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Der Telebasel News Beitrag vom 3. August 2021.
Basel

Manor Food machte im Joggeli zu wenig Umsatz

Eine Ära geht zu Ende: Nach 20 Jahren schliessen Manor Food und das Restaurant Manora im Joggeli ihre Türen. Das Shopping-Center erhält ein neues Konzept.

Das Shopping-Center St. Jakob-Park ändert per Ende 2022 sein Konzept. Auf über 2’000 Quadratmetern soll ein Coop Megastore entstehen, dessen Fokus auf Frischeprodukten, Handwerk und Fachkompetenz liegt. «Der Megastore wird nach dem Ladenbaukonzept 2025+ von Coop im Minergie Standard erstellt», heisst es in der Ankündigung des Shopping-Centers.

«Wir wollen die Vielfalt in Zukunft besser ausbauen. Bis jetzt hatten wir nur einen Lebensmittelanbieter, das war Manor Food. So haben unsere Kundinnen und Kunden auch Vergleichsmöglichkeiten, wenn man zwei Verschiedene hat, die Bereiche auf ihre Stärken bezogen anders abdecken. Die Beiden ergänzen sich sehr gut», begründet Daniel Zimmermann, der Leiter des Shopping-Centers, den Strategiewechsel.

Manor Food verabschiedet sich ganz

Das Traditionsunternehmen Manor, das als Ankermieterin im Einkaufszentrum St. Jakob-Park seit 20 Jahren ein Non-Food-Warenhaus, einen Supermarkt und ein Manora Restaurant betreibt, reduziert damit seine Fläche. «Das Unternehmen stellt mit einem angepassten Konzept sein Warenhaus Basel St. Jakob auf eine neue Basis», so die Mitteilung. «Manor wird in diesem Zug den Non-Food Bereich umgestalten und seine Warenhauskategorien neu auf 3’000 anstelle von heute 4’500 Quadratmetern anbieten. Dafür wurde ein langfristiger Mietvertrag unterzeichnet.» Der Mietvertrag für den Food-Bereich laufe per 15. Februar 2022 aus. Der Lebensmittelbereich von Manor sowie das Manora Restaurant werden nach Vertragsende Ende Jahr geschlossen.

Der Grund: Das Einzugsgebiet sei einfach zu klein. Es habe sich nicht mehr rentiert, erklärt Stephan Böger, der Manor Deutschschweiz als Direktor führt. «In unseren Supermärkten müssen wir eine gewisse Umsatzgrösse erreichen. Wir arbeiten viel mit frischen Produkten ‹fait maison›, da ist ein gewisses Umsatzvolumen wichtig. Das haben wir leider im Basler St. Jakob nicht mehr erreicht.»

Neue Aldi-Filiale

Neben Coop wird auch der Discounter Aldi Suisse eine Filiale im St. Jakob-Park eröffnen. Ab Frühjahr 2023 wird auf einer Fläche von rund 1’000 Quadratmetern ein rund 1’600 Artikel umfassendes Sortiment angeboten.

Aldi Suisse setze damit sein neues Ladenkonzept um: «Dieses sieht neben einem modernen Ausbaustandard auch eine Vergrösserung des Frische- und Convenience-Bereiches vor», so die Mitteilung.

Die Fläche des heutigen Manora-Restaurants wird von der Coop Gastronomie übernommen: Ebenfalls im Herbst 2022 entsteht ein Coop Restaurant mit 260 Sitzplätzen.

Centerleiter Daniel Zimmermann erklärt: «Die Wechsel bringen neuen Schwung in den St. Jakob-Park. Mich freut es insbesondere, dass Aldi und Coop bei uns zwei der modernsten Supermarktkonzepte der Schweiz realisieren und der St. Jakob-Park damit das Bedürfnis unserer Kundinnen und Kunden nach frischer Convenience noch besser abdeckt».

12 Kommentare

  1. Dies war leider absehbar, nun hoffe ich dass wenigstens der Manor Food beim Claraplatz erhalten bleibt, ich höre immer wieder von Leuten dass er teuer sei, stimmt aber gar nicht, eine bessere Preis/Leistung findet man nirgends, man muss halt schon die Sachen mit gleichen Sachen vergleichen, ich finde z.B. Globus delicatessa weniger gut, ist aber viel teurer.Report

  2. Das kann ich überhaupt nicht unterstützen. Nur noch Coop, Aldi, Lidle, Migros, Denner. Es gibt keine Vielfalt mehr ob im Tivoli, Shilcity, Pilatusmarkt. In allen Standorten sieht es nur noch gleich aus + alle bieten nur noch die gleichen Artikel an.. Zudem kann das Personal , keine selbständige Ideen um setzen. Alles nur noch Vorgabe. Die 70er, 80er + 90er Jahren waren viel besser.
    .Report

  3. Schon wieder Anpassungen/Veränderungen der
    Läden im SJP. Mir wäre ein Lidl dann noch lieber gewesen als Aldi (von dieden gibt es ja schon genug)!Report

  4. Coop Megastore wird ein Riesen-Sortiment anbieten, ob teuer oder günstig, ob Bio oder Normal – eben etwas für alle dabei.
    Manor war einfach nur teuer. Coop Megastore in Basel = super. Wer den Megastore in Oberwil (Mühlematt) kennt, wird sich freuen.
    Und die Arbeitsplätze sind so auch gesichert. Danke der Basler Firma Coop!Report

  5. Sehr schade auch ich gehe nur in den St. Jakobspark wegen Manor Food. Dort gibt es mein Mineralwasser (Eptinger grün) feine Italienische Spezialitäten , meinen Biokaffe etc. All das sucht man bei Coop vergebens und falles es einmal ein tolles Produkt gibt wird dies bei mangelndem Umstatz schnell aus dem Sortiment genommen.
    Nein Danke ich lass mir von einem Grossverteiler nicht vorschreiben was ich zu kaufen habe sondern berücksichtige Geschäfte welche das gewünschte im Sortiment haben.Report

  6. Juhui wieder ein Argument mehr über die Grenze zu fahren. Dafür nehme ich auch diese ganzen Corona-Schwurbler in Deutschland vor dem Rheincenter in Kauf. Alles mit Gewalt zerstören und meinen es tanzen alle nach der Pfeife von ein paar wenigen. Auch hier gilt: die Mehrheit hat sich der Minderheit anzupassen.Report

  7. Mehr Aldi…? Ja das passt zur Kundschaft die dort jeden Samstag mit ihren geleasten BMW’s und Mercedes einfahren… Schade, Coop und Aldi gibt es doch schobn überall…Report

  8. Schade, ich ging eigentlich immer wegen Manor Lebensmittel dorthin, es gibt dort Sachen, welche es hier in der Region nirgends zu kaufen gibt. Auf Aldi kann ich verzichten und den Coop habe ich in meiner näheren Umgebung.Report

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