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Salome Lang spricht über den Wettkampf und die Olympischen Spiele. (Video: Telebasel)
International

Salome Lang: «Ich wurde wie ein Star behandelt»

Salome Lang konnte an den Olympischen Spielen in Tokio nicht vollends überzeugen. Dennoch hat der olympische Spirit die Baslerin komplett gepackt.

Es waren die ersten Olympischen Spiele für die 23-jährige Salome Lang. Primär wollte die Basler Hochspringerin das Gefühl der Olympischen Spiele erleben. Das Resultat ihres Wettkampfs war eher zweitrangig, auch wenn Salome Lang gerne den Final erreicht hätte.

Doch Lang blieb in der Qualifikation für den Final bei einer Höhe von 1.90 Meter hängen und schied enttäuschend aus. «Ich bin nicht zufrieden, mit dem was ich geboten habe.» Unterdessen konnte Salome Lang ihre Sprünge unter die Lupe nehmen. Sie sieht ihren ganzen Auftritt als nicht wirklich gelungen, im Gegensatz zu vielen anderen. «Auch die ersten beiden Sprünge waren nicht wirklich gut. Das sind aber mittlerweile Höhen die ich aus reiner Sprungkraft springe, auch wenn sie technisch nicht schön sind. Aber ab 1.90 Meter aufwärts muss es dann halt stimmen. Technisch haben ein, zwei Dinge nicht gepasst.»

Wichtige Erkenntnis gewonnen

Zudem fiel der Hochspringerin und ihrem Team etwas auf, was Salome Lang schon seit einiger Zeit immer mal wieder Mühe bereitet. «Es gibt jetzt ein Muster, welches wir erkennen, wenn mir die Wettkämpfe nicht gut laufen. Ein Muster, in das ich hineingerate zu Beginn des Wettkampfes. Bis jetzt haben wir noch nicht herausgefunden, wie wir mich da wieder hinaus bringen.» Das Problem liegt beim Anlauf, wenn Salome Lang in die Kurve geht. Erwischt sie dabei die ersten Schritte nicht richtig, fällt sie in dieses Muster.

Die erste Teilnahme an den Olympischen Spielen ging für Salome Lang also schon früher zu Ende, als ihr lieb war. Wirklich enttäuscht war die 23-jährige aber nie. «Nach den Interviews ging es mir dementsprechend gut. Ich war nicht in einem Loch. Aber nachdem ich zu Hause war, geduscht und gegessen hatte, fiel ich leicht in ein Loch. Dann telefonierte ich mit den Liebsten in der Schweiz und da hat es mich schon gewurmt. Aber ich bin immer noch mehr stolz und glücklich, als enttäuscht.»

Und da Salome Lang in erster Linie die Erfahrung und nicht das Ergebnis wichtig war, wird sie Tokio in guter Erinnerung behalten. «Ich hatte die ganze Zeit extrem viel Spass. Ich fühlte mich extrem stolz, dass ich hier überhaupt springen durfte. Ich wurde wirklich wie ein Star behandelt. Es hat richtig Spass gemacht.» Von den Eindrücken aus dem olympischen Dorf ist Salome Lang ebenfalls überwältigt. «Es war extrem spannend. Man sieht auch mal die anderen Athleten aus den anderen Sportarten. Die Dimensionen waren gigantisch. Alleine schon die Essenshalle war riesig.»

«Burger, Pizza und Sushi auf einem Teller»

Genau in dieser Halle sind ihr auch einige kuriose Dinge aufgefallen. «Das essverhalten einiger Athleten ist sehr speziell. Beim Morgenessen hole ich für mich ein Müsli. Andere haben dann bereits schon Burger, Pizza und Sushi alles auf einem Teller.» Die Hochspringerin hat aber auch selber gut abgesahnt. Zwar nicht beim Essen, dafür kommt Salome Lang mit viel mehr Gepäck zurück, als sie nach Japan mitnahm. An diversen Ständen sowie von den Sponsoren erhielten die AthletInnen «Goodies». Daher liegen im Koffer von Lang nun ein paar neue Schuhe, ein neues Smartphone sowie neue Kopfhörer.

Am Montag, 9. August, kehrt die 23-Jährige in die Schweiz zurück. Zeit, um alles sacken zu lassen, hat Salome Lang aber nicht. In zwei Wochen steht bereits der nächste Wettbewerb an. Lang wird dann an einem Event in Bern teilnehmen, bevor die nächsten Highlights anstehen. Die Baslerin wird bis zum Saisonende noch am Diamond League Meeting in Lausanne und Brüssel teilnehmen. Der Schluss macht dann die Weltklasse Zürich.

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