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Schweiz

Schweiz stimmt erneut über Covid-19-Gesetz ab

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Schweiz steht laut BAG am Beginn einer vierten Welle

Die Zahlen zeigen es und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigte es am Dienstag: Die Schweiz steht am Beginn einer vierten Welle. Die Trendwende hat Anfang August eingesetzt.

«Leider geht die Entwicklung nicht in eine Richtung, wie wir sie gewünscht haben» erklärte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG am Dienstag vor den Medien in Bern.

Die Zahlen zeigen einen klaren Trend: In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 3150 neue Ansteckungen gemeldet worden. Am Dienstag vor einer Woche waren es noch 1^’910 neue Fälle. Damit liegt der 7-Tage-Schnitt bei 2019 Ansteckungen. Das sind 85 Prozent mehr als noch vor einer Woche.

Zudem wurden zwei neue Todesfälle und 62 Spitaleinweisungen verzeichnet. Bei den Spitaleinweisungen sind es am Dienstag 45 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Eine Zusammenfassung der Medienkonferenz der Fachexperten des Bundes vom Dienstag lesen Sie hier.

Bürokratie-Dschungel um Impfstoff-Hilfslieferungen ins Ausland

Wann genau die Impfstoff-Hilfslieferungen der Schweiz ins Ausland im Rahmen der Covax-Initiative erfolgen, ist noch offen. Für die Weitergabe des Impfstoffes von Astrazeneca braucht es noch eine zusätzliche Vereinbarung, wie Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien sagte.

Die Schweiz hat dem Covax-Programm vier Millionen Dosen zugesichert. Der bürokratische Prozess dafür ist laut Mathys jedoch noch nicht abgeschlossen. Insofern sei offen, wann diese Dosen in anderen Ländern zur Verfügung stehen würden.

Was mit den restlichen 1,4 Millionen Dosen von Astrazeneca passiere, die die Schweiz reserviert habe, werde sich zeigen, so Mathys. Der Impfstoff sei nach wie vor nicht zugelassen von Swissmedic und damit auch nicht «zentrales Element der Strategie der kommenden Wochen».

Illegale Demo in Solothurn: Polizeikosten von über 200'000 Franken

Der Polizeieinsatz wegen einer unbewilligten Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen von Ende Mai in der Stadt Solothurn hat Kosten von insgesamt 214’000 Franken verursacht. Die Polizei hatte eine grössere Demonstration verhindert und 120 Personen weggewiesen.

Das Grossaufgebot der Kantonspolizei Solothurn mit Unterstützung von Einsatzkräften des Polizeikonkordats Nordwestschweiz sei verhältnismässig gewesen. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme des Regierungsrats zu einer Interpellation der SVP-Fraktion hervor. Die Unterstützung der Einsatzkräfte aus den Nachbarkantonen kostete 84’000 Franken.

Die vorangehenden Kundgebungen hätten eine zunehmend aggressive Grundstimmung gezeigt, schreibt der Regierungsrat. Es sei zu Beschimpfungen und Tätlichkeiten gegenüber unbeteiligten Dritten und Polizeikräften gekommen. Sobald versucht worden sei, der Rechtsordnung Nachachtung zu verschaffen, habe sich die Gewaltbereitschaft einiger Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhöht.

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Mit einem Grosseinsatz verhinderte die Polizei Ende Mai in Solothurn eine illegale Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen. (Bild: Keystone)
Die Nichtgeimpften dürften sich mit Delta-Variante anstecken

Die nicht gegen das Coronavirus Geimpften dürfen sich mit der derzeit grassierenden Delta-Variante des Virus anstecken. Sollten sich alle innert eines halben Jahres infizieren, wäre die Lage in den Spitäler wieder wie in der zweiten Welle der Pandemie oder noch schlimmer.

Innert eines Monats verdoppelte sich die Zahl der wegen Covid-19 hospitalisierten Patientinnen und Patienten dreimal, wie Tanja Stadler, Präsidentin der wissenschaftlichen Task Force des Bundes, am Dienstag vor den Bundeshausmedien sagte.

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Tanja Stadler von der wissenschaftlichen Task Force des Bundes warnt vor der Delta-Variante. (Bild: Keystone)
Geimpfte haben einen höheren Immunschutz als Genesene

Jüngste Forschungsergebnisse zur Immunität gegen das Coronavirus zeigten, dass der Schutz durch eine Impfung viel besser sei als nach einer Ansteckung und durchgemachten Krankheit. Dies erklärte Milo Puhan vom Forschungsprojekt Corona Immunitas.

Dieser erhöhte Schutz gelte vor allem für die neusten Varianten, sagte Puhan, Direktor des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention an der Universität Zürich am Dienstag vor den Medien in Bern.

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Solothurner Regierung gegen kostenpflichtige Corona-Tests

Der Solothurner Regierungsrat lehnt die vom Bundesrat vorgeschlagene Kostenpflicht bei Tests für Personen ohne Corona-Symptome ab. Es ist gemäss Regierungsrat wichtig, dass sich möglichst viele Menschen testen lassen.

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Zweites Referendum gegen Covid-19-Gesetz zustande gekommen

Auch das zweite Referendum gegen das Covid-19-Gesetz ist zustande gekommen. Dies gab die Bundeskanzlei am Dienstag bekannt. Abgestimmt darüber wird am kommenden 28. November.

Drei Referendumskomitees hatten am vergangenen 8. Juli insgesamt 187’239 Unterschriften gegen die Änderung des Covid-19-Gesetzes vom 19. März 2021 eingereicht. Die «Freunde der Verfassung», das Netzwerk Impfentscheid und das Aktionsbündnis Urkantone kritisieren den Machtausbau des Bundesrates und insbesondere das Covid-19-Zertifikat.

Gestützt auf das Covid-19-Gesetz hätten die Komitees auch Unterschriftenlisten ohne Stimmrechtsbescheinigung einreichen können. Von den Unterschriften seien 5’401 samt Stimmrechtsbescheinigung eingereicht worden.

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Über die Hälfte der Schweizer doppelt geimpft

Insgesamt wurden bis am Sonntagabend 8’932’525 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Damit wurden 9’319’660 Dosen verabreicht. 50,11 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte.

Mehr zum aktuellen Stand der Impfungen sowie einer angekündigten, neuen Impfkampagne des Bundes lesen Sie hier.

BAG meldet 3'150 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 3’150 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem wurden zwei neue Todesfälle und 62 Spitaleinweisungen verzeichnet.

Am Dienstag vor einer Woche waren beim BAG innerhalb von 24 Stunden noch 1’910 Meldungen zu bestätigten Corona-Ansteckungen eingegangen. Zudem registrierte das BAG damals 26 Spitaleinweisungen und einen neuen Todesfall.

Mehr zu den aktuellen Corona-Fallzahlen hier.

USA planen dritte Corona-Impfdosis ab September

Acht Monate nach der letzten Coronaimpfung sollen US-Bürger eine Auffrischungsimpfung erhalten können. Dies berichtet die «New York Times». Die sogenannten «Booster» werden Durchgeimpften bereits ab Mitte September angeboten.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt sprunghaft

Die Anzahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Israel sprunghaft auf mehr als 8500 gestiegen. Das Gesundheitsministerium verzeichnete am Dienstag 8646 neue Fälle für den Vortag – den höchsten Wert seit Ende Januar. In den vergangenen Tagen hatten die Zahlen jeweils unter 6000 gelegen. Die Zahl der Schwerkranken stieg auf 559. Dies ist der höchste Wert seit Mitte März.

Israel versucht seit rund zwei Wochen, den massiven Anstieg der Infiziertenzahlen mit einer dritten Corona-Impfung zu bekämpfen. Nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett haben sich bereits mehr als eine Million Israelis ein drittes Mal impfen lassen. Mittlerweile erhalten Menschen ab dem Alter von 50 Jahren eine Auffrischungsimpfung. Ihre zweite Impfung muss lediglich mindestens fünf Monate zurückliegen.

Hintergrund für die dritte Impfung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Wirksamkeit der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Allerdings kritisieren auch Experten der Regierung, dass die Zahlen zur Wirksamkeit nicht wissenschaftlich erhoben seien. Parallel verbreitet sich seit Anfang Juni auch die Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Impfgegner protestieren in Israel. (Foto: Key)
Aargauer Regierung will Impfquote markant erhöhen

Im Kanton Aargau soll die Impfquote von derzeit 53 Prozent der Bevölkerung markant erhöht werden. Das will der Regierungsrat erreichen, um die Coronavirus-Pandemie bewältigen zu können. Seit dieser Woche gibt es auch Impfangebote an den kantonalen Mittelschulen.

Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigten, wie wichtig das Impfen sei, sagte Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati (SVP) am Dienstag vor den Medien in Aarau. Es gehe darum, einen möglichst guten Immunitätsschutz für die Gesamtbevölkerung sicherzustellen.

Die steigenden Zahlen bei den Infektionen und Hospitalisationen würden mit wenigen Ausnahmen nicht geimpfte Personen betreffen, hielt der Vorsteher des Departements Gesundheit und Soziales (DGS) fest. Der Kanton lanciert nun eine weitere Impfkampagne.

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Landesweiter Lockdown in Neuseeland

Ministerpräsidentin Jacinda Ardern fackelt nicht lange: Nach der Entdeckung eines Coronafalles in Auckland kündigt sie einen befristeten landesweiten Lockdown an.

In Auckland soll der Lockdown für sieben Tage gelten, andernorts für drei Tage. Gemäss der Ministerpräsidentin gehen die Behörden davon aus, dass es sich bei dem genannten Fall um die Delta-Variante des Virus handelt.

Keine nächtlichen Parties auf Mallorca bis Mitte September

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sollen die geltenden nächtlichen Versammlungsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mindestens bis zum 15. September verlängert werden.

Der am 16. August veröffentlichte Beschluss der Regierung der spanischen Region muss jedoch erneut vom balearischen Oberlandesgericht gebilligt werden. Bereits seit dem 22. Juli darf man auf den Mittelmeer-Inseln zwischen 1:00 und 6:00 Uhr nur mit Menschen des eigenen Haushalts zusammen sein. Das gilt sowohl drinnen als auch draussen, in privaten und in öffentlichen Räumen.

Diese Massnahme hatte die Regionalregierung vorige Woche mit Gewerkschaften und Unternehmerverbänden abgestimmt, die ihre Zustimmung signalisiert hatten. Mit dieser Einschränkung der Versammlungsfreiheit wollen die Behörden in erster Linie die grossen Parties in Vergnügungslokalen und in Privathäusern sowie am Strand unterbinden, die als hauptverantwortlich für den starken Anstieg der Infektionszahlen betrachtet werden, der schon im Juni, vor allem aber im Juli verzeichnet worden war.

Noch bis vor wenigen Tagen hatten die Mittelmeer-Inseln zeitweilig wieder die höchsten Corona-Infektionszahlen in Spanien. Die Tendenz ist dort aber, wie im gesamten Land, seit einigen Tagen wieder rückläufig. Die Zahl der Infektionen pro 100’000 Einwohner innerhalb einer Woche lag auf den Inseln zuletzt bei 202. Zum Vergleich: In Spanien lag dieser Wert am Montag bei 168, in Deutschland nur bei 36.

