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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. August 2021.
Basel

Wie hart würde uns eine vierte Corona-Welle treffen?

Die Corona-Zahlen steigen schweizweit stark an. Die Situation in den Spitälern wird zunehmend angespannter. Grund zur Sorge gebe es allerdings noch nicht.

Seit einigen Tagen liegen die nationalen Corona-Fallzahlen im Dreitausenderbereich. Noch hat es auf den Intensivstationen der Spitäler Platz für Patienten. Die Situation wird jedoch zunehmend angespannter, so auch im Universitätsspital Basel.

700 Prozent mehr Intensiv-Hospitalisierungen

Anfangs August wurden im Universitätsspital Basel vier Corona-Hospitalisierungen gezählt. Heute sind es bereits 20 – fünf davon auf der Intensivstation. «Die schweizweiten Intensiv-Hospitalisierungen haben sich seit Mitte Juli versiebenfacht», sagt die stellvertretende Mediensprecherin des Universitätsspitals, Caroline Johnson.

Auf den Anstieg sei das Unispital allerdings vorbereitet. «Die steigenden Zahlen waren für uns absehbar. Dies wegen der Delta-Variante und der eher schlechten Impfquote», erklärt Johnson. Sollte es zu einem rasanten Anstieg kommen, könne das Universitätsspital seine Kapazitäten rasch erhöhen. «Wir sind vorbereitet», sagt Johnson weiter.

Marcel Tanner: «Vierte Welle wäre nicht mit vorherigen vergleichbar»

Ob es zu einer vierten Welle kommt, sei zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu sagen. Viele Personen seien heute geimpft oder genesen – das war vor einem Jahr noch nicht der Fall, sagt der Basler Epidemiologe Marcel Tanner. «Eine vierte Welle hätte einen anderen Charakter. Sie würde im Vergleich zu den vorherigen Wellen nach anderen Massnahmen und Strategien verlangen.»

Eine Überlastung des Gesundheitssystems schliesst Marcel Tanner vorläufig aus. «Viele PatientInnen haben nur einen milden Verlauf. Intensiv-Hospitalisierungen nehmen daher auch bei steigenden Fallzahlen immer mehr ab», erklärt Tanner.

Kostenpflichtige Tests: Sinkt die Bereitschaft?

Ab 1. Oktober will der Bund Corona-Tests kostenpflichtig machen. «Ich kann mir vorstellen, dass die Testwilligkeit bei manchen Leuten sinkt. Beispielsweise, wenn sie nur einen leichten Husten haben. Das muss man ernst nehmen», sagt Tanner. Allerdings: «Wenn die Leute einen Test brauchen, um ein Konzert zu besuchen oder in die Ferien zu gehen, dann werden sie sich weiterhin testen lassen», so Marcel Tanner weiter.

Wie Caroline Johnson gegenüber Telebasel erklärt, seien unter den Hospitalisierungen im Universitätsspital viele auf Reiserückkehrende zurückzuführen. Inwiefern die Sommerferien die Neuansteckungen beeinflussen, werde sich in den nächsten Wochen zeigen.

1 Kommentar

  1. Solange, wir solche Unbelehrbare haben die sich nicht Impfen wollen, werden wir noch lange keine Normalität bekommen. Nicht Geimpfte oder Gegner sind arrogant!Report

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