Mahnt in ihrer 1.August-Rede zum Zuhören: Bundesrätin Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone)
Schweiz

Keller-Sutter: «Wir müssen in der Lage sein, einander zuzuhören»

Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat an den Feierlichkeiten zum 1. August die Vielfalt der Schweiz betont. Wichtig sei dabei das gegenseitige Zuhören.

Diese gehöre zum Land, sagte sie in ihrer Rede auf einem Bauernhof im luzernischen Hohenrain. Statt Gräben zu kultivieren, müssten Blockaden überwunden werden, um gemeinsam neue Wege zu finden.

Sie habe in den vergangenen Wochen viel gehört von Gräben – zwischen Stadt und Land, Jung und Alt, Mann und Frau. Natürlich gebe es in der Schweiz unterschiedliche Lebenswelten, Bedürfnisse und verschiedene Ansichten. Das sei nicht neu, sondern Ausdruck der Vielfalt der Schweiz, sagte die Justizministerin gemäss Redetext vor Brunch-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern.

Die Herausforderungen der Schweiz könnten nicht gemeistert werden, indem ein neuer Kulturkampf heraufbeschworen werde, sagte die Bundesrätin. Die Schweiz könne diese nur gemeinsam bewältigen. Als Herausforderung nannte Keller-Sutter nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die Digitalisierung «mit all ihren Chancen und Risiken» sowie die Sicherung der Altersvorsorge, des bilateralen Wegs und der natürlichen Lebensgrundlagen.

«Wir müssen in der Lage sein, einander zuzuhören und die Meinungen der anderen zu respektieren», sagte die Bundesrätin. Man müsse gerade auch Andersdenkenden das Gehör schenken, auf sie eingehen und gemeinsam Lösungen finden. In persönlichen Begegnungen, wie es jetzt wieder möglich sei, sei es leichter, einander zuzuhören.

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