Bereits vor knapp einer Woche wurden bei einem Drohnenangriff auf den Öltanker «Mercer Street» ein Brite und der rumänische Kapitän getötet worden. (Bild: Keystone)
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Mutmassliche Schiffsentführung im Golf von Oman beendet

Keine 24 Stunden nach Beginn einer mutmasslichen Schiffsentführung im Golf von Omanscheint sich die Lage dort wieder entspannt zu haben.

Bewaffnete Männer sollen am Dienstag den unter Flagge Panamas fahrenden Tanker «Asphalt Princess» entführt haben.

Diese hätten das Schiff nun verlassen, teilte die britische Warnzentrale für die Seefahrt UKMTO am Mittwoch mit. «Das Schiff ist sicher. Der Zwischenfall ist beendet», hiess es.

Die auf maritime Sicherheit spezialisierten Firma Lloyd’s List teilte mit, das Schiff sei wieder auf dem Weg in Richtung Oman. Zuvor hiess es, die mutmasslichen Entführer hätten das Schiff in Richtung Iran gesteuert. Eine offizielle Bestätigung für die Entführung oder dafür, was genau vorgefallen war, gab es zunächst nicht.

Die britische Zentrale UKMTO hatte Schiffe in der Region am Dienstag wegen einer möglichen Entführung gewarnt. Nach Informationen der britischen «Times» hatten bewaffnete Männer den 135 Meter langen Tanker etwa 60 Seemeilen östlich des Emirats Fudschaira in ihre Gewalt gebracht. Die Regierung in London gehe davon aus, dass der Iran oder verbündete Milizen verantwortlich seien. Das britische Aussenministerium erklärte, man «untersuche dringend einen Vorfall auf einem Schiff vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate».

Das iranische Aussenministerium warnte vor grundlosen Unterstellungen. «Diese kontinuierlichen Vorfälle für die Schiffe im Persischen Golf sind äusserst fragwürdig und verdächtig», sagte Aussenamtssprecher Said Chatibsadeh nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

Der Golf von Oman liegt zwischen dem Oman und dem Iran. Schiffe gelangen über den Golf von Oman und die Strasse von Hormus in den Persischen Golf. Die Route gilt als eine der wichtigsten Seeverbindungen des internationalen Handels. Die Lage in der Region ist vor allem für die Seefahrtsbranche angespannt. Zuletzt waren vor knapp einer Woche bei einem Drohnenangriff auf den Öltanker «Mercer Street» ein Brite und der rumänische Kapitän getötet worden.

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