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Der Telebasel News Beitrag vom 20. August 2021.
Region

Spitälern in der Region fehlen 35 Millionen Franken

Der erste Corona Lockdown 2020 führte zu massiven Ertragsausfällen bei den Nordwestschweizer Spitälern. Der Bundesrat soll für die Lücken aufkommen.

Nach über einem Jahr warten wollen die Spitäler nun direkt an den Bundesrat gelangen und ihm Rechnungen für die im Frühling 2020 entgangenen Erträge stellen. Sechs Wochen lang stand der reguläre Spitalbetrieb still. Wegen der grossen Unsicherheit während der ersten Corona-Welle wurden den Spitälern vom Bundesrat alle nicht absolut lebensnotwendigen Eingriffe verboten. Dies führte schweizweit zu Ausfällen von rund einer Milliarde Franken, wie die Organisation Spital Benchmark am Donnerstag mitteilte.

Zwar wurden den Spitäler bereits Kompensationen für Mehrausgaben wie etwa Schutzmasken bezahlt. Dieses Geld kam aber in erster Linie von den Kantonen. Für die Ertragseinbussen durch das Operationsverbot wollen diese aber nicht auch noch aufkommen. In Bundesbern sind deshalb mehrere Standesinitiativen hängig, die ein Entgegenkommen des Bundes fordern.

Auch Spitäler aus der Region warten auf Geld

Susanne Rodewald ist Geschäftsführerin der Vereinigung nordwestschweizerischer Spitäler. Sie sagt, die Daten zeigten, dass den Basler Spitälern rund 35 Millionen Franken entgangen sind.

Was es für die Spitäler genau bedeuten würde, falls der Bundesrat darauf beharrt, keine Kompensation zu bezahlen, kann sie nicht sagen. «Dies hängt natürlich stark von der Eigenkapitalsituation vom jeweiligen Spital ab,» meint Rodewald. «Für Privatspitäler ist es grundsätzlich schwieriger, weil sie natürlich kein Geld von einem Kanton bekommen.»

Fakt sei aber, dass 2020 kein einziges Akutspital in Basel einen Gewinn erwirtschaftet habe. «Und das zeigt doch, dass da massive Einbussen vorhanden sind.»

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