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Der Telebasel News Beitrag vom 11. August 2021.
Baselland

Viel Muhen, Mitbieten und der höchste Schweizer als Gantrufer

Bei der Viehauktion in Langenbruck stand Nationalratspräsident Andreas Aebi am Mikrofon. Der Anlass zog Händler aus der ganzen Schweiz ins Baselbiet.

Mit dem Katalog in der Hand und dem Stumpen im Mund: Die Mitbietenden schauen gebannt auf die nummerierten Kühe. Ein unermüdliches Mundwerk und die flotten Sprüche sorgen für Spannung. Einer der beiden Gantrufer ist kein Geringerer als der höchste Schweizer. Der jetzige Nationalratspräsident Andreas Aebi (SVP) und der ebenfalls landesweit bekannte Gantrufer Alois Wyss bringen Stimmung in die Runde.

Blitzschnelle Reaktionen der Gantrufer

Bei der alljährlichen Zuchtviehauktion in Langenbruck werden Milchkühe, Kälber und Fleischrassentiere von Baselbieter und Solothurner Weiden feilgeboten. Die Handzeichen und das Nicken der Mitbietenden sind für einen Laien nicht immer klar auszumachen. Wohl aber für den Gantrufer: Andreas Aebi hat ein Auge für die Gestik und Mimik der Viehkäufer.

«Das ist meine Passion, ich kenne meine Käufer, ich weiss die einen wollen auffallen, die anderen nicht. So behandelt man sie individuell», sagt Andreas Aebi. Auch rhetorisch brauche es für diese Aufgabe reichlich Übung. «Zu den besten Zeiten hatten wir bis zu 90 Auktionen im Jahr und das lernt man im Alltag, durch Routine. Das gibt mir eine innere Ruhe, gegen aussen sieht es nach Hektik aus.»

«Darling» kostet 3’500 Franken

Die Versteigerung zieht Viehhändler aus der ganzen Schweiz an. So reist etwa Franz Duss jedes Jahr vom Entlebuch ins Baselbiet. Er ist auf der Suche nach einer Milchkuh. Bei der ersten Kandidatin wird er überboten. Kurz vor Auktionsschluss klappt es doch noch: Eine Kuh namens Darling fährt nun für 3’550 Franken in seinem Viehtransporter mit. «Sie hat mir gefallen und in diesem Preisrahmen habe ich mir das vorgestellt», sagt der zufriedene Viehhändler.

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