Corona fordert immer mehr Tote im Iran

Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt im Iran für immer mehr Todesfälle und fast täglich neue Höchstwerte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom 16. August gab es in den vergangenen 24 Stunden 655 Tote, 35 mehr als am Vortag.

Im selben Zeitraum wurden über 41’000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus im Iran auf mehr als 98’000, die der Infektionen auf fast 4,5 Millionen.

Als Reaktion auf die vielen Toten in Verbindung mit Corona hat die iranische Regierung ab Montag erneut einen landesweiten Lockdown verhängt. Das Land ist von der Pandemie besonders hart betroffen, auch weil die Wirtschaftskrise und US-Sanktionen die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt daher nur schleppend voran. Bislang wurden nur fünf Prozent der Iraner doppelt geimpft.

CureVac kommt mit Coronaimpfstoff der zweiten Generation voran

Das deutsche Biotechunternehmen CureVac macht nach den enttäuschenden Studienergebnissen seines ersten Covid-19-Vakzins Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs der zweiten Generation. Dieser Impfstoff – den CureVac anders als den ersten nicht alleine, sondern in Partnerschaft mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline entwickelt – habe in einer präklinischen Studie eine verbesserte Immunantwort und Schutzwirkung gezeigt, teilten die beiden Unternehmen am 16. August mit.

In der Untersuchung, in der das Vakzin an Affen getestet wurde, habe der Impfstoff zudem eine stärkere Antikörperneutralisierung aller ausgewählter Virusvarianten erreicht, darunter auch der hochansteckenden Delta-Variante. Voraussichtlich im vierten Quartal wollen CureVac und GlaxoSmithKline den Impfstoff in die klinische Erprobung am Menschen bringen.

BAG meldet 5'578 neue Corona-Fälle übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag, 16. August 2021, innerhalb von 72 Stunden 5’578 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem wurden vier Todesfälle und 83 Spitaleinweisungen registriert.

Alle aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Immer noch spürbar weniger Jobs in deutscher Industrie

Trotz Erholungstendenzen hat die deutsche Industrie immer noch deutlich weniger Beschäftigte als vor einem Jahr und vor der Corona-Krise. Ende Juni 2021 waren knapp 5,5 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten tätig, wie das deutsche Statistische Amt am Montag mitteilte.

Dies waren gut 78’000 oder 1,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der Rückgang zum Juni 2019 und damit zum Vorkrisenniveau fällt mit 213’000 oder 3,8 Prozent noch kräftiger aus. Von Mai auf Juni kletterte die Zahl der Beschäftigten aber leicht um 0,1 Prozent. Die Statistiker betonten, dass Kurzarbeitende als Beschäftigte zählen und sich so Veränderungen hier nicht in der Beschäftigung niederschlagen.

Die Zahl der Belegschaft sank zum Vorjahr in fast allen Wirtschaftsbereichen des Verarbeitenden Gewerbes. Am stärksten fiel sie in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 5,4 Prozent. Ein deutliches Minus gab es auch im Maschinenbau (-3,5%), in der Herstellung von Metallerzeugnissen (-3,2%), von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-2,7%), von elektrischen Ausrüstungen (-1,8%) und von Gummi- und Kunststoffwaren (-1,7%).

Wenig verändert hat sich die Zahl der Beschäftigten bei Produzenten von chemischen Erzeugnissen mit minus 0,4 Prozent sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit plus 0,4 Prozent.

Einen Anstieg der Beschäftigten gab es bei Produzenten von Nahrungs- und Futtermitteln (+5,8%). Grund dafür ist, dass für Beschäftigte von Schlachthöfen ab Januar 2021 viele Leiharbeitsverträge in Festverträge umgewandelt wurden und das Personal seitdem in dieser Statistik erfasst wird. Zuvor war es dem Dienstleistungsbereich zugeordnet.

Die Industrie konnte nach dem scharfen Gegenwind im ersten Lockdown 2020 ihre Produktion wieder hochfahren. Inzwischen kämpfen viele Betriebe aber mit Lieferengpässen bei wichtigen Materialien und deshalb auch mit gestiegenen Preisen.

Malaysias Regierungschef tritt nach Kritik an Corona-Politik zurück

Nach Kritik am Umgang seiner Regierung mit der Corona-Pandemie sind der malaysische Ministerpräsident Muhyiddin Yassin und sein Kabinett zurückgetreten. In einer Fernsehansprache warf der Regierungschef am Montag, 16. August, politischen Rivalen vor, die Pandemie für politische Zwecke missbraucht zu haben.

Er habe nicht weiterregieren können, da andere Parteien versucht hätten, die Macht zu übernehmen, statt dem Leben der Menschen Vorrang zu geben, sagte er.

Der malaysische Ministerpräsident Muhyiddin Yassin ist von seinem Amt zurückgetreten. (Bild: Keystone)
Deutsche STIKO spricht sich für Corona-Impfung für alle ab 12 Jahren aus

Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland hat sich nach Stimmen in der Politik nun auch für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren ausgesprochen.

Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, «dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen», teilte das Gremium am 16. August mit und berief sich auf einen Beschlussentwurf.

Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind in einem Abstimmungsverfahren mit den 16 deutschen Bundesländern und Fachkreisen noch möglich. Die Empfehlungen der STIKO dienen den Ländern als Vorlage für ihre öffentlichen Impfempfehlungen.

Covid-Gesetz: Kein Erfolg für Stimmrechtsbeschwerden

Das Bundesgericht ist auf sechs Stimmrechtsbeschwerden zum Covid-19-Gesetz nicht eingetreten. Die aus verschiedenen Kantonen stammenden Beschwerdeführer rügten die Informationen des Bundesrates zur Materie und machten Hinweise auf Unregelmässigkeiten im Vorfeld geltend.

Die Beschwerden wurden vor der Abstimmung am 13. Juni bei den Behörden des Kantons Schwyz (zwei Beschwerden), Zürich (zwei Beschwerden), Bern und Basel-Landschaft eingereicht. Die Kantons-Regierungen traten nicht auf die Eingaben ein, weil die Materie kantonsübergreifende Fragen betraf.

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Erste Konsequenzen für Impfverweigerer in griechischem Altenheim

Ein Altenheim in der griechischen Hafenstadt Volos hat zehn Mitarbeiter vom Dienst suspendiert und zahlt ihnen keine Löhne mehr, weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollten.

Es sei das erste Mal, dass eine solche Massnahme gegen Impfverweigerer in Griechenland getroffen werde, berichtete der staatliche griechische Rundfunk (ERT) am 16. August. Auch auf der Insel Rhodos seien sechs Mitarbeiter eines Altenheimes vom Dienst suspendiert worden.

Die Regierung in Athen hatte im Juli gesetzlich geregelt, dass Angestellte von Pflege- und Altenheimen bis zum 16. August geimpft sein müssen. Am 1. September verstreicht dann auch die Frist für Ärzte und für alle Beschäftigten im Bereich Gesundheit. Ab dann können auch sie vom Dienst suspendiert werden.

Alten- und Pflegeheimen, die Nichtgeimpfte beschäftigen, drohen Geldstrafen bis 200’000 Euro und der Entzug der Lizenz. In der Privatwirtschaft können Arbeitgeber sogar ihre Angestellten entlassen, wenn sie sich nicht impfen lassen.

BAG lanciert neue Impf-Kampagne

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) startet eine neue Kampagne zur Covid-19-Impfung. Man wolle damit jene Personen ansprechen, die bisher damit zugewartet haben sich impfen zu lassen und sie ganz direkt ansprechen. «Nicht verpassen: Impfen lassen» lautet der Leitspruch. Die Informationskampagne wird breit mit Plakaten, Social Media-Werbemitteln, Online-Massnahmen und Fernsehspots publiziert.

Denn wer sich noch vor dem Herbst impfen lasse, helfe mit, einer neuen Pandemiewelle entgegenzuwirken und leiste einen Beitrag, die Freiheiten des Alltags zurück zu bringen, wie das BAG in der Medienmitteilung vom Montag schreibt.

Wer noch im August die Erstimpfung wahrnehme, werde bis zu den Herbstferien den vollständigen Impfschutz geniessen.

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Bevölkerung gibt im Corona-Jahr weniger Geld in Restaurants aus

Die Corona-Pandemie hat im Haushaltsbudget der Bevölkerung deutliche Spuren hinterlassen: Am markantesten gingen die Ausgaben für Mahlzeiten in Restaurants, Cafés und Bars zurück, und auch für Erholung und Kultur sowie für Hotels wurde weniger ausgegeben.

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Statt im Restaurant ass die Schweizer Bevölkerung im 2020 lieber zu Hause. (Bild: Keystone)
Studie deckt weltweite Hamsterkäufe bei Zulieferungen auf

Der konjunkturelle Boom nach der Corona-Rezession führt weltweit zu Hamsterkäufen der Unternehmen. Dabei haben europäische Firmen oft das Nachsehen, während die USA im Rennen um die heiss begehrten Zulieferungen die Nase vorn haben.

Das ist das Ergebnis einer Welthandelsstudie des Kreditversicherers Euler Hermes. Erklärt wird das Missverhältnis mit der ungleichzeitigen Erholung von den Folgen der Lockdowns.

Die US-Konjunktur kam im laufenden Jahr deutlich früher und kraftvoller wieder in Gang als in Europa. Die Folge: Warenlieferungen aus China in die USA nähmen derzeit um rund 30 Prozent zu, nach Europa hingegen nur um etwa 10 Prozent.

«Im globalen Handel sind aktuell Hamsterkäufe zu beobachten», sagte der Chef von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Ron van het Hof. Unternehmen versuchten überall händeringend, ihre Lagerbestände aufzufüllen.

«Das ist aktuell allerdings kein Selbstläufer: Angesichts der anhaltenden Engpässe in der Versorgungskette, insbesondere bei den Schiffscontainern selbst, und den längsten Verspätungen seit einem Jahrzehnt steigen die Preise auf neue Rekordhöhen.»

Laut der Studie der Allianz-Tochter hat sich der Welthandel im laufenden Jahr überraschend schnell und stark erholt. Für das Gesamtjahr rechnen die Ökonomen von Euler Hermes beim Volumen der weltweit gehandelten Waren und Dienstleistungen mit einem Plus von 7,7 Prozent, nach 8 Prozent Minus im Vorjahr. Wegen deutlicher Preiserhöhungen dürfte demnach der Handel dem Wert nach sogar um 15,9 Prozent zulegen, nach einem Minus von 9,9 Prozent 2020.

Zahl der Corona-Patienten in französischen Krankenhäusern steigt

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern weiter an. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilen, wurden binnen 24 Stunden 399 Covid-19-Kranke neu aufgenommen. Damit lagen nun insgesamt 9’798 Corona-Patienten in den französischen Krankenhäusern. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, nimmt in Frankreich weiter zu. Mit 73 Patienten, die binnen 24 Stunden neu auf Intensivstationen aufgenommen wurden, liegt sie nun bei 1’852.

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern weiter an. (Bild: Keystone)
Ausschreitungen bei Protest von Impfgegnern in Los Angeles

Bei einer Demonstration von Impfgegnern in Los Angeles und einem Gegenprotest ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Nach Mitteilung der Polizei wurde bei dem Event am Samstag vor dem Rathaus der Millionenstadt ein Mann mit einem Messer verletzt. Zu Festnahmen kam es zunächst nicht. Die Untersuchung dauere noch an, hiess es.

