Nach der Eskalation in Ankara ist die Zerstörung gross. (Bild: Twitter, Mustafa Yeneroglu)
International

Mob zerstört in Ankara syrische Geschäfte

In der türkischen Hauptstadt Ankara hat ein Mob Geschäfte und Häuser von Syrern angegriffen. Ein 18-jähriges Mädchen wurde dabei verletzt.

Hunderte Menschen zogen am Mittwochabend durch den Bezirk Altindag, warfen Steine auf Wohnungen, in denen sie Syrer vermuteten und plünderten Läden, wie türkische Medien berichteten und auf Aufnahmen zu sehen war.

Der Chef des türkischen Roten Halbmonds, Kerem Kinik, schrieb auf Twitter, ein syrisches Mädchen sei am Kopf verletzt worden. Auslöser für die Angriffe war der Tod eines 18-jährigen Türken, der Medien zufolge mutmasslich von einem Syrer erstochen worden war.

Bild der Zerstörung

Der deutsch-türkische Abgeordnete Mustafa Yeneroglu (Deva-Partei) teilte auf Twitter Bilder der Zerstörung: Ein Auto lag auf dem Dach, in einem Kiosk wurden die Scheiben zerschlagen und Inventar und Lebensmittel herausgerissen. Das Gouverneursamt von Ankara teilte am späten Abend mit, die Situation sei unter Kontrolle.

Die Polizeidirektion in Ankara teilte am Donnerstag mit, sie habe 76 Personen festgenommen, die mutmasslich an den Angriffen beteiligt waren. Ihnen werde zudem vorgeworfen unwahre Äusserungen in den sozialen Medien verbreitet, und damit die Öffentlichkeit provoziert zu haben.

Am Dienstag waren nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu im Bezirk Altindag aus noch ungeklärten Gründen zwei rivalisierende Gruppen aneinandergeraten, zwei Menschen wurden dabei verletzt. Am Mittwoch erlag der 18-Jährige seinen Verletzungen. Zwei mutmassliche Täter ausländischer Herkunft wurden Anadolu zufolge verhaftet.

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