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Der Telebasel Talk vom 17. August 2021.
Region

Em Bebbi sy Jazz – Neustart mit Zertifikat und einem Wunderkind

Nach einem Jahr Pause feiert das grösste Schweizer Jazz-Openair am 20. August seine Wiederauferstehung. Jedoch arg beschnitten wegen der Pandemie-Massnahmen.

Seit 1984 versetzt das Festival Em Bebbi sy Jazz immer am Freitag nach den Sommerferien die Basler Innenstadt in ungewohnte Swing-Leichtigkeit. Konzerte da und dort, auf Plätzen, in Lokalen. Bis zu 100’000 Groove-Aficionados oder Volksfest-Flaneure bevölkern Strassen, verstopfen die Gassen, wippen mit dem Fuss oder tanzen zu Jazz, Rock, Folk etc.

Letztes Jahr fiel der Spass, der Jung und Alt in Schwung bringt, erstmals aus – pandemiebedingt. Aber am kommenden Freitag, 20. August 2021, wagt das OK einen Neustart, allerdings in «kleinerem Umfang als gewohnt»: 40 Bands an 13 Spielorten – üblicherweise sind es doppelt so viele.

Gratis-Konzerte und Covid-Zertifikat

Der Eintritt zum Festareal, das sich über einen Grossteil der Innenstadt vom Barfüsserplatz bis hin zum Fischmarkt erstreckt, und zu allen Konzerten ist frei. Das OK schreibt in Fettschrift: «Für den Zutritt zu den meisten Spielorten sind 2021 jedoch ein gültiges Covid-Zertifikat und ein Ausweis erforderlich». Heisst: Der Bebbi jazzt dieses Jahr weitgehend mit den 3 G, also geimpft, genesen oder getestet.

Auf der Festival-Plattform gibt es dazu genaue Informationen und Links zu Test-Zentren. Frage: Was aber tut das OK, wenn sich trotz Virus und Zertifikat wie in anderen Jahren Zehntausende in die Festivalzone drängen?

Jungtalente und ein Wunderkind

Bei Em Bebbi sy Jazz 2021 gibt es auf zwei Bühnen besonders herausragende Talente aus der Region zu entdecken: «Local Newcomer» heisst das Focus-Thema 2021 – der Hauptakzent des 37. Jazzfests bietet diesen vielversprechenden lokalen Talenten eine Plattform für ein «Heimspiel», zum Beispiel den Studenten und Studentinnen der Hochschule Musik FHNW um 18:30 Uhr in der Sattelgasse.

Zu den Newcomern gehört auch unser Talk-Gast, der hochkreative Akkordeon-Virtuose Anatole Muster. Er gilt als Wunderkind der Szene, das mit verschiedensten Stilformen experimentiert. Seine einzigartige Herangehensweise an den modernen Jazz wurde von Jamie Cullum in seiner BBC 2 Radioshow vorgestellt und brachte ihn dazu, mit Genre-Schwergewichten wie Tennyson, Kiefer, Daniel Hayn oder Hadrien Feraud zusammenzuarbeiten.

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