Mehrere Hundert Impfgegner forderten in Sprechchören «medizinische Freiheit», viele schwenkten US-Fahnen und trugen Pro-Donald-Trump-Schilder. Nach Medienberichten waren Anhänger der rechtsradikalen Gruppe «Proud Boys» beteiligt. Ein Reporter teilte der Polizei und auf Twitter mit, er sei tätlich angegriffen worden.

Junge Demonstranten halten eine US-Flagge und ein Plakat mit der Aufschrift «No more Masks» während eines Protestes gegen Impfungen vor dem Rathaus in Los Angeles. (Bild: Keystone)

Der Protest der Impfgegner richtete sich unter anderem gegen verschärfte Corona-Auflagen, wie Maskenpflicht und Impfnachweise. Mit der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in den USA werden vielerorts Beschränkungen eingeführt. So verlangt die US-Westküstenmetropole San Francisco künftig einen vollständigen Impfnachweis für den Besuch von Restaurants, Cafés, Bars, Fitnessstudios und bestimmten Events in öffentlichen Räumen. Die Millionenmetropole New York hatte kürzlich eine ähnliche Regelung getroffen.

Erstmals mehr als 600 Corona-Tote im Iran an einem Tag im Iran

Im Iran wurden erstmals mehr als 600 Corona-Tote an nur einem Tag registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag gab es in den vergangenen 24 Stunden 620 Tote und fast 37 000 Neuinfektionen. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf fast 98 000, die der Infektionen auf mehr als 4,4 Millionen. Die Ursache für den drastischen Anstieg ist dem Gesundheitsministerium zufolge die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Um die Todeswelle zu stoppen, hat die iranische Regierung erneut einen landesweiten Lockdown verhängt.

Wieder Massenimpfung in Tunesien gegen das Coronavirus

In Tunesien hat am Sonntag eine weitere grosse Impfaktion gegen das Corona-Virus begonnen. Fast eine Million Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren waren in dem von der Pandemie schwer getroffenen nordafrikanischen Land aufgerufen, eine erste Impfdosis zu erhalten. Bereits vor einer Woche waren rund eine Million Menschen ab 40 zu einer Massenimpfung eingeladen. Am Ende wurden nach offiziellen Angaben 550 000 Menschen immunisiert.

Die Impfkampagne lief ansonsten bislang eher schleppend: Vor der ersten Impfkampagne waren nur acht Prozent der insgesamt 11,5 Millionen Einwohner Tunesiens vollständig gegen das Virus geimpft. Inzwischen sind es rund zwölf Prozent. Täglich werden 1’500 bis 3’000 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 21’000 Menschen mit oder an dem Virus.

Für die Aktion wurden erneut Hunderte Einrichtungen zu Impfzentren umfunktioniert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden die Präparate von Moderna sowie Johnson & Johnson gespritzt.

Die Massenimpfung soll auch Präsident Kais Saied nutzen. Dieser hatte vor drei Wochen den Regierungschef entlassen und die Arbeit des Parlaments für zunächst 30 Tage ausgesetzt. Tunesien war bisher der einzige Staat, der nach den arabischen Aufständen im Jahr 2011 den Übergang in eine Demokratie geschafft hat. Das Land leidet jedoch seit langem unter einer Wirtschaftskrise. Die Unzufriedenheit vieler Menschen mit ihrer politischen Führung ist gross.

Berset fordert mehr Engagement der Wirtschaft bei der Impfkampagne

Gesundheitsminister Alain Berset ruft die Schweizer Wirtschaft zu einem grösseren Engagement in der laufenden Impfkampagne gegen das Coronavirus auf. Da sei noch viel Luft nach oben, sagte Berset in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».

Die Unternehmen, Sportclubs, Fitnesscenters und Kulturorganisationen, die so stark unter der Corona-Pandemie gelitten hätten, sollten ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Personen sich impfen liessen.

Energie ins Impfen investieren

Es gebe gewisse Branchen, die jetzt gegen ein Zertifikat kämpften. «Investiert diese Energie, um uns beim Impfen voranzubringen», rief Berset den Unternehmen und Organisationen zu. Die Wirtschaft könne überzeugen und aufklären, um Impfangebote bekannt zu machen.

Ferner könnten Unternehmen Angebote schaffen, so etwa dass sich Mitarbeitende in den Betrieben impfen lassen könnten. Und sie könnten dafür sorgen, dass laufende Tests dazu beitrügen, die Pandemie besser kontrollieren zu können.

New York City: Über eine Million Corona-Fälle seit Pandemiebeginn

New York City hat Behörden zufolge die Marke von einer Million Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie überschritten. Die Gesundheitsbehörde der Millionenmetropole an der US-Ostküste veröffentlichte am Samstag dementsprechende Zahlen. Die meisten Fälle waren durch PCR-Tests nachgewiesen worden, die Statistik enthält aber auch «wahrscheinliche» Infektionen, die etwa durch Antigen-Tests oder anhand von Krankheitssymptomen erfasst worden waren.

Seit Februar 2020 sind demnach 33’645 Menschen in New York City an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Mehr als 117’000 der rund 8,8 Millionen Einwohner New Yorks mussten zeitweise im Krankenhaus behandelt werden. Die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus, die in den USA mittlerweile dominant ist, wird für 90 Prozent der Neuinfektionen in der Stadt verantwortlich gemacht. Nach den am Samstag veröffentlichen Zahlen sind jetzt 67 Prozent der Erwachsenen in New York vollständig gegen Covid-19 geimpft.

Seit Februar 2020 verstarben 33’645 Menschen in New York City an einer Covid-19-Erkrankung.
Sydney verschärft Lockdown - weiter Corona-Rekordzahlen

Die australische Millionenmetropole Sydney verschärft wegen steigender Corona-Zahlen ihre Lockdown-Vorgaben. Von Montag an dürfen sich Bewohner des gesamten Grossraums Sydney nur noch in einem Umkreis von fünf Kilometern rund um ihr Zuhause aufhalten, um etwa einzukaufen oder Sport zu treiben. Dies kündigte Regionalregierungschefin Gladys Berejiklian am Samstag an. Bisher waren es zehn Kilometer. Sydney und grosse Teile des Bundesstaates New South Wales befinden sich seit Ende Juni im Lockdown.

Auch Bussgelder wurden erhöht: Für Verstösse gegen Quarantäne-Vorgaben etwa können Bürger mit bis zu 5’000 australischen Dollar (rund 3’100 Euro) zur Kasse gebeten werden. Die Massnahmen sollen helfen, eine landesweite Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auch in Melbourne und der Hauptstadt Canberra gelten Beschränkungen für die Bevölkerung.

Am Samstag meldete New South Wales, der bevölkerungsreichste Bundesstaat in dem auch Sydney liegt, 466 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Die meisten Ansteckungen habe es in Sydney gegeben. Vier Todesfälle waren in Verbindung mit Covid-19 registriert worden.

Polizisten patrouillieren auf Pferden am Bondi Beach in Sydney, New South Wales, Australien. (Bild: Keystone)
Slowenien verlangt Immunitäts- und Testnachweise auch für Durchreise

Angesichts zunehmender Infektionen mit der Delta-Variante in den EU-Staaten verschärft Slowenien die Corona-Massnahmen. Wie die Regierung in Ljubljana nach Angaben der slowenischen Nachrichtenagentur STA am Samstag mitteilte, befürchtet man «eine Verschlechterung der epidemiologischen Lage». Vom 23. August an dürfen deshalb auch Durchreisende nur noch gegen Vorlage eines Immunitäts- oder Testnachweises einreisen. Derzeit gilt dies nur für Touristen, die länger als zwölf Stunden im Land bleiben.

Zugleich werden Mitarbeiter bestimmter Branchen, die nicht gegen Corona geimpft sind, zu häufigeren Corona-Tests verpflichtet: Alle 48 Stunden bei Schnelltests und alle 72 Stunden bei PCR-Tests. Derzeit besteht eine wöchentliche Testpflicht. Betroffen sind unter anderem Mitarbeiter in Gastronomie, Hotellerie, Pflege- und Gesundheitswesen sowie Taxifahrer.

In Slowenien lag die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC zuletzt bei 76 pro 100’000 Einwohner und damit fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Nach Kritik: Grossbritannien reduziert Preis für Corona-Tests

Nach Kritik an überzogenen Preisen für verpflichtende Corona-Tests hat die britische Regierung die Kosten für die Angebote des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS reduziert. Ein einzelner Test für Reiserückkehrer soll demnach statt 88 Pfund (etwa 103 Euro) künftig 68 Pfund (rund 80 Euro) kosten, wie das Gesundheitsministerium in der Nacht zum Samstag mitteilte.

Ähnlich niedriger fallen die Kosten für Tests im Doppelpack für ungeimpfte Rückkehrer aus. Die Tests müssen vor der Einreise je nach Status des Ausgangspunkts und der Reisenden gebucht werden. Auswählen kann man neben dem Angebot des NHS auch von einer Liste zertifizierter privater Anbieter.

Gesundheitsminister Sajid Javid hatte nach Kritik an überzogenen Preisen die Wettbewerbshüter im Land aufgefordert, die Praktiken privater Anbieter zu überprüfen. Der konservative Politiker klagte über eine Cowboy-Mentalität, die aufhören müsse. Berichten zufolge hatten einzelne Unternehmen bis zu 500 Pfund (rund 588 Euro) für ihr Angebot verlangt.

Iran geht wegen Delta-Variante in sechstägigen Lockdown

Nach einem Anstieg der Todes- und Infektionszahlen in Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus hat der iranische Corona-Krisenstab einen landesweiten Lockdown verhängt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna vom Samstag ist der am Montag beginnende Lockdown aber nicht – wie vom Gesundheitsminister beantragt – für zwei Wochen, sondern nur für sechs Tage angesetzt.

Aus wirtschaftlichen Erwägungen war ein Lockdown vergangene Woche noch abgelehnt worden. Wegen der zuletzt extrem hohen Corona-Zahlen – im Durchschnitt gibt es rund alle drei Minuten einen Toten, und etwa alle drei Sekunden eine Neuinfektion – wurde diese Entscheidung jedoch revidiert.

Weiterer Negativrekord: 819 Corona-Tote in Russland

Den dritten Tag in Folge hat es in Russland einen Höchststand bei den Corona-Todesfällen gegeben. Am Samstag meldeten die Behörden 819 Tote innerhalb von 24 Stunden – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Über Wochen hinweg lag dieser Wert knapp unter 800, obwohl die Zahl der Corona-Neuinfektionen gesunken war. Am Samstag wurden in der Statistik 22 144 neue Fälle erfasst. Auch in Russland mit seinen rund 146 Millionen Einwohnern breitet sich die Delta-Variante rasch aus, die als besonders ansteckend gilt.

