Featured Video Play Icon
Schweiz

Dritte Corona-Impfung bei Moderna wohl noch vor Winter nötig

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Italien verschärft Corona-Regeln für Lehrer und in Zügen

Lehrer, Dozenten und Studenten an Universitäten müssen in Italien künftig entweder geimpft, getestet oder von einer Corona-Erkrankung genesen sein. Ab dem neuen Schuljahr im September müssen sie für den Präsenzunterricht entsprechende Nachweise vorlegen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Donnerstagabend sagte. Ausserdem gilt der «Grüne Pass», unter dem Begriff die verschiedenen Nachweise zusammengefasst sind, ab September auch in Fernzügen und -bussen, Fähren oder auf Flügen.

Wenn Lehrkräfte keinen Nachweis vorlegen, werden sie nach fünf Tagen vom Dienst suspendiert, beschloss das Kabinett.

In Italien stiegen die Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder an, allerdings nur leicht. Ab Freitag sind bereits mehr Nachweise notwendig. Wer dann in einem Restaurant drinnen essen möchte, ins Museum oder in ein Schwimmbad oder eine Therme gehen will, muss getestet, geimpft oder genesen sein. Das gilt auch für Kultur- oder Sportveranstaltungen im Freien oder für Fitnessstudios. Die Regel gilt für Menschen ab zwölf Jahren. Restaurantbetreiber oder Betreiber anderer Unternehmen müssen sich die Nachweise vorzeigen lassen. Bei Verstössen drohen Bussgelder.

Für den Pass reicht in Italien schon eine erste Impfung. Die Corona-Erkrankung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.

Amazon verschiebt Rückkehr in die Büros wegen Corona-Welle auf Januar

Wegen der raschen Zunahme der Neuinfektionen in den USA verschiebt der Internetriese Amazon die geplante Rückkehr seiner Mitarbeiter in die Büros auf Januar. Statt des 7. Septembers gilt nun der 3. Januar 2022 als Termin, ab dem Mitarbeiter beginnen sollen, regelmässig ins Büro zu kommen, wie das Unternehmen am Donnerstag erklärte. Dies gelte auch für andere Länder, in denen die Rückkehr für September geplant gewesen sei.

Wegen der raschen Zunahme der Neuinfektionen in den USA verschiebt der Internetriese Amazon die geplante Rückkehr seiner Mitarbeiter in die Büros auf Januar. (Bild: Keystone)

Angestellte, die in der Zwischenzeit ins Büro kämen, müssten weiterhin eine Maske tragen oder eine vollständige Corona-Impfung nachweisen, erklärte Amazon weiter. Das Unternehmen beschäftigt mehr als eine Million Mitarbeiter, von denen allerdings wohl nur ein kleinerer Teil klassische Bürojobs hat. Viele Angestellte arbeiten in Logistikzentren und der Auslieferung. Anders als Google oder Facebook hat Amazon bislang keine Impfpflicht für Mitarbeiter verhängt.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in den USA von rund 10’000 pro Tag im Juni auf inzwischen durchschnittlich fast 90’000 hochgeschnellt. Der dramatische Anstieg trotz der weithin verfügbaren Impfungen wird vor allem auf die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus zurückgeführt. Zahlreiche grosse US-Firmen haben daher bereits die häufig für September geplante Rückkehr ihrer Mitarbeiter zur Arbeit aus dem Büro um einen oder mehrere Monate verschoben.

Corona-Fälle in Grossbritannien steigen wieder an

Nach einem überraschenden Rückgang der Corona-Zahlen in Grossbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen. Am Donnerstag wurden erstmals wieder mehr als 30’000 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den offiziellen Zahlen der britischen Regierung hervorgeht. In den vergangenen Tagen hatten die täglichen Fallzahlen darunter gelegen.

Nach einem überraschenden Rückgang der Corona-Zahlen in Grossbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen. (Symbolbild: Keystone)

Am 19. Juli waren in England fast alle noch geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben worden – auch Nachtclubs öffneten wieder und die Maskenpflicht wurde vielerorts abgeschafft. Dass danach die Fallzahlen für eine Weile zurückgingen, hatte Epidemiologen sowie die Öffentlichkeit überrascht. Danach hatten sie sich bei um die 20’000 Fälle täglich eingependelt, bevor sie nun wieder zunahmen. Ob der aktuelle Anstieg nun die gefürchtete Trendwende einleitet, ist noch nicht erkennbar.

US-Regierung: Noch keine Entscheidung zu Impfpflicht bei Einreise

Die US-Regierung hat noch nicht entschieden, ob künftig von fast allen einreisenden Ausländern der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangt werden soll. «Die Vereinigten Staaten werden die aktuellen Einreisebeschränkungen beibehalten», sagte der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeffrey Zients, am Donnerstag, 5. August. Die Gespräche, wie die Regierung künftig wieder «einheitlich und sicher» Einreisen ermöglichen könne, liefen noch. Dafür «könnte» der Nachweis der Impfung zur Voraussetzung werden, «aber das ist zum jetzigen Punkt nicht entschieden», sagte Zients.

Die US-Regierung hat bislang keinen Zeitplan für eine Aufhebung der weitgehenden Reisesperre für Menschen aus Europa und einigen anderen Staaten angekündigt. Zients betonte, angesichts der hochansteckenden Delta-Variante sei dies aktuell kein Thema. Bei den Gesprächen für das neue System gehe es darum, jetzt Vorschriften zu entwickeln, damit die US-Regierung bereit sei, «wenn die richtige Zeit gekommen ist, um zu prüfen, Reisen wieder zu ermöglichen», sagte Zients.

Frankreichs Verfassungsrat billigt neue Corona-Regeln weitgehend

Der französische Verfassungsrat hat grünes Licht für eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und die Ausweitung der Nachweispflicht gegeben. Ein entsprechendes Gesetz bestätigte das Gericht in grossen Teilen, wie es am Donnerstag mitteilte. Damit steht den strengeren Hygienevorschriften im Grossen und Ganzen nichts mehr im Weg. Die Regierung will, dass sie schon ab nächster Woche gelten.

Kritik gab es vom Verfassungsrat aber an einigen Details, etwa einer geplanten Quarantänepflicht von zehn Tagen für positiv Getestete. Dies sei weder notwendig noch verhältnismässig, urteilte die Instanz. Auch bestimmte berufliche Konsequenzen für Menschen, die etwa in Restaurants oder Museen arbeiten, liess das Gericht durchfallen. Konkret geht es um Menschen, die an einem Ort arbeiten, an dem künftig ein Nachweis notwendig ist. Auch sie müssen diesen dann erbringen. Tun sie das nicht, kann das Konsequenzen haben. Dem Verfassungsrat zufolge dürfen befristete Verträge bei fehlendem Nachweis aber nicht vorzeitig beendet werden.

Frankreich steckt derzeit in einer vierten Corona-Welle. Innerhalb einer Woche infizierten sich zuletzt landesweit etwa 225 Menschen auf 100’000.

Pilotversuch bei El-Al: Coronatest während des Fluges

Mit einem Corona-Test beim Boarding und in der Luft hat die israelische Fluggesellschaft El-Al am Donnerstag erstmals eine Alternative zu dem bei der Ankunft in Israel vorgeschriebenen PCR-Test getestet.

Nach Angaben der Airline wurden an Bord der Maschine, die am Donnerstagnachmittag, 5. August, von New York nach Tel Aviv aufbrechen sollte, etwa 280 Passagiere erwartet. Bei der Ankunft in Israel sollten sie die Testergebnisse erhalten.

Impfmüdigkeit in Israel – Regierungschef hofft auf Influencer

Angesichts einer steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Israel setzt Regierungschef Naftali Bennett auf Influencer. Bei einem Treffen am Donnerstag rief er mehrere Dutzend israelischer Internet-Stars auf, sich bei jungen Leuten für eine Impfung stark zu machen.

Sie sollten so viele wie möglich im Alter von zwölf und darüber überzeugen, sich impfen zu lassen und Masken zu tragen, sagte er. Sie könnten so dazu beitragen, Leben zu retten: «Es liegt an jedem Einzelnen von euch, 30 bis 40 Menschenleben zu retten», sagte er zu den Jungstars. «Das ist eine Gelegenheit, die ich mit 16, 17 oder 19 nicht hatte.»

Der Begriff «Meinungsmacher» sei nie bedeutsamer gewesen, sagte auch der israelische Facebook-Chef Adi Soffer Teeni. «Wir können es nicht ohne euch schaffen.»

Drittimpfung bei Moderna noch vor dem Winter nötig

Vor dem Winter wird eine dritte Corona-Impfung zur Auffrischung notwendig. Davon geht der Impfstoff-Hersteller Moderna aus. Und auch der Produzent des zweiten in der Schweiz zugelassenen Impfstoffes, Biontech/Pfizer, hat sich schon in diese Richtung geäussert.

Mehr dazu lesen Sie hier.

(Bild: Keystone)
Fallzahlen im Aargau steigen wegen Reiserückkehrenden

Im Kanton Aargau steigen die Infektionen mit dem Coronavirus stark an. Zahlreiche Fälle betreffen Rückkehrer aus den Ferien. Auch Spitaleinweisungen nehmen zu. Der Kanton sorgt sich im Hinblick auf das Ende der Schulferien.

Dies teilte das kantonale Departement für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mit. Im Juli haben sich im Aargau 861 Personen mit dem Coronavirus infiziert – im Juni waren es noch 439 gewesen. Mehr als ein Drittel der Fälle sei auf Ferienrückkehrer zurückzuführen. «Im Hinblick auf das Ende der Schulferien in der kommenden Woche ist das eine beunruhigende Entwicklung», heisst es in der Mitteilung.

Auch die Spitaleintritte wegen einer Covid-19-Erkrankung nehmen seit Ende Juli zu. Am 3. August sind kantonsweit elf Personen neu ins Spital gebracht worden. Fast alle der Betroffenen sind gemäss Mitteilung ungeimpft.

BAG meldet 1024 Neuinfektionen am Donnerstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1024 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Ausserdem einen neuen Todesfall und 37 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Corona-Zahlen finden Sie hier.

Frankreich will Corona-Auffrischimpfung für Risikogruppe ab Herbst

Alte und besonders gefährdete Menschen sollen in Frankreich von September an eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Staatschef Emmanuel Macron sagte am Donnerstag in einem Video auf Instagram, man bereite dies für den Beginn des neuen Schuljahres vor.

Es brauche im Kampf gegen das Coronavirus Auffrischungen. Eine dritte Dosis sei aber nicht sofort für alle notwendig.

Frankreich kämpft zurzeit gegen eine vierte Corona-Welle. Die Zahl der Neuansteckungen pro 100’000 Menschen innerhalb einer Woche lag zuletzt bei 225. In den vergangenen Tagen stieg der Wert aber nicht mehr so schnell wie noch vor wenigen Wochen. In einigen französischen Gebieten gelten wegen der hohen Infektionszahlen mittlerweile wieder strengere Regeln wie eine Maskenpflicht im Freien oder frühere Schliesszeiten für Geschäfte. Etwa 54 Prozent der Menschen in Frankreich sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft, knapp 65 Prozent erhielten mindestens eine Dosis.

Macron beantwortet derzeit in kurzen Videos auf Instagram und Tiktok Fragen rund um das Coronavirus. Reges Interesse gab es aber zunächst nicht nur für das Thema, sondern auch weil der Präsident unüblicherweise im T-Shirt zu sehen war.

