einen Green Pass. (Bild: Keystone)

Die Regierung hatte sich wegen der gestiegenen Corona-Infektionszahlen Anfang August auf weitere Regeln geeinigt. Zunächst führte sie die Green Pass-Pflicht für Restaurantgäste ein, die innen am Tisch sitzen wollen. Im Vorfeld der nun geltenden Regeln hatten landesweit Impf- und Green Pass-Gegner teils heftig dagegen demonstriert.

Weitere Regeln gelten für das im September wieder beginnende Schuljahr. Das Schulpersonal darf nur mit dem Green Pass zur Arbeit kommen – eine teils umstrittene Regelung. Wer sich nicht impfen lassen kann, bekommt kostenlose Corona-Tests. Ansonsten sind diese in Italien in der Regel kostenpflichtig. Dem Schulpersonal ohne Green Pass kann damit die Kündigung drohen, wenn es länger als fünf Tage ohne Grund fehlet. An den Universitäten gilt die Nachweispflicht dagegen für Studierende und alle, die dort arbeiten, also Menschen in der Lehre oder Forschung.

Kiss sagen weitere Konzerte ab – auch Gene Simmons Corona-positiv

Nach Kiss-Frontmann Paul Stanley ist nun auch der Bassist der Hardrock-Band, Gene Simmons, positiv auf Corona getestet worden. Der 72-jährige Simmons habe leichte Krankheitssymptome, teilte die US-Band am 31. August auf Instagram mit. Bis zum 5. September werden nun vier geplante Konzerte in den USA abgesagt.

Die Band und die Crew-Mitglieder werden sich zehn Tage in ihrem eigenen Umfeld isolieren, wie es weiter hiess. Danach wollten sie ihre «End of The Road»-Tour in Kalifornien fortsetzen.

Vorige Woche hatte Kiss wegen eines positiven Corona-Tests bei Frontmann Paul Stanley ein Konzert im US-Staat Pennsylvania kurzfristig abgesagt. Alle Bandmitglieder und die Crew seien vollständig geimpft und hätten Hygieneregeln befolgt, teilte die Band mit.

Irland kündigt weitere Corona-Lockerungen an

In Irland sollen am 22. Oktober fast alle verbleibenden Corona-Massnahmen aufgehoben werden. Voraussetzung ist, dass bis dahin 90 Prozent der Erwachsenen vollständig gegen das Virus geimpft sind und die Zahl der Neuinfektionen stabil bleibt. Das beschloss das Kabinett des EU-Mitgliedstaates am Dienstag in Dublin, wie der Sender RTÉ und die Zeitung «Irish Times» berichteten. Allerdings bleibt die Maskenpflicht in Gesundheitseinrichtungen sowie in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr bestehen.

Indien mit Rekordwachstum trotz Corona-Welle

Die indische Wirtschaft ist ungeachtet der im Frühjahr grassierenden Corona-Welle im Rekordtempo gewachsen.

Das Bruttoinlandsprodukt der nach China und Japan drittgrössten Volkswirtschaft Asiens erhöhte sich von April bis Juni um 20,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie die Statistikbehörde am Dienstag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte es wegen der Corona-Krise noch einen Einbruch um 24,4 Prozent gegeben. Besonders die Industrie schaffte diesmal ein kräftiges Wachstum. Auch die Konsumausgaben der Verbraucher legten deutlich zu.

Viele Experten warnen aber vor einem konjunkturellen Rückschlag. «Angesichts einer möglichen dritten Infektionswelle werden die Impffortschritte entscheidend sein», sagte Analyst Sreejith Balasubramanian vom Fondsanbieter IDFC AMC.

Italien: Erneut Proteste gegen Corona-Regeln befürchtet

Einen Tag vor dem Inkrafttreten weiterer Corona-Beschränkungen in Italien haben die Gewerkschaften Drohungen, Züge zu blockieren, verurteilt.

«Wir sagen Nein zu Drohungen, am 1. September Züge an den grossen italienischen Bahnhöfen zu blockieren», teilten mehrere Gewerkschaften am Dienstag mit. Hintergrund ist, dass Zugreisende ab diesem Mittwoch den sogenannte Green Pass (Grünen Pass) benötigen. Das ist ein digitaler oder ausdruckbarer Nachweis über eine Impfung gegen Covid-19, einen negativen Test oder dass man von der Krankheit genesen ist.