Die Millionenmetropole Moskau hatte erst am Freitag weitere Corona-Beschränkungen aufgehoben. In fünf Wochen wird ein neues Parlament in Russland gewählt. Die Impfungen kommen nur schleppend voran. Knapp 27 Prozent der Menschen in dem Riesenreich haben sich mindestens eine Impfspritze verabreichen lassen. Die Skepsis gegen russische Impfstoffe ist in der Bevölkerung gross. Moskau lässt keine ausländischen Impfmittel im eigenen Land zu.

Ansturm auf Impfzentren in der Schweiz

Nach der bundesrätlichen Ankündigung, dass die Corona-Tests für Ungeimpfte künftig nicht mehr gratis sind, nimmt die Impf-Nachfrage schweizweit deutlich zu. Das berichtet «20 Minuten».

Die Nachfrage hat an vielen Impf-Standorten zugenommen, so das Fazit am Freitagabend. Die Impfzentren würden teilweise «völlig überrannt», wie es im Bericht heisst.

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Chinas Corona-Zahlen sinken den vierten Tag in Folge

China hat am Freitag nur noch 30 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert, wie die Gesundheitskommission am Samstag bekanntgab. Damit sind die täglichen Corona-Zahlen den vierten Tag in Folge gesunken, was auf eine Eindämmung des bisher grössten Infektionsstrangs seit über einem Jahr hindeutet.

Seit dem 20. Juli registrierten die Behörden gut 1300 Fälle in 18 Provinzen und Regionen. Der Ausbruch der hochinfektiösen Delta-Variante hatte die strikte Null-Covid-Strategie des Landes auf die Probe gestellt. Die Behörden reagierten mit strikten Ausgangssperren, der Unterbrechung von Transportverbindungen, Reisebeschränkungen, Massentests und Quarantäne. Nach der Infektion eines Arbeiters im Hafen von Ningbo in der Provinz Zhejiang wurde ein ganzes Terminal geschlossen, was die Befürchtung weiterer Verzögerungen im weltweiten Containerverkehr auslöste.

Kanada führt Impfpflicht für Mitarbeitende der Bundesbehörden ein

Angesichts zunehmender Corona-Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante hat die kanadische Regierung eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter der Bundesbehörden angekündigt.

«Wir wissen, dass Impfstoffe der beste Weg sind, diese Pandemie zu beenden», sagte der Minister für Regierungskoordination, Dominic LeBlanc, am Freitag in Ottawa. Die Regierung erwarte daher, dass die Staatsbediensteten sich an die Impfpflicht hielten.

Der Zeitpunkt des Inkrafttretens der Impfpflicht für die rund 300’000 Mitarbeiter der Bundesbehörden soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Im Verkehrssektor soll sie spätestens ab Oktober gelten. Auch bei Staatsunternehmen wie der Post soll die Impfpflicht gelten. Zu möglichen Strafen für nicht geimpfte Staatsbedienstete machte LeBlanc keine Angaben.

Berset rechnet mit vierter Corona-Welle

Die Schweiz wird laut Gesundheitsminister Alain Berset eine vierte Corona-Welle nicht verhindern können. Aber es werde eine andere Welle sein als jene drei Wellen, die die Schweiz bereits durchlitten habe.

Gesundheitsminister Alain Berset rechnet mit einer vierten Corona-Welle. (Bild: Keystone)

Die am meisten gefährdeten Personen der Bevölkerung, die ältere Generation, seien gut geimpft. Dort liege die Impfquote bei über 80 Prozent, sagte Bundesrat Berset in einem Interview mit der «Südostschweiz». Das sei eine andere Ausgangslage als zuvor. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Israels Regierungschef: Impfen rund um die Uhr – auch am Schabbat

Der israelische Regierungschef Naftali Bennett setzt im Kampf gegen steigende Zahlen der Corona-Infektionen auf Impftermine rund um die Uhr. Auch am Schabbat solle die Impfkampagne fortgesetzt werden, betonte er am Freitag bei einem Treffen mit den Chefs von Gesundheitsdiensten und Krankenkassen. Da es um das Retten von Menschenleben gehe, müssten die Impfungen Tag und Nacht, an allen sieben Tagen der Woche angeboten werden, sagte Bennett einer Mitteilung zufolge.

Für religiöse Juden ist die Einhaltung der Schabbatruhe ein wichtiges Gebot. Auch im säkular geprägten Tel Aviv fahren von Freitagnachmittag bis Samstagabend keine Busse oder Züge. Bennett rief auch dazu auf, in der kommenden Woche das Impftempo zu verdoppeln, indem Militärärzte zu den Impfungen hinzugezogen werden. Mit Verteidigungsminister Benny Gantz sei die Unterstützung durch die Militärärzte bereits vereinbart worden.

Am Donnerstag waren in Israel 6’102 neue Corona-Infektionen registriert worden, 453 Patienten in den Krankenhäusern befanden sich in einem kritischen Zustand. Das sind die höchsten Zahlen seit März.

Niederlande öffnen Hochschulen – Nachtclubs bleiben zu

Angesichts noch anhaltend vieler Neuinfektionen lockern die Niederlande ihre Corona-Massnahmen vorerst nur geringfügig. Clubs, Bars und Diskotheken blieben weiterhin geschlossen, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mit. Allerdings dürfen die Universitäten und Fachhochschulen nach den Sommerferien wieder ihre Türen öffnen und Studenten nach eineinhalb Jahren wieder Präsenzunterricht bekommen.

Premier Rutte betonte, dass die Regierung das Risiko einer erneuten Infektionswelle wie Anfang Juli nicht eingehen wolle. «Wir müssen vorsichtig bleiben.» Die Regierung wird daher die Regeln vor allem für die Nachtgastronomie und Gross-Veranstaltungen nicht lockern.

Clubs, Bars und Diskotheken blieben weiterhin geschlossen, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mit. (Bild: Keystone)

Erleichterung aber wird es für die rund eine Million Studenten und Fachhochschüler geben. Sie müssen keinen Sicherheitsabstand von 1,5 Meter mehr voneinander halten, wie der Premier ankündigte. Allerdings müssen sie in den Gängen Mundmasken tragen. Grosse Vorlesungen mit mehr als 75 Studenten soll es vorerst aber noch nicht geben. In den vergangenen 18 Monaten hatten die meisten Studenten nur digital Unterricht.

Den nächsten Schritt zur Normalität stellte der Premier erst für den 20. September in Aussicht. Sofern die Zahl der Neuinfektionen und Patienten in Krankenhäusern niedrig sei, könne dann die Masken-Pflicht in Bus und Bahn gestrichen werden. Die Regierung hält es zudem für möglich, dass ab November alle Corona-Massnahmen aufgehoben werden können.

Ende Juni waren Clubs und Diskotheken geöffnet worden. Daraufhin waren die Infektionszahlen explosionsartig gestiegen, die Regierung zog die Notbremse. In den vergangen Wochen verbesserte sich die Lage drastisch. Doch noch immer ist die Inzidenz von 105 sehr hoch. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner in sieben Tagen bei etwa 30.

Corona-Inzidenz in Italien gestiegen

Italiens Gesundheitsexperten mahnen mit Blick auf die Corona-Lage, weiter vorsichtig zu sein. Der landesweite Sieben-Tage-Inzidenzwert stieg für den Zeitraum bis Donnerstag auf 73 Fälle je 100’000 Einwohner, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mitteilte. In der Vorwoche lag der Wert bei 68. In Italien breiteten sich ausserdem Virus-Mutationen wie die Delta-Variante weiter aus. Angesichts dessen, dass es im Sommer häufiger zu Versammlungen komme, sei es gut, sich vorsichtig zu verhalten und sich impfen zu lassen.

Die Regierung wirbt bei Älteren weiter für die Impfungen gegen Covid-19. «Vor allem bei den über 50-Jährigen gibt es mehr als vier Millionen Menschen, die noch nicht mal die erste Dosis erhalten haben», sagte Gesundheitsexperte Franco Locatelli im Interview der Zeitung «La Stampa» (Freitag). Ab Montag können sich laut des ausserordentlichen Kommissars für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren ohne Termin impfen lassen. Rund 65 Prozent der Menschen über zwölf Jahren sind durchgeimpft.

Deutschland stuft Türkei und USA als Corona-Hochrisikogebiete ein

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung die Türkei als Hochrisikogebiet ein. Ab Dienstag müssen Einreisende aus dem beliebten Urlaubsland, die nicht geimpft oder genesen sind, für fünf bis zehn Tage in Quarantäne, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft Deutschland die Türkei als Hochrisikogebiet ein. (Bild: Keystone)

Ebenfalls als Hochrisikogebiete eingestuft werden bereits am Sonntag die USA, Israel, Kenia, Montenegro, Vietnam sowie zwei französische Überseegebiete. Portugal wird dagegen mit Ausnahme der bei Touristen besonders beliebten Küstenregion Algarve und der Hauptstadt Lissabon von der Risikoliste gestrichen.

Vollständig geimpfte und genesene Einreisende aus Hochrisikogebieten sind von der Quarantänepflicht befreit. Alle anderen müssen sich nach der Einreise selbst isolieren und können sich davon erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien.

Deutschlandweite Corona-Inzidenz steigt schnell – Jetzt über 30

Binnen einer Woche hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Deutschland um rund ein Drittel auf nun 30,1 erhöht. Am zweiten Tag in Folge meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) deutlich mehr als 5’000 Neuinfektionen. Am Freitag waren es laut RKI-Dashboard (Stand 3:59 Uhr) 5’578, nach 5’638 am Vortag, die höchsten Tageswerte seit Ende Mai. Das Niveau von Ende voriger Woche lag bei etwa 3’500. Um eine stärkere Corona-Ausbreitung zu verhindern, sind laut RKI Labortests auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig. Die Zahl der erfassten wöchentlichen PCR-Tests entwickelte sich zuletzt rückläufig. Das RKI ist in Deutschland die führende Behörde in der Corona-Pandemie.

Nach RKI-Daten ist deutschlandweit mittlerweile fast nur noch die Delta-Variante im Spiel – die zuerst in Indien entdeckte, deutlich ansteckendere Mutante. Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter gilt bereits als erschwert. Amtsärzte erklärten das auch mit der relativ kurzen Dauer von Kontakten, die bei Delta für eine Ansteckung ausreichen können, etwa Begegnungen im Vorbeigehen.

Die Inzidenz war bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend heisst es, diese Werte befänden sich derzeit auf niedrigem Niveau. Das dürfte auch daran liegen, dass zuletzt vor allem Menschen unter 50 Jahren positive Testergebnisse erhielten. Laut einer Modellierung, die diese Woche erschienen ist, bleibt die Inzidenz trotz der Impfungen ein wichtiger Frühwarnwert zur Einschätzung der anstehenden Belegung von Intensivbetten, es könnten demnach aber höhere Inzidenzen als bisher toleriert werden.

Deutschlandweit wurde nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3’810’641 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3’675’800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91’853.

Anteil vollständig geimpfter Personen in der Schweiz
Anteil vollständig geimpfter Personen vom Freitag, 13. August 2021. (Grafik: Keystone/Gerhard Riezler)
Mehr als 5'300 Meldungen über Nebenwirkung nach Covid-Impfung

Bei den mehr als 9,2 Millionen in der Schweiz verabreichten Impfdosen gegen das Coronavirus sind bisher 5’304 unerwünschte Nebenwirkungen gemeldet worden. Zwei Drittel davon waren nicht schwerwiegend.

