Die Glückskette setzt nach der Explosion in Beirut Geld im Libanon ein. (Bild: Keystone)
International

Glückskette spendet 7,6 Millionen Franken nach Explosion in Beirut

Die Glückskette hat für Hilfsprojekte an die Opfer der Explosion im Hafen von Beirut vor einem Jahr bereits sechs Millionen Franken eingesetzt.

Insgesamt hatte die Organisation 7,6 Millionen Franken Spendengelder erhalten.

Direkt nach der verheerenden Explosionskatastrophe vom 4. August 2020 haben fünf Partnerorganisationen Nothilfe-Projekte lanciert, wie die Glückskette am Dienstag mitteilte. Sie verteilten Lebensmittel, Wasser und weitere lebensnotwendige Güter, versorgten verletzte Menschen und nahmen dringende Reparaturen an schwer beschädigten Häusern vor.

In einer zweiten Phase haben die Partnerorganisationen laut der Mitteilung an der Wiederinstandstellung von Häusern, dem Wiederaufbau von Lebensgrundlagen, der Ernährungssicherheit sowie an Schutz und Bildung gearbeitet. Danach sei die Hilfe auf Haushalte, Familien und Einzelpersonen ausgeweitet worden, die sich nicht nur wegen der Explosion, sondern auch wegen der Kombination verschiedener Krisen im Libanon in ein prekären Lage befanden.

Bleibende Million für weitere Projekte

In den kommenden Monaten werde die verbleibende Million Franken noch weiteren Projekten zugesprochen, die sich den dringendsten Bedürfnissen der libanesischen Bevölkerung widmeten und in den von der Explosion am stärksten betroffenen Quartieren Unterstützung böten. Acht der insgesamt 16 von der Glückskette mitfinanzierten Projekte seien inzwischen bereits abgeschlossen.

Caritas hilft beim Wiederaufbau

Mit ihrer langjährigen Partnerorganisation Caritas Libanon startete Caritas Schweiz Anfang September 2020 ein mittelfristig angelegtes Nothilfeprojekt, das auch einen Beitrag zum Wiederaufbau leistet.

Insgesamt sollen mehr als 1400 Haushalte (mehr als 7000 Einzelpersonen) mit Bargeldzahlungen für Reparaturarbeiten und Notfallbargeldhilfe sowie mehr als 450 Personen mit psychosozialer Betreuung unterstützt werden, wie Caritas mitteilte. Hilfe sei umso dringender nötig, als die Kräfte und Ressourcen vor allem der ärmsten Menschen im Libanon längst aufgebraucht seien.

Bei der Explosion waren 220 Menschen getötet und mehr als 6000 Menschen verletzt worden. Wohnungen oder Häuser von rund 300’000 Menschen wurden zerstört.

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