Impf- und Green-Pass-Gegner hatten in den vergangenen Tagen in Chatgruppen des Dienstes Telegram zu der Blockade aufgerufen. In den Gruppen wurden auch immer wieder Kontaktdaten von Unternehmen, Ministerien und Organisationen geteilt mit dem Aufruf, diese mit Nachrichten zu überfluten.

Zuletzt gab es in Italien landesweit heftige Proteste gegen die Corona-Politik. Auch Journalisten wurden Medienberichten zufolge angegriffen. Das italienische Innenministerium teilte mit, in den kommenden Tagen die «einschüchternden Handlungen» prüfen und analysieren zu wollen.

Auch Wissenschaftler werden zum Ziel von Drohungen. Der Spezialist für Infektionskrankheiten, Matteo Bassetti, erzählte im Interview des «Corriere della Sera» (Dienstag), jemand habe ihn auf offener Strasse in der Nähe seines Hauses beleidigt und gedroht, ihn zu töten. Ab dem 1. September ist der Green Pass in Intercity- und Hochgeschwindigkeitszügen vorgeschrieben, sowie auf Inlandsflügen und bestimmten Busverbindungen. Der öffentliche Nahverkehr ist von der Regel ausgenommen.

Bund empfiehlt Impfung vor Abreise und Test nach Heimreise

Der Bund diskutiere laufend Möglichkeiten, wie sich eine weitere Einschleppung des Coronavirus vermindern liesse, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG). «Am besten ist es, sich vor der Abreise impfen und nach der Rückkehr testen zu lassen», so Masserey.

Momentan gebe es nur Quarantänebestimmungen für Länder mit einer neuen, besorgniserregenden Variante, sagte Masserey. Ob sich das bald ändern werde, könne sie nicht sagen.

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Corona-Zahlen in Thailand sinken – Lockerungen ab Mittwoch

Thailand bekommt die seit Monaten in weiten Landesteilen wütende Corona-Welle langsam unter Kontrolle. Am Dienstag meldeten die Behörden erstmals seit einem Monat wieder weniger als 15’000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Mitte August lag die Zahl noch bei Rekordwerten von mehr als 22’000.

In der vergangenen Woche hatte das staatliche Corona-Krisenzentrum bereits Lockerungen des strikten Lockdowns in den schwer betroffenen «dunkelroten Zonen» angekündigt. Dazu gehört auch die Hauptstadt Bangkok. Ab Mittwoch dürfen Restaurants wieder bis 20 Uhr öffnen. Zudem wird der Inlandsflugverkehr wieder aufgenommen. Nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 4 Uhr sollen aber zunächst weiter gelten.

Ziel der Behörden sei es aber nicht mehr, das Virus gänzlich auszurotten, sagte Pensom Lertsithichai, eine Sprecherin des Aussenministeriums. «Wir bereiten das Land auf eine schrittweise Rückkehr zur «neuen Normalität» vor, in der wir lernen, mit Covid-19 zu koexistieren, während wir gleichzeitig unseren Alltag so normal wie möglich, aber auch so sicher wie möglich gestalten.»

Ryanair will ab Sommer 2022 Preise auf Vorkrisenniveau anbieten

Die irische Billig-Airline Ryanair erwartet, dass die Preise bis zum Sommer 2022 unter denen des Vorkrisenniveaus liegen werden. Gleichwohl seien in den kommenden Monaten Preiserhöhungen geplant, sagt Ryanair-Chef Michael O’Leary der Nachrichtenagentur Reuters.

Ryanair rechnet mit einer Zunahme der Passagierzahlen. (Bild: Keystone)

Auch die Zahl der Passagiere solle steigen. Die Kapazität dürfte laut O’Leary im Oktober das Niveau vor der Pandemie erreichen, wobei mit zu 15 bis 20 Prozent unbesetzten Sitzen gerechnet werde. Für September, Oktober und November erwarte Ryanair jeweils rund 10,5 Millionen Passagiere, eine halbe Million mehr als noch im Juli vorhergesagt.

BAG: 51,6 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Vom 24. August bis 30. August sind in der Schweiz 162’995 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 51,6 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 9’632’891 Impfungen verabreicht. 4’466’234 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 700’423 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen.

Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 23’285 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 8 Prozent.

