Häufigkeit und Intensität von Hitzeextremen haben in Europa schon zugenommen und werden weiter zunehmen. (Bild: Keystone)
Schweiz

Temperatur wird in Europa stärker steigen als im weltweiten Durchschnitt

Die Klimamodelle werden immer präziser, auch regional. Für Europa schreibt der Weltklimarat (IPCC) folgendes:

Die Temperatur wird in Europa stärker steigen als im weltweiten Durchschnitt. Häufigkeit und Intensität von Hitzeextremen haben schon zugenommen und werden weiter zunehmen. Der Niederschlag wird im Winter in Nordeuropa zunehmen, aber im Sommer in der Mittelmeerregion und weiter nördlich davon abnehmen. Nach Angaben von Astrid Kiendler-Scharr, vom Institut für Energie- und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich liegt die mittlere Temperatur in Deutschland bereits jetzt bei 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau.

«Extremniederschläge und dadurch verursachte Überschwemmungen werden nach den Projektionen in allen Regionen ausser dem Mittelmeer zunehmen, wenn die Erderwärmung über 1,5 Grad hinausgeht», heisst es in dem IPCC-Bericht mit Blick auf Europa.

Unabhängig von allen künftigen Klimaschutzmassnahmen werde der Meeresspiegel ausser in der Ostsee an Europas Küsten mindestens so schnell ansteigen wie im globalen Mittel – auch über das Jahr 2100 hinaus. Flutereignisse an den Küsten werden zunehmen. Sandstrände werden im 21. Jahrhundert zunehmend schwinden. Gletscher werden sich deutlich zurückziehen, Permafrost wird auftauen, die Ausdehnung der Schneedecke sinken. Die Schneefallsaison wird in höheren Lagen kürzer.

Kritische Schwellen für das Ökosystem und die Menschen werden überschritten, wenn die Erwärmung mehr als zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau übersteigt.

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