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Der Telebasel News Beitrag vom 10. August.
Baselland

Hausbesetzung in Liestal endet nach einem Tag

Hausbesetzungen in Basel sind keine Seltenheit, in Liestal aber schon. Heute morgen wurde in der Baselbieter Kantonshauptstadt ein Gebäude besetzt.

Das Gebäude an der Heidenlochstrasse 112 in Liestal war von heute morgen bis am frühen Abend besetzt. Die Besetzer und Besetzerinnen werfen der Besitzerin vor, die Liegenschaft absichtlich verlottern zu lassen, damit nach dem Abriss teure neue Wohnungen gebaut werden können.

Auch die Umliegenden Gebäude sind nicht bewohnt und zum Teil bereits stark verlottert.

Für Kultur und gegen Verdrängung

Die Besetzter und Besetzerinnen befürchten, dass bezahlbare Wohnungen in Liestal verschwinden. Als Beispiel hierfür nennen sie das Projekt Gammet. Die Überbauung steht gleich neben dem besetzten Gebäude. Die Strategie von Liestal, gute Steuerzahler anzuziehen, führe dazu, dass Menschen ohne viel Geld verdrängt werden, so die Besetzer und Besetzerinnen. Sie beziehen sich in ihrer Medienmitteilung dabei auf Aussagen von Stadträten im Rahmen eines «BaZ»-Artikels, der letzten November erschienen ist.

Den Aktivistinnen schwebte längerfristig ein offenes Kulturzentrum vor. In Liestal gäbe es kaum Räume und Projekte für junge Menschen, schreiben sie in einer Mitteilung an die Medien. Dazu sollen noch Menschen in diesen Räumlichkeiten Unterschlupf finden, die Schutz bräuchten.

Polizei suchte Dialog

Die Polizei war bereits am Morgen vor Ort und hat mit allen Beteiligten das Gespräch gesucht. Laut Polizei sind diese auf Augenhöhe verlaufen. Die Besitzerin der Liegenschaft ist eine Innerschweizer Sprengstofffirma. Diese hat mittlerweile Strafantrag gestellt. Das heisst, dass die Polizei den Besetzer ein Ultimatum gestellt hat.

Dem Ultimatum sind die Besetzer und Besetzerinnen mittlerweile nachgekommen und die Liegenschaft ist wieder leer. Fünf Personen wurden widerstandslos von der Polizei angehalten und auf eine Polizeiposten geführt, wie die Kantonspolizei Baselland am frühen Abend schreibt. Diese Personen müssen mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch rechnen.

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