Mehr Ansteckungen, mehr Spitaleinweisungen und mehr Todesfälle

Mehr Ansteckungen mit dem Coronavirus, mehr Spitaleinweisungen und auch mehr Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus: Das ist die Bilanz des neuesten Wochenberichts des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein für den Zeitraum vom 26. Juli bis 1. August.

Immer mehr Schweizer PatientInnen müssen wieder auf der Intensiv-Station behandelt werden. (Bild: Keystone)

5243 neue Coronavirus-Ansteckungen registrierte das BAG in der untersuchten Woche nach 4954 in der Vorwoche und damit 5,8 Prozent mehr – das sind 60,6 pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner (sogenannte Inzidenz). Am meisten betroffen war die Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen, am wenigsten jene der 70- bis 79-Jährigen. Die Delta-Variante des Coronavirus macht fast sämtliche Fälle aus, wie das BAG am Donnerstag meldete. Alles zum Thema gibt es hier.

Zertifikat-Pflicht für Genfer Gesundheitspersonal

Der Genfer Staatsrat hat verfügt, dass per 23. August das Pflege-Personal der diversen öffentlichen und privaten medizinischen Einrichtungen im Kanton ein Covid-Zertifikat vorweisen muss. Dies berichtet SRF. Mitarbeitende ohne Zertifikat müssen sich alle sieben Tage einem Screening unterziehen. Das muss der Arbeitgeber sicherstellen und die Mitarbeitenden müssen sich daran halten, so die neue Regelung.

Im Kanton Genf muss das Gesundheitspersonal ab 23. August ein Covid-Zertifikat vorweisen können. (Bild: Keystone)
Todesfälle trotz Corona-Impfung fast nur bei über 80-Jährigen

Obwohl sie gegen Covid-19 geimpft sind, sterben Menschen am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bisher betrafen diese sogenannten Impfdurchbrüche mit einer Ausnahme immer Personen über 80 Jahre.

Das zeigt der neueste Wochenbericht vom 26. Juli bis 1. August, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag publiziert hat.

19 Menschen starben trotz zweimaliger – also vollständiger – Covid-19-Impfung seit dem 27. Januar dieses Jahres an oder im Zusammenhang mit dem Virus. Von den 460 vollständig Geimpften und trotzdem Angesteckten im gleichen Zeitraum mussten 96 in Spitalbehandlung.

Vor dem Hintergrund der Durchimpfungsrate in der Bevölkerung von 49 Prozent und im Verhältnis zum Total der Fälle, der Spitaleinweisungen und der Todesfälle im gleichen Zeitraum sei die Zahl der gemeldeten vollständig geimpften Fälle aber sehr niedrig, schreibt das BAG.

Mehr dazu hier.

Ungeimpfte haben massiv höheres Risiko, sich mit Corona zu infizieren

Daten aus dem Kanton Waadt zeigen, dass Ungeimpfte ein 80 Mal höheres Risiko haben, sich mit Corona anzustecken, wie «RTS» berichtet. Zu dieser Auswertung ist Olivier Duperrex, Arzt von Unisanté Lausanne, gekommen. Er verglich die Zahl der Geimpften mit den gemeldeten Neuinfektionen und kommt zum Schluss, dass die Impfung wirke. Sie wirke «sogar besser als Studien prognostizierten», wird der Arzt zitiert. Laut der Daten aus Waadt hätten die Impfstoffe eine Wirksamkeit von 95 Prozent.

Neue Daten aus dem Kanton Waadt zeigen, wie viel niedriger das Ansteckungsrisiko geimpfter Personen ist. (Bild: Keystone)

We nicht gegen das Coronavirus geimpft ist habe gemäss der Auswertung im Moment ein rund 80 Mal höheres Infektionsrisiko. Von 10’000 Geimpften stecken sich 6,8 Personen an, unter Ungeimpften hingegen 517.

Online-Modehändler Zalando steigert Umsatz deutlich

Europas grösster Online-Modehändler Zalando wächst trotz gelockerter Corona-Beschränkungen stark. Der Umsatz sei im zweiten Quartal um rund 34 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro geklettert, teilte das Berliner Unternehmen am Donnerstag mit, das inzwischen auf 44,5 Millionen Kunden kommt.

Damit fiel das Plus sogar höher als im Vorjahreszeitraum aus, als sich die meisten europäischen Länder im Lockdown befanden und der Online-Handel boomte. Beim Ausblick für den Betriebsgewinn traut sich Zalando nun zu, 2021 am oberen Ende der bisher ausgegebenen Spanne zu landen.

Vor allem das Plattform-Geschäft entwickelte sich dynamisch. Dabei verkaufen andere Händler, Modemarken oder stationäre Läden ihre Waren über Zalando und zahlen dafür und für Logistik-Dienstleistungen Geld. Jüngst expandierte Zalando mit dem Angebot in sechs weitere Länder und gewann die französische Kosmetikkette Sephora für die Plattform. Das schlägt sich im Bruttowarenvolumen (GMV) wieder, das von April bis Juni um 40 Prozent auf 3,79 Milliarden Euro kletterte.

Der Betriebsgewinn (Ebit) fiel wegen Investitionen in die Kundengewinnung um 13 Prozent auf rund 184 Millionen Euro. Das Ergebnis stimmt das Unternehmen zuversichtlich, beim Betriebsgewinn im Gesamtjahr am oberen Ende der Spanne zwischen 400 und 475 Millionen Euro zu landen. Der Umsatz soll unverändert zwischen 26 und 31 Prozent auf maximal 10,5 Milliarden Euro zulegen.

Swiss mit dickem Minus im ersten Halbjahr

Die Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Halbjahr erneut massiv unter der Coronakrise gelitten. Weil die Fluggäste wegen der Coronakrise immer noch ausblieben, resultierte bei der Airline unter dem Strich ein dickes Minus.

(Bild: Keystone)

Der Umsatz sackte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 43,5 Prozent auf 659,3 Millionen Franken ab, wie die Swiss am Donnerstag mitteilte. Im Jahr vor der Coronakrise hatte sie mit 2,57 Milliarden noch fast viermal so viel eingenommen. Auf Ebene EBITDA gab es einen Verlust von 398,2 Millionen Franken nach -266,4 Millionen im Vorjahr.

Mehr dazu hier.

Corona-Fahrplan Deutschlands auch für Schweiz denkbar

Der vorgestellte Corona-Fahrplan für Herbst und Winter des deutschen Bundesgesundheitsministeriums wird derzeit diskutiert. Von Seiten der Regierung in Deutschland will man – so der Vorschlag – die Maskenpflicht bis im Frühling 2022 beibehalten, das Covid-Zertifikat soll ausgeweitet werden.

Sollte sich die Lage um das Coronavirus wieder massiv verschlechtern, so würden insbesondere die Ungeimpften darunter leiden. Wie «20 Minuten» schreibt, gälte das Covid-Zertifikat dann nur noch für Geimpfte und Genesene.

Die Vorschläge des Corona-Leitfadens Deutschlands werden teils auch in der Schweiz diskutiert. Infektiologe Andreas Widmer sagt gegenüber der Zeitung, dass er es für sinnvoll halte, auch in der Schweiz bis etwa Ende März 2022 in Innenräumen die Maskenpflicht beizubehalten.

Auch dass das Covid-Zertifikat ausgeweitet werden soll, findet bei Experten Anklang. Das ehemalige Taskforce-Mitglied Dominique de Quervain sagt gegenüber «20 Minuten», dass er die sofortige Ausweitung des Zertifikats auf Restaurants, Fitnessclubs und weitere Einrichtungen befürwortet.

Auf Twitter schreibt de Quervain: «In der Schweiz darf man ungeimpft und Covid-positiv ein Restaurant besuchen und andere Menschen gefährden. Ist das eine Freiheit, die es zu verteidigen gilt?»

Berichte: USA wollen Impfung zur Voraussetzung für Einreise machen

Die US-Regierung will Medienberichten zufolge künftig von fast allen einreisenden Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen. Mit der Einführung dieses Systems sollten dann auch die aktuellen Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa und anderen Staaten aufgehoben werden, wie unter anderem die «New York Times» am Mittwoch unter Berufung auf Kreise des Weissen Hauses berichtete. Für die Einführung der Nachweispflicht gibt es demnach noch keinen konkreten Zeitplan.

Die Einreise in die USA soll bald nur noch Geimpften möglich sein. (Bild: Keystone)

Auch die praktische Umsetzung des Plans soll noch relativ unklar sein, inklusive der Frage, welche Impfnachweise anerkannt werden sollen. Auch soll den Berichten zufolge noch nicht entschieden sein, ob die US-Behörden nur Impfungen mit Präparaten akzeptieren würden, die auch in den USA zugelassen sind. Eine Alternative wäre es, die Zulassung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Massstab zu machen. In den USA sind bislang nur die Impfstoffe der Hersteller Moderna, Pfizer/Biontech und Johnson & Johnson zugelassen.

Mehr dazu hier.

Corona-Proteste in Frankreich: Mehr als Kritik an Pandemiepolitik

Frankreichs Regierung will die Impfzahlen in die Höhe treiben und hat sich dabei womöglich verpokert. Denn neben Impfanmeldungen und gespritzten Dosen schiesst auch die Zahl vehementer Kritiker in die Höhe. Mehr als 200’000 Menschen gingen zuletzt landesweit auf die Strasse, um gegen eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine breitere Nachweispflicht zu demonstrieren. Am Donnerstag nimmt das Gesetz zu den schärferen Hygienevorschriften im Verfassungsrat seine letzte Hürde. Ob die Grossproteste weitergehen, hängt davon aber nicht unbedingt ab.

Proteste in Paris am Samstag, 31. Juli 2021. (Bild: Keystone)

Im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle hatte Staatschef Emmanuel Macron Mitte Juli eine Impfpflicht für Personal im Gesundheitswesen und eine Ausweitung des sogenannten Gesundheitspasses angekündigt. Beides stiess sofort auf heftige Kritik. Dennoch billigte das Parlament die Regeln vergangene Woche. Mehrere Abgeordnete und Premierminister Jean Castex riefen allerdings den Verfassungsrat an. Gibt dieser sein Okay, muss ab dem 9. August auch im Fernverkehr, in Einkaufszentren und Restaurants ein negativer Corona-Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis gezeigt werden.

Für viele Demonstrierende geht das zu weit. Sie sehen in den neuen Vorschriften eine Einschränkung ihrer Freiheiten. Manche haben auch Angst vor langfristigen Impffolgen und fühlen sich von der Regierung zunehmend zur Immunisierung gedrängt. Sorgen, die Macron derzeit in Minivideos auf Instagram auszuräumen versucht. Doch die Kritik geht noch weiter. «Es ist nicht nur der Gesundheitspass, den die Demonstranten in Frage stellen, sondern auch der als zu autoritär und polarisierend empfundene Regierungsstil Macrons», sagt der Politikwissenschaftler Jean-Yves Camus der Deutschen Presse-Agentur.

Chinesischer Pharmakonzern Sinovac baut Impfstoff-Fabrik in Chile

Der chinesische Pharmakonzern Sinovac will in einer neuen Fabrik in Chile Impfstoffe gegen das Coronavirus herstellen. Neben dem Bau der Fertigungsanlage im Grossraum Santiago de Chile sei ein Forschungszentrum in Antofagasta im Norden des Landes geplant, teilte das chilenische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. «Heute ist ein wichtiger Tag für Chile, weil wir die Produktion von Impfstoffen wieder aufnehmen werden», sagte Gesundheitsminister Enrique Paris. Das südamerikanische Land hatte die Herstellung von Impfstoffen zwar bereits 1867 begonnen, sie vor etwa 20 Jahren aber mit der Schliessung des Instituts für öffentliche Gesundheit eingestellt.