Betroffen waren vor allem Frauen und ältere Personen, im Mittel waren diese 57,7 Jahre alt, wie Swissmedic am Freitag, 13. August, mitteilte. 21,9 Prozent waren 75 Jahre oder älter. Bei den Meldungen, bei denen die Nebenwirkung als schwerwiegend eingestuft wurde, waren die Betroffenen im Mittel 61,3 Jahre alt.

In 133 der schwerwiegenden Fälle sind die betroffenen Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Gemäss Swissmedic gibt es trotz der zeitlichen Nähe in keinem Fall konkrete Hinweise, dass die Impfung zum Tod geführt hat. Das mittlere Alter dieser Personen lag bei 80,7 Jahren.

Weiterhin führt der Impfstoff von Moderna häufiger (61,8 Prozent) zu Nebenwirkungen als jener von Pfizer/Biontech (36,5 Prozent). Bei 91 Fällen respektive bei 1,7 Prozent der Fälle wurde der Impfstoff nicht angegeben.

Gemäss Swissmedic ändern die gemeldeten und analysierten Nebenwirkungen das Nutzen-Risiko-Profil der beiden in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe nicht.

Kantone wollen nach Schulferien breit Testen - Keine Maskenpflicht

Wenn am Montag in 20 Kantonen das neue Schuljahr beginnt, werden Corona-Tests zum Alltag von Lehrpersonen wie auch von Schülerinnen und Schülern gehören. Mehrere Kantone haben angekündigt, die bisherigen Corona-Schutzmassnahmen an den Volksschulen beizubehalten und breit zu testen – auf freiwilliger Basis. Die Maskenpflicht soll vermieden werden.

Testen, testen, testen: Dieses Motto gilt in den Schulen noch immer. (Bild: Keystone)

Bern, Glarus, Graubünden, Jura und Uri haben bereits angekündigt, die Maskenpflicht auch für Lehrpersonen aufzuheben. Es sei oberstes Ziel, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten, hiess es aus Glarus. Deshalb seien alle Beteiligten angehalten, die Schutzmassnahmen weiterhin einzuhalten: regelmässiges Händewaschen, die Einhaltung von Abstandsregeln und die Lüftung der Räume. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Strengere Regeln lassen Impfquote in Frankreich steigen

Strengere Corona-Regeln mit dem angekündigten Ende kostenloser Tests haben in Frankreich die Impfquote weiter steigen lassen. 67,4 Prozent der Bevölkerung hätten inzwischen mindestens eine Impfung und 56,4 Prozent auch die zweite Impfung erhalten, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit.

Beim Blick auf alle Einwohner ab 12 Jahren ergab sich ein Anteil der Erstgeimpften von 78,4 Prozent und der bereits vollständig Geimpften von 65,7 Prozent.

Trotz der bevorstehenden Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen sei die Impfquote mit 70,1 Prozent vollständig Geimpfter dort zu gering, beklagen die Behörden. Weitere Informationskampagnen, auch mit Blick auf Pflegehelfer und Auszubildende, wurden angekündigt. Spätestens bis zum 15. September sollen Beschäftigte im französischen Gesundheitsbereich eigentlich über einen Impfschutz verfügen.

Sterblichkeit in der EU bleibt über dem Durchschnitt

Die Sterblichkeit in der Europäischen Union liegt weiter über dem Durchschnittsniveau der Jahre 2016 bis 2019. Im Juni 2021 starben rund sechs Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der Corona-Pandemie, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat hervorgeht.

Im April hatte die sogenannte Übersterblichkeit im April unter anderem coronabedingt noch bei rund 20 Prozent gelegen. Der höchste Wert seit Pandemiebeginn wurde im November 2020 mit 40 Prozent verzeichnet, dieser sank dann bis Februar auf knapp sechs Prozent, bevor es im Frühjahr wieder zu einem Anstieg kam.

Aus der Statistik geht nicht hervor, wie viele Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind. Es wird aber betont, dass die teils erheblichen Anstiege der Übersterblichkeit weitgehend mit Covid-19-Ausbrüchen in den jeweiligen Ländern zusammenfallen. Die Daten unterscheiden keine Todesursachen und differenzieren nicht nach Geschlecht oder Alter.

49,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Vom 6. August bis 12. August sind in der Schweiz 134’532 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 49,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 9’259’033 Impfungen verabreicht. 4’301’038 Personen haben zwei Impfdosen erhalten, bei 656’957 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung vorgenommen. Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 19’219 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 8 Prozent.

2097 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 2097 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 42 Spitaleintritte.

WHO will Entpolitisierung der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, die Suche nach dem Ursprung des Coronavirus nicht zu politischen Zwecken zu missbrauchen.

Es komme auf rasche internationale Kooperation an, um künftig bei Krankheitserregern mit pandemischem Potenzial besser reagieren zu können, teilte die WHO am Donnerstagabend mit.

Keine Übung in Schuldzuweisungen

Die Suche nach den Ursprüngen des Erregers sollte keine Übung in Schuldzuweisungen oder Fingerzeigen sein. Die WHO macht dabei Druck auf China, für weitere Forschungen Zugang zu den wichtigen Daten der ersten Corona-Fälle von 2019 zu gewähren.

Produzentenpreise im Juli weiter gestiegen

Die Produzentenpreise sind im Juli im Vergleich zum Vormonat erneut gestiegen, die Jahresteuerung zog ebenfalls leicht an. Konkret stieg der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise PPI im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent auf 103,2 Punkte.

Im Jahresvergleich, also zum Juli 2020, lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten damit um 3,3 Prozent höher, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Dies ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Juni, als die Jahresteuerung der Produzentenpreise noch bei 2,9 Prozent gelegen hatte. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Israel beginnt mit dritter Impfung für über 50-jährige

Angesichts steigender Zahlen von Corona-Infektionen will Israel auch über 50-jährigen eine dritte Impfung anbieten.

Das Expertenteam sei zu dem Schluss gelangt, dass eine solche Impfung für Menschen über 50 sowie für Menschen in medizinischen Berufen das richtige Mittel sei, hiess es in einer Mitteilung von Ministerpräsident Naftali Bennett am späten Donnerstagabend.

Die Kampagne Israels, als erstes Land der Welt den über 60-jährigen eine dritte Impfung anzubieten, sei ein voller Erfolg gewesen, so der Regierungschef. «Bis jetzt sind mehr als 750 000 Menschen geimpft worden und wir machen den nächsten Schritt.» Im Kampf gegen die sich immer schneller verbreitende Delta-Variante sei dies die richtige Massnahme. Die israelische Regierung habe eine grosse Anzahl von Impfstoffen für die neue Impfkampagne bereitgestellt. Er rufe alle über 50-jährigen auf, von Freitag an die Möglichkeit einer dritten Impfung wahrzunehmen.

Dritte Corona-Impfung für immungeschwächte Menschen in den USA

In den USA sollen Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Dies gab die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA am Donnerstag (Ortszeit) bekannt.

Immungeschwächte Menschen in den USA erhalten eine dritte Corona-Impfung. (Bild: Keystone)

Es gehe besonders um Empfänger eines Spenderorgans und Menschen, bei denen ein vergleichbarer Grad an Immunschwäche diagnostiziert wurde. Sie sollen dann eine Auffrischungsimpfung mit den Impfstoffen von Moderna oder Pfizer/Biontech erhalten können. Der zuständige Ausschuss der Gesundheitsbehörde CDC solle am Freitag über weitere klinische Empfehlungen für immungeschwächte Menschen beraten, schrieb die FDA.

Keine Zuschauer bei der US-Open-Qualifikation

Die Qualifikation für das am 30. August beginnende US Open in New York wird vor leeren Zuschauerrängen gespielt. Dies entschied die USTA nach Rücksprache mit den lokalen Gesundheitsbehörden aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation.

Laut Organisatoren fiel der Entscheid aus Platzgründen. Mehr als 2500 Menschen würden sich in den Tagen der Qualifikation auf der Anlage in Flushing Meadows tummeln. Hinzu kommt, dass diverse Trainings-, Erholungs- und Essmöglichkeiten für die Spieler nach aussen verlegt werden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

Airbnb mit deutlich mehr Buchungen im zweiten Quartal 2021

Die Zimmer-Vermittlungsplattform Airbnb erwartet ein Rekordgewinn im laufenden dritten Quartal, warnt jedoch vor möglichen Auswirkungen der Delta-Variante des Coronavirus.

Im zweiten Quartal 2021 wuchsen die Bruttobuchungen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um mehr als das Vierfache auf 13,4 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern nach Börsenschluss mitteilte.

Auch Paralympics finden ohne Zuschauer statt

Auch die am 24. August beginnenden Paralympics in Tokio werden grösstenteils ohne Publikum stattfinden. Dies entschieden die Organisatoren, da die Corona-Infektionen in der japanische Hauptstadt, die sich noch immer im Notstand befindet, weiterhin steigen.

Auch bei den Paralympics in Tokio sind keine Zuschauer zugelassen. (Bild: Keystone)

Bei den am Sonntag zu Ende gegangenen Olympischen Spielen waren in der Präfektur Tokio offizielle Zuschauer von allen Wettkämpfen ausgeschlossen.

Sydney seit sieben Wochen im Lockdown - weiter Corona-Rekordzahlen

Im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Millionenmetropole Sydney steigen die Corona-Zahlen trotz eines seit fast sieben Wochen andauernden Lockdowns weiter. Innerhalb von 24 Stunden seien 390 Neuinfektionen verzeichnet worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Zwei Menschen seien in Verbindung mit Covid-19 gestorben, sagte Regionalregierungschefin Gladys Berejiklian.

Die Millionenmetropole Sydney und grosse Teile von New South Wales befinden sich bereits seit Ende Juni im Lockdown. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Die Massnahmen sollen bis mindestens Ende August gelten. Auch in Melbourne und der Hauptstadt Canberra gelten derzeit Beschränkungen für die Bevölkerung. Allerdings ist kein anderer Landesteil so schwer betroffen wie New South Wales.

Berner Kinderarzt hält Corona-Risiko beim Schulstart für gering

Schülerinnen und Schüler sind nach dem Ende der Sommerferien in vielen Kantonen keinen erhöhten Risiken wegen des Coronavirus ausgesetzt. Es gebe keinen Grund zu besonderer Sorge, sagte der Berner Kinderarzt und Infektiologe Christoph Aebi.

Unterricht ohne Bedenken: Der Berner Kinderarzt Christoph Aebi sagt, dass es wenig Bedenken wegen des Virus bei Kindern gibt. (Bild: Keystone)

Bei Kindern und Jugendlichen hätten die Hospitalisationen und schweren Fälle bisher nicht zugenommen, sagte Aebi in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Das hänge vermutlich auch mit den Sommerferien zusammen. Es lasse sich daher erst in den kommenden Wochen abschätzen, in welche Richtung es gehe.

Auf die Frage, ob es Schutzkonzepte brauche, sagte Aebi, dass es aus kinderärztlicher Sicht das oberste Ziel sei, die Schulen offen zu lassen. Es habe sich gezeigt, dass geschlossene Schulen bei den Kindern zu massiven sekundären Schädigungen führten. Er plädiere dafür, auf Primar- und Sekundarstufe auf Schutzmasken zu verzichten. Alles dazu lesen Sie hier.