Bündner Skigebiet kündigt Zertifikatspflicht für Wintersaison an

Die Fideriser Heuberge haben als erstes Bündner und wohl auch als erstes Schweizer Skigebiet eine Covid-Zertifikatspflicht für die kommende Wintersaison beschlossen. Die Zertifikate werden für alle Aktivitäten und Betriebe im gesamten Skigebiet verlangt.

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Im Skigebiet der Fideriser Heuberge wird man in der kommenden Saison nur mit Covid-Zertifikat unterwegs sein dürfen. (Bild: Keystone)
BAG meldet 2'702 Neuinfektionen am Dienstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 2702 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem wurden 11 Todesfälle und 79 Spitaleintritte registriert.

Alle aktuellen Corona-Zahlen vom BAG finden Sie hier.

Kompakte Infos zur Schweizer Kultur in Zeiten Coronas

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat Informationen zur Schweizer Kultur veröffentlicht – knapp und knackig. Die «Taschenstatistik Kultur in der Schweiz» bezieht sich auf das Berichtsjahr 2020 und zeichnet, soweit möglich, die Auswirkungen der Coronapandemie nach.

Erste Erkenntnisse: Die Anzahl der Kulturschaffenden ist um 4,7 Prozent zurückgegangen, die Kinoeintritte sind um etwa zwei Drittel eingebrochen und ins Museum gingen nur etwa halb so viele Menschen wie im Vorjahr. Die Sonderausgabe setzt sich aus Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) und anderen Quellen zusammen, die die Folgen von Covid-19 auf das kulturelle Leben in der Schweiz veranschaulichen.

Gestiegen sei dagegen das Interesse an digitalen kulturellen Aktivitäten, heisst es in der Medienmitteilung des BAK vom Dienstag weiter. Dazu gehören etwa das Streaming von Filmen der die Downloads von eBooks oder Games.

Die in allen vier Landessprachen erschienenen Auswertungen sollen um eine Übersicht der finanziellen Massnahmen der ersten Phase ergänzt werden, die Bund und Kantone zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen für die Kulturbranche ergriffen haben. Zugänglich ist die «Taschenstatistik Kultur in der Schweiz» kostenlos auf der Webseite des BAK.

Deutschland will neue Corona-Indikatoren einführen

Die deutsche Regierung hat neue Indikatoren zur Bewertung der Corona-Lage auf den Weg gebracht.

«Wesentlicher Massstab» für zu ergreifende Schutzmassnahmen soll demnach insbesondere die Zahl der in regionalen Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100’000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sein, wie aus dem am Dienstag vom Kabinett beschlossenen Formulierungsvorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hervorgeht. Wann kritische Schwellen erreicht sind, sollen die Länder festlegen.

Spahn sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: «Je weniger Menschen wegen Covid im Krankenhaus behandelt werden müssen, desto mehr Freiheit ist möglich.» An diesem Leitsatz sollten die Länder künftig ihre Pandemiepolitik ausrichten. «Bei hoher Impfquote wird die Inzidenz nicht überflüssig, aber sie verliert an Aussagekraft.»

Die Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD soll nun im Bundestag weiter beraten und voraussichtlich in der kommenden Woche beschlossen werden. Hintergrund ist, dass die bisher als zentraler Indikator genutzte Zahl der Neuinfektionen (Inzidenz) angesichts des Impffortschritts nicht mehr so direkt auf die Klinikbelastung durchschlägt.

Wie es in dem Vorschlag heisst, sollen neben den Klinik-Einweisungen «weitere Indikatoren» bei der Bewertung des Infektionsgeschehens berücksichtigt werden. Genannt werden die – nach Altersgruppen differenzierte – Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner in sieben Tagen, die verfügbaren Intensivkapazitäten und die Zahl der Geimpften. Die Landesregierungen sollen dann unter Berücksichtigung der jeweiligen stationären Versorgungskapazitäten Schwellenwerte für alle aufgeführten Indikatoren festsetzen können.

EU erreicht wichtiges Ziel bei Impfkampagne

Die Europäische Union hat im Kampf gegen das Coronavirus ein wichtiges Ziel erreicht. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft.

«Das sind mehr als 250 Millionen Menschen, die immunisiert sind», erklärte die Chefin der Exekutive der EU am Dienstag. Sie sprach von einer «grossen Leistung» und einem «Meilenstein».

