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Der Telebasel News Beitrag vom 19. August 2021.
Basel

Politik und Wissenschaft beobachten Lage an Schulen genau

Der Schulanfang hat gezeigt: Corona ist an den Basler Schulen allgegenwärtig. Für Politik und Wissenschaft gibt es trotzdem vorerst keinen Grund zur Panik.

Seit Montag gehen die Kinder und Jugendlichen in beiden Basel wieder zur Schule. Die Bilanz nach den Ferien ist ernüchternd: Bereits 34 Schulklassen (aus 842 Pools) weisen in Baselland positive Corona-Fälle auf. In Basel-Stadt sind es fünf Schulklassen an fünf verschiedenen Schulen, in denen positive Corona-Tests nachgewiesen wurden (insgesamt 179 getestete Pools). Dies teilten die beiden kantonalen Gesundheitsbehörden auf Anfrage mit.

Zwar sind es in Basel-Stadt weniger positive Pools, als das Gesundheitsdepartement im Vorfeld erwartet hatte. Dennoch werfen die insgesamt 39 positiv getesteten Schulklassen Fragen auf. Wurde der Entscheid, die Maskenpflicht an den Schulen aufzuheben, vorschnell gefällt?

Härtere Massnahmen nicht ausgeschlossen

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger verneint. Serielle Massentests an Schulen seien ausreichend, aber wichtig. Eine sofortige Wiedereinführung der Maskenpflicht kommt für ihn nicht infrage.

Erstens hätten sämtliche Kantone entschieden, den Schulstart ohne Masken zu wagen. «Zweitens», betont Engelberger, dass «nur ganz wenige Kinder und Jugendliche schwer an Covid-19 erkranken». Und drittens werde das Virus unter uns bleiben und praktisch alle nicht geimpften Personen werden sich früher oder später damit anstecken. Dazu gehören Kinder und teils auch Jugendliche, da sie sich Stand jetzt nicht impfen lassen können. Diesen Fakt könne man durch eine Maskenpflicht an Schulen «nicht wegzaubern», so Lukas Engelberger.

Ausgeschlossen ist eine Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen für den Mitte-Regierungsrat aber nicht. Sie könnte wieder zum Thema werden, wenn es darum gehe, Ansteckungsketten im Falle von noch höheren Infektionsraten zu unterbrechen und zu verhindern, dass unzählige SchülerInnen und Lehrpersonen in Quarantäne müssen. Vorerst behalte man die Lage an den Basler Schulen aber genaustens im Auge, so Engelberger.

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger hält eine Maskenpflicht an Schulen nur teilweise für sinnvoll. (Bild: Keystone)

Auch im Landkanton sei eine erneute Maskenpflicht an den Schulen noch kein Thema, sagt Roman Häring, Leiter des Informationsdienstes des Krisenstabs. Die epidemiologische Lage sei noch so, dass auf Verschärfungen in Bildungseinrichtungen zurzeit noch verzichtet werden kann. «Wir haben mit dem breiten Testen einen sehr guten Sensor und könnten sehr rasch reagieren, wenn die Infektionszahlen weiterhin steigen würden», so Häring. Er sagt auch, dass vor einer generellen Maskenpflicht auch einzelne Massnahmen für gewisse Klassen geprüft werden könnten.

Auch die ETH-Professorin und neue Präsidentin der Swiss National Covid-19 Science Task Force, Tanja Stadler, sieht dieses Dilemma auf SchülerInnen und Eltern zukommen. Sie betont im Interview mit den Tamedia-Zeitungen, dass es auch bei Kindern zu schweren Krankheitsfällen kommen kann. Jedoch geht sie davon aus, dass in den allermeisten Fällen einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus der Verlauf bei Kindern nicht heftig verlaufen wird.


Epidemiologe: «Bildungssystem nicht blockieren»

Der Basler Epidemiologe Marcel Tanner pflichtet Tanja Stadler bei: «Zum aller grössten Teil ist der Verlauf bei Kindern harmlos», so Tanner. Und das sei entscheidend. Tanner warnt vielmehr vor den sozialen Folgen, die etwa Schulschliessungen mit sich bringen würden. Die Schweiz müsse es vermeiden, in einen Bildungsrückstand zu geraten.

Die aktuellen Schutzmassnahmen im Schulwesen findet der Epidemiologe angemessen: «Man muss die aktuellen Massnahmen beibehalten. Die Schulzimmer lüften und auf engsten Körperkontakt verzichten». Der Umstand, dass sich Kinder nicht impfen lassen können, muss nach Meinung Tanners mit regelmässigen seriellen Tests aufgefangen werden. Maskenpflicht an den Schulen hält er in der aktuellen Situation ebenfalls nicht für notwendig. Marcel Tanner appelliert aber auch an die Politik: «Aufmerksam bleiben und überwachen, was passiert. Aber das Bildungssystem nicht blockieren».

3 Kommentare

  1. Das problem ist doch kinder positiv und die eltern und geschwister, wenn die eltern nicht geimpft sind werden sie aber einen schweren verlauf durchmachen aber vieleicht sind sie von den ferien schon positiv zurück gekommen und es hatt noch gar nicht beim testen angegeben am schluss wird es so sein das es bei denn elteren läute wieder auspricht und dann fängt das ganze von vorne an und ewieg schläft das murmel tierReport

  2. Den armen Kinderlein kann eine Maske nicht den ganzen Tag zugemutet werden. Aber auch die sollten eine Maske tragen, denn im Berufsleben wird das künftig bei einer Pandemie auch der Fall sein. Die Kinder heute werden verwöhnt und zwar so, dass sie dem Berufsleben nicht Stand halten können.Report

  3. Wow oh erstaunlich
    Wie kann Mann nur so dilettantisch sein
    Die Hälfte war im Ausland und das noch in Risikogebieten
    – keine Masken
    – keine Test
    Wenn ihr alles wieder dichtmacht glaube ich nicht das die Bevölkerung weiterhin mitmachtReport

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