Die ersten Impfstoffdosen sollen die Fabrik im März kommenden Jahres verlassen. Die Anlage wird Medienberichten zufolge Kapazitäten für die Herstellung von 60 Millionen Dosen pro Jahr haben. Damit wird die Fabrik das Operationszentrum von Sinovac in Lateinamerika. Zunächst soll der Impfstoff in der Fabrik lediglich fertiggestellt und abgefüllt werden, später könnten nach Angaben von Sinovac auch weitere Produktionsschritte nach Chile verlagert werden.

Biontech an der Börse nun mehr als 100 Milliarden Dollar wert

Die Rally bei mRNA-Impfstoffaktien kennt weiter keine Grenzen. Die Papiere des deutschen Unternehmens Biontech schossen am Mittwoch in New York zeitweise um fast ein Viertel in die Höhe auf 433,90 Dollar und setzten ihre Rekordrally damit fort. Eine gute halbe Stunde vor Handelsende gewannen sie noch 14 Prozent auf gut 401 Dollar. Der Börsenwert beläuft sich damit auf mehr als 100 Milliarden Dollar (84,2 Mrd Euro). In wenigen Tagen will das Unternehmen Quartalszahlen veröffentlichen.

Weltweit bereits mehr als 200 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 200 Millionen angestiegen. Das ging am Mittwoch, 4. August, aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg damit in einem guten halben Jahr, seit dem 26. Januar, um 100 Millionen an. Die Zahl der weltweit bestätigten Todesfälle nach einer Corona-Infektion liegt inzwischen bei 4,25 Millionen – doppelt so viele wie noch Ende Januar. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen weltweit von höheren Dunkelziffern aus.

Die Webseite der Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO zählte bis Mittwoch 199,5 Millionen bestätigte Infektionen und knapp 4,25 Millionen Todesfälle. Die Zahl der weltweit verabreichten Corona-Impfungen liegt laut WHO inzwischen bei rund vier Milliarden.

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 200 Millionen angestiegen. (Symbolbild: Keystone)

Zuletzt stieg die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in vielen Teilen der Welt erneut rasch an, was Experten vor allem auf die Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante zurückführten. Dem jüngsten Wochenbericht der WHO zufolge etwa gab es zuletzt weltweit täglich mehr als eine halbe Million Neuinfektionen.

Die meisten bestätigten Infektionen gibt es bislang mit gut 35 Millionen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Auf Platz zwei steht mit rund 32 Millionen Infektionen Indien mit einer Bevölkerung von rund 1,3 Milliarden Menschen. Dahinter folgen Brasilien (20 Millionen) sowie Russland und Frankreich (je etwa 6,25 Millionen). In Deutschland gab es den Johns-Hopkins-Daten zufolge knapp 3,8 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2.

Nordwestschweizer Schwingfest kann trotz Pandemie stattfinden

In der von der Pandemie beeinträchtigten Schwingsaison 2021 werden nun doch alle fünf Teilverbandsfeste stattfinden können. Die Durchführung des Nordwestschweizer Fests ist gesichert.

Nachdem sich die Organisatoren in Lausen wegen der ungünstigen Prognosen zurückgezogen hatten, suchte der Nordwestschweizer Verband längere Zeit vergeblich eine Ausweichmöglichkeit. Diese ist jetzt doch noch gefunden worden: Das Fest wird am Samstag, 4. September, in Zunzgen bei Sissach durchgeführt. Es soll angesichts der Umstände ein einfaches Fest werden – allerdings eines mit Zuschauern.

Übertragungsrisiko von Geimpften noch unbekannt

Wie hoch das Risiko ist, dass geimpfte Personen das Coronavirus übertragen, lässt sich wissenschaftlich noch nicht belegen. Klar scheint hingegen, dass sich Geimpfte auch mit der Delta-Variante kaum infizieren. Mit einer Impfung könne die Übertragung des Coronavirus – insbesondere der Delta-Variante – zwar nicht verhindert aber reduziert werden, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidg. Kommission für Impffragen (Ekif), am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Das erste Ziel der Impfstrategie sei die Verringerung schwerer Infektionen. Dagegen schütze die vollständige Impfung gemäss den bisher vorliegenden Daten auch bei Delta gut. Asymptomatische und symptomatische Infektionen werde es auch bei Geimpften geben, aber «x-fach weniger als bei Ungeimpften», sagte Berger.

Auch das BAG schrieb auf Anfrage, dass sich geimpfte Personen kaum mit dem Virus ansteckten. Wenn das in seltenen Fällen trotzdem passiere, dann könnten sie das Virus auch an andere übertragen. Wie hoch dieses Übertragungsrisiko sei, lasse sich aber noch nicht zuverlässig sagen.

WHO: Lambda-Variante bereitet sich nicht stark aus

Die Lambda-Variante des Coronavirus bereitet sich nach Angaben Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht besonders stark aus. Die WHO betrachte unter anderem immer, wie stark sich eine Variante nach der Entdeckung verbreite, sagte Covid-Expertin Maria van Kerkhove am Mittwoch auf eine Frage der Nachrichtenagentur DPA. «Es geht nicht wirklich hoch, selbst in Peru nicht, wo die Variante zuerst entdeckt wurde», sagte van Kerkhove. Nach Angaben aus Peru werde die Lambda-Variante derzeit dort von der Gamma-Variante verdrängt.

Van Kerkhove räumte ein, dass Mutationen in einem Spike-Protein der Lambda-Variante besorgniserregend seien. Alle Virusveränderungen könnten die Effektivität von Impfstoffen beeinträchtigen.

Lambda wurde nach Angaben der WHO in 40 Ländern nachgewiesen. Die WHO listet sie zur Zeit als eine von vier «Varianten von Interesse», nicht, wie Delta, als «besorgniserregende Variante». Davon gibt es ebenfalls vier. «Das heisst absolut nicht, dass sie weniger wichtig ist», so van Kerkhove.

EU sichert Kauf von bis zu 200 Million Dosen Novavax-Impfstoff

Die EU sichert sich den Zugriff auf bis zu 200 Millionen Dosen eines möglichen neuen Corona-Impfstoffs aus den USA. Wie die für den Einkauf zuständige EU-Kommission mitteilte, wurde am Mittwoch, 4. August, der Abschluss eines entsprechenden Vertrags mit dem US-Hersteller Novavax genehmigt. Der Impfstoff-Kandidat muss allerdings noch von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für sicher befunden werden.

«Da sich neue Coronavirus-Varianten in Europa und weltweit ausbreiten, ist dieser neue Vertrag mit einem Unternehmen, das seinen Impfstoff bereits erfolgreich an diesen Varianten testet, eine weitere Absicherung zum Schutz unserer Bevölkerung», sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Die EU sichert sich den Zugriff auf bis zu 200 Millionen Dosen eines möglichen neuen Corona-Impfstoffs aus den USA. (Bild: Keystone)

Die Kommission hat bereits sechs andere Verträge über Abnahmegarantien mit Corona-Impfstoffherstellern abgeschlossen. Über die neue Vereinbarung können Mitgliedstaaten zunächst 100 Millionen Dosen von Novavax kaufen. Zudem gibt eine Option für den Kauf von weiteren 100 Millionen, sobald das Vakzin von der EMA überprüft wurde.

Der Impfstoff NVX-CoV2373, der zweimal gespritzt werden muss, hat laut den jüngsten Studien eine Wirksamkeit von 90,4 Prozent, wie Novavax im Juni mitteilte. Das heisst, dass bei geimpften Probanden rund 90 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als bei nicht geimpften.

NVX-CoV2373 ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie der von Astrazeneca: Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

Studie: Ungeimpfte stecken sich dreimal häufiger an als Geimpfte

Ungeimpfte Menschen haben einer aktuellen britischen Studie zufolge ein dreimal so hohes Risiko sich mit Corona zu infizieren wie vollständig Geimpfte. In der Untersuchung von Forschern des Imperial College London wurden 1,2 Prozent von 100’000 Probanden in England positiv auf das Virus getestet, während es unter den vollständig Geimpften nur 0,4 Prozent waren. Die noch nicht von Fachleuten begutachteten Ergebnisse wurden am Mittwoch, 4. August, in einem Pre-Print-Papier online veröffentlicht.

«Diese Ergebnisse bestätigen unsere vorherigen Daten und zeigen, dass eine vollständige Impfung guten Schutz davor bietet, sich zu infizieren», sagte der Studienleiter Paul Elliot einer Mitteilung zufolge. Da jedoch kein Impfstoff eine hundertprozentige Wirksamkeit habe, gebe es auch für Geimpfte noch ein gewisses Risiko, sich zu infizieren. Die am Imperial College London geleitete Studie führt regelmässige Testreihen unter zufällig ausgewählten Stichproben durch und liefert somit regelmässig ein realistisches Abbild der Epidemie-Entwicklung in England.

Die Forscher fanden in ihrer aktuellen Auswertung auch Anzeichen dafür, dass geimpfte Infizierte auch seltener andere Menschen anstecken, da ihre Viruslast geringer sein könnte. 100 Prozent der in der Studie analysierten Proben waren Fälle der Delta-Variante, die in Grossbritannien mittlerweile flächendeckend verbreitet ist.

Nachdem die Forscher auch Faktoren wie Alter, Geschlecht und andere demografische Merkmale in die Studie einbezogen, kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Geimpften in der Stichprobe verglichen mit den nicht Geimpften ein um 50 bis 60 Prozent reduziertes Risiko hatten, sich zu infizieren.

WHO verlangt Moratorium auf Auffrischimpfungen gegen Corona

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert einen vorübergehenden Stopp von Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus, so lange noch viele ärmere Länder auf Impfdosen warten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die in mehreren Ländern erörterten Pläne für solche Impfungen am Mittwoch, 4. August, in Genf. Bereits begonnene Auffrischimpfungen sollten ausgesetzt und Pläne dafür bis mindestens Ende September auf Eis gelegt werden, bis mindestens zehn Prozent der Menschen in allen Ländern der Welt geimpft seien.

Die WHO fordert einen vorübergehenden Stopp von Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus. (Symbolbild: Keystone)

«Länder mit hohen Einkommen haben 100 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht», sagte Tedros. «Gleichzeitig konnten Länder mit niedrigen Einkommen nur 1,5 Dosen pro 100 Menschen verabreichen, weil ihnen Impfstoff fehlt. Wir brauchen dringend eine Kehrtwende, so dass die Mehrheit der Impfstoffe in Länder mit niedrigen statt hohen Einkommen geht.»

General Motors erholt sich von Corona-Krise

Der grösste US-Autobauer General Motors (GM) verdient dank hoher Nachfrage nach SUVs und Pick-up-Trucks wieder gut.

Im zweiten Quartal machte der Konzern 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro) Nettogewinn, wie er am Mittwoch mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Corona-Krise einen Verlust von 806 Millionen Dollar verursacht.

Inzwischen hat sich das Geschäft erholt, den Umsatz steigerte GM um mehr als das Doppelte auf 34,2 Milliarden Dollar. Vorstandschefin Mary Barra sprach in einem Brief an die Aktionäre von einem starken ersten Halbjahr, warnte jedoch vor anhaltenden Herausforderungen.