70 Prozent der Erwachsenen in der EU seien nach Angaben von Ursula von der Leyen bereits vollständig geimpft. (Bild: Keystone)

Die EU hat damit eine erfolgreiche Aufholjagd hingelegt. So hatten zum Beispiel die USA anfangs deutlich schneller der Bevölkerung Impfangebote machen können. Dies lag vor allem daran, dass in der EU anfangs nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung stand. Heute liegen die Vereinigten Staaten bei der Immunisierungsquote hinter der EU.

Das Ziel, bis Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der EU durch eine Impfung vor Covid-19 zu schützen, hatte die EU-Kommission im Januar ausgegeben. Experten waren damals davon ausgegangen, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten müssen, um die Corona-Pandemie in einem Land zu stoppen.

Diese Hoffnung hat sich zwar wegen der deutlich ansteckenderen Delta-Variante zerschlagen, der Druck auf die Gesundheitssysteme und die Gesellschaft konnte durch die Impfkampagne allerdings dennoch enorm reduziert werden. So hat die Immunisierung die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle stark gesenkt. Zugleich konnten viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden.

Alle Covid-Patienten im Kanton Uri ungeimpft

Seit rund einer Woche liegen sieben bis acht Covid-Patienten im Kantonsspital Uri, einige müssen beatmet werden. «Alle Covid-Patienten im Kantonsspital sind ungeimpft», schreibt der Kanton am Dienstag. Man wolle nun das Impfen ohne Voranmeldung ausbauen.

Mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland doppelt geimpft

Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor (Stand: 10:03 Uhr).

Demnach wurden am Montag 171’825 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 54 Millionen Menschen (65,1 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 50,2 Millionen (60,5 Prozent) sind vollständig geimpft.

(Bild: Keystone)

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hatte in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Mittlerweile können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.

Erster Prozess im Fall Ischgl: Witwe fordert 100'000 Euro

In Österreich startet am 17. September eine Reihe von Prozessen um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl.

Zum Auftakt wollen der Sohn und die Witwe eines Österreichers, der nach einer Corona-Infektion gestorben ist, von der Republik 100’000 Euro Schadenersatz. Das teilte der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Kläger vertritt, am Dienstag mit.

Bei der für zwei Stunden angesetzten Verhandlung vor dem Landgericht für Zivilrechtssachen in Wien solle auch geklärt werden, ob es zu einem Vergleich kommen könne, so VSV-Vorstand Peter Kolba. «Wir sind dazu bereit.» Zwölf weitere Verfahren sollen in den Tagen darauf beginnen.

Die Kläger werfen den Behörden vor, zu spät vor dem Virus gewarnt und zu zögerlich den Skibetrieb geschlossen zu haben. Der Ort ist für seine Partyszene bekannt und gilt als einer der Hotspots für die Verbreitung des Virus in der ersten Welle im März 2020. Der Staat Österreich hat ein schuldhaftes Handeln bestritten.

In dem ersten Fall gehen die Kläger davon aus, dass sich der 72-jährige Journalist während der chaotischen Abreise aus dem Tal im Bus auf dem Weg zur Bahnstation angesteckt hat. Tausende Urlauber waren am 13. März 2020 von der Ankündigung von Kanzler Sebastian Kurz überrascht worden, dass das Paznauntal ab sofort isoliert werde. Daraufhin packten viele – darunter auch deutsche Urlauber – umgehend die Koffer und versuchten, den Ort noch zu verlassen. Aus Sicht der Kläger haben diese Umstände dazu beigetragen, dass sich das Virus in Teilen Europas derart ausbreiten konnte.

Rund 100 weitere Klagen gegen die Republik Österreich sind laut VSV in Vorbereitung. Eine unabhängige Experten-Kommission hatte zwischenzeitlich festgestellt, dass es im Krisenmanagement zu Fehlern und Fehleinschätzungen gekommen war.

Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel hoch wie nie

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist mit fast 11’000 Fällen binnen 24 Stunden auf einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie geklettert. Es seien 10’947 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Die bisher höchste Zahl war Mitte Januar mit rund 10’100 Fällen registriert worden. Damals wurde aber noch deutlich weniger getestet. Mittlerweile sind in dem 9,4-Millionen-Einwohner-Land mehr als eine Million Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der Schwerkranken sank leicht, sie lag am Dienstag bei 719.

Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hatte am Montag die Marke von 7’000 überschritten. Experten betonen, der Impfstoff sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen.

In Israel wird fast ausschliesslich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen das Coronavirus, rund zwei Millionen sind bereits dreifach geimpft. Knapp 59 Prozent der Bürger haben zwei Impfdosen erhalten. Alle Israelis von zwölf Jahren an können inzwischen zum dritten Mal geimpft werden. Allerdings ist es kaum möglich, zu einer Herdenimmunität zu gelangen, solange rund 2,13 Millionen Kinder unter zwölf nur in seltenen Ausnahmefällen geimpft werden können. Sie stellen fast ein Viertel der Bevölkerung.

Hintergrund der Entscheidung für eine dritte Impfung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Gleichzeitig verbreitete sich die Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Experten befürchten, der Schulbeginn am 1. September nach den Sommerferien könnte das Infektionsgeschehen weiter befeuern. Nach israelischen Medienberichten können mehr als 90’000 Kinder und Jugendliche nicht in die Schule oder den Kindergarten gehen, weil sie aktuell erkrankt oder in Corona-Quarantäne sind.

Ersatz-Openair «Frauenfeldli» abgesagt

Dem Kanton Thurgau und der Stadt Frauenfeld wurde die Bewilligung für das «Frauenfeldli», dem Ersatz-Openair für das Frauenfeld, entzogen. Das Kantonsspital in Frauenfeld sei wegen des Anstiegs der Corona-Patienten an der Kapazitätsgrenze. Die Grundversorgung der Gäste sei deshalb nicht mehr gewährleistet.

«Wir stehen hinter der Entscheidung der Behörden. Aber wir sind enttäuscht, denn wir sind überzeugt, dass die Absage dieses Mal vermeidbar gewesen wäre», schreiben die Veranstalter am Dienstag.

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Das «Frauenfeldli» hätte vom 14. bis 18. September stattfinden sollen. (Archivbild: Keystone)
Deutsche Flughäfen erreichen 40 Prozent des Vorkrisenniveaus

Im Reisemonat Juli haben knapp 9,9 Millionen Menschen die Flughäfen in Deutschland genutzt. Das waren zwar fast doppelt so viele wie im Vorjahresmonat, aber auch nur 40 Prozent des Aufkommens aus dem Juli 2019, als von der Coronapandemie noch keine Rede war.

Laut der am Dienstag vorgelegten Monatsbilanz des Flughafenverbandes ADV fehlen die Passagiere besonders auf Inlandsflügen und den langen Interkontinentalverbindungen. In beiden Bereichen lag die Nachfrage nur bei rund einem Viertel des Vorkrisen-Niveaus. Das wichtigste Segment blieben Europaflüge zu den typischen Ferienzielen am Mittelmeer. Hier lagen die Passagierzahlen mit 7,8 Millionen bei knapp der Hälfte (47,2 Prozent) des Aufkommens aus dem Juli 2019.

Am Montag hatte der ADV berichtet, dass die Passagierzahlen zuletzt wieder nachgelassen haben: In der Woche vom 16. bis 22. August wurden erstmals seit Monaten wieder weniger Passagiere gezählt als in der jeweiligen Vorwoche. Der Verband befürchtet, dass der Trendverlauf in diesem Jahr dem des Sommers 2020 ähneln könnte, als die Passagierzahlen nach dem touristischen Sommerhoch wieder stark zurückgingen.

Rega fliegt an Corona erkrankte Doppelbürger aus dem Kosovo

Die Nachfrage nach Repatriierungsflügen und andere Rückholaktionen für Covid-19-Patienten ist im Juli und August hoch gewesen. Insgesamt vermittelte die Notrufzentrale Medicall 110 Repatriierungen. 23 davon entfielen auf Nordmazedonien und den Kosovo. 18 Aktionen aus diesen Destinationen betrafen Covid-19-Kranke.

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Die Rega holt regelmässig schwer an Corona erkrankte Personen aus dem Ausland ab. (Bild: Keystone)
Corona-Inzidenz in Deutschland erstmals seit Anfang Juli gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland erstmals seit Anfang Juli wieder gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 74,8 – nach 75,8 am Vortag.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5’750 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4:10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 5’747 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 60 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3’942’856 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3’738’000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92’200.

