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Der Telebasel Talk vom 18. August mit Lukas Engelberger, Vorsteher des Basler Gesundheitsdepartementes und Präsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz.
Basel

«Warum steht Basel-Stadt weit oben bei den Ansteckungen, Herr Engelberger?»

Dem BAG sind am 17. August 3'150 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Und Basel gehört zu den Hotspots.

Seit Wochen zeigen die Ansteckungs-Kurven steil nach oben. Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit sagte am Dienstag, 17. August, noch nie seien dieses Jahr so viele Ansteckungen pro Tag gemessen worden, wie zurzeit. Besonders jüngere Personen unter 50 Jahren sind betroffen.

Auf den ersten Rängen in der kantonalen Hitliste des 7-Tages-Vergleichs (pro 100’000) steht Basel-Stadt. Wieso? In die Schlagzeilen der regionalen Medien schafften es bislang zwei Corona-Herde: Die Ferienziele im Ausland und die Basler Klubs, letztere eine Abstands- und schutzfreie Zone, die nur mit Covid-Zertifikat (genesen, getestet, geimpft) betreten werden darf. Offensichtlich keine sichere Sache. Mehrere internationale Studien zeigen, dass die Impfung gut gegen schwere Krankheitsverläufe schützt, viel weniger aber vor Infektion. Heisst: Auch Geimpfte geben das Virus weiter.

Ungeimpfte erhalten keinen staatlichen Schutz mehr

Gesundheitsminister Alain Berset vertritt die Haltung: «Impft Euch – oder tragt die Folgen». Die Gratis-Tests werden kostenpflichtig. Ungeimpfte könnten sich nicht mehr auf die staatlichen Schutzmassnahmen verlassen, sagte der Bundesrat vergangene Woche. Die Zielvorgabe wurde korrigiert: Die Spitalinfrastruktur soll vor Überlastung geschützt werden, nicht mehr die Ungeimpften vor Ansteckung. Genügt das und funktioniert das überhaupt? Im Moment liegen die Zahlen zu den Spitaleinweisungen glücklicherweise noch tief. Bleibt das so?

Als unerträglich arrogant beschimpfte «BaZ»-Chefredaktor Marcel Rohr am Wochenende die Ungeimpften. In der «SonntagsZeitung» forderte ein Kommentator einen bundesrätlichen Impfzwang.

Sind das die derzeit hilfreichen Botschaften in einem angespannten Gesellschaftsklima? Wir wollen Risikovergnügungen (Klubs, Ferien etc.) gestatten, die die Pandemie weitertreiben, und gleichzeitig die gesamte Bevölkerung zur Impfung bewegen? Tatsächlich war die Impfbereitschaft letzte Woche in Basel an einem Tiefpunkt angelangt. Die «BZ» berichtete von einer möglichen Schliessung des Impfzentrums. Wie will Regierungsrat Engelberger weitere Bevölkerungsteile zur Impfung bewegen? Auf welches Szenario stellt er sich bezüglich der anrollenden vierten Welle ein?

7 Kommentare

  1. Es ist schwierig in einem Staat zu regieren, wenn Alle Recht haben wollen.
    Der Staat hat nach bestem Wissen und Können die Bevölkerung zu schützen, also mit Impfungen die ja sogar
    noch gratis sind. Es kann nicht sein , sich den beschlossenen Regeln der Regierung zu wiedersetzen.
    Ausnahmen Gesundheitlicher Art gibt es immer. Aber es ist nun erwiesen, dass das Impfen wirkt und helfen kann
    das die Menschen in unserm Lande nicht krank werden durch Corona.
    Wenn jedoch alle Recht haben wollen, auch diese die Nicht Recht haben in unserem schönen Land so kann man nicht mehr Regieren es gibt ständig Blockaden und während der Zeit geht gar nichts mehr..
    Also liebe Bürger zusammenstehen gemeinsam gegen die Seuche kämpfen , dann werden wir das auch noch
    überleben.Report

  2. Liebe Leute nun mal im ernst, wer zeigte auch nur im Ansatz Interesse für die sogenannten Relevanten Berufe? niemand, oder?

    Das genau diese kein Interesse an einer Impfung haben erstaunt mich nicht!
    Arbeite selbst in der Pflege, sage es ist unerhört was wollt ihr noch alles von diesen Menschen verlangen.

    Kommt mal runter. Ferien bitte ja, möchte ich auch. Bräuchte so dringend.

    Keine Freizeit kein Privatleben Überstunden aber Hauptsache die Bevölkerung schreit.Report

  3. An Herrn Karl P.: Sie lesen auch nur das, was sie lesen wollen. Der Rest lassen sie einfach aus. Mit einer Impfung schützen Sie sich vor einer schweren Krankheitsverlauf und dies widerum senkt die Gefahr vor einer Überlastungen der Spitäler. Niemand hat behauptet, dass die Impfung 100% Schutz bietet und vorallem nicht, dass die Geimpften die Viren nicht weitergeben können.Report

  4. An Kark P.

    Die Geimpften sind nur 2-3 Tage ansteckbar und mit einer kleineren Virusmenge belastet .
    Ein Ungeimpfter ist bis zu 7 Tage ansteckbar und hat eine grosse Viruslast !
    Noch nie davon gehört? Oder will man das einfach nicht zur Kenntnis nehmen?!Report

  5. Was haben Sie denn im oberen Text nicht verstanden? Geimpfte können angesteckt werden und andere anstecken. Wieso also zum Impfzwang aufrufen und die Nation spalten, wenn doch die geimpften genau so eine Gefahr darstellen wie ungeimpfte?Report

  6. Es wäre allerhöchste Zeit, der Bevölkerung auf einfach Weise zu zeigen, dass die Impfung effektiv schützt. Doch man scheint einen derart übertriebenen Respekt vor dem Recht auf Selbstbestimmung zu pflegen, dass diese Informationsaufgabe kläglich zurückgehalten wird, um ja nicht Querdenker in irgendeiner Weise zu provozieren. Dabei ist alles mehr quer als gedacht.Report

  7. Das war ja nach den Ferien zu erwarten! Es sind aber eben nicht nur die Ferien! Die armen Jungen Leute müssen ja unbedingt auf Parties gehen; sie haben ja ach soviel verpasst! Wen wundert es da überhaupt!Report

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