So litt die Bilanz zuletzt weiter unter Produktionsproblemen aufgrund von Computerchip-Engpässen, zudem fielen hohe Sonderkosten wegen eines grossen Rückrufs an. Ein Ende des Chip-Mangels ist nicht in Sicht, das setzt dem US-Autoriesen weiter zu. In der kommenden Woche müssen deshalb drei Werke in Nordamerika vorübergehend schliessen.

Dennoch hob GM die Jahresziele an und rechnet nun mit einem bereinigten Betriebsgewinn von bis zu 13,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen für 2021 maximal 11,0 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die Aktie geriet vorbörslich zunächst trotzdem ins Minus. Analysten hatten einen höheren Quartalsgewinn erwartet.

Italienische Polizei entdeckt Mängel bei Strand-Betrieben

Die italienische Polizei hat bei landesweiten Kontrollen von Badeanstalten am Meer und an Seen Hunderte Verstösse festgestellt. 21 mussten ihren Restaurant- und Barbetrieb wegen schwerer Hygienemängel einstellen, wie die Carabinieri am Mittwoch mitteilten.

Mehr dazu hier.

Die italienische Polizei hat bei landesweiten Kontrollen von Badeanstalten am Meer und an Seen Hunderte Verstösse festgestellt. (Bild: Keystone)
Zahl der Corona-Toten in Indonesien übersteigt 100'000

Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit Covid-19 hat in Indonesien die Marke von 100’000 überschritten.

Etwa 40 Prozent aller Todesfälle seien allein seit Juli durch die Ausbreitung der Delta-Variante im viertbevölkerungsreichsten Land der Erde verzeichnet worden, ergaben Zahlen des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Jakarta. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien weitere 1’750 Tote im Zusammenhang mit dem Virus hinzugekommen, so die Behörden am Mittwoch.

Der südostasiatische Inselstaat mit 270 Millionen Einwohnern ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in der Region. Teilweise war Indonesien der globale Hotspot: Mitte Juli wurden mehrmals über 50’000 Neuinfektionen am Tag gemeldet. Mittlerweile sind die Zahlen rückläufig und lagen am Mittwoch bei etwa 35’000 – auch dank eines Anfang Juli verhängten Lockdowns auf der schwer betroffenen Hauptinsel Java und der beliebten Urlaubsinsel Bali.

BAG meldet 1'033 Neuinfektionen am Mittwoch

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1’033 Corona-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG 35 Spitaleinweisungen und zwei Todesfälle.

Mehr dazu hier.

WHO empfiehlt Stillen trotz Corona-Infektion oder -Impfung

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Müttern, ihre Neugeborenen im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus und nach einer Corona-Impfung weiter zu stillen.

Das Stillen habe viele Vorteile für Mutter und Kind und müsse während einer Ansteckung oder im Anschluss an eine Impfung der Mutter nicht unterbrochen werden, teilte das WHO-Regionalbüro Europa am Mittwoch in Kopenhagen mit.

Die Impfung einer stillenden Mutter stelle nach bisherigem Wissensstand keine Gefahr für den Säugling dar. Im Gegenteil: Sie habe nach der Verabreichung eines Corona-Impfstoffes Antikörper in ihrer Milch, was sogar dabei helfen könnte, das Baby vor einer Infektion zu schützen.

Mehr dazu hier.

Für viele Touristen ist die Reise bereits am Flughafen zu Ende

Die Corona-Einreisebestimmungen führen derzeit dazu, dass viele Passagiere schon am Flughafen Zürich stranden. Das häufigste Problem ist das Covid-Zertifikat, das entweder nicht vorhanden, abgelaufen oder nicht in Englisch verfasst ist.

Die Corona-Einreisebestimmungen stellen viele Touristen am Flughafen vor Herausforderungen. (Symbolbild: Keystone)

Im Juni waren es 700 Passagiere, deren Reise am Flughafen Zürich ein vorzeitiges Ende nahm. Im Juli konnten 5 bis 10 Prozent der Langstrecken-Reisenden ihren Flug nicht antreten. Bei den Kurzstreckenflügen waren es 1 bis 2 Prozent. Das Bodenabfertigungs-Unternehmen Swissport bestätigte eine entsprechende Meldung im «Blick» vom Mittwoch. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Mehr Fluggäste bei Ryanair – aber deutlich weniger als vor Corona

Im Juli sind wieder deutlich mehr Menschen in die Maschinen des Billigfliegers Ryanair gestiegen – aber noch immer deutlich weniger als vor der Pandemie. Im vergangenen Monat flogen 9,3 Millionen Menschen mit der Airline, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das sind zwar mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresmonat (4,4 Millionen), aber deutlich weniger als noch im Juli 2019. Damals flogen in dem Sommermonat 14,8 Millionen Menschen mit Ryanair.

(Bild: Keystone)

Aktuell sind die Infektionszahlen in vielen Ferienländern durch die Ausbreitung der Delta-Variante zwar wieder hoch oder steigen an. Allerdings gibt es vielerorts mittlerweile Reiseerleichterungen für Geimpfte oder Genesene.

Wissenschaftliche Fake News verbreiten sich wie Lauffeuer

Noch nie waren Laien so an medizinischer Forschung interessiert wie in der Corona-Pandemie. Fehlerhafte Studien können fatale Auswirkungen haben: zum Beispiel eine Studie, die behauptete, auf drei durch die Impfung gerettete Menschen kämen zwei, die daran starben.

«Ist ein wissenschaftliches Paper erst einmal veröffentlicht, ist der Schaden unwiderruflich», sagt Emerson Brooking, Experte für die Aufdeckung von Desinformation beim Washingtoner Politikinstitut Atlantic Council.

Mangelhafte Studien «giessen Öl ins Feuer der Covid-Skeptiker und Verschwörungstheoretiker» und würden über das Internet massenhaft verbreitet, sagt Brooking. Wird eine Forschungsarbeit zurückgezogen, ist es meist zu spät.

Besonders gefährlich sind Falschinformationen zur Corona-Impfung. Die Impfbereitschaft in den Vereinigten Staaten hat zuletzt nachgelassen; fast alle der jüngsten Covid-19-Todesfälle traten bei Menschen auf, die nicht geimpft waren.

Mehr dazu hier.

KOF erwartet auch bei Delta-Ausbreitung hohes BIP-Wachstum

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) erwartet auch bei einer Ausbreitung der Delta-Variante ein hohes Wirtschaftswachstum in der Schweiz. Selbst in einem negativeren Szenario, bei dem Corona-Fallzahlen früher und kräftiger steigen würden als bisher angenommen, werde das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 3,8 Prozent steigen.

Mehr dazu hier.

Barbie wird Impfstoff-Entwicklerin: Neue Figur ehrt Sarah Gilbert

Sogar Barbie ist im Zeitalter der Pandemie angekommen: Der Spielzeug-Hersteller Mattel hat eine neue Puppe zu Ehren der Impfstoff-Entwicklerin Sarah Gilbert aus Oxford entwickelt.

Sie habe das erst «sehr komisch» gefunden, sagte die Forscherin, die massgeblich den AstraZeneca-Impfstoff mitentwickelt hat, der britischen Nachrichtenagentur PA.

«Ich wünsche mir, dass meine Puppe Kinder auf Berufe aufmerksam macht, die sie vorher nicht kannten, wie Immunologin», sagte die 59-Jährige. Es sei ihr ein grosses Anliegen, gerade auch Mädchen für naturwissenschaftliche Berufe und die Wissenschaft zu begeistern. Die Barbie von Professorin Sarah Gilbert hat wie ihr Vorbild lange rote Haare und trägt einen schwarzen Hosenanzug und eine Brille.

Sarah Gilbert, die seit 1994 an der Universität Oxford forscht, leitete das Entwicklungsteam hinter dem AstraZeneca-Impfstoff. Von Anfang an setzte sich das Team zum Ziel, ein Mittel zu entwickeln, das kostengünstig ist und unkompliziert transportiert werden kann.

Schweizer Hotels locken im Juni deutlich mehr Gäste an

Nach dem Absturz im Vorjahr geht es mit der Schweizer Hotellerie wieder aufwärts. Im Juni gab es wieder 2,26 Millionen Übernachtungen. Das sind gut 55 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

(Grafik: Keystone)

Dabei konnten die Hotels von der höheren Nachfrage aus dem In- und Ausland profitieren. Die Zahl der inländischen Gäste nahm um knapp die Hälfte zu, während die Zahl der ausländischen Touristen um 86 Prozent stieg, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch bekannt gab.

Aber vom Vorkrisen-Niveau ist die Branche noch weit entfernt: Im Juni 2019 hatten Schweizer Hotels noch 3,8 Millionen Übernachtungen verbucht.

Mehr dazu hier.

Schnelltests im Juli kosteten den Bund rund 20 Millionen Franken

Corona-Schnelltests in der Schweiz sind derzeit noch gratis, mit Symptomen auch PCR-Tests. Ungeimpfte können sich theoretisch täglich einem Schnelltest unterziehen und auch Gratis-Selbsttests können sie einmal im Monat beziehen. Sollte der Bund die Kosten für Tests nicht mehr übernehmen, könnte es für Ungeimpfte teuer werden.

Wie der «Blick» schreibt, kommen die Gratis-Tests dem Bund und somit den SteuerzahlerInnen ausserdem teuer zu stehen. Allein im Juli wurden laut BAG rund 420’000 Antigen-Schnelltests durchgeführt, die den Bund pro Stück in der Regel 47 Franken kosten. Die Kosten dafür belaufen sich somit auf insgesamt mindestens 20 Millionen Franken.

BAG empfiehlt Test für Reiserückkehrer – Kommt es zum Ansturm auf Testzentren?

Das BAG empfiehlt ungeimpften und genesenen Personen, die aus den Ferien zurückkehren, dass sie sich testen lassen. Auch wenn sie keine Symptome haben. Sofern Reiserückkehrer dieser Empfehlung Folge leisten, dürfte es in den kommenden Wochen zu einem Ansturm auf die Testzentren kommen, wie SRF schreibt.

Sind die Kantone auf die erhöhte Nachfrage nach Coronatests vorbereitet? Linda Nartey, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, hat keine Antwort auf diese Frage. Jedoch müsse man sich auf eine allfällige Erhöhung der Testkapazitäten vorbereiten.

Dass sich Reiserückkehrer, die nicht geimpft sind, in der Schweiz testen sollten, wissen die Kantone erst seit einer Woche. Das könnte dazu führen, dass die Kapazitäten in den Testzentren knapp werden.

Virginie Masserey vom BAG geht davon aus, dass die Testkapazitäten vorhanden seien. Die Empfehlung an Ungeimpfte, sich regelmässig testen zu lassen, gebe es schon länger.

Schweiz hat im Vergleich mit Westeuropa tiefste Impfquote

Die Schweiz schneidet im Vergleich zu den anderen Ländern in Süd- und Westeuropa – was die Impfquote anbelangt – schlecht ab. Nur 55 Prozent der Bevölkerung hat die erste Dosis des Impfstoffs erhalten – und damit im Vergleich deutlich weniger als in anderen Ländern.

Laut «Tages-Anzeiger» gilt für die Länder Nordeuropas: Dänemark hat eine Impfquote von 73 Prozent, Norwegen und Finnland je 67, in Schweden haben 64 Prozent die erste Impfung und in Island 79.

(Bild: Keystone)

Lediglich in den osteuropäischen Ländern ist die Impfquote niedriger als in der Schweiz. Besonders tief ist die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, im Balkan. Albanien und Nordmazedonien haben eine Impfquote von rund 25 Prozent, Kosovo von 15 Prozent, Bosnien-Herzegowina lediglich 12 Prozent. In Serbien sind es immerhin 42 Prozent.