Task Force-Mitglied empfiehlt dritte Impfung für Senioren im Herbst

Ältere Menschen und Personen, für die Covid-19 ein erhöhtes Risiko bedeutet, sollten bereits im Herbst eine dritte Impfdosis erhalten. Das empfiehlt der Immunbiologe Christian Münz. Er ist Mitglied der wissenschaftlichen Covid-19-Task Force des Bundes.

«In Israel sieht man, dass Reinfektionen bei Geimpften recht häufig werden können», sagte Münz im am Dienstag, 31. August, veröffentlichten Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Zwar brauche es in der Regel wahrscheinlich ein Jahr oder mehr, bis der Immunschutz bei Geimpften derart stark abfalle, dass eine schwere Erkrankung möglich werde.

Senioren müssen schon im Herbst zum dritten Piks, empfiehlt Task Force-Mitglied Christian Münz. (Bild: Keystone)

Doch besonders bei älteren Menschen könne es aber früher soweit sein. «Für ältere Leute, die Januar bis März geimpft wurden, wäre es empfehlenswert, wenn diese vor dem Winter mit einer dritten Dosis geimpft würden», sagte Münz.

Um die 10 bis 20 Prozent der Geimpften zu erreichen, bei denen die Immunantwort zu tief sei, hält Münz für ab 65-Jährige eine eine dritte Impfdosis bereits für gerechtfertigt. Er rät deshalb zu Vorbereitungen, damit im September oder Oktober geimpft werden kann. Auch für Risikogruppen bräuchte es eine Auffrischungsimpfung.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) klärt zurzeit ab, ob und wann dritte Impfdosen verabreicht werden. Dies sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG, Mitte August vor den Medien.

USA warnen wegen Ansteckungszahlen vor Reisen in die Schweiz

Die Behörden in den USA warnen vor Reisen in die Schweiz. Grund sind die Corona-Fallzahlen. Die Warnung wurde am Montag, 30. August, auf der Webseite des Aussenministeriums und der US-Seuchenschutzbehörde CDC veröffentlicht.

Die Schweiz, aber auch Aserbaidschan und Estland wurden aufgrund steigender Infektionszahlen auf «Stufe 4: sehr hoch» heraufgestuft. Das bedeutet, dass Reisen in die Schweiz vermieden werden sollten. Personen aus den USA können seit Ende Juni wieder in die Schweiz einreisen.

Menschen, die in die Schweiz reisen müssen, empfehlen die Behörden in den USA, sich zuvor vollständig impfen zu lassen, Wegen der hohen Ansteckungszahlen in der Schweiz hätten indes auch vollständig Geimpfte ein Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken und Varianten des Virus weiterzuverbreiten.

Israel beschliesst Corona-Vorgaben für Klagemauer vor Feiertagen

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat Israel vor dem jüdischen Neujahrsfest Versammlungsvorgaben für die Klagemauer in Jerusalem erlassen. Maximal 8’000 Gläubige dürften zeitgleich auf dem Platz davor zusammenkommen, entschied das Corona-Kabinett laut einer Mitteilung am Montagabend. Alle Personen müssten stets Maske tragen, und der Platz werde in 18 kleinere Bereiche unterteilt. Die Klagemauer in der Altstadt gilt als wichtigstes Heiligtum von Juden weltweit. Sie ist der Überrest eines jüdischen Tempels, der im Jahr 70 von den Römern zerstört wurde.

(Bild: Keystone)

Vor und am jüdischen Neujahrsfest, das am nächsten Montagabend (6. September) beginnt, werden Zehntausende religiöse Juden zu Gebeten an der Mauer erwartet. Im vergangenen Jahr verhängte die Regierung während der Feiertage einen Lockdown wegen hoher Corona-Fallzahlen.

Zahl der Corona-Toten in Israel überschreitet Marke von 7'000

Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat die Marke von 7’000 überschritten. Die Gesamtzahl der Menschen, die nach einer Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 starben, stieg auf 7’030, wie das Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte.

Die Marke von 6’000 Todesfällen war in Israel am 15. März überschritten worden. Zum Jahreswechsel hatte die Zahl der Toten etwa 3’400 betragen, Anfang Februar waren 5’000 verzeichnet worden.

(Bild: Keystone)

Der Erreger SARS-CoV-2 ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit Beginn der Pandemie bei mehr als einer Million Menschen in Israel nachgewiesen worden. Israel hat rund neun Millionen Einwohner.

