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Sehen Sie die Medienkonferenz der Fachexperten des Bundes hier im Rückblick. (Stream: Youtube/Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Ackermann: «Könnten Epidemie in 8 Wochen beenden»

Die Delta-Variante lässt die Corona-Fallzahlen in der Schweiz wieder steigen. Was heisst das für die aktuelle Situation? Fachexperten des Bundes informieren.

Die Lage mit dem Coronavirus bleibt unsicher. Das sagt Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, Bundesamt für Gesundheit BAG, am Dienstag vor den Medien. Es gab viele Infektionen und Infektionsherde.

Die Zahl der Spital-Patienten stieg nicht so schnell, wie die der Infizierten. Dies, weil die meisten gefährdeten Personen geimpft sind.

Masserey: «Die Hospitalisationen steigen, bleiben aber auf tiefem Niveau». Lockerungen der Massnahmen im Juli haben zu mehr Begegnungen geführt. Zudem ist die Delta-Variante entscheidend. Aber die Impfung sei effizient. Deshalb habe man nun weniger Spitaleinweisungen.

Impfen soll niederschwellig sein

Die Kantone setzen alles daran, das Impfen gegen Covid-19 möglichst einfach zu gestalten. Deshalb bemühen sie sich um niederschwellige Impf-Angebote.

Die Situation in den Kantonen präsentiere sich unterschiedlich, die Lage könne aber entspannt bleiben – bei der gebotenen Wachsamkeit, sagte Linda Nartey, Berner Kantonsärztin und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte VKS, am Dienstag vor den Medien in Bern.

Überlastung des Gesundheitswesens verhindern

Es habe sich gezeigt, dass Impfungen gegen das Coronavirus zumeist gut vertragen werden und schwere Erkrankungen trotz Impfung nicht sehr häufig seien.

Ziel der Kantone bleibt laut Nartey, es nicht zu einer Überlastung des Gesundheitswesens kommen zu lassen. Wichtig bleibe also das «Ausbruchs-Management» und damit auch das Vorhandensein von Kontaktdaten bei Veranstaltungen. Testen und Contact Tracing blieben entscheidend bei der Eindämmung von Neuansteckungen, gerade auch nach der Ferienzeit. Auch der Arbeitsplatz bleibe ein riskanter Ort.

Gefährdung durch Delta

Linda Nartey, Kantonsärztin Bern, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte VKS, und Martin Ackermann, Präsident, National COVID-19 Science Task Force, mahnen zur Impfung.

Die Delta-Variante sei ansteckender und tödlicher als die bisherigen Varianten. Die Gefährdung bleibt gross. «Risiko einer Hospitalisation etwa doppelt so hoch», so Martin Ackermann. Man könne Leid, wie Todesfälle und Long-Covid abwenden. «Denn wir haben die besten Impfstoffe», so Ackermann. Zeitweise lag die Schweiz vorne. Mittlerweile sei die Nachfrage eingebrochen.

Ackermann: Epidemie kann durch Impfen in zwei Monaten beendet sein

Die Taskforce des Bundes ruft zum Impfen gegen das Coronavirus auf. Die Schweiz habe die besten Impfstoffe.

«Das Coronavirus wird nicht verschwinden, wir hätten es (jedoch) in der Hand, die Epidemie (durch Impfen) in zwei Monaten zu beenden», sagte Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Task Force des Bundes. Drei Millionen Menschen in der Schweiz seien aber noch nicht gegen das Coronavirus geimpft.

Wenn alle noch nicht Geimpften an Covid-19 erkranken würden, könnte es erneut zu Engpässen im Gesundheitswesen kommen, sagte Ackermann. Wichtig sei daher ein Frühwarnsystem. Durch Impfen könnten Szenarien mit schweren Erkrankungen verhindert werden. «Lassen Sie sich so bald wie möglich impfen», appellierte er an die Bevölkerung. Mehr zum Thema gibt es hier.

Neue Kampagne für Ferienheimkehrer

Ferienheimkehrer sollen sich testen lassen, wenn sie zurück in die Schweiz kommen, so Masserey. Deshalb hängt das BAG neue Plakate auf. Diese rufen dazu auf, sich testen zu lassen, wenn man nachhause kommt. Dies um zu verhindern, das Virus einzuschleppen. So können die Übertragungsketten gestoppt werden, so Massery.

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