San Francisco verlangt Impfnachweis für Restaurantbesucher

Die US-Westküstenmetropole San Francisco verlangt künftig einen Impfnachweis für den Besuch von Restaurants, Cafés, Bars, Fitnessstudios und bestimmten Events in öffentlichen Räumen. Dies gab Bürgermeisterin London Breed am Donnerstag bekannt. Die Regelung tritt am 20. August in Kraft. Ab dann müssen Besucher eine vollständige Corona-Impfung nachweisen, ein Negativ-Test reicht nicht aus. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren und Personen, bei denen medizinische Gründe gegen eine Impfung sprechen.

San Francisco ist damit die erste US-Grossstadt, die für Aktivitäten in einigen öffentlichen Innenräumen eine vollständige Impfung vorschreibt. Die Millionenmetropole New York hatte kürzlich eine ähnliche Regelung getroffen, dort reicht allerdings der Nachweis für eine Impfdosis aus.

Mit der Massnahme sollen die weitere Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eingedämmt und zudem weitere Menschen dazu gebracht werden, sich impfen zu lassen.

100 Dollar für Corona-Impfung in New York: 50'000 Menschen nehmen sie an

Nachdem die Millionenmetropole New York Ende Juli einen Impfanreiz von 100 Dollar (etwa 85 Euro) eingeführt hat, haben schon rund 50’000 Menschen dieses Angebot angenommen. Das gab Bürgermeister Bill de Blasio am Donnerstag, 12. August, bekannt und feierte das Angebot städtischer Impfstellen als grossen Erfolg.

US-Präsident Joe Biden hatte Bundesstaaten, Bezirke und Kommunen landesweit aufgefordert, eine solche Belohnung auszuloben.

(Bild: Keystone)

Insgesamt sind in der Metropole New York mit rund 8,5 Millionen Einwohnern, die im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie geworden war, bereits rund 73 Prozent aller Erwachsenen voll geimpft.

US-Regierung wirbt für Impfpflicht durch Arbeitgeber

Die US-Regierung hat Arbeitgeber ausdrücklich ermuntert, ihre Mitarbeiter zur Impfung gegen das Coronavirus zu verpflichten. Es liege in der Macht der Arbeitgeber «dabei zu helfen, die Pandemie zu beenden», sagte der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeffrey Zients, am 12. August.

Die bisher angekündigten Regelungen durch Unternehmen, Bundesstaaten, Kommunen, Universitäten und Krankenhäuser verpflichteten bereits Dutzende Millionen Amerikaner zur Impfung. «Es ist klar, die Impfpflicht ist im ganzen Land auf dem Vormarsch», sagte Zients. Die Impfungen würden die Menschen schützen und «helfen, die Verbreitung des Virus zu stoppen».

Die US-Regierung hat ihre eigenen Mitarbeiter bereits verpflichtet, sich impfen oder sich regelmässig auf eine Corona-Infektion testen zu lassen. Das Verteidigungsministerium will spätestens ab Mitte September eine Impfpflicht für Soldaten einführen.

Massnahmengegner marschieren durch Bern

Im Rahmen einer Spontankundgebung haben sich am Donnerstagabend, 12. August, in Bern geschätzte 700 Personen zu einer Demonstration gegen die Corona-Massnahmen versammelt. Bis jetzt verlief die Kundgebung friedlich.

Im Rahmen einer Spontankundgebung haben sich am Donnerstagabend in Bern geschätzte 700 Personen gegen die Corona-Massnahmen versammelt. (Bild: Keystone)

Angeführt von Trychlern zogen die Massnahmengegner mit Schweizerfahnen und Transparenten durch die Berner Innenstadt. Die Polizei war mit einem sichtbaren Aufgebot vor Ort.

Die Massnahmengegner kritisierten lautstark die Coronapolitik des Bundes und forderten in Sprechchören «Freiheit» und ein Ende der von ihnen als Unterjochung empfundenen Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus.

USA bereiten dritte Corona-Impfung für immungeschwächte Menschen vor

Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen in den USA schon bald eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Es gehe dabei um einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung, erklärte die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. Studien zeigten, dass die zweite Impfdosis bei immungeschwächten Menschen oft noch keine ausreichende Immunreaktion auslöse. Eine dritte Dosis könnte den Schutz für diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe erhöhen, betonte Walensky.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen in den USA schon bald eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. (Bild: Keystone)

Die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA werde die Zulassung für die Impfstoffe von Moderna und Pfizer/BioNTech wohl in Kürze erweitern, um die dritte Impfung zu erlauben, sagte Walensky.

Dabei gehe es etwa um bestimmte Krebspatienten, Menschen mit transplantierten Organen, HIV-positive Personen oder Menschen mit anderen Immunschwächekrankheiten. Es gehe insgesamt schätzungsweise um weniger als drei Prozent der Bevölkerung, erklärte Rochelle Walensky.

Corona-Infektionen bei Jugendcamp der Salzburger Festspiele

Bei einem Operncamp der Salzburger Festspiele sind vier Corona-Fälle unter Jugendlichen aufgetreten. Zwanzig weitere junge Teilnehmer wurden als direkte Kontaktpersonen eingestuft, wie das Festival am Donnerstag, 12. August, bekanntgab.

Während der Festspielsaison werden in der Mozartstadt einwöchige Workshops für musikbegeisterte Kinder und Jugendliche veranstaltet, um ihnen die beim Festival gezeigten Opern näherzubringen. Wegen der Corona-Fälle wurde die Abschlussaufführung des Camps am Samstag abgesagt.

Bei den alle zwei Tage stattfindenden Schnelltests unter den 39 Teilnehmern zwischen 14 und 18 Jahren wurde ein positiver Fall entdeckt. Daraufhin stiegen die Organisatoren auf tägliche PCR-Tests um, bei denen drei weitere Infektionen festgestellt wurden.

Unter den Besuchern des grossen Opern- und Theaterfestivals wurde bisher nur ein Corona-Fall bei der «Jedermann»-Premiere Mitte Juli bekannt. Es wurden danach keine Folgeinfektionen gemeldet.

Russland meldet Tagesrekord an Corona-Toten

In Russland hat es einen Höchststand der Corona-Todesfälle seit Beginn der Pandemie gegeben. 808 Menschen seien innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilten die Behörden am 12. August mit.

Seit Wochen melden sie an vielen Tagen hohe Todeszahlen – trotz gesunkener Zahl an Neuinfektionen. Am Donnerstag wurden landesweit fast 22’000 neue Fälle gemeldet. Im Juli waren es zeitweise fast 7’000 Neuinfektionen mehr.

In Russland mit seinen rund 146 Millionen Einwohnern breitet sich vor allem die Delta-Variante rasch aus, die als besonders ansteckend gilt. Jüngsten offiziellen Angaben zufolge haben sich bislang knapp 27 Prozent der Russen mindestens eine Impfspritze verabreichen lassen. Russland verfügt über mehrere Vakzine. Sputnik V ist bereits seit einem Jahr auf dem russischen Markt. Dennoch herrscht in dem Riesenreich eine weit verbreitete Impfskepsis.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gehen zurück

Die Erholung des US-Arbeitsmarkts vom Corona-Einbruch setzt sich fort. In der vergangenen Woche ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 12’000 auf 375’000 Anträge zurück, wie das Arbeitsministerium am 12. August in Washington mitteilte.

Dies war von Ökonomen erwartet worden. Die Erstanträge gelten als Kurzfristindikator für den Arbeitsmarkt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt der grössten Volkswirtschaft der Welt verbessert sich dank eines robusten wirtschaftlichen Aufschwungs.

Dieser wird durch hohe staatliche Ausgaben und die Aufhebung von Corona-Beschränkungen gestützt. So hatte bereits der jüngste monatliche Arbeitsmarktbericht eine starke Erholung am Arbeitsmarkt signalisiert.

Die Hilfsanträge liegen trotz des Rückgangs noch über dem Niveau, das vor der Coronakrise üblich war. In den Monaten vor der Pandemie wurden pro Woche nur gut 200’000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt.

Israel: 23 Reisende mit gefälschten Corona-Tests in Flugzeug

Israelische Behörden haben nach offiziellen Angaben 23 Reisende wegen gefälschter Corona-Tests aus einem Flugzeug nach New York geholt. Es habe einen «Verdacht» seitens der Fluggesellschaft United Airlines gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf Twitter mit. Eine Überprüfung durch Vertreter des Ministeriums am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv habe ergeben, die Tests seien gefälscht.

Die 23 Personen seien aus dem Flugzeug geholt und von der Polizei befragt worden. Sie hätten eine Geldstrafe erhalten, und ihre Daten seien an US-Behörden übergeben worden, schrieb das Ministerium. Weitere mögliche Strafen würden überprüft. Laut der Nachrichtenseite Globes musste jeder Reisende umgerechnet rund 1’320 Euro Strafe zahlen.

, 12. AugustAusserdem bestehe die Möglichkeit, ihnen die Wiedereinreise nach Israel für fünf bis zehn Jahre zu verbieten. Laut Ministerium wurden in der vergangenen Woche pro Tag 15 Personen mit gefälschten Corona-Tests entdeckt.

Die Einreise nach Israel für Individualtouristen ist seit Beginn der Pandemie verboten. Israel lässt vereinzelt geimpfte Gruppen ins Land. Ausserdem gibt es Sondergenehmigungen unter anderem für Personen mit Familie in Israel.

BAG meldet 2'125 Corona-Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag, 12. August, innerhalb von 24 Stunden 2’125 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 41 Spitaleinweisungen.

Mehr zu den aktuellen Corona-Fallzahlen hier.

Den Bericht des BAG zu den Fallzahlen der vergangenen Woche lesen Sie hier.

Betroffene berichteten von zahlreichen Long Covid-Symptomen

In einer nicht repräsentativen und von Laien durchgeführten Umfrage des Vereins Long Covid Schweiz unter 400 Betroffenen gaben drei von vier Teilnehmende an, mehr als drei Monate unter den Spätfolgen einer Covid-19-Infektion leiden. Ein Drittel der Befragten war zum Zeitpunkt der Umfrage bereits ein halbes Jahr krank.

Die häufigsten Beschwerden waren demnach anhaltende Erschöpfung (91 Prozent der Befragten), Belastungsintoleranz (84 Prozent), Konzentrations- und Gedächtnisprobleme (75 Prozent), Kurzatmigkeit sowie Atemnot bei Belastung (71 Prozent), Kopfschmerzen (70 Prozent), Schlafstörungen (67 Prozent) und Muskelschmerzen (64 Prozent). Weniger häufig berichteten die Betroffenen von psychischen Beschwerden wie Ängsten (26 Prozent) und Depressionen (36 Prozent).

Die Befragten hätten die Liste der vorgeschlagenen 30 Long Covid-Symptome mit über 150 Symptomen ergänzt, wie Long Covid Schweiz in einer Mitteilung vom Donnerstag schrieb.

Mehr zum Thema hier.