Das Gesundheitsministerium hatte am Sonntag mitgeteilt, dass in Israel alle Bürger von zwölf Jahren an eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten können. Zuletzt galt eine Altersgrenze von 30 Jahren für die Auffrischungsimpfung. Es müssen ausserdem mindestens fünf Monate seit der zweiten Impfung vergangen sein.

Schattenbanken-Sektor in der EU wächst trotz Coronakrise

Der Schattenbanken-Sektor in der Europäischen Union hat trotz der Coronakrise an Bedeutung zugelegt. Im vierten Quartal 2020 verwalteten in der EU Investmentfonds und andere Finanzgesellschaften abseits der traditionellen Banken Vermögenswerte von 39,4 Billionen Euro.

Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent binnen Jahresfrist, wie der Europäische Systemrisikorat (ESRB) in einem am Montag vorgelegten Bericht mitteilte. Solche Finanzfirmen seien zwar zunächst ebenfalls von den Folgen des Ausbruchs der Coronapandemie belastet worden. Im weiteren Jahresverlauf habe sich der Sektor aber wieder erholt. Zu diesen Finanzgesellschaften werden unteren anderem Hedge- und Geldmarktfonds, alternative Investmentfonds sowie spezielle Börsenhändler gezählt.

In seinem Bericht weist der ESRB auf vier Gefahren hin, die es infolge der Corona-Krise im Auge zu behalten gelte. Dazu zähle die Unsicherheit hinsichtlich der Erholung von der Pandemie und eine steigende Verschuldung sowie wachsende Kreditrisiken im Zuge der Pandemie. Aber auch eine Entkopplung der Realwirtschaft von den Börsen und eine unsichere Liquidität in manchen Märkten gehörten dazu.

Aargau führt Maskenpflicht an Volksschule ab der 5. Klasse ein

An der Aargauer Volksschule gilt vom 1. September an eine allgemeine Maskentragepflicht ab der 5. Primarschulklasse. Das hat der Regierungsrat als Sofortmassnahme beschlossen.

Seit Beginn des neuen Schuljahrs häuften sich generell bei Menschen unter 30 Jahren und entsprechend auch an den Schulen die Covid-19-Infektionsfälle, teilte die Staatskanzlei Aargau am Montag mit.

(Bild: Keystone)

Die allgemeine Maskentragepflicht ab der 5. Primarschulklasse sei auch eine Folge der Schwierigkeiten beim repetitiven Testen und der Erforschung der positiven Einzelfälle.

Die Pflicht gilt für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen in allen Schulgebäuden und Unterrichträumen. Schülerinnen und Schüler bis und mit 4. Primarschulklasse sind davon ausgenommen.

Es werde mit Hochdruck an der Verbesserung der Prozesse beim repetitiven Testen und dem Zusammenspiel mit dem Contact Tracing gearbeitet, hält die Staatskanzlei fest. Es sei ein dringliches Ziel, die Nachtestungen zeitnah vorzunehmen.

Betroffene Branchen bei ausgeweiteter Zertifikatspflicht uneins

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Ausweitung der Zertifikatspflicht auf Restaurants, Kinos und Veranstaltungen stösst auf viel Zuspruch. Direkt betroffene Branchen sind sich jedoch uneins. Der Gewerbeverband sagt Nein. Graubünden will das Covid-Zertifikat für den öffentlichen Verkehr prüfen lassen.

Die Konsultationsfrist lief am Montag ab. Energisch fällt der Widerspruch des Schweizerischen Gewerbeverbands aus. Für eine Ausweitung der Vorzeigepflicht des Covid-Zertifikats fehle die gesetzliche Grundlage, teilte er am Montag mit.

Als Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit sei die Massnahme verfassungswidrig. Handfeste Beweise auf einen gesundheitspolitischen Nutzen gebe es nicht. Die Folge seien Ertragsausfälle, Aufwände und Ungleichheiten.

Der Gastgewerbeverband Gastrosuisse gab seinen erbitterten Widerstand bereits vor Ablauf der Konsultationsfrist bekannt. Er zeigt sich alarmiert. Restaurants und Cafés müssten mit massiven Umsatzeinbussen rechnen.