EU stockt Impfstoffreserven weiter auf

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht Europa gut gerüstet für mögliche dritte Impfungen. «Wir haben bei BioNTech 1,8 Milliarden Dosen bis zum Jahr 2023 bestellt», sagt von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Das ist der größte Anschlussauftrag weltweit und reicht für mögliche Auffrischungsimpfungen in der EU und Anpassungen an mögliche neue Virusvarianten.»

IATA-Jahresstatistik zeigt verheerenden Luftverkehrseinbruch 2020

Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) hat in seinem Jahrbuch 2020 die verheerenden Auswirkungen der Pandemie auf die Luftfahrt dokumentiert. Insgesamt flogen 2020 nur 1,8 Milliarden Passagiere im Linienflugverkehr, 60,2 Prozent weniger als im Jahr davor.

Es war der grösste Einbruch seit Beginn der systematischen Zählung der Passagierkilometer etwa 1950, wie aus dem statistischen Jahrbuch 2020 hervorgeht, das die IATA am Dienstag in Montreal in Kanada veröffentlichte.

Die Umsätze im Passagiergeschäft gingen im vergangenen Jahr um 69 Prozent auf 189 Milliarden Dollar zurück. Die Nettoverluste betrugen 126,4 Milliarden Dollar. Eine Million Arbeitsplätze seien in der Industrie verloren gegangen. Im April 2020 seien wegen der Schliessung zahlreicher Grenzen 66 Prozent der kommerziellen Flugzeuge nicht im Flugbetrieb gewesen.

In Europa flogen nach diesen Angaben im vergangenen Jahr noch 389,9 Millionen Menschen, 67,4 Prozent weniger als im Jahr davor. Auf internationalen Strecken waren die Deutschen unter allen Passagieren die drittgrösste Gruppe (30,8 Millionen), nach US-Bürgern (45,7 Millionen) und Briten (40,8 Millionen). Das Frachtgeschäft sank weltweit nur um 21,4 Prozent.

Mitglieder des Verbandes sind etwa 290 Fluggesellschaften, die nach Angaben der IATA zusammen 82 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abdecken.

Biden: Corona verbreitet sich «wie ein Lauffeuer» unter Ungeimpften

Das Coronavirus verbreitet sich in den USA nach Ansicht von Präsident Joe Biden «wie ein Lauffeuer unter den Ungeimpften». Dies sei «herzzerreissend» – vor allem, weil Covid-19 inzwischen dank der Impfungen eine «vermeidbare» Erkrankung sei, sagte Biden am 3. August im Weissen Haus.

In den Bundesstaaten mit geringerer Impfquote sei die Rate der Infektionen «zehn bis zwanzig Mal so hoch» wie in den Staaten mit der höchsten Impfquote.

US-Präsident Joe Biden am Dienstag im Weissen Haus. (Bild: Keystone)

Biden forderte alle Amerikaner erneut mit Nachdruck auf, sich rasch impfen zu lassen. Es gebe immer noch rund 90 Millionen Menschen, die impfberechtigt seien, aber noch keine einzige Spritze bekommen hätten, mahnte er. Geimpfte Menschen würden sich nur sehr selten mit Corona infizieren, noch seltener bei einer Infektion ins Krankenhaus müssen und fast nie an den Folgen der Infektion sterben, betonte Biden. «Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften», sagte Biden.

Biden greift Gouverneure für Corona-Politik an

US-Präsident Joe Biden hat einige republikanische Gouverneure für ihre Corona-Politik gescholten. «Wenn Sie schon nicht helfen, dann gehen Sie wenigstens den Leuten aus dem Weg, die versuchen, das Richtige zu tun», forderte Biden am Dienstagnachmittag. Zwei US-Bundesstaaten nannte er explizit als Negativbeispiele. «Nur zwei Staaten, Florida und Texas, sind für ein Drittel aller neuen Covid-19-Fälle im ganzen Land verantwortlich.»

In einigen Bundesstaaten sei die Maskenpflicht an Schulen verboten, monierte Biden. In Texas könnte für Universitäten sogar eine Geldstrafe fällig werden, wenn Lehrkräfte ungeimpfte Studierende zum Tragen einer Maske auffordern. Die beiden republikanischen Gouverneure Greg Abbott aus Texas und Ron DeSantis aus Florida haben sich zuletzt besonders laut gegen eine Maskenpflicht in ihren Staaten ausgesprochen und diese gar verboten.

«Nutzen Sie Ihre Macht, um Leben zu retten», forderte Biden. «Wir brauchen Führungsstärke von allen. Und einige Gouverneure sind nicht bereit, das Richtige zu tun, um diese Pandemie zu bekämpfen.» Der Demokrat lobte zudem ausdrücklich öffentliche und private Arbeitgeber, die für Ihre Mitarbeiter eine Impfpflicht eingeführt haben. Dies sei kein einfacher Schritt, aber er werde die Unternehmen und Behörden dabei unterstützen, versprach Biden.

Er wolle sich auch bei Unternehmen wie Google, Netflix, Disney und Walmart bedanken, fügte er hinzu. Andere hätten es abgelehnt, ihre Bemühungen zu verstärken. «Das finde ich enttäuschend», sagte Biden. Die US-Regierung hatte vergangene Woche angekündigt, dass ihre Mitarbeiter – landesweit sind das mehrere Millionen – künftig entweder ihre Impfungen nachweisen müssen oder sich regelmässig auf eine Infektion testen lassen müssen.

Von der Leyen: Für Zulassung von Sputnik V fehlen valide Daten

Eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weiter ungewiss. «Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen», sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Das werfe Fragen auf.

Die Zulassung von Sputnik V durch die EMA sei nach Angaben von Ursula von der Leyen weiter ungewiss. (Bild: Keystone)

Nach Angaben des Herstellers ist der Impfstoff Sputnik V mittlerweile bereits weltweit in 69 Staaten zugelassen. In der EU verwenden ihn die Länder Ungarn und Slowakei auch ohne Zulassung der EMA. Russland hoffte zuletzt auf eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel- Agentur bis zum Herbst. Sie prüft den Impfstoff nun bereits seit Anfang März.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte, Mitarbeiter der EMA stünden in «direktem Arbeitskontakt» mit den russischen Ministerien für Gesundheit und Handel. «Nach unseren Informationen gibt es keine Einwände gegen den Impfstoff und seine Wirksamkeit», sagte Lawrow der Zeitung «Komsomolskaja Prawda». Russland hatte immer wieder davor gewarnt, die Prüfung des Antrags zu politisieren.

Israel erlässt neue Beschränkungen

Wegen der wieder rapide steigenden Coronazahlen hat Israel neue Beschränkungen erlassen. So gilt wieder eine Maskenpflicht bei Events im Freien mit mehr als 100 Teilnehmern, beschloss das Corona-Kabinett bei einer Sitzung am Dienstagabend. Selbst Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern dürfen nur noch Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Corona-Testergebnis besuchen. Auch Kinder müssen zudem nun beim Eintritt ein negatives Corona-Testergebnis vorzeigen. Die neuen Vorschriften sollen am Sonntag in Kraft treten.

(Bild: Keystone)

Bereits vor der Sitzung des Kabinetts hatte die Regierung auch neue Reisebeschränkungen beschlossen. So müssen Israelis, die unter anderem aus Deutschland einreisen, für mindestens sieben Tage in Quarantäne – selbst wenn sie vollständig geimpft sind. Die Regelungen gelten ab dem 11. August. Für deutsche und andere ausländische Touristen gilt unterdessen weiterhin ein Einreiseverbot nach Israel.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz schwor die Bürger zudem auf einen Lockdown im September ein, sollten die Zahlen nicht rückläufig sein. Da im nächsten Monat mehrere jüdische Feiertage anstehen, sei ein Lockdown hier aus ökonomischer Sicht weniger schädigend, sagte Gantz dem Corona-Kabinett.

Sundance-Filmfestival 2022 als Hybrid-Event nur für Geimpfte

Das von Robert Redford gegründete Sundance-Filmfestival im US-Staat Utah soll im Januar 2022 als Hybridveranstaltung stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie werden vor Ort nur geimpfte Teilnehmer zugelassen, gab Festival-Chefin Tabitha Jackson am Dienstag bekannt. Das seit 1985 laufende Festival für unabhängig produzierte Filme soll vom 20. bis zu 30. Januar laufen.

Gewöhnlich pilgern jedes Jahr Zehntausende Filmfans zu dem Event in den Wintersportort Park City, doch pandemiebedingt war das diesjährige Filmfest verkürzt und weitgehend ins Internet verlegt worden. 2022 werden nun wieder Besucher vor Ort und zusätzlich online erwartet.

Das Filmdrama «Coda» gewann im vorigen Februar die Sundance-Hauptpreise der Jury und der Zuschauer. Für viele kleinere Filme ist das Sundance-Festival ein Sprungbrett, um Verleiher und ein breiteres Publikum zu finden. Zu den grössten Erfolgen der letzten Jahrzehnte beim grössten Indie-Filmfestival der USA zählten Filme wie «Blair Witch Project», «Boyhood» und «Get Out».

Iran: Neuer Höchstwert an Corona-Infektionen

Der Iran hat einen neuen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Als Ursache wird eine zunehmende Verbreitung der Delta-Variante angegeben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden binnen eines Tages 39’019 Neuinfektionen registriert. Am Vortag waren es 37’189 Fälle. Im selben Zeitraum starben 378 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Iran liegt nun bei fast 4 Millionen, die der Corona-Toten bei über 91’000.

Ein Eilantrag von Gesundheitsminister Said Namaki auf einen zweiwöchigen Lockdown wurde vom Corona-Krisenstab aus wirtschaftlichen Erwägungen vorerst abgelehnt. «Ein Lockdown ist sicherlich eine Option, die aber genauer überprüft werden muss, auch aus wirtschaftlicher Sicht», sagte Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli. Der Antrag sei jedoch nicht vom Tisch und eine finale Entscheidung soll in den nächsten Tagen getroffen werden, so der Minister nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

Die Delta-Variante hat die Corona-Krise im Land noch mehr verschärft und Krankenhäuser und Pflegepersonal an die Grenzen gebracht. In vielen Städten sind die Intensivstationen und Notaufnahmen mit neuen Corona-Patienten überfüllt.

Auch die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt nur schleppend voran. Die Wirtschaftskrise hat die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert. Bislang sind weniger als vier Prozent der Iraner doppelt geimpft.

Infektionszahlen in Niederlanden sinken stark

In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen in der zweiten Woche in Folge drastisch gesunken. In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 21’000 Fälle gemeldet, etwa 44 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern nimmt den Angaben zufolge nur noch leicht zu.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag den Angaben zufolge bei 121. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert zuletzt bei 17,9. Deutschland hatte die Niederlande zum Hochrisikogebiet erklärt, nachdem Anfang Juli die Infektionen explosionsartig angestiegen waren mit Inzidenz-Werten von über 400.

Am Dienstag waren 2263 Fälle registriert worden. Eine Woche zuvor waren es noch fast 4’000. Besonders stark getroffene Regionen sind Amsterdam, Rotterdam und Den Haag. 11,5 Prozent der neu infizierten Menschen war nach der Analyse des Instituts völlig geimpft.

Inzwischen sind zwei Drittel aller erwachsenen Niederländer vollständig geimpft, 85 Prozent der Erwachsenen haben zumindest eine Dosis erhalten.

