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Der Telebasel Sport-Beitrag vom Sonntag, 8. August 2021. (Video: Telebasel)
Baselland

Überlegener Sieg von Marlen Reusser am GP Oberbaselbiet

Vor elf Tagen gewann sie an den Olympischen Spielen in Tokio die Silbermedaille, heute war die Velorennfahrerin Marlen Reusser am GP Oberbaselbiet erfolgreich.

Erst vor einer guten Woche aus Tokio abgereist, traf Marlen Reusser heute in Zunzgen ein. Es ist ihre erste Teilnahme am GP Oberbaselbiet. Viel Zeit für sich hatte die 29-jährige Bernerin bisher noch nicht. Trotzdem konnte sie diese Tage nach dem Erfolg an den Olympischen Spielen geniessen.

Familienfeier für Rennen abgesagt

«Ich staune gerade, dass es schon elf Tage sind, es kommt mir kürzer und länger vor. Geniessen konnte ich es auf jeden Fall. Es passierte so viel, ich erhielt so viele Glückwünsche. Ich bin immer noch ein wenig in dieser Phase, deswegen ist es irgendwie schön an ein solches Rennen zu kommen wie hier. Einfach wieder Velorennen fahren, das tut gerade gut», sagt Marlen Reusser bei ihrer Ankunft vor dem Rennen.

Für ihre erste Teilnahme am GP-Oberbaselbiet opfert die Bernerin eine Familienfeier. Sie freut sich sichtlich auf den heutigen Tag, denn das Rennen im Oberbaselbiet sei ein schönes und grosses in der Schweizer Frauenradsport-Szene. Nach einer kurzen Würdigung durch den OK-Präsident Andreas Wild kann das Velorennen dann um 12:30 Uhr starten.

Und schon bald kann sich Marlen Reusser mit einer anderen Fahrerin vom Feld absetzen. Aber auch das Duo bleibt nicht lange zusammen. Das Tempo der 29-Jährigen ist einfach zu hoch. Und so fährt sie immer weiter davon und baut ihren Vorsprung kontinuierlich aus.

Europa Park-Feeling

Am Schluss gewinnt sie die 16. Ausgabe des GP Oberbaselbiet mit sagenhaften 3 Minuten und 51 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Es ist ein gelungener Tag für Marlen Reusser. Nach der Zielankunft ist sie von der Strecke begeistert. «Es ist ein sehr cooles Rennen, weil die Strecke sehr technisch ist. Es ging rauf und runter, links und rechts. Für mich ist das immer noch ein wenig schwierig, da ich nicht die beste Technikerin bin. Deswegen macht es umso mehr Spass. Es ist ein wenig Europa Park-Feeling».

Ein wenig traurig ist sie dann aber doch. Sie freute sich eigentlich, dass sie endlich wieder einmal ein Strassenrennen fahren kann. Doch wegen dem grossen Abstand war es für sie eher ein Einzelzeitfahren. «Jetzt habe ich eigentlich genug Einzelzeitfahren gerade gemacht. Ein Strassenrennen wäre lustiger gewesen, aber vielleicht ein anderes Mal», sagt die Bernerin nach ihrem Triumph mit einem Schmunzeln. Dennoch verlässt sie Zunzgen mit einem guten Gefühl. Das nächste Ziel ist für sie bereits in Sichtweite: Im September steht die Weltmeisterschaft auf dem Programm – und das an ihrem 30. Geburtstag.

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