Die Corona-Impfungen sind wieder begehrter worden. (Bild: Keystone)
Schweiz

Nachfrage nach Impfungen steigt deutlich

Nach der bundesrätlichen Ankündigung, dass die Corona-Tests für Ungeimpfte künftig nicht mehr gratis sind, nimmt die Impf-Nachfrage schweizweit deutlich zu.

Am Mittwoch verkündete der Bundesrat, dass es für Ungeimpfte in der Schweiz ab Oktober wohl keine Gratis-Tests mehr gibt. Dies, um Kosten zu sparen und den stagnierenden Impfzahlen mehr Schwung zu verleihen. Wie die Zeitung «20 Minuten» schreibt, zeigt die Massnahme erste Wirkung.

Die Nachfrage hat an vielen Impf-Standorten zugenommen, so das Fazit am Freitagabend. Die Impfzentren würden teilweise «völlig überrannt», wie es im Bericht heisst.

Hohe Anfrage in Basel

So beispielsweise in Basel-Stadt. Vor dem Zentrum habe sich eine rund 200 Meter lange Schlange gebildet, berichtet eine Leserin der Zeitung: «Die Security berichtete von einer total angespannten Stimmung, weil die Leute sehr genervt seien.» Anne Tschudin, Sprecherin des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt bestätigt, dass die Nachfrage nach Impfungen bisher leicht angestiegen sei. «Es gab am Freitag leider längere Wartezeiten. Die Registrierung ging recht lange, wodurch sich ein Rückstau gebildet hatte», wird Anne Tschudin, Sprecherin des Basler Gesundheitsdepartements zitiert. Die Behörden würden Verbesserungen prüfen und diese dann umsetzen.

Seit Mittwoch hätten sich die Walk-Ins fast verdoppelt, berichtet derweil Jan Fehr, Infektiologe der Universität Zürich. «Wir beobachten seit ein paar Tagen, besonders aber seit der Bundesrats-Pressekonferenz, eine Zunahme der Nachfrage – ein Macron-Effekt?» Fehr spricht damit die Situation in Frankreich an: Mitte Juli stiegen die Anfragen für Impftermine rasant, nachdem die Regierung neue Hürden für Ungeimpfte angekündigt hatte.

Mehr Anmeldungen auch in Winterthur und Luzern

Auch im Impfzentrum im Rieter-Areal in Winterthur-Töss ZH stiegen die Anfragen. Es sei spürbar, dass sich wieder etwas mehr Menschen zur Impfung anmeldeten, sagt Thomas Kraft, Geschäftsleiter des Impfzentrums Winterthur. Am Donnerstag verzeichneten die Verantwortlichen mit 244 Walk-Ins einen neuen Rekord. Man erwarte einen verstärkten Effekt am Ferienende – aufgrund der politischen Massnahmen erst recht.  Eine Leser-Reporterin der Zeitung hatte sich nach dem jüngsten Auftritt des Bundesrats für die Impfung entschieden. Dabei hätten nicht nur die Kosten für Corona-Tests eine Rolle gespielt. Auch dass der Bundesrat mit weiteren Hospitalisationen und Todesfällen rechne, sorgte die Frau:  «Ich dachte dann, dass es vielleicht doch klüger sei, die Impfung zu machen, als an Corona zu sterben.»

Einen neuen Anmeldungsrekord gibt es derweil auch in den Impfzentren des Kantons Luzern. «Am Mittwoch und am Donnerstag verzeichneten wir die meisten Anmeldungen im August – je rund 300 Neuanmeldungen», berichtet Kantonsapotheker Stephan Luterbacher. Auch im Kanton Schwyz nehme die Nachfrage nach Impfungen zu, so der Bericht der Zeitung.

Keine Effekte seien derweil auf dem Inselcampus in Bern oder im Kanton Zug festgestellt worden.

1 Kommentar

  1. So hab ich mir gedacht jetzt noch schnell impfen man war in den Ferien und hatt mitbekommen wie schwierig es ist ungeimpft diese Tage zu geniessen danke den jenigen die uns noch ein souvinier mitgebracht habenReport

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