Grossbritannien und Indien nicht mehr auf Risikoliste

Zurzeit stehen keine Länder auf der Liste des Bundes der Staaten mit besorgniserregender Virusvarianten. Indien, Nepal und Grossbritannien werden ab Mittwoch von der Liste entfernt. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag, 3. August, auf seiner Webseite mit.

Schottland hebt Grossteil der Corona-Beschränkungen am 9. August auf

Nach England will auch Schottland den Grossteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben. Das gab Regierungschefin Nicola Sturgeon am Dienstag in Edinburgh bekannt. So muss etwa in Pubs, Restaurants oder bei Konzerten ab dem 9. August kein verpflichtender Abstand mehr gehalten werden, sodass Kapazitäten wieder voll ausgeschöpft werden können.

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon. (Bild: Keystone)

Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie mit einem Infizierten in Kontakt gekommen sind. Auch Kontaktbeschränkungen wird es keine mehr geben. Allerdings geht man in Schottland trotzdem nicht ganz so viel Risiko ein wie in England: So bleiben Schutzmasken in vielen öffentlichen Räumen weiterhin Pflicht.

Während Schottland Anfang Juli noch mit die höchsten Infektionsraten in ganz Europa hatte, gingen die Corona-Zahlen danach stark zurück. Nun liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit rund 156 deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt Grossbritanniens von 284 (Stand: 28. Juli).

Nartey: Kantone haben die Impf-Kapazitäten heruntergefahren

Die Kantone haben die Kapazitäten zur Impfung gegen das Coronavirus heruntergefahren. Als Grund dafür gab die Berner Kantonsärztin Linda Nartey die schwindende Nachfrage und auch Kostenüberlegungen an. Wichtig sei, dass die Kantone flexibel und in der Lage bleiben, sich anzupassen, sollte sich die Situation ändern, sagte die Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte VKS am Dienstag, 3. August, vor den Medien in Bern.

Die Berner Kantonsärztin Linda Nartey. (Bild: Keystone)

Die noch nicht gegen das Coronavirus Geimpften zu erreichen, hätten bisher die Spitex-Organisationen und die Hausärzte versucht. Es gehe nun darum, auch jene zu überzeugen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben. Telefon-Kampagnen habe man noch nicht ins Auge gefasst.

Umfragen des Forschungsinstitutes Sotomo von Politgeograf Michael Hermann von der Universität Zürich haben über die vergangenen Monate ergeben, dass stabile rund 25 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz eine Covid-19-Impfung entschieden ablehnen.

BAG: Geimpfte können Coronavirus ebenso verbreiten wie Ungeimpfte

Covid-19-Geimpfte können das Coronavirus genau so häufig verbreiten wie Ungeimpfte. Das zeigen neueste Studien aus den USA. Auf diesem Umstand verwies Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien in Bern.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Covid-19-Geimpfte können das Coronavirus genau so häufig verbreiten wie Ungeimpfte. Das zeigen neueste Studien aus den USA. (Bild: Keystone)
Künstliche Intelligenz enthüllt Zusammenhang von Zucker und Covid

Warum macht das Coronavirus manche Menschen kränker als andere? Dass der Blutzucker damit zu tun hat, ist bekannt, allerdings sind noch viele Fragen offen. Die ETH Lausanne (EPFL) hat mittels Künstlicher Intelligenz (AI) 250’000 Studien ausgewertet und Antworten gefunden. Die Forscher erstellten eine maschinengenerierte Darstellung der Rolle, welche der Blutzuckerspiegel bei der Schwere von Covid-19 spielt. Dabei profitierten sie vom Covid-19 Open Research Dataset (CORD-19), in dem über 400’000 Studien für die Coronavirus-Forschung barrierefrei zugänglich gemacht worden sind.

Das AI-Projekt Blue Brain der EPFL tut dies schon seit anderthalb Jahren, wie Prof. Henry Markram, Gründer und Direktor des Blue Brain Project, in einer Mitteilung vom Dienstag, 3. August, erläutert. Nun habe sich Blue Brain zum Ziel gesetzt, «einen der rätselhaftesten Aspekte dieser Pandemie zu beantworten – warum einige Menschen sehr krank werden, während andere davon völlig unberührt bleiben».

Die ermittelten Werte deckten sich mit dem Schweregrad der Covid-19-Infektion in der gesamten Bevölkerung. Sie zeigten, wie ein erhöhter Blutzuckerspiegel praktisch jeden Schritt der Virusinfektion unterstützt, vom Beginn in der Lunge bis hin zu schweren Komplikationen wie dem akuten Atemnotsyndrom, Multiorganversagen und thrombotischen Ereignissen.

Die Blue Brain-Forscher erörtern in ihrer Studie die möglichen Konsequenzen dieser Hypothesen und schlagen Methoden vor, wie der Schweregrad von Covid-19 verringert werden kann.

Berichte über Geburtstagspläne Obamas – Sorgen wegen Corona

Berichte über eine geplante Geburtstagsfeier des früheren Präsidenten Barack Obama mit angeblich Hunderten geladenen Gästen sorgen wegen steigender Corona-Zahlen in den USA für Aufsehen. «Diese Veranstaltung findet allen öffentlichen Berichten zufolge im Freien statt», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Montag. Sie reagierte damit auf die Frage eines Reporters, ob Obama mit einer grossen Feier in diesen Zeiten nicht ein falsches Signal senden würde. Psaki nannte keine weiteren Details zu der Feier und verwies auf Obamas Büro. Sie betonte, der ehemalige Präsident sei ein grosser Verfechter des Impfens.

Berichte über eine geplante Geburtstagsfeier von Barack Obama mit angeblich Hunderten geladenen Gästen sorgen wegen steigender Corona-Zahlen in den USA für Aufsehen. (Bild: Keystone)

Zuvor hatten mehrere US-Medien berichtet, Obama plane anlässlich seines 60. Geburtstags am Wochenende eine grosse Feier auf der mondänen Atlantikinsel Martha’s Vineyard. Auf der Nachrichtenseite «Axios» hiess es, dass die Gäste geimpft sein und Corona-Tests vorweisen müssten. Es gebe eigens einen Koordinator für die Einhaltung der Covid-Regeln. «Axios» schrieb unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle aus dem Umfeld der Obamas, 475 Gäste würden erwartet.

Die Nachrichtenseite «The Hill» berichtete, die Feier finde auf dem Luxus-Anwesen statt, das die Obamas 2019 gekauft hätten: eine Strandvilla mit sieben Schlafzimmern und etwa 640 Quadratmeter Wohnflächen auf einem rund 120’000 Quadratmeter grossen Grundstück – letzteres entspricht mehr als 16 Fussballfeldern.

Das Büro des früheren Präsidenten reagierte auf eine Anfrage zu der Feier zunächst nicht. Obama wird an diesem Mittwoch 60 Jahre alt.

Ackermann: Impfungen können Epidemie in zwei Monaten beenden

Die Taskforce des Bundes ruft zum Impfen gegen das Coronavirus auf. Die Schweiz habe die besten Impfstoffe. «Das Coronavirus wird nicht verschwinden, wir hätten es (jedoch) in der Hand, die Epidemie (durch Impfen) in zwei Monaten zu beenden», sagte Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Task Force des Bundes, am Dienstag vor den Medien in Bern.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Task Force des Bundes. (Bild: Keystone)
EU-Staaten erhalten erste Corona-Hilfen aus neuem Aufbaufonds

Die EU-Kommission hat mit der Auszahlung von Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds begonnen. Die ersten Beträge seien am Dienstag an Portugal, Belgien und Luxemburg überwiesen worden, teilte die für den Fonds zuständige Brüsseler Behörde mit. Portugal hat demnach 2,2 Milliarden Euro erhalten, Belgien 770 Millionen Euro und Luxemburg 12,1 Millionen Euro. Die Beträge entsprechen 13 Prozent des Betrages, auf den die Länder voraussichtlich insgesamt Anspruch haben.

Das Corona-Wideraufbauprogramm der EU sieht nach angepassten Preisen Hilfen in Höhe von insgesamt 800 Milliarden Euro vor. Das Geld soll helfen, die durch die Pandemie entstandenen wirtschaftlichen Schäden zu bewältigen. Finanziert wird es über Schulden, die bis 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

Kern ist des Programms ist die sogenannte Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF), aus der nun die ersten Gelder ausgezahlt wurden. Sie ermöglicht die Vergabe von Zuschüssen in Höhe von insgesamt 338 Milliarden Euro sowie von Krediten. Deutschland kann aus dem Fonds nach derzeitigem Stand rund 25,6 Milliarden Euro an Zuschüssen erwarten.

BAG meldet 1'059 neue Coronavirus-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1’059 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 53 Spitaleinweisungen, keine weiteren Todesfälle.

Alle Corona-Zahlen des BAG finden Sie hier.

Forscher werten weltweite Sterbedaten in der Corona-Pandemie aus

Forscher haben die Sterbedaten von rund 100 Ländern während der Corona-Pandemie in vergleichbarer Form aufbereitet. Während die Schweiz bei der Übersterblichkeit im mitteleuropäischen Durchschnitt liegt, schneidet Deutschland überraschend gut ab.

Dort sind seit dem Ausbruch des Virus 5 Prozent mehr Menschen gestorben, als im Durchschnitt zu erwarten gewesen wären. In der Schweiz betrug der Anstieg 13 Prozent – nur unwesentlich höher als in Österreich, Belgien, den Niederlanden und Frankreich. Grossbritannien verzeichnete 18 und Italien 20 Prozent mehr Tote als üblich.

Industrie könnte bald Arbeitsplätze zurück in die Schweiz holen

Auf dem Höhepunkt der Coronakrise im Frühjahr 2020 wurde in der Schweiz laut über die Rückverlagerung von Produktionen aus dem Ausland zurück in die Schweiz oder nach Europa nachgedacht. Noch ist davon kaum etwas zu sehen. Steigen aber die weltweiten Frachtkosten allerdings weiter an, könnte es doch noch vermehrt zu Produktionsverlagerungen kommen, glauben Experten.

Mehr dazu hier.

Detailhandel legt im Nonfood-Bereich stark zu

Der Schweizer Detailhandel befindet sich nach der Lockerung der Corona-Massnahmen im Aufschwung. Vor allem im Nonfood-Bereich ist die Nachfrage gestiegen.

Im ersten Halbjahr 2021 weist der Schweizer Detailhandel insgesamt ein Plus von 5,9 Prozent auf, wie das Marktforschungsinstitut GfK am Dienstag mitteilte. Der Nonfood-Bereich habe um 13,5 Prozent zugelegt. Auch der Food- und Nearfood-Bereich wachse weiter, jedoch nur um 1,4 Prozent.

(Bild: Keystone)

Laut GfK sind die Vorjahresvergleiche jedoch wegen der unterschiedlichen Lockdowns während der Coronakrise in den Halbjahren 2020 und 2021 mit Vorsicht zu geniessen. So war im zweiten Quartal vor allem der April stark, was auch auf den niedrigen Vorjahreswert wegen des Lockdowns zurückzuführen sei.

Mehr dazu hier.

Schweden rechnet mit Auffrischimpfung im nächsten Jahr

Einem grösseren Anteil der schwedischen Bevölkerung wird im nächsten Jahr voraussichtlich eine Auffrischdosis einer Corona-Impfung angeboten.