OECD: Erholung nach Corona-Einbruch beschleunigt sich

Nach dem coronabedingten Wirtschaftseinbruch registriert die Industriestaatenorganisation OECD eine beschleunigte Erholung im zweiten Jahresdrittel. Lediglich in den USA aber liegt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits wieder um 0,8 Prozent über Vorkrisenniveau, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Montag in Paris mit.

In der Eurozone lag das Bruttoinlandsprodukt noch um 3 Prozent und in der EU um 2,6 Prozent unter dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie. Das Wachstum nach der Krise beschleunigt sich in den einzelnen Ländern unterschiedlich schnell.

In der Eurozone legte das BIP im zweiten Jahresdrittel um 2 Prozent und in der EU um 1,9 Prozent zu, nachdem es im ersten Drittel noch einen geringfügigen Rückgang gab. In Deutschland legte das BIP demnach um 1,6 Prozent zu, nach einem Rückgang im ersten Jahresdrittel um 2 Prozent. Den stärksten Anstieg gab es in Grossbritannien mit 4,8 Prozent nach einem Rückgang von 1,6 Prozent.

Solothurner Regierung ist für Ausweitung der Zertifikatspflicht

Der Solothurner Regierungsrat stützt die vom Bundesrat geplante Ausdehnung der Covid-Zertifikatspflicht. Es geht gemäss Regierungsrat darum, eine Überlastung der Spitäler zu verhindern und auch die Schliessung von ganzen Wirtschaftssektoren zu verhindern.

Die Ansteckungen und Spitaleinweisungen von ungeimpften Personen stiegen schweizweit stark an, neuerdings auch bei jüngeren Personen, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Montag mit. Man schätze die aktuelle Entwicklung als «besorgniserregend» ein. Es müssten «dringend Massnahmen ergriffen werden».

Wichtig sei eine schweizweit einheitliche Regelung, hält der Regierungsrat fest. Die vorübergehende Ausdehnung der Covid-Zertifikatspflicht werde als wirksame Massnahme erachtet. Diese ermögliche grundsätzlich allen Personen weiterhin den Zutritt zu Bereichen des öffentlichen Lebens.

(Symbolbild: Keystone)

Vorübergehende Schliessungen oder Verbote würden die Betriebe und die Bevölkerung viel härter treffen und auch die Freiheiten der geimpften Personen einschränken.

Krebsliga fordert jederzeit zugängliche Krebsbehandlungen

Die Krebsliga fordert die Sicherstellung von Krebsbehandlungen auch während der Pandemie. Sollte dies aufgrund der steigenden Fallzahlen von Covid-19-Erkrankungen nicht mehr gewährleistet sein, seien von Bund und Kantonen entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

«Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) verzeichnen die Intensivstationen zurzeit wieder eine starke Zunahme an kritisch kranken COVID-19-Patientinnen und -Patienten», schrieb die Krebsliga am Montag in einer Mitteilung. Die allermeisten dieser Patientinnen und Patienten seien nicht gegen Covid-19 geimpft.

Bereits Ende 2020 gab es laut Krebsliga einzelne Hinweise, dass Behandlungen von Krebsbetroffenen verschoben werden mussten. Da die Impfung das wichtigste Mittel bleibe, um Spitäler vor Überlastung zu schützen, appelliere die Krebsliga an die Schweizer Bevölkerung, sich wenn möglich impfen zu lassen, hiess es.

Die Krebsliga empfiehlt auch Krebsbetroffenen, sich in Rücksprache mit ihrer Onkologin oder ihrem Onkologen gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Studien belegen demnach, dass Krebspatientinnen und -patienten mit einer Coronavirusinfektion schwerere Krankheitsverläufe und eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit haben, als die infizierte Kontrollgruppe ohne Krebserkrankung.

Auch Personen, die sich einer immunsuppressiven Therapie unterziehen, können sich gemäss Krebsliga impfen lassen. Allerdings sei es aufgrund der Immunsuppression möglich, dass sie keinen genügenden Immunschutz aufbauen könnten. Es gebe auch Fälle, in denen eine Impfung nicht indiziert sei.

«Deshalb ist es für Krebsbetroffene wichtig, dass nicht nur ihre Angehörigen geimpft sind, sondern auch möglichst viele weitere Personen», schrieb die Krebsliga. Nötig sei auch, dass weiterhin angemessene Schutzmassnahmen eingehalten würden.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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