BAG-Wochenbericht: Deutlich mehr Ansteckungen – mehr Spitaleintritte, weniger Tote

Deutlich mehr Ansteckungen mit dem Coronavirus, mehr Spitaleintritte, aber wiederum markant weniger Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus: Das ist die Bilanz des am 12. August veröffentlichten Wochenberichts des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für die Schweiz und Liechtenstein für den Zeitraum vom 2. bis 8. August 2021.

45 Prozent mehr neue Coronavirus-Ansteckungen registrierte das BAG in der untersuchten Woche: 7’607 nach 5’249 in der Vorwoche – das sind 88 pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner (sogenannte Inzidenz) gegenüber 61 in der Woche davor. Am meisten betroffen war die Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen, am wenigsten jene der 0- bis 9-Jährigen sowie der 60-Jährigen und Älteren.

Bei den Spitaleintritten stieg die Zahl von 91 auf 138. Nach einem kontinuierlichen Rückgang seit Ende März/Anfang April ist die Zahl der Hospitalisierungen seit Anfang Juli wieder angestiegen.

Mehr zum BAG-Wochenbericht lesen Sie hier.

Die Zahl der IntensivpatientInnen nimmt in der Schweiz wieder zu. (Archivbild: Keystone)
TUI rechnet mit weniger Sommergeschäft als bislang

Der weltgrösste Reisekonzern TUI rechnet nach einem weiteren Verlustquartal mit einem schwächeren Sommergeschäft als bislang. Das Reiseangebot in den wichtigsten Urlaubsmonaten soll nun nur noch 60 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 erreichen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Corona-Pandemie belastet das Sommergeschäft bei TUI weiter. (Archivbild: Keystone)
Britische Wirtschaft erholt sich im Frühjahr kräftig

Die britische Wirtschaft hat im Frühjahr den Weg zurück auf den Wachstumspfad gefunden und sich kräftig vom schwachen Jahresauftakt erholen können.

Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 4,8 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten für die Monate April bis Juni mit dieser Zunahme des Bruttoinlandsprodukts gerechnet.

Zu Jahresbeginn hatten Einschränkungen im Kampf gegen die Pandemie die zweitgrösste Volkswirtschaft Europas noch belastet. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 1,6 Prozent. Von den Lockerungen im Frühjahr profitierte vor allem der Bereich Dienstleistungen. Bei den Ausgaben der privaten Haushalte meldete das Statistikamt ein Wachstum von 7,3 Prozent im Quartalsvergleich.

Martin Ackermann: «Die Gefahr ist nicht gebannt»

Die Schweiz hat nach Ansicht des scheidenden Präsidenten der Covid-19-Task-Force des Bundes, Martin Ackermann, in der Corona-Pandemie einen guten Mittelweg gefunden. Es habe sich gezeigt, dass der Staat nicht alles verordnen müsse.

Die Gefahr sei jedoch nicht gebannt. Drei Millionen Menschen hätten in der Schweiz keine Immunität. Das sei deutlich mehr, als sich bisher mit dem Virus infiziert hätten. Wenn sich die Personen ohne Immunität innerhalb weniger Monate ansteckten, werde das zu vielen Hospitalisierungen führen, warnt Ackermann.

Mehr zu Martin Ackermanns Bilanz lesen Sie hier.

Neuseeland will seine Grenzen Anfang 2022 wieder öffnen

Neuseeland wird seine Grenzen für ausländische Reisende voraussichtlich Anfang 2022 erstmals wieder öffnen. Dies sei möglich, weil es schon ab September für alle Neuseeländer ein Impfangebot geben soll – drei Monate früher, als geplant, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Donnerstag ankündigte. Der Inselstaat im Südpazifik hatte sich im März 2020 weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet.

Nur noch neuseeländische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz im Land durften einreisen. Im April hatte die Regierung einen Reisekorridor mit dem Nachbarland Australien eröffnet, der aber Ende Juli wegen einer Corona-Welle in Down Under wieder geschlossen wurde.

Die Grenzschliessungen hätten als eine Art «kollektive Rüstung» gedient, sagte Ardern bei einem Forum mit dem Titel «Reconnecting New Zealanders to the World» (Neuseeländer wieder mit der Welt verbinden). Durch die Impfungen erhalte nun jeder eine «individuelle Rüstung», wodurch die Landesgrenzen wieder geöffnet werden könnten.

Für Reisende sollen dabei je nach Herkunftsland und Impfstatus verschiedene Regeln gelten. Vollständig Geimpfte aus Staaten mit niedriger Inzidenz dürfen den Plänen zufolge wieder quarantänefrei nach Neuseeland. Ungeimpfte und Menschen aus Hochrisikogebieten müssen hingegen weiter 14 Tage in Isolation.

Erstmals seit einem Jahr Corona-Fall in Canberra: Eine Woche Lockdown

Nach Melbourne und Sydney müssen auch die Bewohner der australischen Hauptstadt Canberra mindestens sieben Tage lang in einen Lockdown. Zuvor sei in der Stadt erstmals seit einem Jahr ein Corona-Fall bestätigt worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Es ist das erste Mal seit Beginn der Pandemie, dass in Canberra und der Region Australian Capital Territory (ACT) wieder strenge Massnahmen verhängt werden, wie die Zeitung «The Age» berichtete. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen.

Im Laufe des Donnerstag seien drei weitere Menschen in Canberra positiv auf Corona getestet worden, die mit dem ersten Fall in Zusammenhang stünden, so die Gesundheitsbeauftragte der Region, Kerryn Coleman. «Dies ist bei weitem das schwerwiegendste Risiko für die öffentliche Gesundheit, dem das ACT in den letzten zwölf Monaten ausgesetzt war», hiess es in einer Mitteilung des örtlichen Gesundheitsministeriums. Die Regeln sollten um 17 Uhr (Ortszeit) in Kraft treten.

Der Ende Juni verhängte Lockdown im Bundesstaat New South Wales mit der Millionenmetropole Sydney war zuletzt bereits bis Ende August verlängert worden. Die Behörden verzeichneten hier am Donnerstag mehr als 340 neue Fälle. In Melbourne waren die Massnahmen am Mittwoch um eine Woche verlängert worden.

Israel verschärft Beschränkungen wegen steigender Corona-Fallzahlen

Angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen dehnt Israel die Anwendung des sogenannten Grünen Passes auf fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aus. Alle Personen ab drei Jahren müssen eine Bescheinigung vorzeigen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, wie das Corona-Kabinett am Mittwochabend entschied. Dies gilt unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants und Konferenzen. Die Regelung gelte ab kommenden Mittwoch.

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne Sitzplätze dürfen nur von bis zu 1’000 Menschen besucht werden, im Freien von bis zu 5’000 Menschen. Private Veranstaltungen werden in geschlossenen Räumen auf 50 und im Freien auf 100 Besucher begrenzt. In Läden mit mehr als 100 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich ab Montag zudem nur ein Kunde pro sieben Quadratmeter aufhalten.

In Israel haben erste Menschen ab 60 bereits eine dritte Corona-Impfung erhalten. (Bild: Keystone)

Seit Anfang Juni steigen die Infektionszahlen in Israel wieder deutlich an. Am Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium 5’755 neue Infizierte für den Vortag. Am Montag waren es erstmals seit einem halben Jahr mehr als 6’000 Infektionen an einem Tag gewesen. Gleichzeitig stieg die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten nach Angaben des Ministeriums auf 400 – das erste Mal seit Ende März.

In Israel sind mehr als 58 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis vollständig geimpft. Israel hat bereits als erstes Land weltweit damit angefangen, Menschen ab dem Alter von 60 Jahren eine dritte Impfung anzubieten. Bisher wurden laut Regierung mehr als 600’000 Menschen ein drittes Mal geimpft.

McDonald's führt in den USA Impfpflicht für Büroangestellte ein

Der Fast-Food-Konzern McDonald’s verpflichtet seine Büroangestellten in den USA zur Impfung gegen das Coronavirus. Zudem werde die Rückkehr der Mitarbeiter ins Backoffice vom 7. September auf den 11. Oktober verschoben, gab das Unternehmen bekannt. Zuvor hatten bereits grosse Technologiekonzerne wie Google, Uber und Facebook ihren Mitarbeitern ähnliche Anweisungen erteilt.

Auch die New Yorker Börse verlangt einen Nachweis von den Parketthändlern, dass sie sich immunisiert haben. Wegen der hochinfektiösen Delta-Variante kommt es in den USA zu einem Wiederanstieg der Fälle.

McDonald’s verpflichtet seine Büro-Mitarbeitenden in den USA zur Corona-Impfung. (Bild: Keystone)
Ruf nach Superreichen-Sondersteuer für weltweite Impfungen

Angesichts schleppender Impffortschritte in armen Ländern fordern Oxfam und andere Hilfsorganisationen eine stärkere finanzielle Einbindung von Superreichen im Kampf gegen Corona.

Die Organisationen schlagen eine einmalige Vermögensabgabe von 99 Prozent auf Gewinne vor, die Milliardäre während der Pandemie gemacht haben. Dies würde weltweit rund 5,4 Billionen Dollar für öffentliche Kassen bringen. Damit liessen sich Covid-19-Impfungen für alle Menschen finanzieren.

Selbst nach einer solchen Abgabe wären die rund 2’700 Milliardäre in der Welt noch reicher als vor der Pandemie, erklärte Oxfam am Donnerstag in Berlin. Die Hilfsorganisation stellte die Berechnungen gemeinsam mit dem Bündnis Fight Inequality, dem Institute for Policy Studies und der Initiative Patriotic Millionaires auf.

«Regierungen lassen es zu, dass eine Handvoll Superreicher obszönen Reichtum anhäuft, während Milliarden Menschen um ihre Existenz kämpfen und keinen Zugang zur rettenden Covid-19-Impfung haben», kritisierte Oxfam-Entwicklungsfinanzierungsexperte Tobias Hauschild.

Das Vermögen von Amazon-Gründer Jeff Bezos beispielsweise sei während der Pandemie um 79,4 Milliarden auf 192,4 Milliarden Dollar gestiegen, rechneten die Nichtregierungsorganisationen vor. Bezos könne mit seinem Reichtum persönlich dafür sorgen, dass ausreichend Impfstoff für alle Menschen auf der Welt vorhanden sei.

Superreiche am Pranger: Oxfam und andere Hilfsorganisationen fordern von Jeff Bezos und Co. höhere Abgaben zugunsten der Corona-Impfungen in armen Ländern. (Bild: Keystone)
Kalifornien schreibt Corona-Impfung oder Tests für Lehrer vor

Der US-Bundesstaat Kalifornien schreibt für Lehrer und Schulpersonal Corona-Impfungen oder regelmässige Tests vor. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom kündigte die neuen Auflagen am Mittwoch in einer Schule in Oakland an. Demnach müssen die über 300 000 Lehrer und Mitarbeiter an Schulen entweder einen Impfnachweis erbringen oder sich wöchentlichen Coronavirus-Tests unterziehen.

Die Massnahmen sind eine Reaktion auf die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus, die in den USA mittlerweile dominant ist und für steigende Infektionszahlen vor allem bei Ungeimpften sorgt. (Symbolbild: Keystone)

Kalifornien, der bevölkerungsreichste US-Staat, ist der erste Staat in den USA, der dies für das kommende Schuljahr anordnet. Die Schutzimpfungen seien das beste Instrument zur Bekämpfung der Pandemie und um die Schulen offen zu halten, sagte Newsom.