Der Umfang sei derzeit aber noch unklar und hänge unter anderem von möglichen neuen Virusvarianten sowie davon ab, was Studien über die Schutzwirkung der Impfstoffe im Laufe der Zeit zeigen, teilte die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Dienstag mit. Bestimmte Risikogruppen könnten möglicherweise schon in diesem Herbst eine dritte Impfdosis erhalten.

«Die Einschätzung ist, dass es nicht möglich ist, das Virus auszurotten», erklärte der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell. «Deshalb sollte die Impfarbeit langfristig angelegt und auf die Verringerung von schweren Erkrankungen und Todesfällen ausgerichtet sein.» Seine Behörde geht davon aus, dass der Zugang zu Impfstoffen langfristig im Laufe der Jahre gut sein wird.

Impfquote im Kanton Solothurn steigt auf knapp 60 Prozent

Im Kanton Solothurn sind per Ende Juli 59,3 Prozent der über 16-jährigen Einwohnerinnen und Einwohner vollständig gegen Covid-19 geimpft worden. Der Kanton spricht in einer Medienmitteilung von einem «erfreulichen Zwischenerfolg».

Um die Verbreitung der hochansteckenden Delta-Variante einzudämmen, sei es wichtig, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen würden, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Dienstag mit. In den nächsten Monaten brauche es weitere Überzeugungsarbeit, den Ausbau niederschwelliger Impfangebote und Geduld, wurde Peter Eberhard, Leiter des Gesundheitsamts, in der Mitteilung zitiert.

Mehr dazu hier.

In den Solothurner Impfzentren in Selzach und Trimbach werden auch 12- bis 15-Jährige geimpft. (Symbolbild: Keystone)
Covid-Patienten der dritten Welle: Jünger und häufig übergewichtig

Die Patientinnen und Patienten, die während der dritten Coronavirus-Welle auf einer Schweizer Intensivstation lagen, unterscheiden sich von den Patienten der ersten und zweiten Welle: Sie waren deutlich jünger und hatten häufiger Übergewicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Mehr als 3'800 neue Corona-Infektionen in Israel

In Israel ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gestiegen. Nach Daten des israelischen Gesundheitsministeriums von Dienstag waren am Montag 3818 neue Fälle bestätigt worden.

Zuvor hatte die Zahl bei 2121 gelegen. Insgesamt gibt es in Israel derzeit 22 345 Covid-Patienten, 221 von ihnen sind den Angaben zufolge schwer krank. Der Prozentsatz der am Montag positiv getesteten Menschen wurde mit 3,78 angegeben – zuvor hatte der Anteil bei 2,96 Prozent gelegen.

Fast 5,4 Millionen der rund 9,3 Millionen Israelis sind vollständig geimpft. Vor kurzem hatte das Gesundheitsministerium Zahlen vorgelegt, nach denen die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hiess es.

Angesichts steigender Infektionszahlen hat Israel in der vergangenen Woche damit begonnen, 60-Jährigen und älteren Jahrgängen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus zu verabreichen. Sie ist für Menschen vorgesehen, die ihre zweite Impfdosis vor mindestens fünf Monaten erhalten haben.

Schweizer Konsumentenstimmung klettert über Vorkrisenniveau

Die Stimmung der Schweizer Konsumenten hat sich im Juli gegenüber dem Vorquartal deutlich aufgehellt. Vor allem die Erwartungen für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung fallen positiver aus. Sorgen bereitet den Konsumenten indes die Preisentwicklung.

Der Index der Konsumentenstimmung, der vierteljährlich erhoben wird, notierte im Juli bei 7,8 Punkten und damit klar höher als im April (-6,5). Damit ist der Index über das Niveau vor Ausbruch der Corona-Krise gestiegen.

(Symbolbild: Keystone)

Zudem liegt er deutlich über seinem langjährigen Mittelwert von -5 Punkten und so hoch wie seit Juli 2010 nicht mehr, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Insbesondere die Erwartungen für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung hätten zur deutlichen Aufhellung der Stimmung beigetragen.

Der entsprechende Teilindex kletterte auf 48 Punkte von zuvor +5,2 Punkten im April. Das ist laut Seco der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 1972. Entsprechend haben sich auch die Erwartungen für den Arbeitsmarkt aufgehellt. Der Index zur erwarteten Arbeitslosigkeit (29 Punkte) sei leicht unter das Vorkrisenniveau gesunken, heisst es weiter.

Die positive Konjunkturentwicklung dürfte den Angaben zufolge auch den Haushalten zugutekommen: Der Teilindex zur erwarteten finanziellen Lage (3 Punkte) notiert erstmals seit gut sechs Jahren wieder über dem langfristigen Mittel.

Im Zuge anziehender Inflationsraten werden indes sowohl die vergangene als auch die künftige Preisentwicklung deutlich höher eingeschätzt. Dementsprechend bleibt auch die Konsumneigung verhalten. Die Frage, ob aktuell ein guter Zeitpunkt für grössere Anschaffungen sei, wurde gemäss Seco im Juli nur leicht optimistischer beantwortet als drei Monate zuvor.

Das Seco führt die Befragungen jeweils in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober durch. An der aktuellen Befragung haben insgesamt 1268 Personen teilgenommen, wie das Seco weiter mitteilte.

Sanofi baut mRNA-Geschäft mit Milliarden-Übernahme aus

Der französische Pharmakonzern Sanofi will sein Geschäft rund um mRNA-Anwendungen mit der Milliardenübernahme des US-Biotechunternehmens Translate Bio stärken. Die Aktionäre des US-Konzerns sollen 38 US-Dollar je Anteil erhalten, was einem Eigenkapitalwert von rund 3,2 Milliarden Dollar entspreche, wie Sanofi am Dienstag in Paris mitteilte.

Der Preis entspricht einem Aufschlag von rund 30 Prozent zum Montagsschlusskurs in Höhe von 29 Dollar. Die Gremien des US-Unternehmens unterstützen die Offerte.

Die beiden Pharmakonzerne arbeiten bereits bei der Entwicklung von mRNA-Impfstoffen zusammen. Diese sowie die Erforschung von mRNA-Therapien gegen Krankheiten sollen nun vorangetrieben werden. mRNA-Impfstoffe basieren auf Boten-Ribonukleinsäure (englisch: messenger ribonucleic acid, mRNA).

IWF steigert Finanzkraft um historische 650 Milliarden Dollar

Das oberste Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat einer beispiellosen Erhöhung der finanziellen Schlagkraft der Organisation um 650 Milliarden US-Dollar zugestimmt.

«Dies ist eine historische Entscheidung», erklärte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Montagabend (Ortszeit) in Washington. Der IWF will mit der Finanzspritze vor allem Entwicklungs- und Schwellenländern zur Überwindung der Corona-Krise zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellen, ohne deren Verschuldung zu erhöhen.

Mehr dazu hier.

Experten rechnen mit Protesten der Geimpften bei Massnahmen-Verschärfung

Könnte der Unmut der Geimpften bald für Proteste sorgen? Fachleute des Bundes rechnen damit. Anlass dazu könnten, sofern dies eintreten sollte, Verschärfungen der Corona-Massnahmen geben. Ein erneuter Lockdown beispielsweise, könnte zu Protesten bei den Geimpften führen, müssten diese denselben Einschränkungen wie Nichtgeimpfte Folge leisten. Diese Vermutung basiere auf einer Lageeinschätzung des Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) der Armee, wie die «bz» schreibt.

Derzeit diskutieren PolitikerInnen und Behörden über allfällige Massnahmen im Herbst, sollte sich die Lage um das Coronavirus in der Schweiz weiter negativ entwickeln. Lukas Engelberger, Basler Regierungsrat und GDK-Präsident, hält es durchaus für möglich, dass die Corona-Massnahmen im Herbst wieder verschärft werden müssen.

Im EU-Vergleich: Schweiz hinkt bei Impfen der älteren Bevölkerung hinterher

Rund 20 Prozent der älteren Bevölkerungsgruppen sind in der Schweiz noch nicht gegen das Coronavirus geimpft. Damit hinkt die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern in Europa hinterher, wie «20 Minuten» berichtet. In Spanien, Grossbritannien oder Dänemark sind bereits mehr ältere Menschen geimpft, alle drei Länder weisen in sämtlichen Altersgruppen über 60 Jahren höhere Impfquoten auf als die Schweiz.

(Bild: Keystone)

Gründe für die niedrigeren Impfquoten bei Älteren könnten sein, dass diese Personengruppen Mühe hätten, sich online zu registrieren, sagt Jan Fehr, Leiter des Departements Public & Global Health an der Universität Zürich, gegenüber der Zeitung. Weiter könnten Zurückgezogenheit und soziale Isolation Gründe sein, weshalb sich die älteren Menschen nicht impfen, sagt der Genfer Epidemiologe Antoine Flahault.

Die Stadt Zürich hat mittlerweile eine der höchsten Durchimpfungsraten der Schweiz – auch bei den Älteren. Zürich habe von Anfang an darauf gesetzt, sehr viele Impfangebote zu schaffen. So seien auch die Gemeinden, Hausärzte und Apotheken mit einbezogen worden.

Das BAG stehe derzeit in engem Austausch mit den Kantonen, um die Impfbereitschaft weiter zu steigern.

Anstieg der Delta-Fälle verschreckt asiatische Anleger

Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat am Dienstag das Vertrauen der asiatischen Anleger erschüttert. China, Japan und Australien kämpfen mit rasch ansteigenden Fallzahlen.

«Nach dem schlimmsten Ausbruch seit Beginn der Pandemie sind in China Millionen von Menschen im Lockdown, und angesichts der Risiken für die Lieferketten könnte sich dies in grösserem Masse auf die Weltwirtschaft auswirken», sagte Elizabeth Tian, Leiterin der Abteilung für Aktienderivate bei der Citigroup.

Zu der negativen Stimmung trägt auch die anhaltende Sorge der Anleger über die zunehmende staatliche Regulierung Chinas in Sektoren wie Technologie, Fintech und Bildung bei. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 27’559 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent und lag bei 1927 Punkten.

USA erreichen Bidens Impfziel mit knapp einem Monat Verspätung

Die USA haben mit knapp einem Monat Verspätung das von Präsident Joe Biden gesetzte Ziel erreicht, 70 Prozent der Bevölkerung mindestens einfach gegen das Coronavirus zu impfen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC wurde diese Marke am Montag übertroffen. Biden hatte als Stichtag für das 70-Prozent-Ziel den Nationalfeiertag am 4. Juli genannt.

Der Anteil der vollständig geimpften Erwachsenen lag den Angaben zufolge bei knapp 61 Prozent, was 49,7 Prozent der gesamten Bevölkerung entspricht.

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. (Bild: Keystone)

Die Impfkampagne war in den USA zeitweise ins Stocken geraten. Besonders in politisch konservativen Regionen im Süden und Zentrum des Landes lehnen viele die Impfung ab. Auch in ärmeren Bevölkerungsschichten, bei jüngeren Menschen und ethnischen Minderheiten liess die Impfbereitschaft nach.

In den vergangenen Wochen stiegen die Impfraten in Regionen, in denen es wegen der Delta-Variante zu einem sprunghaften Anstieg der Ansteckungszahlen gekommen war, allerdings wieder an. Dies war etwa in den Südstaaten Arkansas, Missouri, Louisiana und Florida der Fall.

Derzeit infizieren sich landesweit täglich über 60’000 Menschen mit dem Coronavirus, und die Ansteckungsrate steigt weiter an. Da rund 80 Prozent der älteren US-Bevölkerung allerdings vollständig geimpft sind, nehmen die Zahlen der Hospitalisierungen und der Todesfälle bedeutend langsamer zu.

