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Der Telebasel News Beitrag vom 27. August 2021.
Basel

Kanton zieht alle Register, um Impfmuffel zu mobilisieren

Flyer, Sorgentelefon und Spontanimpfungen: Der Kanton will Basel winterfest machen und zieht deshalb alle Register, um die Impfmuffel zu mobilisieren.

Viel hatten gestern oder heute einen pinken Flyer im Briefkasten. Rund 115’000 Baslerinnen und Basler sind komplett geimpft, das sind etwa 55 Prozent. Das reicht dem Basler Gesundheitsdepartement nicht. Darum rührt es unter anderem mit Flyern nochmals die Werbetrommel. Neben den Flyern in den Basler Haushalten, gibt es ab nächster Woche auch ein Impftelefon für Unentschlossene. Man wolle auch mehr Onlinewerbung schalten, Angebote fürs Pflegepersonal schaffen und weiterhin Walk-In-Tage anbieten.

Aber wozu der ganze Aufwand? «Leider mussten wir feststellen, dass sich die Intensivstationen in den Spitälern wieder füllen und praktisch alle auf den Intensivstationen Ungeimpfte sind. Es sind vor allem junge Leute zwischen 30 und 50 Jahren», erklärt Kantonsapothekerin Esther Amman. Sie ist überzeugt, dass aktuell noch der richtige Zeitpunkt ist, um Impfmuffel zu mobilisieren, bevor der Bundesrat die Zertifikatsregeln ausweitet.

Aktion stösst auch auf Kritik

Doch nicht alle erfreuen sich am Erinnerungs-Flyer. David Trachsel von der Jungen SVP hält die Aktion für verschwendete Steuergelder: «Alle, die sich impfen lassen wollten, sind bereits geimpft. Die Risiken des Virus sind bekannt. Und alles was über die Freiwilligkeit hinaus geht, ist Zwänglerei.»

Ob wegen der Werbung oder wegen der vom Bundesrat angekündeten Verschärfungen der Zertifikatsregeln: Beim Walk-In-Tag vom Freitag bildete sich eine riesige Schlange vor dem Basler Impfzentrum mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Spontan impfen kann man sich im September jeweils Mittwochs und Freitags.

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