Kalifornien hatte kürzlich auch beschlossen, dass alle Beschäftigten des Westküsten-Bundesstaates sowie medizinisches Personal dort entweder einen Impf-Nachweis vorzeigen oder sich regelmässig testen lassen müssen.

Irans Corona-Beauftragter befürchtet «Fiasko» - 42 500 Fälle am Tag

Der Corona-Beauftragte der iranischen Regierung hat vor einer deutlichen Verschlimmerung der Pandemie-Lage in Land gewarnt. «Wir haben keine andere Wahl als einen sofortigen Lockdown, sonst rutscht das Land in ein Fiasko mit noch bitteren Nachrichten über Opferzahlen als bislang», sagte Aliresa Sali am Mittwoch. Die rasante Ausbreitung der Delta-Variante im Land könne nur so gestoppt werden, sagte der Spezialist für Neurochirurgie laut Nachrichtenagentur Isna. Irans Regierung hatte am Tag zuvor einen Eilantrag des Gesundheitsministers für einen zweiwöchigen Lockdown abgelehnt, laut Beobachtern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen.

Die Corona-Zahlen stiegen am Mittwoch mit 42 541 Neuinfektionen seit dem Vortag auf einen weiteren Höchststand. Mindestens 536 Iraner starben seit dem Vortag am Coronavirus. Die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Toten im Iran liegt nun bei über 95 000, die der Infektionen bei fast 4,3 Millionen. In vielen Städten sind Ärzte und Pflegepersonal total überfordert. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Iraner kommt wegen der Wirtschaftskrise nur schleppend voran. Bislang wurden lediglich 3,4 Millionen Iraner doppelt geimpft.

US-Gesundheitsbehörde CDC rät Schwangeren zur Corona-Impfung

Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt allen schwangeren und stillenden Frauen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das gelte auch für Frauen, die demnächst schwanger werden wollen, teilte die Behörde mit. Neue Daten einer Studie mit knapp 2500 Schwangeren zeigten, dass Impfungen mit den Präparaten der Hersteller Moderna oder Pfizer/Biontech vor der Schwangerschaft oder in den ersten 20 Wochen nicht zu einem höheren Risiko einer Fehlgeburt führten, hiess es weiter.

Die Impfungen seien «sicher und wirksam» und angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus dringlich angeraten, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky am Mittwoch. Die Zahl schwangerer Covid-Patientinnen sei zuletzt angestiegen, darunter auch die Zahl schwerer Krankheitsverläufe.

Passagierzahlen am Flughafen Zürich bleiben unter Vor-Corona-Niveau

Der Flughafen Zürich leidet weiter stark unter der Coronakrise, auch wenn sich die Passagier-Zahlen zuletzt deutlich verbessert haben. Im Juli sind fast doppelt so viele Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist wie noch vor einem Jahr. Aber im Vergleich zu vor der Krise waren es immer noch mehr als die Hälfte weniger.

Konkret lagen die Passagierzahlen im letzten Monat bei 1,365 Millionen. Das sind 98 Prozent mehr als im Juli 2020. Im Vergleich zum Juli 2019, also der Zeit vor dem Corona-Virus, waren es knapp 57 Prozent weniger.

14 Personen von Bundesligist Mainz in Quarantäne

Beim deutschen Bundesligisten Mainz befinden sich insgesamt 14 Personen in Quarantäne. Nach dem positiven Coronatest von Karim Onisiwo sind am Montag und Dienstag zwei weitere Mainzer Profis positiv getestet worden, am Mittwoch auch ein Mitglied des Trainerteams. Das Gesundheitsamt ordnete ausser für die vier Infizierten für acht weitere Profis und zwei Co-Trainer eine sofortige häusliche Isolation an. Das Training wurde vorerst abgesagt.

Um wen es sich neben Onisiwo handelt, gaben die Mainzer nicht bekannt. Im Kader stehen auch die Schweizer Internationalen Silvan Widmer und Edimilson Fernandes. Mainz startet am Sonntag gegen RB Leipzig in die neue Bundesliga-Saison.

Mit Abkehr von Gratistests würde der Bund hunderte Millionen sparen

Ab Anfang Oktober sollen keine Selbsttests mehr gratis abgegeben werden. Und Tests von Personen ohne Symptome sollen nicht mehr bezahlt werden. Damit würde der Bund auch finanziell stark entlastet.

Gemäss groben Schätzungen des Bundes würden Antigen-Selbsttests ab September bis nächstes Jahr rund 400 Millionen Franken an Kosten für die Allgemeinheit verursachen. Die Kosten für abgegebene Selbsttests für zu Hause betrugen demnach in selben Zeitraum rund 200 Millionen Franken.

Diese Zahlen nannte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien.

Berset: «Impfen ist individueller Beitrag an gemeinsames Ziel»

Der Bundesrat wolle kein Impf-Obligatorium. Aber die Impfung sei der «individuelle Beitrag an das gemeinsame Ziel», warb Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch in Bern vor den Medien wiederholt fürs Impfen gegen Covid-19. Niemand wolle mehr geschlossene Restaurants und Kinos oder Geisterspiele in Sportstadien.

(Bild: Keystone)

Eine Impfung biete zwar keinen absoluten Schutz vor Covid-19, so Berset. Aber wenn man sich anstecke, seien die Krankheitsverläufe deutlich weniger dramatisch.

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung im Bundesamt für Gesundheit (BAG), ergänzte, die in der Schweiz verwendeten mRNA-Impfstoffe erlaubten es, grössere Ausbrüche ohne einschneidende Massnahmen bewältigen und zulassen zu können.

Aber auch wenn man geimpft sei, könne man sich anstecken oder das Virus weitergeben.

Keine fixen Richtwerte zur Aufhebung aller Massnahmen

Frühestens Anfang September will der Bundesrat erneut beraten, ob auch die noch verbleibenden Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aufgehoben werden können. Für die abschliessende Beurteilung gibt es keinen fixen Richtwerte.

Die Massnahmen könnten dann aufgehoben werden, «wenn die Bedrohung einer Überlastung des Gesundheitswesens ausgeschlossen ist», sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Das sei momentan noch nicht der Fall.

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Kantone zeigen Verständnis für bundesrätliche Corona-Massnahmen

Die Kantone sind einverstanden mit den von der Landesregierung am Mittwoch vorgestellten Corona-Massnahmen. Dass der Bundesrat den Übergang in die Normalisierungsphase ohne zusätzliche Lockerungen beschlossen hat, sei nachvollziehbar, schreibt die Schweizerische Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) in einer Mitteilung.

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Berset: «Wer sich nicht impft, trägt die Konsequenzen»

Für Gesundheitsminister Alain Berset gilt es, die individuellen Entscheide zum Umgang mit der Corona-Pandemie zu akzeptieren. Wer sich indes nicht impfe, der trage selber die Konsequenzen «und kann sich nicht mehr auf den Schutz durch staatliche Massnahmen verlassen», sagte er am Mittwoch vor den Medien in Bern.

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Bundesrat Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. (Bild: Keystone)
Australische Olympia-Rückkehrer müssen in Quarantäne

Die australischen Behörden kennen auch mit den Olympia-Teilnehmern kein Pardon. Alle Rückkehrer aus Tokio müssen aufgrund der strengen Coronavirus-Restriktionen 14 Tage in Quarantäne verbringen.

Noch härter trifft es die Athletinnen und Athleten aus dem Bundesstaat South Australia, die nicht mit einem Direktflug nach Adelaide zurückgekehrt sind. Wie die lokalen Behörden entschieden, wurden deren Quarantäne auf 28 Tage erhöht.

«Während andere Länder die Rückkehr ihrer Sportler feiern, werden unsere auf grausamste und verächtlichste Weise behandelt», sagte Matt Carroll, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees. Sie würden dafür bestraft, dass sie das Land mit Stolz vertreten hätten. Australien gewann in Tokio 46 Medaillen, 17 davon in Gold.

Bund rechnet in diesem Jahr mit Defizit von über 17 Milliarden Franken

Die Bewältigung der Corona-Pandemie führt in der Bundeskasse auch 2021 zu einem immensen Loch. Die am Mittwoch vom Bundesrat zur Kenntnis genommene Hochrechnung geht von einem rekordhohen Gesamtdefizit von 17,4 Milliarden Franken aus.

Dabei schlagen allein 16,4 Milliarden Franken als coronabedingte Aufwendungen zu Buche. Bewilligt hatte das Parlament 21 Milliarden Franken. Im Moment zeichne sich ab, dass die bewilligten Ausgaben nicht in allen Bereichen ausgeschöpft würden, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung.

Im ordentlichen Haushalt rechnet der Bund mit einem Loch von 2,4 Milliarden Franken. Das sind rund 400 Millionen Franken mehr als budgetiert.

Die drei wichtigsten Fragen zur heutigen Bundesrats-Sitzung

Impfungen, Lockerungen und die Kosten der Antigen-Schnelltests: Der Bundesrat dürfte an seiner Sitzung am heutigen Mittwoch mehrere Corona-Themen besprechen. Dabei soll es um die zukünftigen Kosten der Antigen-Schnelltests gehen, sowie um eventuelle Lockerungen der Corona-Massnahmen. Ausserdem soll das weitere Vorgehen bezüglich der Impfungen verkündet werden.

Wie weiter in der Corona-Pandemie? Heute beraten sich Gesundheitsminister Alain Berset und die weiteren Bundesräte. (Bild: Keystone)

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Bundesrat spricht Gelder für den öffentlichen Verkehr

Der Bundesrat hat am Mittwoch ein zweites Massnahmenpaket zugunsten des öffentlichen Verkehrs beschlossen. Die Folgen der Corona-Pandemie haben die Verkehrsbetriebe auch in diesem Jahr empfindlich getroffen. Die Massnahmen von 2020 sollen nun verlängert werden.

Der Bundesrat hat dem öffentlichen Verkehr am Mittwoch erneut Gelder zugesprochen. (Symbolbild: Key)

Wie im vergangenen Jahr soll der öffentliche Verkehr auch 2021 finanziell unterstützt werden. Der Bundesrat schlägt vor, dass der Bund die Defizite, die in Folge der Corona-Pandemie beim regionalen Personenverkehr und beim Schienengüterverkehr entstanden sind, übernimmt. Er reagiert damit auf drei vom Parlament überwiesene Vorstösse.

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Russische Fake-News-Kampagne gegen Coronaimpfungen gestoppt

Facebook hat nach eigenen Angaben eine globale Kampagne zur Verbreitung von Falschinformationen über Corona-Impfungen unterbunden. Der US-Konzern löschte demnach im Juli 65 Facebook-Konten und 243 Instagram-Konten aus Russland, mit denen versucht worden war, Corona-Impfstoffe in Verruf zu bringen.

Facebook habe die Konten mit Fazze in Verbindung bringen können, einer Tochtergesellschaft einer im Vereinigten Königreich registrierten Marketingfirma, deren Aktivitäten hauptsächlich von Russland aus betrieben worden seien.

BAG meldet 2120 neue Coronavirus-Ansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 2120 neue Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 48 Spitaleinweisungen und zwei neue Todesfälle.

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Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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