US-Senator Graham trotz Impfung an Covid-19 erkrankt

Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das schrieb der Republikaner am Montag auf Twitter. Am Samstagabend habe er grippe-ähnliche Symptome bekommen und sei daraufhin am Montagmorgen zum Arzt gegangen. Er werde sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben. Seine Symptome seien mild, betonte Graham. «Ich bin sehr froh, dass ich geimpft wurde, denn ohne Impfung würde ich mich sicher nicht so gut fühlen wie ich es jetzt tue.»

(Bild: Keystone)

Graham hatte in der Amtszeit von Donald Trump an Bekanntheit und politischem Gewicht gewonnen – als enger Vertrauter des damaligen Präsidenten. Erst zum Schluss von Trumps Zeit im Weissen Haus ging Graham auf Distanz zu seinem Parteikollegen.

Unter republikanischen Anhängern ist Impfskepsis in den USA besonders verbreitet. Angesichts der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante hatten zuletzt auch hochrangige republikanische Politiker und konservative Kommentatoren vermehrt für eine Impfung gegen das Coronavirus geworben.

70 Prozent der Erwachsenen in USA geimpft

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines grossen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

(Bild: Keystone)

Cyrus Shahpar, der im Weissen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, schrieb auf Twitter von einem «Meilenstein». In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um.

Risikogruppen in Deutschland sollen drittes Mal geimpft werden

Die Gesundheitsminister der deutschen Bundesländer haben am Montag beschlossen, dass Angehörige der Risikogruppen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten sollen. Zudem soll es flächendeckende Impfangebote für Jugendliche geben. Die Gesundheitsminister haben die Entscheidungen einstimmig und im Einvernehmen mit der Bundesregierung gefällt, wie nach der Konferenz am Montagabend mitgeteilt wurde. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüsst die zusätzlichen Impfangebote für Minderjährige.

Nun sollen zunächst Hochbetagte, Pflegebedürftige und PatientInnen mit Immunschwäche oder Immunsuppression ein drittes Mal geimpft werden.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). (Bild: Keystone)
New York: Impfung oder Tests für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe

Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab Anfang September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmässig testen lassen. Das gelte für die rund 68’000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA, die unter anderem für U-Bahnen und Busse zuständig ist, sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit.

Zuvor waren ähnliche Regelungen für das städtische Personal der Millionenmetropole, darunter auch Polizisten und Lehrpersonal, sowie medizinisches Personal angekündigt worden. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte am Montag zudem an, dass künftig nur noch bereits geimpfte Menschen von der Stadt neu eingestellt würden. Zusätzlich empfahl er allen Menschen, auch bereits geimpften, in öffentlichen Innenräumen wieder Masken anzuziehen – ordnete dies aber nicht offiziell an.

Die Massnahmen, die auch andernorts in den USA eingeführt wurden, sind eine Reaktion auf die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus, die in den USA mittlerweile dominant ist und für steigende Infektionszahlen vor allem bei Ungeimpften sorgt.

Zu viele Briten in Quarantäne: Regierung schraubt an Corona-App

Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. Das Ministerium betonte, das Update beeinfluss weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle.

Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen «Pingdemie» – nach dem «ping», das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

«Dieses Update der App wird dazu beitragen, dass wir die richtige Balance finden», sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. «Wir wollen die Störungen reduzieren, die die Selbstisolation für Menschen und Unternehmen verursachen kann, und gleichzeitig sicherstellen, dass wir die am stärksten gefährdeten Personen vor diesem Virus schützen.»

Mittlerweile 60 Millionen nachgewiesene Corona-Fälle in Europa

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind in Europa mittlerweile mehr als 60 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.

Damit entfallen rund 30 Prozent aller weltweit bisher gemeldeten Corona-Fälle auf die europäische Region, wie am Montag aus den aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO hervorging.

Mehr dazu hier.

BAG meldet 2019 Neuinfektionen übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 2’019 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG drei neue Todesfälle und 24 Spitaleinweisungen.

Mehr dazu hier.

Strikter Lockdown in Bangkok verlängert

Die Behörden in Bangkok bekommen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus trotz strikter Massnahmen weiter nicht in den Griff. Der Lockdown in Thailands Hauptstadt und mehreren Dutzend Provinzen wird deshalb um zunächst zwei Wochen verlängert, wie die Regierung am Montag mitteilte.

Mitte August werde neu bewertet, ob die Einschränkungen gelockert oder noch einmal bis zum 31. August ausgedehnt würden, sagte Apisamai Srirangson, eine Sprecherin des staatlichen Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA).

Die Bürger der sogenannten «dunkelroten Zonen», zu denen auch Bangkok gehört, dürfen derzeit nicht in andere Landesteile reisen. Zudem herrschen strenge Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 4 Uhr. Einkaufszentren, Massagesalons und Restaurants sind geschlossen.

Jedoch verlangsame sich der Anstieg der Zahl der Neuinfektionen in Bangkok langsam, hiess es. In der grössten Stadt des Landes, in deren Metropolregion fast 15 Millionen Menschen leben, werden derzeit fast 40 Prozent aller landesweiten neuen Fälle verzeichnet.

Deutschland: 61,7 Prozent einmal geimpft

Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht.

Mittlerweile haben zwar 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten) vom Montag hervorgeht. Das sind gut 51,3 Millionen Menschen.

«Allerdings ist Zahl der Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar», schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter. «Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!»

Vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind mittlerweile 52,3 Prozent der Bevölkerung – also knapp 43,5 der rund 83 Millionen Menschen im Land.

Fast 2'200 Neuinfektionen in Tokio binnen 24 Stunden

In Tokio verzeichnen die Behörden 2’195 Neuinfektionen innert eines Tages. Das sei der höchste Wert, der in der japanischen Hauptstadt je registriert wurde, berichtet der Sender NHK. In Tokio finden derzeit die Olympischen Sommerspiele statt. Auch unter den TeilnehmerInnen gab es bereits etliche positive Corona-Tests.

Auch 2021 kein Super10Kampf

Der Super10Kampf der Schweizer Sporthilfe kann wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Wie die Organisatoren bekannt gaben, verzichten sie wegen der «zu grossen finanziellen Risiken und Unplanbarkeit» auf die Benefizveranstaltung zugunsten des Schweizer Sports.

Im Jahr 2019 fand der Super10Kampf im Zürcher Hallenstadion zuletzt statt. (Bild: Keystone)

Wegen der behördlichen Massnahmen müsste mit höheren Kosten (Schutzkonzepte) und geringerer Einnahmen (weniger Zuschauer) gerechnet werden. Die Sporthilfe als Stiftung können kein wirtschaftliches Risiko eingehen, das letztlich auch zu Lasten der Athleten und Athletinnen gehen würde, heisst es in der Mitteilung.

Der Super10Kampf hätte am 5. November stattfinden sollen. Durch die Absage dürften Einnahmen im tiefen siebenstelligen Bereich entgehen.

Deutsche Impfkommission noch zurückhaltend bei Impfung von Kindern

Die Ständige Impfkommission (Stiko) Deutschlands bleibt trotz politischen Drucks bei ihrer abwartenden Haltung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte am Montag dem Sender NDR Info, es gebe noch zu wenige Daten über mögliche gesundheitliche Folgeschäden für 12- bis 17-Jährige. «Wir sagen, wir können nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange wir diesbezüglich nicht die notwendige Datensicherheit haben.»

Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna sind für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bereits zugelassen. (Bild: Keystone)

Politischer Druck für eine schnelle Entscheidung habe keinen Einfluss auf die Stiko, machte Mertens deutlich. «Es kann durchaus sein, dass wir unsere Empfehlung ändern werden, aber sicher nicht, weil Politiker sich geäussert haben», sagte der Stiko-Vorsitzende.

An diesem Montag beraten die Gesundheitsminister von Bund und Bundesländern über Corona-Impfangebote für Jugendliche. «Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten», schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag.

Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Pfizer und Moderna erhöhen Impfstoff-Preise für EU

Die Corona-Impfstoffhersteller Pfizer und Moderna sollen in den jüngsten Lieferverträgen für die EU die Preise angehoben haben. Wie die «Financial Times» unter Berufung auf Vertragsunterlagen berichtet, koste eine Dosis des Vakzins von Pfizer und BioNTech neu 19,50 Euro statt 15,50 Euro.

Der Moderna-Impfstoff soll demnach pro Dosis 25,50 Dollar statt bisher 19 Euro (22,55 Dollar) kosten. Der neue Preis von Moderna liege aber unter dem ursprünglich vereinbarten Betrag von 28,50 Dollar, weil das Auftragsvolumen gestiegen sei.

Lockdown im australischen Queensland verlängert

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Australien gilt jetzt auch im nordöstlichen Bundesstaat Queensland ein strikter Lockdown. Die Massnahmen waren am Wochenende zunächst für drei Tage verhängt worden, sollen nun aber bis mindestens nächsten Sonntag, 8. August, verlängert werden, wie die Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten.

Im Süden der Region ist die Zahl der Infektionen mittlerweile auf 31 gestiegen. Sie hängen alle mit einem positiv getesteten 17-jährigen Schüler zusammen.

Unter den betroffenen Gebieten sind auch die Metropole Brisbane und die beliebte Urlaubsregion Gold Coast. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Das tropische Queensland grenzt an den Bundesstaat New South Wales mit der Millionenstadt Sydney, die schon seit Wochen im Lockdown ist. Die Einschränkungen wurden hier zuletzt bereits bis Ende August verlängert.

Das 25-Millionen-Einwohner-Land hatte gleich zu Beginn der Pandemie extrem strikte Regeln eingeführt und verhängt schon bei wenigen Dutzend Fällen verschärfte Regeln.

Seit der Ausbreitung der Delta-Variante häufen sich aber die Lockdowns. Landesweit wurden rund 34’000 Fälle verzeichnet. Mehr als 920 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Grenzen sind schon seit März 2020 geschlossen, viele Australier hängen seither im Ausland fest.

Impf-Nachfrage in den USA steigt mitten in neuer Corona-Welle wieder

Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag.

Der Trend drehte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag, 1. August 2021, wurden 816’000 Impfungen verabreicht, darunter 517’000 Erstimpfungen, wie ein leitender Beamter des Weissen Hauses auf Twitter schrieb. Die jüngsten Daten zeigten einen «steten Anstieg», erklärte Cyrus Shahpar.

(Bild: Keystone)

Dem Beamten zufolge lagen auch die Impfzahlen der vergangenen Tage deutlich über jenen der Vorwoche. Am Samstag etwa seien es 712’000 Dosen gewesen, ein Anstieg um 77 Prozent gegenüber der Vorwoche (403’000). Am Freitag habe es ein Plus von 43 Prozent gegeben. Im April waren täglich noch gut drei Millionen Dosen verabreicht worden.

Die Zahl der im Wochendurchschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11’000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72’000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt landesweit an, aber besonders betroffen sind Bundesstaaten mit geringerer Impfquote, darunter zum Beispiel Louisiana und Florida.

In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

US-Präsident Joe Biden hatte im Frühjahr das Ziel ausgegeben, dass bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollten. Das Ziel wurde trotz reichlicher Vorräte und Impfanreize verfehlt, es wurden nur 67 Prozent. Nun, etwa einen Monat später, sollte es bald soweit sein: der jüngste Anstieg liess die Quote unter Erwachsenen bis Sonntag auf 69,9 Prozent steigen.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel